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Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.861 Antworten · 1.262.380 Aufrufe

  1. #15141
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Die Deutschen haben das Europa der Zügel- und Regellosigkeit zerstört. Wenn das das einzige Europa ist, was es gibt, dann gibt es halt kein Europa. Krugman sagt ja selbst: Deutschland besteht jetzt auf Disziplin, obwohl es in der Vergangenheit selbst Regeln gebrochen hat. Das ist ganz genau richtig. Alle haben Regeln gebrochen. Das Resultat war diese Krise nach nicht mal einem Jahrzehnt gemeinsamer Währung. Ich weiß nicht wie sich das andere Leute vorstellen. Die deutschen Politiker sind deswegen aber keine Heuchler, sie haben es halt verstanden: Wenn nicht so langsam grundlegende Disziplin im Euroraum Einzug hält ist der Euro innerhalb von 10 Jahren sowieso weg vom Fenster. Dann kann man ihn genau so gut jetzt auflösen und allen Beteiligten viel Zeit und Geld ersparen.

    De-la-greco hat dir eh bereits geantwortet. Ich kann mich dem nur vollinhaltlich anschließen. Coole Beiträge.

    Aber, was ich noch ergänzen würde:

    Am schlimmsten finde ich Diaspora-Balkanesen, die geradezu eine Karikatur eines Deutschen in seiner schlimmsten Variante abgeben: besserwisserisch, arrogant, größenwahnsinnig, borniert und gleichzeitig dumm wie Brot! Und wenn es um die Südländer oder den Osten geht, da bedient er sich gerne aller erdenklichen Klischees, um sein Mini-Ego gen Kellerwert künstlich auf Wolkenkratzerhöhe aufzublasen.

    Du wiederholst hier in einer wirklich zutiefst nervigen Art vermeintlich deutsche Tugenden wie "Sich-an-Regeln-halten", Recht & Ordnung, Disziplin, Einsichtigkeit, Ehrlichkeit, Zivilbürger, nur um uns dann deinen rassistischen Blick auf das vermeintliche Gegenteil davon zu zeigen: das ist dann der zügellose, faule, unehrliche usw. oder kurz: der "wilde Affe".

    Diesen "wilden Affen" muss man dressieren und erziehen. Das gesamte "Hilfspaket", welches eindeutig Schäubles Handschrift trägt, ist genau von diesem Gedanken getragen. Ist im Übrigen auch für die unzähligen IWF-Verträgen geradezu charakteristisch.

    Es geht nicht darum, dass es keine Unterschiede gibt (wie es auch immer Gemeinsamkeiten gibt). Und klar kann auch der kleinste Unterschied Welten bedeuten. Aber die Pointe ist, wie geht man mit den Unterschieden um. Wenn aber Unterschiede dazu missbraucht werden, die eigene Herrschaft zu legitimieren, dann wird es langsam aber sicher sehr problematisch, wenn nicht sogar gefährlich.

    Du stammst selbst aus diesem Kulturraum! Und wenn du nicht so große Minderwertigkeitskomplexe hättest, dann hättest du es doch gar nicht notwendig, dauernd mit dem erhobenen Finger auf die Griechen zu zeigen. Deine ganzen Texte sagen in Wahrheit mehr über dich selbst als etwas über die Griechen aus.


    Und inhaltlich ist es leider schon sehr dünn, Hall! Ich frage mich manchmal, wie es überhaupt sein kann, dass du noch immer nicht gecheckt hast, dass Deutschland in 1953 immer noch in Schutt und Asche lag. Das ist aber nur ein Beispiel von vielen. Außerdem verstehe ich gar nicht, wie man so für sich selbst entscheiden kann, eh schon alles zu wissen. Woher kommen diese unerschütterlichen Gewissheiten? Wo bleibt deine Neugier?

    Wenn du dich mal mit EURO und Handelsüberschüssen beschäftigen würdest, könntest du so etwas wie da oben gar nicht mehr schreiben.

