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Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.750 Antworten · 1.260.649 Aufrufe

  1. #13391

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Jannis Beitrag anzeigen



  2. #13392

  3. #13393
    JazzMaTazz
    Türkei kündigt Hilfe für am Boden liegende Griechen an - DTJ ONLINE

    Davutoğlu: Wir brauchen starke Nachbarn

    Türkei kündigt Hilfe für am Boden liegende Griechen an

    Seit einigen Tagen wird darüber diskutiert, wonach dieTürkei für einen Teil der griechischen Schulden aufkommen werde. Die Forderung hatte Ertuğrul Kürkçü von der oppositionellen HDP gestellt. Anders als vermutet kam von der Regierung keine Kritik.

    Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci betonte, dass man über solch einen Vorschlag nachdenken werde. Auch Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu betonte in der AKP-Fraktionssitzung am Dienstag, dass die Türkei alles Nötige werden könne, um dem Nachbarland zu helfen. „Ich möchte Griechenlandmeine Solidarität bekunden. Wir möchten in unserer Nachbarschaft starke Länder haben, mit denen wir in Frieden leben können“. In der Vergangenheit gab es zwischen Ankara und Athen immer wieder Probleme, bedingt vor allem mit den Geschehnissen rund um den Ersten Weltkrieg.

    Der Regierungschef machte auf den Kooperationsrat zwischen beiden Staaten aufmerksam. „Wir werden auf gar keinen Fall davon profitieren, wenn einer unserer Nachbarn schwächelt. Als Griechenland sich in der Wirtschaftskrise befand, haben wir den Kooperationsrat dieser Logik folgend eingerichtet“, sagte Davutoğlu. Die Ägais müsse zu einem „Meer des Friedens“ werden und das Zypern-Problem der Vergangenheit angehören.

    Davutoğlu sprach auch einen Griechenland-Besuch an, um „gemeinsame Schritte zu besprechen“. Wann diese Visite stattfinden soll, ließ der Regierungschef aber offen.

  4. #13394
    Avatar von Toruko-jin

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    Die Türken machen sich wieder einmal wichtig. Nur Gerede...

  5. #13395
    JazzMaTazz
    Abwarten. Ich selbst bin natürlich dafür das man den Griechen hilft, falls man sich Einig wird.
    Aber die Türkisch-Griechischen Differenzen sind eben auch da.

  6. #13396
    Avatar von Nikos

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    6.943
    Den Kredit zu zahlen bringt im Grunde nicht viel. Die nächste Rate wird Hellas wieder nicht zahlen können.

  7. #13397
    Avatar von Achillis TH

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    Mir kommt so vor das die Griechische Regierung und die EU den IWF raus kicken wollte damit sie ihn ruhe Verhandeln können.

  8. #13398
    Avatar von Hannibal

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    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Den Kredit zu zahlen bringt im Grunde nicht viel. Die nächste Rate wird Hellas wieder nicht zahlen können.
    Ich fand dein alten Avatar besser : /

  9. #13399
    JazzMaTazz
    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Den Kredit zu zahlen bringt im Grunde nicht viel. Die nächste Rate wird Hellas wieder nicht zahlen können.

    Stimmt

  10. #13400
    Avatar von Heraclius

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    13.284
    Die Geister, die Europa rief

    Der Schuldige ist ausgemacht: Der griechische Premier Alexis Tsipras hat die verheerende Lage in Griechenland zu verantworten. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Ein Kommentar von Marcus Gatzke
    1. Juli 2015 10:48 Uhr
    278 Kommentare
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    Alexis Tsipras | © Reuters

