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Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.769 Antworten · 1.260.903 Aufrufe

  1. #14351
    Avatar von Dikefalos

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    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    2016 sollte es um die 4,5% geben. Leute, mit Samaras war Hellas auf einem relativ guten Weg. Da kann man einfach nichts gegenhalten.
    2010 meinte man das man Griechenland in zwei bis drei Jahren aus dem schlimmste raus wäre......und das die schulden zu bewältigen wären.
    Um einen effektiven Wirtschaftswachstum zu erreichen......brauchst du auch eine leistungstarken Verwaltung.Samaras hat in seiner Amtszeit nichts der gleichen unternommen.....obwohl er einiges an zeit hatte.
    Ich werfe das gleiche tsipras vor.....aber mal sehen was er bis ende der Woche erreicht.Schafft er nichts.....dann ist es vorbei.Falls sie einen Kompromiss finden mit Brüssel......gebe ich ihn 6-8 Monate zeit....um innerhalb Griechenlands aufzuräumen.Bleibt er den 30-40 radikalen Partei kollegen unterwürfig......dann ist es auch mit ihm vorbei,da ich auf von Syriza kein Wirtschaftswachstum erwarte.
    Auch wenn ich seine Strategie nicht verstehe......finde ich nur eins als sehr positiv.Von passiver griechischer Politik.....ist er einer der wenigen der aktiv geworden ist und der Eu die augen aufgemacht hat.

    - - - Aktualisiert - - -

    Harold Meyerson vertritt in der Washington Post, Deutschland müsse bezüglich der Krise Griechenlands aus seiner eigenen fiskalischen Vergangenheit lernen.In der griechischen Krise hat Deutschland aus seiner eigenen fiskalischen Vergangenheit zu lernen„, wird in einem Artikel von Harold Meyerson in der Zeitung Washington Post betont.Wie es lautet, „würde es sowohl aus strategischen als auch wirtschaftlichen Gründen für Deutschland eine Katastrophe darstellen, wenn Griechenland zu der Verneinung seiner Schulden und dem Ausscheiden aus der Eurozone gezwungen würde, da ein solcher Zug die selbige Existenz der Währungsunion bedrohen würde„.Nur 11% der Kredite kamen tatsächlich in Griechenland an

    Die neue griechische Regierung vertritt zumindest den Bruch mit der vorherigen Misswirtschaft Griechenlands, so wie es auch die Regierung Adenauer hinsichtlich jener Hitlers getan hatte. Die ersten Amtsbesetzungen signalisieren eine neumodische Entwicklung in der Führung der Regierung Griechenlands, den Kampf gegen die Korruption und den Vetternwirtschafts-Kapitalismus, der seit Jahren die Wirtschaft des Landes zerfrisst„, fügt Meyerson an.Laut dem Artikel der amerikanischen Zeitung „scheint Deutschland, obwohl es die Lehren aus den von ihm begangenen Fehlern des 20. Jahrhundert begriffen hat, nichts aus den Kosten zu lernen, welche das starre Festhalten an der fiskalische Orthodoxie hat, und zwar trotz der Tatsache, dass sein Wohlstand auf dem Beschluss seiner Gegner im 2. Weltkrieg beruht, der dem Nachkriegs-Deutschland gestattete, die Hälfte seiner Schulden zu streichen. Nach dem Zusammenbruch des Jahres 2008 verpflichtete Deutschland – als vorherrschende Wirtschaft Europas und wichtigstes Gläubigerland – die Länder des mediterranen Europas und hauptsächlich Griechenland, ihre eigenen Wirtschaften zu plündern um ihre Schulden zu tilgen„.Im weiteren Verlauf wird unter anderem unterstrichen, „das Beharren Deutschlands führte zur Schrumpfung Griechenlands auf einem Niveau der Großen Rezession der USA. Die Arbeitslosigkeit schoss auf 25% empor, während die Jugendarbeitslosigkeit 50% überstieg, die Wirtschaft um 26% und der Konsum um 40% absank. Die Verschuldung erreichte 175% des BIP, während die Gelder aus den Krediten, die Deutschland und andere Staaten Griechenland gewährten, entweder für die Deckung der Zinsen oder die Tilgung älterer Kredite ausgegeben wurden. Gerade einmal 11% davon kam tatsächlich in der griechischen Wirtschaft an. Es ruft also keine Überraschung hervor, dass die griechischen Wähler eine neue Regierung wählten, die eine Neuverhandlung der Verschuldung fordert. Die Amtsträger Deutschlands und der EU reagierten heftig gegen jegliche Änderungen.Zum Glück für Deutschland hatten seine Gläubiger nach dem 2. Weltkrieg eine unterschiedliche Haltung adoptiert. In dem Londoner Abkommen des Jahres 1953 vereinbarten 20 Staaten, einschließlich Griechenlands, die Deutschland während der vornazistischen Weimarer Republik und nach 1945 Geld geliehen hatten, die Verschuldung Westdeutschlands um die Hälfte zu reduzieren. Zusätzlich vereinbarten sie, dass die Tilgung nicht aus den Regierungsaufwendungen, sondern ausschließlich aus den Exporten herrühren wird. Mit der Zustimmung aller Parteien machten die Londoner Vereinbarung und ihre aufeinander folgenden Modifizierungen Deutschland mit seinen Gläubigern gleichberechtigt, womit es über die – von Zeit zu Zeit auch genutzte – Möglichkeit verfügte, die Bedingungen der Gläubiger abzulehnen und auf neuen Verhandlungen zu beharren.„Abschließend merkt der Autor an, „die Welt wäre ein besserer Ort, wenn die Deutschen ihre Geschichte kennen würden„.