    Du würdest dann vllt in der Lage sein, zu erkennen, dass es dabei gar nicht um die klassischen deutschen Tugenden geht, sondern darum, dass Deutschland ein deutsches Europa durchsetzen möchte. D.h. es ist kein europäisches Deutschland mehr. Deutschland ist aber nicht alleine in Europa. Das ist eine absolute Anmaßung! Außerdem kommen die anderen Länder ständig wegen diesem Deutschland in die Bredouille.

    Mit diesem völlig größenwahnsinnigen Anspruch Deutschlands droht nicht bloß die Eurozone auseinander zu brechen, sondern die EU als solche.

  2. #15142
    Avatar von Lakedaemon

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    De-la-greco hat dir eh bereits geantwortet. Ich kann mich dem nur vollinhaltlich anschließen. Coole Beiträge.

    Aber, was ich noch ergänzen würde:

    Am schlimmsten finde ich Diaspora-Balkanesen, die geradezu eine Karikatur eines Deutschen in seiner schlimmsten Variante abgeben: besserwisserisch, arrogant, größenwahnsinnig, borniert und gleichzeitig dumm wie Brot! Und wenn es um die Südländer oder den Osten geht, da bedient er sich gerne aller erdenklichen Klischees, um sein Mini-Ego gen Kellerwert künstlich auf Wolkenkratzerhöhe aufzublasen.

    Du wiederholst hier in einer wirklich zutiefst nervigen Art vermeintlich deutsche Tugenden wie "Sich-an-Regeln-halten", Recht & Ordnung, Disziplin, Einsichtigkeit, Ehrlichkeit, Zivilbürger, nur um uns dann deinen rassistischen Blick auf das vermeintliche Gegenteil davon zu zeigen: das ist dann der zügellose, faule, unehrliche usw. oder kurz: der "wilde Affe".

    Diesen "wilden Affen" muss man dressieren und erziehen. Das gesamte "Hilfspaket", welches eindeutig Schäubles Handschrift trägt, ist genau von diesem Gedanken getragen. Ist im Übrigen auch für die unzähligen IWF-Verträgen geradezu charakteristisch.

    Es geht nicht darum, dass es keine Unterschiede gibt (wie es auch immer Gemeinsamkeiten gibt). Und klar kann auch der kleinste Unterschied Welten bedeuten. Aber die Pointe ist, wie geht man mit den Unterschieden um. Wenn aber Unterschiede dazu missbraucht werden, die eigene Herrschaft zu legitimieren, dann wird es langsam aber sicher sehr problematisch, wenn nicht sogar gefährlich.

    Du stammst selbst aus diesem Kulturraum! Und wenn du nicht so große Minderwertigkeitskomplexe hättest, dann hättest du es doch gar nicht notwendig, dauernd mit dem erhobenen Finger auf die Griechen zu zeigen. Deine ganzen Texte sagen in Wahrheit mehr über dich selbst als etwas über die Griechen aus.


    Und inhaltlich ist es leider schon sehr dünn, Hall! Ich frage mich manchmal, wie es überhaupt sein kann, dass du noch immer nicht gecheckt hast, dass Deutschland in 1953 immer noch in Schutt und Asche lag. Das ist aber nur ein Beispiel von vielen. Außerdem verstehe ich gar nicht, wie man so für sich selbst entscheiden kann, eh schon alles zu wissen. Woher kommen diese unerschütterlichen Gewissheiten? Wo bleibt deine Neugier?

    Wenn du dich mal mit EURO und Handelsüberschüssen beschäftigen würdest, könntest du so etwas wie da oben gar nicht mehr schreiben.

    Du würdest dann vllt in der Lage sein, zu erkennen, dass es dabei gar nicht um die klassischen deutschen Tugenden geht, sondern darum, dass Deutschland ein deutsches Europa durchsetzen möchte. D.h. es ist kein europäisches Deutschland mehr. Deutschland ist aber nicht alleine in Europa. Das ist eine absolute Anmassung! Außerdem kommen die anderen Länder ständig wegen diesem Deutschland in die Bredouille.

    Mit diesem völlig größenwahnsinnigen Anspruch Deutschlands droht nicht bloß die Eurozone auseinander zu brechen, sondern die EU als solche.
    Ist dir nicht aufgefallen??Die die am meisten gegen Griechenland hetzen, sind alles Möchtegern Germanen. Dabei würden die echten Germanen auf diese nur spucken und das nur anhand ihrer Nationalität. Denn die Seiten des "Hässligen Deutschen" hast du gut wiedergegeben

  3. #15143
    Avatar von -JD-

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    So etwas hatte ich mir schon gedacht.

