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Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.674 Antworten · 1.259.270 Aufrufe

  1. #14561
    Avatar von Poliorketes

    Registriert seit
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    Beiträge
    5.015
    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Mal angenommen es gäbe einen Schuldenschnitt, was dann? .
    Es führt kein weg daran vorbei jeder weiß das. Der Schuldenschnitt wird so oder so kommen Merkels anti-haltung hat eher innenpolitische gründe als ökonomische oder sonst was. Leider leisten sie und Schäuble ihren Beitrag dazu das sich die Sache immer verschlimmert um innenpolitisch nicht das Gesicht zu verlieren.

    - - - Aktualisiert - - -

    http://www.n-tv.de/politik/Varoufaki...e15460856.html

    "Eigentliches Spiel kommt noch"
    Varoufakis-Rücktritt war nur die erste Runde


    Der Rücktritt von Yanis Varoufakis war nicht von langer Hand geplant, glaubt Spieltheoretiker Wolfram Elsner von der Universität Bremen. Der Abschied zeige aber, dass Tsipras und Varoufakis fertig mit dem Drohspiel sind. "Jetzt muss aber noch die Gläubigerseite auf das reale Spiel umschalten."

    n-tv.de: Sie haben Yanis Varoufakis als Kollegen unter Spieltheoretikern kennengelernt. Hat Sie sein Rücktritt überrascht?


    Wolfram Elsner: Eigentlich nicht. Das war nur eine Frage der Zeit, man hat ihn entnervt. Aber als Professor hat er ja noch eine gut-bürgerliche Alternativ-Rolle. Er ist nicht verpflichtet, sich als Dämon durch die europäischen Medien treiben zu lassen. Als Wissenschaftler mit seiner Reputation kann er ein deutlich ruhigeres Leben führen. Andere Politiker müssen manchmal an ihren Stühlen kleben, weil sie keine berufliche Alternative haben.


    Was für ein Spiel wurde bei den Verhandlungen der EU-Institutionen mit der griechischen Regierung gespielt?


    So wie die Akteure sich seit Februar verhalten, wird hier ein scharfes Konfliktspiel gespielt. Diese Problemsituation ist als Chicken-Game oder Feiglingsspiel bekannt. Das ist wie in den Filmszenen, wo zwei Wagen aufeinander zu fahren. Der, der zuletzt ausweicht ist der Held, der andere der Feigling. Wenn beide draufhalten, landen sie im Krankenhaus oder auf dem Friedhof. In der Griechenlanddiskussion wurde das Chicken-Game bisher fast ausschließlich als Droh-Spiel gespielt. Im vergangenen halben Jahr wurde nichts anderes getan, als Drohkulissen aufzubauen.

    Obwohl das eine oder andere Thema auf den Tisch gekommen ist, haben die Parteien bis heute noch nicht mit dem eigentlichen Spiel, wo nach sachlichen Kompromissen gesucht wird und man mit sogenannten gemischten Strategien spielen muss, begonnen. Bei gemischten Strategien wäre sinngemäß mal der eine, mal der andere der Gewinner.

    Ist denn nun wenigstens das Drohspiel beendet?


    Beide, sowohl Regierungschef Alexis Tsipras als auch Varoufakis haben vergangene Woche gemerkt, dass das Drohspiel an seine Grenzen gekommen ist, jedenfalls auf Seiten der Griechen. Sie haben nicht mehr viel zu drohen, es sei denn, Tsipras würde nach Peking fahren und mit einem zwei- bis dreistelligen Milliardenprogramm an Kredit- und Investitionszusagen zurückkehren.

    Als in dem eigentlichen Spiel die verschiedenen realen Themen auf den Tisch gelegt wurden, hat Tsipras so viele rote Linien überschritten, dass es jetzt um seine innenpolitische Existenz ging. Also musste er den Kreis jetzt durchbrechen.

    War denn Ihrer Ansicht nach der Rücktritt von Varoufakis Teil des Droh-Spieles? Hatte er als Spieltheoretiker von Anfang an geplant, an einen Punkt zu kommen, wo der Rücktritt der nächste Schritt sein muss?


