BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.

Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.673 Antworten · 1.258.433 Aufrufe

  1. #13921
    Avatar von Rafi

    Registriert seit
    03.12.2013
    Beiträge
    8.201
    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht in was für einer Fantasiewelt du lebst, aber in der Realität gibt es Wohlstand nicht geschenkt. Der IWF ermöglicht Ländern Zugang zu Kapital, den sie sonst nicht hätten. Und dieser Zugang ist nun mal notwendig um sich zu entwickeln. Nur hat der IWF leider auch nicht den goldenen Esel im Keller, kann auch keine. Wohlstand aus dem nichts erschaffen, sondern hat nur die Mitgliedsbeitrage, mit denen sie viele Länder bedienen müssen. Deswegen sind Konditionen notwendig. Und leider ist es nun mal so, dass soziales wie Renten der ökonomisch gesehen eine sehr ineffziente staatsausgabe ist, deswegen wird dort zuerst der rote Stift angesetzt.

    Das große Problem aber ist, das gerade die Länder mit den unfähigen regierungen am meisten von der IWF abhängig sind. Die bekommen Kredite, verschwenden das Geld, brauchen neue Kredite, und müssen wieder soziales kürzen. Das ist ein Teufelskreis, aus dem es nur zwei Auswege gibt. Entweder der IWF verweigert weitere Kredite, oder er lockert die Konditionen. Ersteres hat unvorhersehbare Konsequenzen für viele Länder, für zweiteres fehlen dem IWF schlicht die Mittel (wir erinnern uns: Wohlstand entsteht nicht aus dem nichts). Natürlich gibt es noch einen dritten Ausweg. Nämlich: die Regierungen hören auf Geld zu verschwenden.

    Gerade Griechenland ist ein gutes Beispiel. Es hat schon einen Schuldenschnitt bekommen, erhält zu sehr guten Konditionen Geld. Konditionen, von denen z.b. Nachbarland Albanien nur träumen kann. Man könnte Griechenland heute 100 Milliarden schenken, es würde nichts bringen. Denn das Problem ist nicht, das Griechenland kein Geld hat, sondern, das sie nicht damit umgehen können. Und gerade diese Regierung tsipras hat gezeigt, dass sie es noch weniger als ihre Vorgänger können.
    Denn das Problem ist nicht, das Griechenland kein Geld hat, sondern, das sie nicht damit umgehen können. Und gerade diese Regierung tsipras hat gezeigt, dass sie es noch weniger als ihre Vorgänger können
    Oxi Die Regierung Tsipras konnte nicht in kürzester Zeit den Scherbenhaufen der Vorgängerregierungen in Ordnung bringen. Jahrelange Misswirtschaft und Korruption kann nicht in ein zwei Jahren behoben werden. Das geht einfach nicht. Das sagt dir jeder angehende Ökonom im Erstsemester.
    Bin kein Syriza-Fan, aber man muss schon gerecht bleiben.

  2. #13922
    Avatar von Lorne Malvo

    Registriert seit
    25.06.2011
    Beiträge
    4.351
    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht in was für einer Fantasiewelt du lebst, aber in der Realität gibt es Wohlstand nicht geschenkt. Der IWF ermöglicht Ländern Zugang zu Kapital, den sie sonst nicht hätten. Und dieser Zugang ist nun mal notwendig um sich zu entwickeln. Nur hat der IWF leider auch nicht den goldenen Esel im Keller, kann auch keine. Wohlstand aus dem nichts erschaffen, sondern hat nur die Mitgliedsbeitrage, mit denen sie viele Länder bedienen müssen. Deswegen sind Konditionen notwendig. Und leider ist es nun mal so, dass soziales wie Renten der ökonomisch gesehen eine sehr ineffziente staatsausgabe ist, deswegen wird dort zuerst der rote Stift angesetzt.

    Das große Problem aber ist, das gerade die Länder mit den unfähigen regierungen am meisten von der IWF abhängig sind. Die bekommen Kredite, verschwenden das Geld, brauchen neue Kredite, und müssen wieder soziales kürzen. Das ist ein Teufelskreis, aus dem es nur zwei Auswege gibt. Entweder der IWF verweigert weitere Kredite, oder er lockert die Konditionen. Ersteres hat unvorhersehbare Konsequenzen für viele Länder, für zweiteres fehlen dem IWF schlicht die Mittel (wir erinnern uns: Wohlstand entsteht nicht aus dem nichts). Natürlich gibt es noch einen dritten Ausweg. Nämlich: die Regierungen hören auf Geld zu verschwenden.

