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Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.934 Antworten · 1.265.547 Aufrufe

  1. #13341
    Avatar von Zeus

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    Zitat Zitat von Temeteron Beitrag anzeigen
    Tut mir Leid, aber wie kann man einen Sterbenskranken retten? Griechenland war/ist tot, nur hat die Eurozone sie am Leben gehalten.
    Wir brauchen uns nichts vormachen, denn dieser Schritt ist leider der einzige Richtige! Bedanken können wir uns auf unsere Mütter und Väter, die über Jahrzehnte die gleichen Familien gewählt haben.
    Das heißt, wir sollten was genau machen? Grexit oder einfach irgendwie herumspielen, da es ja sowieso nichts mehr zu tun gibt, um Griechenland zu retten?

  2. #13342

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    Zitat Zitat von ZX 7R Beitrag anzeigen
    Echt, da wär noch ne Steigerung möglich gewesen?
    Beeren und Wurzeln

    Eigene Produktion, eigene Energieressourcen, Meinungsfreiheit, ein Träumchen. Paar Bunker noch dazu vielleicht.

    Was die Lage angeht, sind den in den 50ern, 60ern, 90ern keine Leute ausgewandert? Immerhin kann man auswandern und frei reisen. Andere riskieren ihr Leben um nach Europa zu kommen. Und wir wollen es wegwerfen, aus Protest, auch gegen die alten Parteien, die übrigens ohne das Volk nicht so hätten funktionieren können. Was jetzt Syriza verbessern soll, mit der Pasok-Mentalität aus den frühen 80ern gepaart mit nicht wenigen Altkommunisten die dort sind um an die Macht zu kommen...Vielleicht doch Drachme und eigene Produktion, Energiekooperation mit Venezuela, Beeren und Wurzeln.

  3. #13343
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von Temeteron Beitrag anzeigen
    Parallelwährung.

    Das interessanteste ist nur, was mit dem € bzw. der Zinsen bezüglich anderen Staaten passiert. Würde aufeinmal heißen, dass die € Zone doch nicht so sicher ist. Aber sind nur Theorien.
    Jedenfalls werden die Spekulationen dann weitergehen nämlich zum nächstschwächsten. Spanien und Portugal.
    Na ja, eine Parallelwährung würde man höchstwahrscheinlich nicht als Zahlungsmittel anerkennen. Das Problem in Gr. ist ja die Realwirtschaft. Ihr könnt einfach nicht so viel produzieren wie ihr konsumiert. Worauf Tsipras abziehlt, ist der Punkt, den du oben erwähnt hast. Er spekuliert drauf, dass die Eurogruppe einknickt, weil die Märkte dann verrückt spielen.

    Ich halte es für einen sehr großen Fehler.

  4. #13344
    Avatar von Dikefalos

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    Peinlich für Merkel: Obama und Hollande wollen Euro-Krise lösen Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 29.06.15 20:04 Uhr | 27 Kommentare
    In Washington steigt die Verärgerung über das abenteuerliche Krisen-Management von Angela Merkel. Die Unzufriedenheit geht so weit, dass nun US-Präsident Obama mit Frankreichs Präsident Hollande die Krise selbst lösen wollen – eine echte Blamage für Deutschland.










    Themen: EU, Euro, Euro-Krise, Frankreich, Griechenland, Jack Lew, Merkel, Obama, Plattitüden, Unfähigkeit, USA

    Sprachlos in Europa: Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag nach dem Crash in Griechenland. (Foto: dpa)