    Ο λιγότερο, μάλιστα, ενημερωμένος Βαρουφάκης, ο οποίος περιγράφει τώρα σε αυστραλιανό ραδιόφωνοτο βαρύ κλίμα που επικρατούσε στο Μαξίμου, όταν ο λαός πανηγύριζε για το "ΟΧΙ", αγνοούσε ότι βάση συγκεκριμένου σχεδίου ο Τσίπρας ανέμενε την νίκη του "ΝΑΙ", προκειμένου να αντιμετωπίσει με άνεση τους σκληρούς του Eurogroup. Μετά ήρθε το "ΟΧΙ" κι έπεσαν οι πλερέζες γιατί γνώριζε ότι δε θα μπορούσε να το διαχειριστεί.


    ???? ?????? ?? ??? ????? ??????

  4. #15144
    Avatar von Achillis TH

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    Wie sagt ein Griechisches Sprichwort ehi o kairos girismata when come around comes around.

  5. #15145
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    De-la-greco hat dir eh bereits geantwortet. Ich kann mich dem nur vollinhaltlich anschließen. Coole Beiträge.

    Aber, was ich noch ergänzen würde:

    Am schlimmsten finde ich Diaspora-Balkanesen, die geradezu eine Karikatur eines Deutschen in seiner schlimmsten Variante abgeben: besserwisserisch, arrogant, größenwahnsinnig, borniert und gleichzeitig dumm wie Brot! Und wenn es um die Südländer oder den Osten geht, da bedient er sich gerne aller erdenklichen Klischees, um sein Mini-Ego gen Kellerwert künstlich auf Wolkenkratzerhöhe aufzublasen.

    Du wiederholst hier in einer wirklich zutiefst nervigen Art vermeintlich deutsche Tugenden wie "Sich-an-Regeln-halten", Recht & Ordnung, Disziplin, Einsichtigkeit, Ehrlichkeit, Zivilbürger, nur um uns dann deinen rassistischen Blick auf das vermeintliche Gegenteil davon zu zeigen: das ist dann der zügellose, faule, unehrliche usw. oder kurz: der "wilde Affe".

    Diesen "wilden Affen" muss man dressieren und erziehen. Das gesamte "Hilfspaket", welches eindeutig Schäubles Handschrift trägt, ist genau von diesem Gedanken getragen. Ist im Übrigen auch für die unzähligen IWF-Verträgen geradezu charakteristisch.

    Es geht nicht darum, dass es keine Unterschiede gibt (wie es auch immer Gemeinsamkeiten gibt). Und klar kann auch der kleinste Unterschied Welten bedeuten. Aber die Pointe ist, wie geht man mit den Unterschieden um. Wenn aber Unterschiede dazu missbraucht werden, die eigene Herrschaft zu legitimieren, dann wird es langsam aber sicher sehr problematisch, wenn nicht sogar gefährlich.

    Du stammst selbst aus diesem Kulturraum! Und wenn du nicht so große Minderwertigkeitskomplexe hättest, dann hättest du es doch gar nicht notwendig, dauernd mit dem erhobenen Finger auf die Griechen zu zeigen. Deine ganzen Texte sagen in Wahrheit mehr über dich selbst als etwas über die Griechen aus.


    Und inhaltlich ist es leider schon sehr dünn, Hall! Ich frage mich manchmal, wie es überhaupt sein kann, dass du noch immer nicht gecheckt hast, dass Deutschland in 1953 immer noch in Schutt und Asche lag. Das ist aber nur ein Beispiel von vielen. Außerdem verstehe ich gar nicht, wie man so für sich selbst entscheiden kann, eh schon alles zu wissen. Woher kommen diese unerschütterlichen Gewissheiten? Wo bleibt deine Neugier?

    Wenn du dich mal mit EURO und Handelsüberschüssen beschäftigen würdest, könntest du so etwas wie da oben gar nicht mehr schreiben.