    Gerade Griechenland ist ein gutes Beispiel. Es hat schon einen Schuldenschnitt bekommen, erhält zu sehr guten Konditionen Geld. Konditionen, von denen z.b. Nachbarland Albanien nur träumen kann. Man könnte Griechenland heute 100 Milliarden schenken, es würde nichts bringen. Denn das Problem ist nicht, das Griechenland kein Geld hat, sondern, das sie nicht damit umgehen können. Und gerade diese Regierung tsipras hat gezeigt, dass sie es noch weniger als ihre Vorgänger können.
    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Oxi Die Regierung Tsipras konnte nicht in kürzester Zeit den Scherbenhaufen der Vorgängerregierungen in Ordnung bringen. Jahrelange Misswirtschaft und Korruption kann nicht in ein zwei Jahren behoben werden. Das geht einfach nicht. Das sagt dir jeder angehende Ökonom im Erstsemester.
    Bin kein Syriza-Fan, aber man muss schon gerecht bleiben.
    Sie hat ihn aber nicht nur nicht in Ordnung gebracht, sondern viel schlimmer gemacht. So fair muss man sein und das erkennen.

  3. #13923
    Avatar von Dikefalos

    Registriert seit
    10.10.2010
    Beiträge
    10.979
    Alles sieht nach einem Nein aus

  4. #13924
    Avatar von Toruko-jin

    Registriert seit
    22.04.2012
    Beiträge
    15.171
    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Sie hat ihn aber nicht nur nicht in Ordnung gebracht, sondern viel schlimmer gemacht. So fair muss man sein und das erkennen.
    Viel Spielraum hatten sie nicht. Ich hätte nicht übernommen, wäre ich Tsipras. Der ist wie Mursi in Ägypten.

  5. #13925
    Avatar von Grdelin

    Registriert seit
    10.11.2006
    Beiträge
    17.090
    Ersten Prognosen zufolge gibt es beim Euro-Referendum eine knappe Mehrheit für ein "Nein" zu den Forderungen der internationalen Kreditgeber.

  6. #13926
    Avatar von babyblue

    Registriert seit
    31.05.2014
    Beiträge
    3.103
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Weil sie keine großartige andere Wahl haben und hatten nach dem Motto :"Friss oder stirb"?!

    Was hier voran getrieben wird ist Neoliberalismus in schlimmster Form. Wer sich so überlegen fühlt, dass er und sein Umfeld nie betroffen sein werden, na Glückwunsch.
    Genau das ist die Pointe. Und es ist mir völlig unverständlich, wie man das glauben kann. Dabei führte die letzte große Wirtschaftskrise sogar in die Gaskammer....

    Aber es gab zu diesem Thema ein Buch von Thomas Piketty.

    http://www.amazon.de/Das-Kapital-im-.../dp/3406671314

    Ein sehr empfehlenswertes Buch. Letztendlich geht es darum, dass die Kapitalakkumulation, die in den 80ern begann und durch den Zusammenbruch der UDSSR einen weiteren Höhepunkt hatte, wobei gleichzeitig Vermögen nicht mehr versteuert wurde, extrem demokratiegefährdend sei, da die Ungleichheit in der Bevölkerung immer größer würde (Mittelschicht geht verloren).

    Er stellt in diesem Buch sehr, sehr spannende Fragen.

  7. #13927
    Avatar von Dikefalos

    Registriert seit
    10.10.2010
    Beiträge
    10.979
    Ελαφρύ προβάδισμα του «Οχι» στα γκάλοπ -Δείτε όλες τις μετρήσεις

    Πολιτική
    05|07|2015 19:00


    -A+A


    Μικρό προβάδισμα δίνουν στο Οχι όλα τα γκάλοπ της τελευταίας στιγμής, αλλά το αποτέλεσμα μπορεί να αλλάξει από το τελικό αποτέλεσμα.
    Η εκτίμηση της GPO
    Μια πρώτη εκτίμηση-δημοσκόπηση για τα αποτελέσματα του δημοψηφίσματος έδωσε η εταιρεία δημοσκοπήσεων GPO, στο Mega.
    Η μέτρηση έγινε σε 2.000 άτομα, χθες και σήμερα και δεν αποτελεί αποτέλεσμα δημοψηφίσματος. Είναι τηλεφωνική έρευνα, διευκρίνισε ο επικεφαλής της GPO Τάκης Θεοδωρικάκος.
    Οχι 49,5-53,5%
    Ναι 46,5-50,5%