    Das glaube ich nicht. Der Austritt aus einem Spiel ist sehr schwierig vorher zu bestimmen. Genauso wenig glaube ich, dass Herr Tsipras schon vor vier Wochen das Referendum im Sinn hatte. Hier wurde mit Varoufakis der Bad Cop aus dem Verkehr gezogen, vielleicht hat Herr Schäuble ein Ultimatum gestellt. Aber vielleicht wusste Yanis Varoufakis schon, dass er zurücktreten würde, als er das Wort "Terrorismus" verwendete. Da hatte er vielleicht die Nase voll und beschlossen, in seine gut-bürgerliche Alternative mit ihrem hohen Sozialprestige zurückzukehren.


    Was wären aus taktischer Sicht die nächsten Schritte für beide Parteien?


    Ich glaube, dass Tsipras jetzt kein Interesse mehr am Drohspiel hat. Für den Grexit hat er sich währungstechnisch nicht vorbereitet, also keine Parallelwährung für den Binnenmarkt vorbereitet.

    Das Repertoire der Schäuble’schen Seite ist dagegen sicherlich noch nicht ausgeschöpft. Das sieht man daran, dass die EZB vergangene Woche jegliche weitere Kredite gesperrt hat, was, ganz nebenbei, womöglich gegen die Währungsunionsverträge verstößt. Die Botschaft war klar: "Wir können noch ganz anders." Insofern hat die Gläubigerseite überhaupt noch nicht umgeschaltet auf das reale Spiel, auf die Suche nach Kompromissen unter der Maßgabe von leben und leben lassen.
    Ich denke, dass es auf der EU-Seite noch mal eine Trotzreaktion geben könnte, nach dem Motto: "Wenn ihr mit 61 Prozent mit "Nein" stimmt, dann zeigen wir euch noch mal richtig, wo der Hammer hängt." Die EZB hat da ja alle Möglichkeiten und sie hat ja bereits die griechischen Banken zu "Ferien" gezwungen.

    Was würden Sie jetzt empfehlen? Wie sollte das Spiel weitergehen?


    Es sind ja nur noch wenige Tage, bis wir in Griechenland einen kompletten Zusammenbruch und eine humanitären Katastrophe sehen werden. Da können nur noch Frau Merkel und Herr Obama helfen. US-Präsident Obama hat sicher bereits angerufen und deutlich gemacht: "Schlachtet nicht die Kuh, die ihr noch melken wollt. Und ich brauche Griechenland übrigens als Flugzeugträger in Richtung Naher Osten." Jede Bank weiß: "Wenn Du noch wenigstens einen Teil Deiner Kredite von einem notleidenden Unternehmen zurück haben willst, darfst Du es nicht ganz zerstören." Auch Staaten wie Argentinien haben Schuldenschnitte von 80, 90 Prozent erhalten, hier reden wir von 30 bis 40 Prozent.

    Kehrt Varoufakis irgendwann zurück in die Politik?


    Nein. Varoufakis wird sicherlich Berater der Athener Regierung bleiben. Er wird jetzt aber genug zu tun haben, die weltweiten Einladungen von Think Tanks und Universitäten anzunehmen. Damit ist er ausgelastet. Ich hoffe, dass meine European Association for Evolutionary Political Economy (EAEPE) die Erste ist, die ihn kriegt und dass er an der Jahreskonferenz in Genua als Diskutant auf dem Podium teilnehmen wird. Er war ja jahrelang Mitglied der EAEPE. Bei diesen Auftritten kann er dann auch die Frustration der letzten Wochen und Monate abarbeiten.


    Sie nehmen ihn also gerne wieder in den Kreis der Wissenschaftler auf?


    (lacht) Definitiv! Herr Varoufakis ist ein charismatischer Mensch, keine Frage, aber er ist nicht der Dämon, als der er dargestellt wurde. Er hat eines der besten spieltheoretischen Lehrbücher geschrieben und er hat in den vergangenen Jahren sehr solide Papiere zur Währungsunion und zur Finanzkrise erstellt.


    Also sehen wir ihn dann vielleicht eher mal bei Verleihung eines Wirtschaftsnobelpreises wieder?


    Der Wirtschaftsnobelpreis ist ja sehr stark an die "Mainstreamer", an die neoliberalen und neoklassischen Ökonomen gebunden, den wird er wahrscheinlich nicht kriegen. Aber andere Preise sind durchaus drin.