    Du würdest dann vllt in der Lage sein, zu erkennen, dass es dabei gar nicht um die klassischen deutschen Tugenden geht, sondern darum, dass Deutschland ein deutsches Europa durchsetzen möchte. D.h. es ist kein europäisches Deutschland mehr. Deutschland ist aber nicht alleine in Europa. Das ist eine absolute Anmassung! Außerdem kommen die anderen Länder ständig wegen diesem Deutschland in die Bredouille.

    Mit diesem völlig größenwahnsinnigen Anspruch Deutschlands droht nicht bloß die Eurozone auseinander zu brechen, sondern die EU als solche.
    Ich bin Ökonom und als solcher spreche ich hier. Alles andere passiert nur in eurer Fantasie.

    Ihr müsst aber gewisse Dinge realisieren.

    1.) Griechenland und die anderen Südländer waren vor der Einführung ganz gewiss keine Schlaraffenländer der ökonomischen Stabilität
    2.) Griechenland und die anderen Südländer bitten um Hilfe, niemand kommt und zwingt ihnen irgendetwas auf.

    Insbesondere Punkt 2 finde ich ziemlich wichtig. Die Griechen tun so, als wären sie in der gleichen Situation wie ihre Großeltern in den 40ern. Dieses "Oxi" sollte in der Tradition zum berühmten "Oxi" stehen, welches Griechenland damals dem italienischen Ultimatum entgegen gesetzt hat.

    Nur ist der Kontext eben ein ganz, ganz anderer. Hier geht es nicht darum faschistische Besatzer abzuwimmeln, sondern wie man die gravierenden Probleme in den eigenen Ländern löst. Griechenland war auch schon vor €-Eintritt zu über 100% des BIP verschuldet. Wer war denn daran schuld? Warum braucht Griechenland Hilfe vom IWF, und Deutschland nicht? Wie ich hier schon geschrieben habe, die hohen Schulden sind nicht Ursache der griechischen Misere, sondern nur ein Symptom.

    Frankreich und die Südläner wollten den Euro, weil er Stabilität und Schutz vor Spekulanten versprochen und eingehalten hat. Wenn sie ihn nicht mehr möchten können sie gerne austreten.

    Es geht auch nicht um ein europäisches Deutschland, oder ein deutsches Europa. Es geht darum eine Währungsunion zu haben, die von Bestand ist. Und da muss man sich eben an Regeln halten. Auch eine Volksbefragung setzt Verträge nicht außer Kraft. Griechenland versucht einfach das, was halt früher in der EU normal war. Einfach genug politischen Druck erzeugen, und dann werden die Ausnahmen wieder genehmigt. Genau so ist die ganze Krise zustande gekommen. Wer nicht begreift, dass man so nicht weiter machen kann, der hat in der Eurozone nichts mehr verloren.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Sonne-2012 Beitrag anzeigen
    HAL9000 der beschte Lügner


    Lerne erstmal richtig lesen, du liest die Zahlen falsch rum

    Je höher der Wert desto besser ist es

    Zahlen von 2014

    Griechenland bei 36,2

    Türkei bei 31,4
    Level of GDP per capita and productivity
    Fantasiewerte dank zahlreicher Stützen durch EU etc. Zieh das alles ab, dann ist Griechenland viel weiter hinten. Die Studie zur "wahren" Produktivität kann ich gerade nicht auftreiben, ich post sie evtl. nach.

  6. #15146
    Avatar von Nikos

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Fantasiewerte dank zahlreicher Stützen durch EU etc.
    Deine eigenen Quellen sind Fantasiewerte?