    Κοντά στο 65% η συμμετοχή στο δημοψήφισμα
    Σύμφωνα με ασφαλείς πηγές που επικαλείται το ΑΠΕ, η συμμετοχή αναμένεται να είναι στο όριο των εθνικών εκλογών του Ιανουαρίου 2015, κοντά στο 65% δηλαδή.
    Σύμφωνα με τα γκάλοπ των καναλιών:
    MRB στο Star ΝΑΙ: 48,5% ΟΧΙ: 51,5
    Σύμφωνα με την πρόβλεψη του ΣΚΑΙ το αποτέλεσμα θα είναι: «Οχι» 54%-49% και «Ναι»51%-46%
    Σύμφωνα με τον Alpha (Marc) η εκτίμηση εκλογικού αποτελέσματος είναι για το «Οχι» από 54,5% έως 49,5% και για το «Ναι» από 50,5% - 40,5%.
    Metron Analysis στον ANT1 NAI: 46% ΟXI: 49%











    Πηγή: Ελαφρύ προβάδισμα του «Οχι» στα γκάλοπ -Δείτε όλες τις μετρήσεις | iefimerida.gr ?????? ?????????? ??? «???» ??? ?????? -????? ???? ??? ????????? | iefimerida.gr

  8. #13928
    Avatar von Toruko-jin

    Registriert seit
    22.04.2012
    Beiträge
    15.171
    Zitat Zitat von Grdelin Beitrag anzeigen
    Ersten Prognosen zufolge gibt es beim Euro-Referendum eine knappe Mehrheit für ein "Nein" zu den Forderungen der internationalen Kreditgeber.
    Na dann, Willkommen zurück, Militärjunta

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Genau das ist die Pointe. Und es ist mir völlig unverständlich, wie man das glauben kann. Dabei führte die letzte große Wirtschaftskrise sogar in die Gaskammer....

    Aber es gab zu diesem Thema ein Buch von Thomas Piketty.

    http://www.amazon.de/Das-Kapital-im-.../dp/3406671314

    Ein sehr empfehlenswertes Buch. Letztendlich geht es darum, dass die Kapitalakkumulation, die in den 80ern begann und durch den Zusammenbruch der UDSSR einen weiteren Höhepunkt hatte, wobei gleichzeitig Vermögen nicht mehr versteuert wurde, extrem demokratiegefährdend sei, da die Ungleichheit in der Bevölkerung immer größer würde (Mittelschicht geht verloren).

    Er stellt in diesem Buch sehr, sehr spannende Fragen.
    Meine Liebe, deine Ängste sind unbegründet.

  9. #13929
    Avatar von Lorne Malvo

    Registriert seit
    25.06.2011
    Beiträge
    4.351
    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Genau das ist die Pointe. Und es ist mir völlig unverständlich, wie man das glauben kann. Dabei führte die letzte große Wirtschaftskrise sogar in die Gaskammer....

    Aber es gab zu diesem Thema ein Buch von Thomas Piketty.

    http://www.amazon.de/Das-Kapital-im-.../dp/3406671314

    Ein sehr empfehlenswertes Buch. Letztendlich geht es darum, dass die Kapitalakkumulation, die in den 80ern begann und durch den Zusammenbruch der UDSSR einen weiteren Höhepunkt hatte, wobei gleichzeitig Vermögen nicht mehr versteuert wurde, extrem demokratiegefährdend sei, da die Ungleichheit in der Bevölkerung immer größer würde (Mittelschicht geht verloren).

    Er stellt in diesem Buch sehr, sehr spannende Fragen.
    Das Problem ist die Globalisierung. Ca. 50% des BIP werden inzwischen in Asien erwirtschaftet. Die haben ganz andere Vorstellungen von "sozialer Gerechtigkeit". Das sind die neuen Umstände, mit denen man sich im Westen abfinden muss. Die Macht des Westens ist nicht unbegrenzt, China oder Indien wird die Idee eines Sozialstaates gemäß den Vorstellungen der 68er gewiss nicht übernehmen.

  10. #13930
    Avatar von Poliorketes

    Registriert seit
    30.12.2012
    Beiträge
    5.013
    Hoffen wir mal das beste.

    Referendum in Griechenland: Die Zeichen stehen auf "Nein" | tagesschau.de

    Noch gibt es keine offiziellen Ergebnisse - Umfragen sehen beim griechischen Referendum aber das "Nein"-Lager knapp vorn.

Ähnliche Themen

  1. Endlich gute Nachrichten aus Griechenland
    Von Kizil-Türk im Forum Politik
    Antworten: 275
    Letzter Beitrag: 09.02.2013, 18:30
  2. Nachrichten aus Kosova
    Von Feuerengel im Forum Politik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 16.10.2005, 13:34