  2. #14352
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Du kommst mit, wer weiß, ein Krieg ohne Russland ist wohl kaum vorstellbar. Du weißt ja, sie hatten jedes Mal den Drang nach Osten!
    Und Touruko hält locker zwei Frauen aus

    Aber wenn sie Russland mit reinziehen, dann werden wir wohl eher alle mit dem griechischen Motorrad ZX ins Jenseits fahren
    Wer schon immer wissen wollte, wie die Deutschen während der großen Depression auf so eine Witzfigur wie Hitler hereinfallen konnte, der hat bei euch Griechen einen prima Schaukasten, selbst hier im Forum. Mein Soziologen-Herz schlägt höher 8)

  3. #14353
    Avatar von Temeteron

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Wer schon immer wissen wollte, wie die Deutschen während der großen Depression auf so eine Witzfigur wie Hitler hereinfallen konnte, der hat bei euch Griechen einen prima Schaukasten, selbst hier im Forum. Mein Soziologen-Herz schlägt höher 8)
    Was ist das für ein Vergleich bitte? Kann mich nicht erinnern, dass wir Millionen auf den Gewissen haben inkl. Völkermorde!

  4. #14354
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Wer schon immer wissen wollte, wie die Deutschen während der großen Depression auf so eine Witzfigur wie Hitler hereinfallen konnte, der hat bei euch Griechen einen prima Schaukasten, selbst hier im Forum. Mein Soziologen-Herz schlägt höher 8)
    Du hältst mich für eine Griechen? Sehr schön. Im Herzen bin ich Eine

    Mache dort schon seit meinem 14. Lebensjahr immer wieder Urlaub - diese Geschichte da kann einen gar nicht kalt lassen.


    Da ich auf den Unsinn, den du in einem Fort verzapfst nicht eingehen will, nur ein kurzes Statement:

    Auch wenn dir das seltsam erscheint, aber es können nicht alle Menschen auf dieser Welt wie Deutsche sein - das wäre auch ziemlich langweilig, findest nicht? Ich bin für ein Europa der Regionen. Die Diversität, die es in Europa gibt, ist ein Reichtum und kein Fehler!