    Frankreichs Präsident Francois Hollande rückt offenbar von Angela Merkel ab und wendet sich in der immer gefährlicher schwelenden Euro-Krise an US-Präsident Barack Obama. Hollande hat nach Angaben seines Amtes am Montag mit Obama telefoniert. Beide Staatschefs wollten sich darum bemühen, beim Neustart des Dialogs in der Griechenland-Krise zu helfen, heißt es aus dem Elysée-Palast.
    Angela Merkel sorgt in der Finanzwelt nämlich für ungläubiges Staunen: Nachdem sie sich in der gesamten Euro-Krise bisher stets bedeckt gehalten hatte und lediglich verlauten ließ, dass die Troika zu entscheiden habe, wie es weitergeht, hat sie am Sonntag trotz der dramatischen Entwicklungen kein staatsmännisches Wort von sich gegeben.
    Am Montag traf sie mit den Parteichefs zusammen. Danach gab Merkel ausschließlich Plattitüden zum Besten. Ihre aalglatten Formulierungen, wie sie von den Nachrichtenagenturen am Montag Nachmittag über den Äther liefen:
    «Der Bundesfinanzminister hat noch mal deutlich gemacht, dass wir uns, was unsere finanziellen Herausforderungen anbelangt, keinerlei Sorgen zu machen brauchen.
    «Alle Spekulationen mit riesigen Milliardenbeträgen sind aus der Luft gegriffen.» (Die Spekulationen kamen von der SPD, also dem Koalitionspartner, und sind vermutlich noch weit untertrieben)»
    «Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der griechischen Regierung vorgeworfen, die Verhandlungen mit den Partnern der Euro-Zone über die Schuldenkrise durch die Entscheidung für eine Volksabstimmung am 5. Juli beendet zu haben. Nach dem Auslaufen des zweiten Hilfsprogramms für Griechenland am kommenden Dienstag gebe es keine Programmgrundlage mehr, sagte die Kanzlerin am Montag weiter nach einer Unterrichtung der Partei- und Fraktionschefs von Union, SPD, Grünen und Linken im Kanzleramt. Der Wille zu einem Kompromiss sei auf griechischer Seite nicht dagewesen. Eigenanstrengungen der Griechen und Solidarität der Euro-Partner gehörten weiter zusammen. „Sonst scheitert der Euro, und das wollen wir nicht“, sagte Merkel.»
    «Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht derzeit keinen Grund für einen Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs vor dem Referendum in Griechenland. «Wir müssen sehr vorsichtig sein, was für Botschaften wir senden», sagte Merkel am Montag nach einem Treffen mit den anderen Partei- und Fraktionschefs im Kanzleramt. «Ich reise jederzeit zu einer Einladung. Aber es gibt im Augenblick für mich keinen zwingenden Grund, einen solchen Sondergipfel zu machen.» Zugleich stellte Merkel klar, dass sie vor der Volksabstimmung am Sonntag nicht erneut nach Athen reisen will.»
    «Der Bundestag debattiert am Mittwoch über die Lage in Griechenland. Das kündigt Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Unterrichtung der Partei- und Fraktionschefs der Bundestagsparteien an.»
    «Keiner will von außen das Abstimmungsverhalten mündiger griechischer Bürger und eines stolzen Volkes beeinflussen.»
    «Kanzlerin Angela Merkel sieht im Euro nach eigenen Worten mehr als nur eine Währung. Er sei ein großartiges Projekt. Scheitere der Euro, scheitere Europa, bekräftigt sie auf einer CDU-Veranstaltung.»
    «Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich nach dem Scheitern der Schuldengespräche für weitere Verhandlungen mit der griechischen Regierung offen. „Selbstverständlich steht sie auch weiterhin für Gespräche mit Ministerpräsident Tsipras zur Verfügung, wenn er das denn möchte“, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert.»
    Diese nichtssagenden Sprüche dienen offenkundig nur dem Versuch, die Schuld des Fiaskos auf die Griechen abzuwälzen. Schon seit Monaten versuchen die Konservativen und die Sozialdemokraten, die linke Syriza-Regierung in Europa unmöglich zu machen. Dazu werden sämtliche diplomatischen Gepflogenheiten verletzt. Viele kleine EU-Staaten beobachten vor allem die herablassende und belehrende Art Deutschlands mit zunehmendem Argwohn. Von Diplomaten aus einigen Hauptstädten ist hinter vorgehaltener Hand zu hören, man sei eigentlich der „Europäischen Union“ beigetreten und nicht einem von Deutschland dominierten Staatenbund.
    Die Amerikaner haben schon vor geraumer Zeit klar gemacht, dass sie erwarten, dass Griechenland aus strategischen Gründen im Euro gehalten werden müsse. Diese geopolitischen Erwägungen mag man aktuell lästig finden – im Vergleich zu dem, was dem griechischen Volk bei einem Zusammenbruch an Leid widerfahren wird, ist eine geopolitische Abhängigkeit ja schon das kleinere Übel als der Zustand des Ausgeliefertseins an eine völlig desorientierte Euro-Elite in Brüssel und in den Nationalstaaten.
    Vor dem Notruf Hollandes an Obama hatte bereits US- Finanzminister Jack Lew versucht, die Euro-Retter zur Raison zu bringen und gefordert, dass die EU-Finanzminister und der IWF weiterhin miteinander kooperieren sollten, um eine „dauerhafte Lösung“ für Griechenland auszuarbeiten, berichtet Kathimerini. Am Samstag hatte sich Lew mit den Finanzministern Deutschlands und Frankreichs und der IWF-Chefin Christine Lagarde per Telefon über die Griechenland-Krise ausgetauscht.
    Der US-Finanzminister schlug vor, dass unter anderem über einen Schuldenschnitt für Griechenland diskutiert werden müsse. Das sei angesichts des Referendums am 5. Juli sehr wichtig.
    In Telefongesprächen mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras hatte Lew Tsipras ermuntert, die Banken zu schließen und Kapitalverkehrskontrollen durchzuführen – allerdings nicht mit dem Zweck, die Euro-Zone in die Luft zu jagen, sondern um nicht zuletzt der deutschen Bundesregierung klarzumachen, dass das länderübergreifende Parteien-Gezänk der sicherste Weg in den Total-Crash in der Euro-Zone ist.
    Doch offenbar konnte sich Lew noch kein Gehör verschaffen: Die Euro-Retter sind aktuell ausschließlich mit der Frage beschäftigt, wie sie die Geschichte so umschreiben können, dass niemand außer einem bis vor vier Monaten weitgehend unbekannte Herrn Tsipras aus Griechenland Schuld an der Vernichtung von mindestens 360 Milliarden Euro an europäischen Steuergeldern trägt

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  5. #13345
    Avatar von Achillis TH

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    Ich dachte Angie hat alles unter Griff?

