BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.

Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.934 Antworten · 1.265.489 Aufrufe

  1. #15381
    Avatar von Hellenic-Pride

    Registriert seit
    08.05.2008
    Beiträge
    7.388
    Europa ist doch so etwas von ein Sauhaufen geworden. Kaum zu fassen ...

  2. #15382
    Avatar von Jannis

    Registriert seit
    23.01.2015
    Beiträge
    1.766
    Zitat Zitat von Hellenic-Pride Beitrag anzeigen
    Tsipras hat vor den Wahlen auch viel gesagt was richtig gewesen ist - hauptsächlich kontra gegen das Spardiktat und die Austerität. Was ist passiert? Er hat nachgegeben und sogar einen noch schlimmeres Reformpaket akzeptiert. Sollte ein Kassidiaris die Stelle eines Tsipras übernehmen, käme (glaube ich) das gleiche bei raus ... sogar schlimmer, da diese nationalistischen Glatzköpfe weitere Probleme an Land ziehen würden.
    Die einzigen die das ernst meinen was sie sagen sind leider nur die Glatzköpfe...Kassidiaris als neuer Finanzminister hahaha...der würde Schäuble an die Wand klatschen xD

  3. #15383
    Avatar von Dikefalos

    Registriert seit
    10.10.2010
    Beiträge
    11.025
    Zitat Zitat von Hellenic-Pride Beitrag anzeigen
    Europa ist doch so etwas von ein Sauhaufen geworden. Kaum zu fassen ...
    Nach dem Wochenende.... hat ein Deutscher im tv folgendes gesagt.70 Jahre versöhnungspolitik.....wurde am wochende zestört und Deutschland ist schuld.
    Langard spricht über schuldenschnitt......der franzose sagt heute das wir auf jeden fall Griechenland schulden erlassen werden.Wenn beide sich durchsetzen....wird es eine Spaltung in Europa geben.Dann will ich das gesichtsgulasch von Schäuble sehen.

  4. #15384
    JazzMaTazz
    Griechenland: Deutschland und Frankreich spalten die Eurozone - SPIEGEL ONLINE

    Regelwut oder Schuldengemeinschaft: Wie Deutschland und Frankreich die Eurozone spalten

    Von Stefan Kaiser
    Der Streit um Griechenland offenbart, wie unterschiedlich die Visionen für die Eurozone sind. Deutschland setzt auf Regeln und Sanktionen, Frankreich und andere wollen vor allem eine gemeinsame Haftung. Kann das gut gehen?




    Getty Images
    Merkel und Hollande: Nahkampf um den Euro

    Wolfgang Schäuble ist Europäer. Nach allem, was man weiß, glaubt er an die europäische Einigung, die dem Kontinent 70 Jahre Frieden beschert hat.

    Wolfgang Schäuble ist aber auch Jurist. Regeln und Verträge sind im heilig. Und wer sich nicht daran hält, der muss bestraft werden. In der Griechenlandkrise trifft der deutsche Finanzminister damit ziemlich genau die Stimmung seiner Landsleute - und zieht den Zorn vieler Menschen in Europa auf sich. Das vergangene Wochenende war ein Desaster für die europäische Einigung. Im Ringen um die Frage, ob und zu welchen Bedingungen man Griechenland im Euro halten will, gab es am Endezwar eine Art Kompromiss. Die Verhandlungen offenbarten jedoch so klar wie selten zuvor die unterschiedlichen Vorstellungen von der gemeinsamen Währungsunion, die die Staaten Europas immer weiter auseinanderdriften lassen.
    Auf der einen Seite stehen Deutschland und einige kleinere andere Länder wie Finnland, die Slowakei oder die baltischen Staaten. Sie wollen eine Eurozone, die vor allem auf harten Regeln basiert, die jedes Mitglied so wettbewerbsfähig wie möglich machen sollen. Ihr geistiger Anführer ist Schäuble. Auf der anderen Seite stehen vor allem Frankreich und Italien, die die Eurozone als Gemeinschaftsprojekt sehen, in dem die Staaten auch finanziell füreinander einstehen. An ihre Spitze hat sich der französische Staatspräsident François Hollande gesetzt.
    Beide Seiten stehen einander ziemlich unversöhnlich gegenüber. Dass es am Montagmorgen doch noch zu einer Einigung kam, lag wohl vor allem daran, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht den offenen Bruch mit dem Partner Frankreich vollziehen wollte.

