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Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.861 Antworten · 1.262.458 Aufrufe

  1. #12931
    Avatar von Nikos

    Registriert seit
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    6.945
    Zitat Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
    Ich glaube inzwischen DER EINZIGE Grund warum du XA Anhänger bist sind die illegalen Einwanderer.
    Nicht nur deshalb.

  2. #12932
    JazzMaTazz
    Guter Artikel. Etwas Älter aber langsam zeigt sich das, was dort Beschrieben wird.

    Aus der FAZ: Ende der Subjektivität: Der Robotismus als soziale Krankheit - Feuilleton - FAZ

    Der Robotismus als soziale Krankheit


    Wieso haben Hirnforscher solch eine Angst vor der Subjektivität? Weil sie in uns nur noch Hunde mit einem iPhone sehen. Ein Plädoyer für einen neuen Humanismus.


    ne intellektuelle Krise naht. Wissenschaft und Philosophie des Geistes bedrohen die westliche Kultur mit dem genauen Gegenteil eines Humanismus. Nennen wir es Robotismus. „Der Mensch ist das Maß aller Dinge“, sagte einst Protagoras. Heute fügen wir hinzu: „Und Computer sind das Maß aller Menschen.“

    Die Wissenschaft hat immer weniger Raum für den einzelnen Menschen und dessen subjektive Perspektive. Aber wir vermögen die Welt nur aus unserem eigenen Geist heraus zu sehen. Wir sehen eine Welt, in der es Gutes und Böses, Richtiges und Falsches, Schönes und Hässliches gibt, eine Welt moralischer Pflichten. Wir beobachten die Welt nicht nur – wir fühlen sie auch. Wir sind keine bloßen informationssammelnden Maschinen – wir sind bewusste Wesen.

    Unser bewusstes Erleben (obwohl nur uns selbst zugänglich) ist ebenso real wie der Baum draußen vor dem Fenster oder die Photonen, die auf Ihre Netzhaut fallen. Wenn die Wissenschaft sich mit der Realität auseinandersetzen soll und nicht nur mit einem Teil der Realität, darf sie sich nicht auf die objektive Realität beschränken, sondern muss auch die subjektive Realität einbeziehen.


    Tyrannei des Funktionalismus

    Viele Denker haben das gesagt. Leider sind sie weit verstreut und nehmen die Arbeit der anderen nur selten zur Kenntnis. Wenn sie ihre Kräfte bündelten, könnten sie eine neue Aufklärung hervorbringen. Eine von der Wissenschaft eingeschüchterte und vom zynischen, leeren „Postmodernismus“ zu Tode gelangweilte Welt braucht nämlich dringend eine neue, subjektivistische, humanistische, individualistische (und postironische) Weltsicht. Wir brauchen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft und Kunst und spirituelles Leben, um im vollen Sinne Menschen zu sein. Die drei letztgenannten verlieren zunehmend an Bedeutung, und die erstgenannte versteht fast niemand mehr. Robotistische Vorstellungen sind daran nicht allein schuld, aber sie spielen eine große Rolle.

    Zwei herausragende Philosophen (unter anderen Dissidenten) rufen nach einem neuen Subjektivismus. John Searle, Philosophieprofessor an der University of California in Berkeley: „Am erstaunlichsten ist die Tatsache, dass viel am Mainstream der Philosophie des Geistes der letzten fünfzig Jahre offensichtlich falsch zu sein scheint.“ Das schrieb Searle 1992, er hat seine Meinung bis heute nicht geändert.

    Was ist da falsch gelaufen? Viele prominente Denker glauben, wenn sie die Realität des Bewusstseins und subjektiver Gefühle zugäben, verrieten sie die Wissenschaft. Deshalb weisen sie subjektive Gefühle zurück. Thomas Nagel, Professor für Philosophie und Recht an der New York University, sagt zur modernen Kognitionswissenschaft und Philosophie: „All diese Theorien erscheinen unzulänglich als Analysen des Mentalen, weil sie etwas Wesentliches außer Acht lassen.“ Nämlich? „Die erste Person, den inneren Standpunkt des bewussten Subjekts: zum Beispiel, wie Zucker Ihnen schmeckt oder wie Rot aussieht oder wie Zorn sich anfühlt.“

    Eine Gesellschaft, die auf „Massenpsychologie“ basiert

    Wie konnte man solche Dinge auslassen? Weil der „Funktionalismus“ heute unter den Theoretikern des Geistes die vorherrschende Sicht darstellt. Der Funktionalismus fragt: „Was heißt es, zum Beispiel, durstig zu sein?“ Die Antwort: Bestimmte Ereignisse (Hitze, harte Arbeit, mangelndes Trinken) verursachen einen mentalen Zustand, den man als Durst bezeichnet; dieser Zustand veranlasst uns zusammen mit anderem, bestimmte Dinge tun zu wollen (etwas zu trinken). Nun verstehen wir, was „ich bin durstig“ bedeutet. Aber das ist keine gute Erklärung, weil „Durst“ vor allem bedeutet, dass wir uns durstig fühlen. Wir haben eine bestimmte Empfindung. (Dieses Gefühl erklärt wiederum bestimmte Wendungen wie „Wissensdurst“, obwohl dieser Durst nichts mit der Hitze draußen zu tun hat.)
    Der Funktionalismus gewann an Bedeutung, als die Computer an Bedeutung gewannen.

