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Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.666 Antworten · 1.257.873 Aufrufe

  1. #11271
    Avatar von Nikos

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    Zitat Zitat von Bacerll Beitrag anzeigen
    PAPANDREOU 1,8%
    Meint das dieser Papandreu eigentlich ernst?

  2. #11272
    Avatar von Bacerll

    Registriert seit
    07.12.2012
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    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Meint das dieser Papandreu eigentlich ernst?
    Schaut so aus

  3. #11273
    Avatar von Dikefalos

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    Die Schuld hat nichts mit den Schulden zu tunJegliche Entschädigung für deutsche Verbrechen vor 70 Jahren muss von der aktuellen Schuldenfrage Griechenlands getrennt bleiben. Deutschland könnte dennoch mehr tun. von Michael Thumann
    20. März 2015 07:04 Uhr 86 Kommentare









    Michael Thumann ist Außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. | © Nicole Sturz

    Stinkefinger, Finanzlektionen, Reparationsforderungen – Griechen und Deutsche schenken sich derzeit nichts. Leider geht in dem Getöse manches unter, worüber man länger nachdenken sollte. Ministerpräsident Alexis Tsipras hat seinem Land da vor dem Besuch in Berlin am kommenden Montag keinen guten Dienst erwiesen. Mitten in der EU-Debatte um das Reformprogramm seines Landes erhob er Wiedergutmachungsansprüche Griechenlands gegen Deutschland aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Zeitpunkt hätte nicht schlechter gewählt sein können. Während Europa auf Tsipras' Ideen für Griechenlands Zukunft wartete, wich er plötzlich in die Vergangenheit aus. Durch den Zeitpunkt der Rede verquickte er deutsche Schuld und griechische Schulden, deutsche Verbrechen vor 70 Jahren und griechische Versäumnisse von heute. Das gehört nicht zusammen.
    Dabei haben die Griechen durchaus berechtigte Klagen über den deutschen Umgang mit der gemeinsamen schwierigen Vergangenheit. In Deutschland ist das vielen nicht bewusst. Das ging mir ganz ähnlich so. Ich lernte Griechenland in den achtziger Jahren als Studienanfänger kennen. Ich sprach mit älteren Griechen, die mir erzählten, wie sie in der deutschen Besatzung von Athen gehungert hatten. Ich sprach mit Greisen, die Erschießungskommandos entkommen waren. Ich sprach mit jungen Griechen, die mich als Deutschen fragten, warum man in Deutschland darüber schwieg.





    Mir war das damals furchtbar peinlich, weil ich im Leistungskurs Geschichte am Gymnasium zwar viel über deutsche Verbrechen an Juden und Slawen gelernt hatte, aber so gar nichts über die Gräuel an Griechen. Ein weißer Fleck in der deutschen Erinnerung. Das ist heute noch nicht grundsätzlich anders. Dabei kann man sich mittlerweile besser informieren. Die Werke von Historikern wie Hagen Fleischer und Mark Mazower haben gezeigt, dass die Wehrmacht und SS in Griechenland ähnlich wüteten wie in slawischen Ländern.

    Es ist nicht so, dass die Deutschen darüber nie gesprochen hätten. Schon die Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und Johannes Rau haben bei Besuchen Kränze an Stellen der Verbrechen abgelegt. Joachim Gauck hat in der ihm eigenen empathischen Weise bei Besuchen in Ioannina und Lyngiades die Schuld anerkannt. Ein deutsch-griechisches Jugendwerk soll kommen, ehemalige Zwangsarbeiter haben Geld erhalten.

    Doch deutsche Kanzler haben gefehlt. Viele Besuche waren verpasste Gelegenheiten. Helmut Kohl auf Kreta 1991 und Schröder in Athen 2004. Griechische Ansinnen auf Entschädigung wurden stets abgelehnt mit dem Verweis auf die Zahlung von 115 Millionen Mark an NS-Opfer Anfang der sechziger Jahre. Das ist kümmerlich im Vergleich zu den gewaltigen Schäden, zu den ausgelöschten Dörfern und einer Zwangsanleihe von 476 Millionen Reichsmark aus den 1940er Jahren.