  6. #13346
    Avatar von Temeteron

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    Zitat Zitat von Zeus Beitrag anzeigen
    Das heißt, wir sollten was genau machen? Grexit oder einfach irgendwie herumspielen, da es ja sowieso nichts mehr zu tun gibt, um Griechenland zu retten?
    Wie willst du Griechenland retten? Alle führenden Ökonomen meinen es gibt nur einen Weg, und dieser ist, ein Schuldenschnitt gekoppelt mit Investionsprogrammen gekoppelt mir radikalen Reformen rund um das Staatswesen.

    Aber keine Seite hat Interesse daran! Die Frage ist nur wieso? Will man ein Präzedenzfall vermeiden? Griechenland kann man nicht durch Austeritätspolitik retten! Das liegt auch daran, dass Griechenland die Voraussetzungen dafür nicht hat. (Export etc.).

  7. #13347
    Avatar von Achillis TH

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    Zitat Zitat von Temeteron Beitrag anzeigen
    Wie willst du Griechenland retten? Alle führenden Ökonomen meinen es gibt nur einen Weg, und dieser ist, ein Schuldenschnitt gekoppelt mit Investionsprogrammen gekoppelt mir radikalen Reformen rund um das Staatswesen.

    Aber keine Seite hat Interesse daran! Die Frage ist nur wieso?
    Weil diese Reichen Säcke in Griechenland nicht Interessiert sind?.

  8. #13348
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von Temeteron Beitrag anzeigen
    Wie willst du Griechenland retten? Alle führenden Ökonomen meinen es gibt nur einen Weg, und dieser ist, ein Schuldenschnitt gekoppelt mit Investionsprogrammen gekoppelt mir radikalen Reformen rund um das Staatswesen.

    Aber keine Seite hat Interesse daran! Die Frage ist nur wieso? Will man ein Präzedenzfall vermeiden? Griechenland kann man nicht durch Austeritätspolitik retten! Das liegt auch daran, dass Griechenland die Voraussetzungen dafür nicht hat. (Export etc.).
    Ähm, vielleicht weil so eine Maßnahme Abermilliarden verschlingen würde?

  9. #13349
    Avatar von Temeteron

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Na ja, eine Parallelwährung würde man höchstwahrscheinlich nicht als Zahlungsmittel anerkennen. Das Problem in Gr. ist ja die Realwirtschaft. Ihr könnt einfach nicht so viel produzieren wie ihr konsumiert. Worauf Tsipras abziehlt, ist der Punkt, den du oben erwähnt hast. Er spekuliert drauf, dass die Eurogruppe einknickt, weil die Märkte dann verrückt spielen.

    Ich halte es für einen sehr großen Fehler.
    Man ist so und so dran. Da gibt es an sich kaum Alternativen an sich. Außer einem Schuldenschnitt gekoppelt mit Investitionsprogrammen sowie radikalen Reformen des Staatswesens. Aber man will kein Präzedenzfall schaffen.

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Ähm, vielleicht weil so eine Maßnahme Abermilliarden verschlingen würde?
    Hat die Austeritätspolitik nicht schon Milliarden in den Sand gesetzt? Man hat die falsche Strategie gewählt (trotz heftiger Kritik) und man hat sich darauf festgefahren.

    Die Austerität klappt nicht, da wie du richtig festgestellt hast, da Voraussetzungen dafür nicht da sind. Im Endeffekt muss man sich eingestehen, dass man einen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Im jetzigen Fall ist Griechenland in einem Teufelskreislauf.

  10. #13350
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von Temeteron Beitrag anzeigen
    Man ist so und so dran. Da gibt es an sich kaum Alternativen an sich. Außer einem Schuldenschnitt gekoppelt mit Investitionsprogrammen sowie radikalen Reformen des Staatswesens. Aber man will kein Präzedenzfall schaffen.
    Das und wenn wir ehrlich sind, wäre es ungerechtfertigt. Natürlich tun einem die Unbeteiligten Leid, weil sie unschuldig alles Leid mittragen müssen aber diese Einstellung "Wir sind Griechen, die müssen uns für unsere Leistungen eigentlich Geld schenken" muss sich ändern. Schwierig wird es auf alle Fälle.

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    Hat die Austeritätspolitik nicht schon Milliarden in den Sand gesetzt? Man hat die falsche Strategie gewählt (trotz heftiger Kritik) und man hat sich darauf festgefahren.

    Die Austerität klappt nicht, da wie du richtig festgestellt hast, da Voraussetzungen dafür nicht da sind. Im Endeffekt muss man sich eingestehen, dass man einen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Im jetzigen Fall ist Griechenland in einem Teufelskreislauf.
    Da ist sicherlich was dran!

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