    Viele Philosophen und Wissenschaftler glauben, der Verstand arbeite wie ein Computer. Niemand weiß, wie man es schaffen könnte, dass ein Computer etwas fühlt oder ob so etwas überhaupt möglich ist. Aber wenn man Fühlen und Bewusstsein eliminiert hat, wird es viel leichter, einen Computerverstand zu erschaffen. Nagel nennt diese Ansichten einen „heroischen Triumph ideologischer Theorie über den gesunden Menschenverstand“
    .



  3. #12933
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    12.208
    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Unter Samaras war das Land auf einem guten Kurs. Für 2015 war 3% Wirtschaftswachstum vorgesehen.
    Außerdem wären wir mit Samaras im März mit dem Programm fertig.
    Tsipras hat das Land komplett zerstört. Der hat gekämpft? Ein Scheiß hat der gemacht. Das Land steht
    vor dem Kollaps. Der hat für eine Sache gekämpft, die der verursacht hat. Mit Samaras wären wir jetzt
    in gar keinem Programm mehr.
    Aber das ist gut, dass der so schlecht ist. So werden sich die Linken niemals in Hellas etablieren.
    Ich finde es einfach Tsipras für alles die Schuld zugeben. Die entscheidenden Reformen haben alle wechselnden Regierungen in Griechenland nie umgesetzt, bzw. noch immer habt ihr weder ein funktionierendes Steuersystem noch ein flächendeckendes Katasterwesen.

    Und dass krasse ist, obwohl zumindest die privaten Gläubiger auf über 50% ihrer Kredite verzichteten, haben die Staatsschulden astronomische Ausmasse erreicht. Insgesamt gewährten die Geldgeber Griechenland in den vergangenen fünf Jahren wenn ich mich nicht täusche über 200 Milliarden Euro an Hilfen.

  4. #12934
    Avatar von Nikos

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Ich finde es einfach Tsipras für alles die Schuld zugeben.
    Ich gebe ihm nicht die Schuld. Ich sage nur, dass ich das Gefühl habe, dass er unfähig ist.

  5. #12935
    Avatar von Jannis

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    die Kommunisten haben sie anschließend nicht übersetzt und gezeigt...war klar...

  6. #12936
    Avatar von Dikefalos

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    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Ich gebe ihm nicht die Schuld. Ich sage nur, dass ich das Gefühl habe, dass er unfähig ist.
    Ich glaube nicht das er persönlich unfähig ist....sondern ein gewisser Anteil der Syriza Abgeordneten die alles blocken werden.
    Ich finde seine sture Haltung gegenüber der (angeblichen Partner) perfekt.Wenn man mitlerweile das kleingedruckte liest was Brüssel verlangt......dann kann man davon ausgehen das sie von Wirtschaft keine Ahnung haben.....bzw Griechenland mit Absicht in den Abgrund treiben will.
    Sie wissen ganz genau das Podemos in fünf Monaten einen erheblichen Einfluss in der Europäischen Politik haben wird........und das wollen sie mit aller macht verhindern.
    Eins sollte euch allen klar sein.In der Liberalen Eu Politik.....passt keine linke Partei rein.Weder Griechenlands.....oder Spaniens.
    Wenn es einen Politiker in Griechenland geben würde.....der eine gewisse Weitsicht und Strategie hätte,wäre ich für einen sofortigen austritt der Eurozone.

  7. #12937
    Avatar von Jannis

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    Tsipras Schachzug mit Putin ist einfach genial - er weiß beim Grexit wird es schwer Öl und Gas zu kaufen weils unendlich teuer wäre - daher der Plan der Pipeline und der Kooperation mit Turkish Stream.

    Die Eurokraten haben verloren...

  8. #12938
    Avatar von Sonne-2012

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Da wird auf Europa noch einiges zukommen.

    Soziale Krisen der anhaltend hohen Jugendarbeitslosigkeit in Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland (aber auch anderen, kleineren Staaten), Humanitäre Krise der unkontrollierbaren Migration über das Mittelmeer, aussenpolitische Krise im Verhältnis zu Russland und des Krieges in der Ukraine oder die politische Krise durch den Aufstieg und Erfolg anti-europäischer Parteien der extremen Linken und Rechten in grossen und wichtigen EU-Ländern. "Grexit" und "Brexit" könnten der Anfang vom Ende des geeinten Europas werden.

    Nicht nur die Politiker in Griechenland wirken ratlos, auch die der anderen. In Frankreich oder in Grossbritannien hat der Erfolg der antieuropäischen Gedanken zu einer effektiven Einschüchterung geführt. Und weder Cameron noch Hollande sind in der Lage eine führende Rolle zu übernehmen und Merkel ist bekannt für die Phrasendrescherei und zögert stets. Und da soll auf einmal Tsipras der "Heilsbringer" werden?

    Man muss sich vor den Augen halten, dass Asien inzwischen Europa, aber auch die USA als Wachstumslokomotive der Welt abgelöst hat. Die USA orientieren sich deshalb zunehmend Richtung Pazifik und wenn Europa in dieser neuen Welt auch "mitreden" will, muss es mit einer Stimme tun. Notwendig wären so langsam aber schon Reformen bei den Institutionen und Prozessen. Nur hat man eben das Problem, dass dies bedeuten würde, dass Brüssel mehr Macht bekommen sollte, aber die Zahl der Bürger die genau das Gegenteil wünscht, wird immer grösser.
    Jetzt musst du nur es den Wirtschaftsflüchtlinge sagen, da viele von Asien nach Europa kommen wollen bzw. kommen.

  9. #12939
    Avatar von Jannis

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  10. #12940
    Avatar von Bacerll

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