    In jedem Fall haben wir jetzt alle ein neues Bild von Wirtschaftsprofessoren, besonders von Spieltheoretikern. Haben Sie denn auch ein Motorrad?


    (lacht) Nein. War immer mal ein Traum. Ist aber nie Realität geworden.

  2. #14562
    JazzMaTazz
    Wie Island die Krise überwand: Fünfmal schlimmer als die Griechen - taz.de

    Wie Island die Krise überwand

    Fünfmal schlimmer als die Griechen


    Von der Rekordverschuldung in nur sieben Jahren zur Erholung: Island kann Griechenland durchaus als Inspiration dienen.

    Donnerstag vorletzter Woche fällte Islands oberster Gerichtshof ein historisches Urteil. Vier Bankmanager wurden zu Haftstrafen zwischen vier und fünfeinhalb Jahren wegen betrügerischer Marktmanipulationen und Untreue verurteilt.
    Die härtesten Strafen im Bereich der Wirtschaftskriminalität, die in Islands Justizgeschichte bislang verhängt worden sind. Und historisch war das Verfahren unter dem Aktenzeichen 145/2014 auch deshalb, weil sich Bankdirektoren selbst für die von ihnen veranlassten Betrügereien verantworten mussten, mit denen sie Gläubiger, Investoren, Sparer, aber auch die Regierung geschädigt hatten.
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    Staatsanwalt Ólafur Hauksson arbeitet sich seit 2009 als Leiter einer speziellen Anklagebehörde durch die Hinterlassenschaften des Finanzcrashs, der Island ein Jahr zuvor an den Rand des Staatsbankrotts gebracht hatte. Hauksson hofft, dass Islands Umgang mit betrügerischen Bänkern „ein starkes Signal an andere Länder“ sendet: „Tut es unserem Beispiel gleich!“
    Island könne auch noch in anderer Beziehung zur Inspiration dienen, meint Thórólfur Geir Matthíasson, Ökonomieprofessor an der Háskóli Íslands, der Universität von Island. Nämlich für die Eurozone und was die Abschreibung von Schulden angeht. Griechenland mit Staatsschulden in Höhe von 175 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts? Peanuts! Island stand 2008 vor einem Schuldenberg, der dem Zehnfachen des BIPs entsprach. Hätte, ja, hätte der Staat sich die aufhalsen lassen, wie „die Märkte“, der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU es damals von Reykjavík verlangten.

    Nicht nur Banker verurteilt

    Es waren Schulden pleite gegangener privater Banken, die diese in EU-Ländern mit verantwortungslosen und betrügerischen Geschäften aufgehäuft hatten und die nun über den Weg der Einlagensicherung „sozialisiert“ und von den isländischen SteuerzahlerInnen übernommen werden sollten. Dass Reykjavík sich dagegen wehrte, war pure Verzweiflung.

    TAZ AM WOCHENENDE

    Vor einem Jahr gingen die Menschen in Kiew auf die Straßen, der Maidan wurde zum Ort ihrer Revolution. Ein Theaterstück zum Jahrestag lesen Sie in der taz.am wochenende vom 21./22. Februar 2015. Außerdem: Unser Autor ist per Bus von Deutschland in die Ukraine gefahren. Seine Mitreisenden sind die, in deren Land Krieg herrscht. Und: Weil China wächst, will die Regierung den Reis als Grundnahrungsmittel durch die Kartoffel ersetzen. Aber sie schmeckt den Chinesen nicht. Am Kiosk, eKiosk oder gleich im praktischen Wochenendabo plus Prämie: Zeitung, wenn Sie Zeit haben - taz.de