    Du wirst auch hier im Forum immer wieder feststellen, dass sie ihre Schwächen ganz genau kennen. Es ist auch an ihnen, wie sie das angehen. Aber niemand kann erwarten, dass sich diese Änderungen, die sie sich auch selbst wünschen, innerhalb von ein paar Jahren umsetzen lassen. Es ist so einfach zu sagen, was sie tun sollen. Das kann jeder Idiot vom Schreibtisch aus. Aber Vorort gestaltet sich das immer anders - die Realität ist meist ruppiger als die Theorie. Papier ist eben auch viel geduldiger.

    Was sie sich aber von uns schon erwarten dürfen: das ist Fairness und Respekt!
    Das ist angesichts der letzten Jahre, was sie durchgemacht haben, das Mindeste. Schon gar, wenn die verordnete Medizin solche katastrophalen Folgen hatte - da sollte man lieber den Ball einwenig Flach halten. Kein anderes Land in Europa hat in Friedenszeiten 30 % Einsparungen verkraften müssen und gleichzeitig bei schrumpfender Wirtschaft Zinsen und Schulden bedienen müssen.

  5. #14355
    Avatar von Achillis TH

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    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    ich hatte schon mal diesen gedanken, aber vllt sollten wir alle sehr froh sein, dass es den deutschen so gut geht. Wer weiß, vllt verwüsten sie sonst wieder den ganzen kontinent - und das zum dritten mal innerhalb von 100 jahren
    hahahahhaa

  6. #14356
    Avatar von Yu-Rebell

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    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Du hältst mich für eine Griechen? Sehr schön. Im Herzen bin ich Eine

    Mache dort schon seit meinem 14. Lebensjahr immer wieder Urlaub - diese Geschichte da kann einen gar nicht kalt lassen.


    Da ich auf den Unsinn, den du in einem Fort verzapfst nicht eingehen will, nur ein kurzes Statement:

    Auch wenn dir das seltsam erscheint, aber es können nicht alle Menschen auf dieser Welt wie Deutsche sein - das wäre auch ziemlich langweilig, findest nicht? Ich bin für ein Europa der Regionen. Die Diversität, die es in Europa gibt, ist ein Reichtum und kein Fehler!

    Du wirst auch hier im Forum immer wieder feststellen, dass sie ihre Schwächen ganz genau kennen. Es ist auch an ihnen, wie sie das angehen. Aber niemand kann erwarten, dass sich diese Änderungen, die sie sich auch selbst wünschen, innerhalb von ein paar Jahren umsetzen lassen. Es ist so einfach zu sagen, was sie tun sollen. Das kann jeder Idiot vom Schreibtisch aus. Aber Vorort gestaltet sich das immer anders - die Realität ist meist ruppiger als die Theorie. Papier ist eben auch viel geduldiger.

    Was sie sich aber von uns schon erwarten dürfen: das ist Fairness und Respekt!
    Das ist angesichts der letzten Jahre, was sie durchgemacht haben, das Mindeste. Schon gar, wenn die verordnete Medizin solche katastrophalen Folgen hatte - da sollte man lieber den Ball einwenig Flach halten. Kein anderes Land in Europa hat in Friedenszeiten 30 % Einsparungen verkraften müssen und gleichzeitig bei schrumpfender Wirtschaft Zinsen und Schulden bedienen müssen.


    Beispiel Deutschland. Hier wurde in Kriesenzeiten alles subventioniert, von Banken bis zum Autokauf. Und ausgerechnet dieses Deutschland zwingt Griechenland dazu die Wirtschaft und die Bevölkerung kaputt zu sparen. Iwie irre das Ganze...