  7. #15147
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von De_La_GreCo Beitrag anzeigen
    Also man kann ja in der Petition die ich eben gepostet habe ganz genau sehen, wer das gerade signed. Und es ist ganz deutlich zu erkennen, dass die meisten von diesen Leuten Portugiesen, Spanier, Italiener und sogar Franzosen sind. Soll es laut HAL nicht in diesen Ländern so prima laufen dank den Sparreformen??
    Es ist noch viel besser. Im WAHLJAHR passiert in Spanien ein kleines Wunder


    Spanien startet schwungvoll in den Sommer

    Inmitten der Turbulenzen um Griechenland zeichnet sich in Spanien ein kleines Wunder ab

    Ganz unten angelangt, kann es nur bergauf gehen. Spaniens Wirtschaft, die lange Zeit marode vor sich hindümpelte, nimmt wieder deutlich Fahrt auf. Heuer wird ein sattes Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 3,3 bis 3,5 Prozent erwartet – wie aus der nach oben korrigierten Prognose des Weltwährungsfonds hervorgeht. Madrid ist damit wieder der Wachstumsmotor der Eurozone.
    Zuletzt war dieser Wert 2005 erreicht worden. Am Gipfel des Immobilienbooms, als die Europartner noch neid- und nicht wie zuletzt sorgenvoll auf Spanien blickten. Bevor das Kartenhaus aus freigiebig gewährten Bankkrediten für die Ladrillos (Ziegel) der Baubranche zusammenbrach. Ist nun das Fundament nach Jahren des Spar- und Reformkurses stabiler, oder ist der Aufschwung eine auf EZB-Bondskäufe und niedrigen Ölpreis gestützte Fata Morgana?
    Zahlen zeigen Trend nach oben
    Noch merken die Spanier wenig vom Aufschwung, auch wenn sich der Binnenkonsum wiederbelebt. Primär sind es makroökonomische Indikatoren, die den Trend untermauern. So steigen Industrieproduktion und -exporte sowie Umsätze und die Beschäftigung im Dienstleistungssektor stark.
    Letzterer ist, dank steigender Touristenzahlen aus dem In- und Ausland die Stütze der Nationalökonomie. Der Sektor berichtet ein Plus von drei Prozent im zweiten Quartal und mehr als 24 Millionen internationale Gäste im Sommer mit 24,3 Milliarden Euro Reisebudget. Zugleich markierten Exporte mit fast 61 Milliarden Euro ein Plus von 4,4 Prozent im ersten Quartal. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1971 ein Höchstwert, der das Außenhandelsdefizit um 15 Prozent reduzierte.
    Eine erstarkte Industrieproduktion (plus 6,2 Prozent im April und Mai) gibt dem Wirtschaftsmotor Starthilfe. Ein Schlüsselelement ist dabei der Automobilsektor. Steigende Produktion und Absatz zeigten sich im Rekord von Neuzulassungen. Während europaweit 8,2 Prozent mehr Neuwagen angemeldet wurden, ließ Madrid mit einem Zuwachs von 23,9 Prozent im ersten Quartal aufhorchen. Der subventionierte Tausch von Gebraucht- gegen Neuwagen (Plan "PIVE") und der anhaltenden Kreditklemme zum Trotz günstige Leasingoptionen geben dem Markt eine Basis. Selbst die Bauwirtschaft ist aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und verbuchte im April ein Plus von 2,7 Prozent im Jahresvergleich – immerhin Rang zwei in der EU.



    Schweres Arbeitslosenproblem
    "Wir haben vor allem ein sehr schweres strukturelles Arbeitslosigkeitsproblem", sagt der spanische Ökonom Santiago Carbó Valverde im STANDARD-Gespräch: "Wenn wir hier nicht radikale Maßnahmen setzen, wird es auch 'Podemos' nicht schaffen, dieses zu lösen." Die neue linkspopulistische Partei, die mit Syriza-Ideen liebäugelt, "sei keine Gefahr", ist er überzeugt. Doch nach den Parlamentswahlen im Dezember sei es möglich, dass Spanien unter einer heterogenen Regierung, die keinen rigiden Sparkurs mehr fahre, einen Schuldenschnitt fordere.
    Zwar sei mittlerweile allen klar geworden, "dass man in Europa über Solidarität sprechen muss". Und es sei allen nachvollziehbar, "dass die Austeritätspolitik ohne Investitionen anzukurbeln nichts nützt. Es braucht aber Opfer, um wieder zu wachsen", unterstreicht Carbó: "Die Steuereinnahmen und die Beschäftigung steigen, die Staatsschulden aber auch." Selbst wenn Spaniens Wirtschaft mit starkem Rückenwind wachse, sei es nicht der Zeitpunkt, bei der Defizitreduktion einfach locker zu lassen.
    Dieses Wachstum von 3,3 - 3,5 % haben sie durch + 6 % Defizit erreicht. Sie dürfen ja wieder Schulden machen und ihr Wachstum wieder steigern.