    Beim Zweifachen des BIPs hätte man darüber vielleicht reden können, sagt der damalige Finanzminister Steingrímur J. Sigfússon rückblickend: „Aber zehnfach? Da hatten wir keine andere Wahl als Nein zu sagen.“
    Zumal die PolitikerInnen auch gar nicht anders konnten. Dafür sorgte das isländische Volk. In einer Bewegung, die so etwas wie der Vorläufer von „Occupy Wallstreet“ war, gingen die IsländerInnen nach dem Crash auf die Straße. Mit ihrer „Kochtopfrevolution“ jagten sie nicht nur die für die Finanzen mitverantwortliche Regierung davon. Mit Hilfe von Dauerdemonstrationen und über Volksabstimmungen stoppten sie anschließend auch noch jeden Versuch, dem Staat auch nur einen Teil der Bankschulden aufzuhalsen. „Kompromisse“, die von Reykjavík mit den Hauptgläubigerländern Großbritannien und den Niederlanden ausgehandelt wurden und vom Parlament auch abgesegnet worden waren, wurden kurzerhand mit einem Referendumsnein von bis zu 94 Prozent wieder gekippt.
    Es half nichts, dass Großbritannien sogar seine Antiterrorgesetzgebung bemühte, Island auf eine Stufe mit al-Qaida stellte und sämtliche Guthaben des Landes einfrieren ließ. Das heizte den Widerstandswillen auf Island eher noch an. Von Prophezeiungen, man mache sich zum Kuba oder zum Nordkorea des Nordens, ließ man sich nicht einschüchtern.

    Schuldenschnitt bei Immobilienkrediten

    Klagen vor internationalen Gerichten musste Reykjavík notgedrungen riskieren. Nachdem alle Erpressungsversuche der vereinten Front der EU-Staaten nichts genutzt hatten, gingen London und Den Haag auch diesen Weg. Doch wegen Lücken in der EU-Bankendirektive wurde 2013 vom Gerichtshof der Europäischen Freihandelszone eine isländische Staatshaftung endgültig abgelehnt.
    Mit der Abwehr der drohenden immensen Staatsverschuldung war es für Island allerdings nicht getan. Im Gefolge der Finanzkrise war der Wert der isländischen Krone wie ein Stein gefallen. Die Inflationsrate schnellte in die Höhe, die Reallöhne sanken und der Immobilienmarkt kollabierte. Die rot-rot-grüne Regierung versuchte, die Lasten gerechter zu verteilen, führte eine Reichensteuer ein und verschärfte die Progression bei der Einkommensteuer. Firmen bekamen spezielle Umschuldungsprogramme, und später gab es noch einen Schuldenschnitt bei Immobilienkrediten: Die Banken wurden verpflichtet, alle Kredite abzuschreiben, die über 110 Prozent des Immobilienverkehrswerts lagen.
    „Man kann sagen, dass Island den Weltrekord im Schuldenerlass hält“, sagt Lars Christensen, Chefanalytiker der Danske Bank in Kopenhagen: „Island folgte den akademischen Lehrbüchern zur Überwindung einer solchen Krise auf Punkt und Komma.“ Wirtschaftsprofessor Matthíasson stimmt ihm zu: „Wenn es in anderen Ländern um die Abschreibung von Schulden geht: Von Islands Krise können sie eine Lektion lernen.“

    „Erfolg unorthodoxer Antworten auf die Krise“

    Ironischerweise scheint das auch der IWF so zu sehen. Nachträglich. Auf einen IWF-Kredit von 10 Milliarden Dollar war nämlich auch Island angewiesen, um im chaotischen ersten Jahr nach dem Crash nicht bankrott zu gehen. Worauf Reykjavík aber peinlich achtete, waren die Bedingungen, auf die man sich einließ. Das Sozialsystem musste zwar abgehobelt werden, aber der Kern blieb intakt. IWF-Ansinnen eines allzu radikalen Kahlschlags lehnte man ab.
    „Was soziale Gerechtigkeit angeht, stehen wir in allen internationalen Vergleichen weiterhin ganz oben“, konnte Ministerpräsidentin Jóhanna Siguršardóttir zum Jahreswechsel 2012 bilanzieren. Da hatte man alle IWF-Auflagen erfüllt. Was der Währungsfonds offenbar so beeindruckend fand, dass er dem links-grünen Finanzminister Steingrímur J. Sigfússon das Angebot machte, IWF-Hauptverantwortlicher für einen anderen Schuldenstaat zu werden – Griechenland. Was dieser allerdings ablehnte.
    Island wandelte sich in Rekordzeit vom vermeintlichen Paria und abschreckenden Beispiel dafür, wie man Märkte und Finanzinstitutionen nicht provozieren sollte, zum weithin gelobten Vorbild. Als die Ratingagentur Fitch die Bonität Islands 2012 heraufstufte, begründete das die Ratingagentur explizit mit „dem Erfolg unorthodoxer Antworten auf die Krise“. Aus einem Negativwachstum von 7 Prozent 2009 war drei Jahre später ein Plus von knapp 3 Prozent geworden. Womit man deutlich über dem der Eurozone lag. Die Isländische Krone hat sich nun mit einem Minus gegenüber Euro und Dollar von 25 bis 30 Prozent gegenüber Vorkrisenzeiten stabilisiert. Die Arbeitslosenrate liegt bei 4 Prozent, und Inflation ist kein Thema mehr.