    Griechenland ist seit Mitternacht offiziell pleite – auch wenn es niemand so nennt. Und wer ist schuld? Alexis Tsipras. Die griechische Regierung hat kein Rezept für ihr Land, sie hat in den vergangenen fünf Monaten jegliches Vertrauen in Europa verspielt. Mit der Ankündigung eines Referendums für Sonntag hat der Premier gezeigt, um was es ihm wirklich geht: Er will seine Position durchsetzen – notfalls um jeden Preis. Er erpresst seine Kollegen in der Eurogruppe, damit sie ihm in den Verhandlungen noch weiter entgegenkommen. Europa hat sich radikalisiert. Alles irgendwie richtig.
    Aber angesichts des kollektiven europaweiten Ärgers über Tsipras muss man sich doch fragen: Ist das die ganze Wahrheit?
    Natürlich versucht die restliche Eurozone, in diesem Blame Game genau diesen Eindruck zu erwecken: Tsipras handelt unverantwortlich. Das Ziel ist, die Griechen sollen beim Referendum mit Ja stimmen und so dafür sorgen, dass Griechenland den Euro behält und die Syriza-Regierung möglicherweise gar abtritt. Das hat Tsipras in einer Rede am Montagabend bereits angedeutet.
    Aber wahr ist auch: Die Regierung Tsipras ist ein Ergebnis von fünf Jahren Troika. Griechenland wurde eine Last aufgebürdet, unter der das Land zusammengebrochen ist. Dass sich die Bürger nach fünf Jahren harter Austeritätspolitik radikalen politischen Positionen zuwenden, die ein Ende dieser Knebelpolitik versprechen, sollte niemanden überraschen.
    Vor wenigen Tagen hat sich der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, zu Wort gemeldet. Er verteidigte den Einstieg des IWF in die Euro-Rettung und vor allem: Er entschuldigte sich für die verfehlten Prognosen seines Fonds. Man habe unterschätzt, wie dysfunktional dieser Staat sei, wie schlecht die Institutionen in Griechenland funktionierten.
    Marcus Gatzke
    © ZEIT ONLINE
    Marcus Gatzke leitet das Ressort Wirtschaft, Karriere und Mobilität bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.
    @marcusgatzke folgen@zeitonline_wir folgen

    All die Fehler der Vergangenheit sind bekannt. Nur sind bis heute nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen worden. Griechenland soll erneut hart sparen und Verwaltung und Wirtschaft neu erfinden. Das kann nicht gleichzeitig und so schnell funktionieren, wie Griechenlands Gläubiger fordern.
    Um zu begreifen, dass Europa – und auch die deutsche Bundesregierung – für die heutige Tsipras-Misere mitverantwortlich ist, muss man sich nur die letzten Monate der Samaras-Regierung im Jahr 2014 anschauen. Ein Großteil der Sparmaßnahmen des zweiten Hilfspaketes (Mehrwertsteuererhöhungen und Pensionskürzungen) hatte bereits Tsipras' Vorgänger abgelehnt. Die Troika von IWF, EU-Kommission und Europäischer Zentralbank aber pochte auf Erfüllung, obwohl sich die Wirtschaft gerade vorsichtig erholte. Am Ende war die harte Haltung der Troika ein Grund für Neuwahlen.
    Griechenland braucht einen Schuldenschnitt

    Dabei wussten alle Beteiligten, wer die Wahl gewinnen würde: Alexis Tsipras. Schon Jahre vor seinem Wahlsieg tourte er mit seiner Botschaft durch Europa und spätestens seit seiner Grundsatzrede in Thessaloniki im September 2014 wussten alle in Europa, für welche Politik er steht. Tsipras präsentierte sie mit Verve – und das Volk griff bei den Wahlen im Januar zu.

    Was folgt daraus? Wenn Europa Griechenland wirklich im Euro halten will, braucht das Land einen Schuldenschnitt, wie ihn Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis fordern. Sogar bei einem seiner Gläubiger stößt Griechenland hier auf offene Ohren: Der IWF fordert ihn schon lange. Ein Schuldenschnitt bedeutet aber auch, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel den Deutschen sagen müsste: Sorry, ein Teil des Geldes ist weg.

    Griechenland hat Reformen immer wieder verschleppt. Aber das Land hat trotzdem einiges erreicht: Es erwirtschaftete sogar unter der neuen Tsipras-Regierung einen Primärüberschuss, also ein Plus im Staatshaushalt vor Abzug der Zinszahlungen. Und das, obwohl die Wirtschaftsleistung in den vergangenen Jahren um ein Viertel geschrumpft ist. Das macht deutlich, wie brachial die Sparpolitik der Troika war. Was das Land außerdem braucht, sind weitere harte Strukturreformen und endlich wieder Wachstum. Es braucht nicht Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen. Ein Schuldenschnitt könnte den notwendigen Spielraum dafür schaffen. Das muss Europa mit Griechenland jetzt verhandeln. Wenn nicht mit Alexis Tsipras, dann mit seinem Nachfolger. Europa sollte es probieren.
    Griechenland: Die Geister, die Europa rief | ZEIT ONLINE






    Heraclius

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