  7. #14357
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Yu-Rebell Beitrag anzeigen
    [/B]

    Beispiel Deutschland. Hier wurde in Kriesenzeiten alles subventioniert, von Banken bis zum Autokauf. Und ausgerechnet dieses Deutschland zwingt Griechenland dazu die Wirtschaft und die Bevölkerung kaputt zu sparen. Iwie irre das Ganze...
    In Griechenland ist eine riesige Lohnblase geplatzt. Da bräuchte man ein riesiges Konjunkturpaket, um einen wirklich großen Effekt zu erzielen. Hundert Milliarden, alleine für Griechenland. Wie ich schon geschrieben habe. Die USA haben in Konjunkturpaketen über 4 Jahre verteilt 1,5 Billionen in die eigene Wirtschaft gepumpt (wegen diesen Konjunkturpaketen ist es dort übrigens zur Haushaltskrise gekommen). Der Effekt auf den Arbeitsmarkt war beschaulich - je nach Schätzung 3-5% konnte die Arbeitslosigkeit gedrückt werden. Kein Wunder auch, 1,5 Billionen sind bei einer ca. 10 mal so großen Wirtschaft halt vergleichsweise wenig.

    D.h. aber, um in Griechenland die Arbeitslosigkeit auf erträglichere 15% ca. zu reduzieren bräuchte man locker hundert Milliarden oder mehr. Und das nur für Griechenland. Für den Rest Südeuropas reden wir von mehreren Billionen. Dafür hat niemand das Geld, auch Deutschland nicht. Man kann viel von fiskalischen Maßnahmen reden, man darf deren Wirkung aber nicht überschätzen.

  8. #14358
    Avatar von Achillis TH

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  9. #14359
    Avatar von Yu-Rebell

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    In Griechenland ist eine riesige Lohnblase geplatzt. Da bräuchte man ein riesiges Konjunkturpaket, um einen wirklich großen Effekt zu erzielen. Hundert Milliarden, alleine für Griechenland. Wie ich schon geschrieben habe. Die USA haben in Konjunkturpaketen über 4 Jahre verteilt 1,5 Billionen in die eigene Wirtschaft gepumpt (wegen diesen Konjunkturpaketen ist es dort übrigens zur Haushaltskrise gekommen). Der Effekt auf den Arbeitsmarkt war beschaulich - je nach Schätzung 3-5% konnte die Arbeitslosigkeit gedrückt werden. Kein Wunder auch, 1,5 Billionen sind bei einer ca. 10 mal so großen Wirtschaft halt vergleichsweise wenig.

    D.h. aber, um in Griechenland die Arbeitslosigkeit auf erträglichere 15% ca. zu reduzieren bräuchte man locker hundert Milliarden oder mehr. Und das nur für Griechenland. Für den Rest Südeuropas reden wir von mehreren Billionen. Dafür hat niemand das Geld, auch Deutschland nicht. Man kann viel von fiskalischen Maßnahmen reden, man darf deren Wirkung aber nicht überschätzen.
    Es gibt eine ganz einfache Lösung, einfach nur ein paar Scheine mehr drucken

  10. #14360
    Avatar von Sonne-2012

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    In Griechenland ist eine riesige Lohnblase geplatzt. Da bräuchte man ein riesiges Konjunkturpaket, um einen wirklich großen Effekt zu erzielen. Hundert Milliarden, alleine für Griechenland. Wie ich schon geschrieben habe. Die USA haben in Konjunkturpaketen über 4 Jahre verteilt 1,5 Billionen in die eigene Wirtschaft gepumpt (wegen diesen Konjunkturpaketen ist es dort übrigens zur Haushaltskrise gekommen). Der Effekt auf den Arbeitsmarkt war beschaulich - je nach Schätzung 3-5% konnte die Arbeitslosigkeit gedrückt werden. Kein Wunder auch, 1,5 Billionen sind bei einer ca. 10 mal so großen Wirtschaft halt vergleichsweise wenig.

    D.h. aber, um in Griechenland die Arbeitslosigkeit auf erträglichere 15% ca. zu reduzieren bräuchte man locker hundert Milliarden oder mehr. Und das nur für Griechenland. Für den Rest Südeuropas reden wir von mehreren Billionen. Dafür hat niemand das Geld, auch Deutschland nicht. Man kann viel von fiskalischen Maßnahmen reden, man darf deren Wirkung aber nicht überschätzen.
    Das ist aber ein großer Erfolg, wenn sich die Arbeitslosenquote halbiert hat in den USA, von 10% auf ca. 5%, das Konjukturpaket war demnach erfolgreich.

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