    Kapitalverkehrskontrollen eingeführt

    Zwar traf die Abwertung der Krone zunächst weite Teile der Bevölkerung hart – auch wenn dieser Effekt etwas abgefedert wurde durch eine höchstrichterliche Entscheidung, die an Auslandswährungen gebundene Kredite nachträglich kurzerhand für ungesetzlich erklärte. Und es mussten Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden, um Kapitalflucht zu verhindern. Dafür half die schwache Währung der Exportwirtschaft. Export heißt in Island vorwiegend Fisch. Und der ging unbeeindruckt vom Finanzcrash auch weiterhin reichlich in die Netze und ist weltweit gefragt.
    Die eigene Währung – selbst wenn sie erst einmal schlagartig an Wert verlor – beschleunigte nicht etwa den Untergang, sondern war entscheidende Voraussetzung für die Rettung. Könnte das nicht vielleicht „Inspirationsquelle“ für südeuropäische Euroländer sein, fragt Finn Østrup, Finanzwirtschaftsprofessor an Dänemarks Copenhagen Business School. Beispielsweise für Griechenland?
    Islands Staatspräsident Ragnar Grimsson hat noch einen anderen Tipp für verschuldete Länder: „Nicht auf die Finanzmärkte hören, sondern auf das Volk.“

  3. #14563
    Avatar von Jannis

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    Zitat Zitat von Sarantaporon Beitrag anzeigen
    Noch einer:

    Minute 5:00 WAHNSINN....

  4. #14564
    Avatar von Dikefalos

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    hahahah
    baroufakis.jpg

  5. #14565
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Palaiologos XI Beitrag anzeigen
    Es führt kein weg daran vorbei jeder weiß das. Der Schuldenschnitt wird so oder so kommen Merkels anti-haltung hat eher innenpolitische gründe als ökonomische oder sonst was. Leider leisten sie und Schäuble ihren Beitrag dazu das sich die Sache immer verschlimmert um innenpolitisch nicht das Gesicht zu verlieren.

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    Warum haben es einige immer von Merkels angeblicher "Antihaltung"? Schaut ihr euch die Statements der anderen EU Länder eigentlich auch mal an? Merkel steht für den Löwenanteils des ESM für den deutsche Bürger in Haftung genommen wurden, auch wir mit Mirgu! In Haftung mit 27%! Kapiert ihr das, natürlich betrifft das auch die Innenpolitik. Fragt ihr die Regierung Griechenlands, die ihre Reichen immer immer noch den Arsch pudern nach Gesichtsverlust? Nein, das tut ihr nicht. Und genau da liegt das Problem.

    Es geht grad nicht um Vermutungen, sondern um Griechenland und wie allen gerecht werden kann. 18 andere EU Staaten bluten zu lassen ist sicher nicht im Sinne der Demokratiewiege, oder doch? Und dann noch die lustigen Vergleiche mit Island Jedem Ökonom würden die Tränen in die Augen steigen. Island vs. Griechenland, da passt leider gar nichts, Island hat soweit mir bekannt keine milliardenschweren Rettungsschirme genossen und ist auch sonst in keinster Weise dazu geeignet Vergleiche zu Griechenland zu ziehen.

  6. #14566
    Avatar von Hellenic-Pride

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    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Warum haben es einige immer von Merkels angeblicher "Antihaltung"? Schaut ihr euch die Statements der anderen EU Länder eigentlich auch mal an? Merkel steht für den Löwenanteils des ESM für den deutsche Bürger in Haftung genommen wurden! In Haftung mit 27%! Kapiert ihr das, natürlich betrifft das auch die Innenpolitik. Fragt ihr die Regierung Griechenlands, die ihre Reichen immer immer noch den Arsch pudern nach Gesichtsverlust? Nein, das tut ihr nicht. Und genau da liegt das Problem.