    Spanien startet schwungvoll in den Sommer - Spanien in der Krise - derStandard.at ? Wirtschaft

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Ich bin Ökonom und als solcher spreche ich hier. Alles andere passiert nur in eurer Fantasie.

    Ihr müsst aber gewisse Dinge realisieren.

    1.) Griechenland und die anderen Südländer waren vor der Einführung ganz gewiss keine Schlaraffenländer der ökonomischen Stabilität
    2.) Griechenland und die anderen Südländer bitten um Hilfe, niemand kommt und zwingt ihnen irgendetwas auf.

    Insbesondere Punkt 2 finde ich ziemlich wichtig. Die Griechen tun so, als wären sie in der gleichen Situation wie ihre Großeltern in den 40ern. Dieses "Oxi" sollte in der Tradition zum berühmten "Oxi" stehen, welches Griechenland damals dem italienischen Ultimatum entgegen gesetzt hat.

    Nur ist der Kontext eben ein ganz, ganz anderer. Hier geht es nicht darum faschistische Besatzer abzuwimmeln, sondern wie man die gravierenden Probleme in den eigenen Ländern löst. Griechenland war auch schon vor €-Eintritt zu über 100% des BIP verschuldet. Wer war denn daran schuld? Warum braucht Griechenland Hilfe vom IWF, und Deutschland nicht? Wie ich hier schon geschrieben habe, die hohen Schulden sind nicht Ursache der griechischen Misere, sondern nur ein Symptom.

    Frankreich und die Südläner wollten den Euro, weil er Stabilität und Schutz vor Spekulanten versprochen und eingehalten hat. Wenn sie ihn nicht mehr möchten können sie gerne austreten.

    Es geht auch nicht um ein europäisches Deutschland, oder ein deutsches Europa. Es geht darum eine Währungsunion zu haben, die von Bestand ist. Und da muss man sich eben an Regeln halten. Auch eine Volksbefragung setzt Verträge nicht außer Kraft. Griechenland versucht einfach das, was halt früher in der EU normal war. Einfach genug politischen Druck erzeugen, und dann werden die Ausnahmen wieder genehmigt. Genau so ist die ganze Krise zustande gekommen. Wer nicht begreift, dass man so nicht weiter machen kann, der hat in der Eurozone nichts mehr verloren.

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    Fantasiewerte dank zahlreicher Stützen durch EU etc. Zieh das alles ab, dann ist Griechenland viel weiter hinten. Die Studie zur "wahren" Produktivität kann ich gerade nicht auftreiben, ich post sie evtl. nach.

    hall, wenn du Ökonom bist, wie kann es dann sein, dass du das "Euro-Paradox" nicht kennst?

  8. #15148
    Avatar von Nikos

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    Natürlich startet Spanien schwungvoll in den Sommer.
    In paar Monaten sind Wahlen, da muss alles schwungvoll sein.
    Die Spanier werden aber sowieso nicht für Podemos stimmen.
    Sieht nicht danach aus um ehrlich zu sein.

  9. #15149
    Avatar von babyblue

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    Übrigens Hall, der Eurozonen-Chefe hat heute gerade verkündet, dass sie über sehr viele Juristen verfügen, die durchaus kreative Lösungen herbeiführen können.

  10. #15150
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Es ist noch viel besser. Im WAHLJAHR passiert in Spanien ein kleines Wunder



    Dieses Wachstum von 3,3 - 3,5 % haben sie durch + 6 % Defizit erreicht. Sie dürfen ja wieder Schulden machen und ihr Wachstum wieder steigern.


    Spanien startet schwungvoll in den Sommer - Spanien in der Krise - derStandard.at ? Wirtschaft

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    hall, wenn du Ökonom bist, wie kann es dann sein, dass du das "Euro-Paradox" nicht kennst?
    Ganz einfach, weil das kein in der Wissenschaft verwendeter oder sonst irgendwie standardisierter Begriff ist. Woher hast du den denn, aus einem Flassbeck-blog?

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