    In griechischen Regierungskreisen werden nun Forderungen zu rund 300 Milliarden Euro hochaddiert. Diese Fantasiezahl ähnelt verdächtig der Gesamthöhe der griechischen Schulden und stellt schon wieder den falschen Zusammenhang her. Gemunkelt wird, man könne das Goethe-Institut pfänden und die deutsche Schule, wo Griechen Deutsch lernen. Und zwar nach wie vor sehr viele. Das würde Griechenland mehr schaden als nützen.
    Die deutsche Regierung könnte mehr tun, um die Situation zu entschärfen. Sie sollte nicht roboterhaft sagen, alles sei verjährt und vergessen, sondern sie sollte differenzieren. Das Kapitel Reparationen für die allgemeinen Kriegsschäden ist tatsächlich seit dem Zwei-plus-vier-Vertrag von 1990 geschlossen. Sonst könnten 70 Jahre nach Kriegsende ziemlich viele Staaten aus der Anti-Hitler-Koalition Ansprüche stellen.
    Es gibt aber deutsch-griechische Besonderheiten, über die die deutsche Regierung sprechen sollte. Eine gemeinsame Kommission könnte Vorschläge über eine angemessene Entschädigung für die Zwangsanleihe machen. Ein deutsch-griechischer Zukunftsfonds besteht schon. Mit deutschem Geld könnte das Andenken an die Opfer der Massaker in zerstörten Dörfern und die Erforschung der Verbrechen gefördert werden. Das deutsch-griechische Jugendwerk, das beschlossen ist, aber bisher nicht in Gang kommt, könnte komplett von Deutschland finanziert werden. Eine gemeinsame Schulbuchkommission sollte neue Lehrbücher für den Geschichtsunterricht entwerfen.

    Jegliche Entschädigung muss von der aktuellen Schuldenfrage Griechenlands getrennt bleiben. Beide Seiten brauchen Investitionen in die Zukunft der deutsch-griechischen Beziehungen. Eine Verbindung mit den griechischen Schulden würde nur die Verbrechen der Vergangenheit instrumentalisieren, um politisches Versagen von heute abzufedern.

  4. #11274
    Avatar von Bacerll

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    ΕΡΧΕΤΑΙ… ΣΥΜΦΩΝΙΑ ΜΕ ΤΗΝ ΕΛΒΕΤΙΑ ΓΙΑ ΦΟΡΟΛΟΓΗΣΗ ΤΩΝ ΚΑΤΑΘΕΣΕΩΝ

    ???????? ???????? ?? ??? ??????? ??? ?????????? ??? ??????????



  5. #11275
    Avatar von ZX 7R

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    19.200
    Ministerpräsident Alexis Tsipras hat seinem Land da vor dem Besuch in Berlin am kommenden Montag keinen guten Dienst erwiesen


    Versteh ich nicht. Jahre davor wollten die Griechen es klären.....

    Jetzt sollen sie das Maul halten, weil es sich nicht schickt in solcher Lage.

    fleischer hat schon recht.....erst Jahre lang hieß es zu früh.... Dann plötzlich zu spät (zu Früh zu spät kam darauffolgenden) .....und jetzt zu spät und es schickt sich nicht.

  6. #11276

  7. #11277
    Avatar von Hellenic-Pride

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    7.319
    Tja, denen in Brüssel scheint es halt scheiß egal zu sein, die soziale Armut zu bekämpfen. Lieber die Banken retten und die Menschen die wirklich nichts haben verrecken lassen. Willkommen in der EU!

  8. #11278
    Avatar von Ethnikistis

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    351
    so ist es... deswegen bin ich froh wenn die le pen in naher zukunft den puff ein für alle mal auflöst. sofern sie denn die wahl gewinnt.. makari

  9. #11279
    Avatar von Poliorketes

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    5.013
    Zitat Zitat von Hellenic-Pride Beitrag anzeigen
    Tja, denen in Brüssel scheint es halt scheiß egal zu sein, die soziale Armut zu bekämpfen. Lieber die Banken retten und die Menschen die wirklich nichts haben verrecken lassen. Willkommen in der EU!
    In der Vereinbarung vom 20 Februar steht drinnen das die gr. Regierung die soziale not durch die Krise mit z.b. Essensmarken bekämpfen darf. Und jetzt wollen die Heuchler nicht mal das zulassen.

  10. #11280
    Avatar von Bacerll

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    4.514

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