    Es geht grad nicht um Vermutungen, sondern um Griechenland und wie allen gerecht werden kann. 18 andere EU Staaten bluten zu lassen ist sicher nicht im Sinne der Demokratiewiege, oder doch?
    Darin sehe ich sowieso das größte Problem, nach dem gigantischen Beramtenapperat.

    Diese reiche Griechin verrät: «Ich verstecke meine Millionen in der Schweiz» | Blick

  7. #14567
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Was müsste diese EU denn für Griechenland tun damit du sie wieder magst? Mal angenommen es gäbe einen Schuldenschnitt, was dann? Mal angenommen es gäbe einen Grexit, was dann? Was würde passieren, wenn Griechenland die Schulden erlassen bekäme und alleine weiterwurschteln würde wie bisher, wie vor dem Euro/EU Beitritt? Ich sag dir was passieren würde, es gäbe keinen weiteren Rettungsschirm, ob es humanitäre Hilfen in großem Ausmaß geben würde, wage ich auch zu bezweifeln, die gibts für Dritte Welt Länder, da ist es für Griechenlands Bürger, solange die griechische reiche Elite samt Megabeamtenapparat rumschwänzelt, aber zappenduster.


    Guy Verhofstadt hat die Schnauze voll



    Und nicht wenige verstehen das sehr gut. Er weist extra auf die Gefahr rechter Kräfte in ganz Europa hin, von der Anexartiti Ellines, einer rechtsgerichtete Partei mit der Syriza koaliert hat! Das ist als würde DIE LINKE mit der AfD in Deutschland koalieren. Wobei die in Teilen gar nicht soweit auseinander sind, aber das ist ein anderes Thema.
    Gute Frage, Rafi!

    Ich werde darauf zurückkommen, sobald ich mehr Zeit habe (sorry!)

  8. #14568
    Avatar von Jannis

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    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Warum haben es einige immer von Merkels angeblicher "Antihaltung"? Schaut ihr euch die Statements der anderen EU Länder eigentlich auch mal an? Merkel steht für den Löwenanteils des ESM für den deutsche Bürger in Haftung genommen wurden, auch wir mit Mirgu! In Haftung mit 27%! Kapiert ihr das, natürlich betrifft das auch die Innenpolitik. Fragt ihr die Regierung Griechenlands, die ihre Reichen immer immer noch den Arsch pudern nach Gesichtsverlust? Nein, das tut ihr nicht. Und genau da liegt das Problem.

    Es geht grad nicht um Vermutungen, sondern um Griechenland und wie allen gerecht werden kann. 18 andere EU Staaten bluten zu lassen ist sicher nicht im Sinne der Demokratiewiege, oder doch? Und dann noch die lustigen Vergleiche mit Island Jedem Ökonom würden die Tränen in die Augen steigen. Island vs. Griechenland, da passt leider gar nichts, Island hat soweit mir bekannt keine milliardenschweren Rettungsschirme genossen und ist auch sonst in keinster Weise dazu geeignet Vergleiche zu Griechenland zu ziehen.
    Warum soll die griechische Regierung die Reichen stark besteuern, wenn es die Bundesregierung in Deutschland nicht mal macht. Außerdem verlangt die Troika doch Wettbewerbsfähigkeit von uns. Dann lassen wir die Steuern für die Reeder doch bei 0%. Dann sind wir sehr wettbewerbsfähig...

  9. #14569
    Avatar von ZX 7R

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    Zitat Zitat von Dikefalos Beitrag anzeigen


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    Zitat Zitat von Jannis Beitrag anzeigen
    Warum soll die griechische Regierung die Reichen stark besteuern, wenn es die Bundesregierung in Deutschland nicht mal macht. Außerdem verlangt die Troika doch Wettbewerbsfähigkeit von uns. Dann lassen wir die Steuern für die Reeder doch bei 0%. Dann sind wir sehr wettbewerbsfähig...
    Was zahlen deutsche Reeder?

  10. #14570
    Avatar von Jannis

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    Zitat Zitat von ZX 7R Beitrag anzeigen


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    Was zahlen deutsche Reeder?
    Wir haben das in der Verfassung drinnen, dass die Reeder nix zahlen müssen und die Deutschen haben das nachgemacht...hab ich mal gehört...

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