    "Langfristig nicht überlebensfähig"

    Gelöst ist der Konflikt damit allerdings nicht. "Das vergangene Wochenende hat gezeigt, dass Deutschland und Frankreich völlig unterschiedliche Vorstellungen haben, in welche Richtung sich die Währungsunion entwickeln soll", sagt Henrik Enderlein. Als Direktor des Jacques Delors Instituts und Professor an der Hertie School of Governance in Berlin beschäftigt er sich besonders intensiv mit der Sicht der beiden größten Staaten auf den Euro. Sein Fazit: "So wie die Währungsunion derzeit gebaut ist, ist sie langfristig nicht überlebensfähig."
    Das Problem ist für Enderlein und viele andere Experten der ursprüngliche Kompromiss, die Währungsunion ohne wirtschaftliche und politische Union zu errichten. Zwar reden beide Seiten inzwischen gerne davon, die Union zu vertiefen. Doch sie verstehen darunter grundsätzlich Verschiedenes. Wenn Schäuble etwa von einer Fiskalunion spricht, dann denkt er dabei vor allem an die Möglichkeiten, Haushalte der übrigen Eurostaaten zu kontrollieren und Regelverstöße zu sanktionieren. Hollande dagegen denkt vor allem an gemeinsame Haushalte und gemeinsame Haftung. In die eigene Politik reinreden lassen will er sich aber nicht.
    Der Konflikt zieht sich durch die kurze Geschichte der Währungsunion. Die erste Richtungsentscheidung fällte Merkel schon mit Schäubles Vorgänger Peer Steinbrück (SPD) in der Finanzkrise 2008. Als damals europaweit die Banken ins Wanken gerieten, setzte die Bundesregierung die Doktrin durch, dass jedes Euroland seine eigenen Institute selbst retten muss. Jeder zahlt für sich allein.
    2010 musste Deutschland die erste wirkliche Risikoteilung schlucken. Als Griechenland seine Schulden nicht mehr zurückzahlen konnte und auch Länder wie Portugal und Irland unter Druck gerieten, stimmten die Bundeskanzlerin und ihr Finanzminister der Errichtung eines europäischen Rettungsfonds zu.

    Keine Eurobonds - "solange ich am Leben bin"

    Jede weitere Vergemeinschaftung lehnte die Bundesregierung dagegen stets erfolgreich ab. Lange forderten Frankreich und andere Staaten etwa europäische Staatsanleihen - sogenannte Eurobonds. 2012 beendete Merkel die Diskussion darum. Eine gemeinsame Haftung werde es nicht geben, sagte die Kanzlerin, "solange ich am Leben bin". Und auch eine gemeinsame europäische Einlagensicherung für Banken blockiert Deutschland bisher erfolgreich.


    Seinen vorläufigen Höhepunkt hat der Streit nun in der Diskussion über den Umgang mit Griechenland erreicht. Schäuble hätte das Land am liebsten sogar aus der Währungsunion rausgeworfen, weil sich die neue Regierung in Athen nicht mehr an die Verträge gebunden fühlte, die ihre Vorgänger geschlossen hatten. Am Ende setzte er immerhin durch, dass die übrigen Eurostaaten die Gesetze diktierten, die das griechische Parlament nun zu verabschieden hat.Experte Enderlein glaubt, dass es so nicht weitergeht. "Beide Seiten müssen sich bewegen", sagt der Professor. Für eine gemeinsame Währungsunion müssten Frankreich und andere Länder sich dazu durchringen, ihre Souveränität stärker zu teilen als bisher und sich den Regeln der Gemeinschaft zu unterwerfen. Deutschland und seine Verbündeten müssten dagegen zu mehr Risikoteilung bereit sein.
    Momentan sieht es nicht danach aus, als ließe sich der Konflikt bald entschärfen. Finanzminister Schäuble will die Eurozone zwar umbauen, allerdings nach seinen Vorstellungen. Die Krise sei die Chance dazu, die Konstruktionsfehler des Euro auszugleichen, sagte er vergangene Woche auf einer Konferenz der Bundesbank. "Eine Währungsunion mit der Konstruktion der europäischen Währungsunion ist eine Einladung für jemanden, der sich partout nicht an Regeln halten will."


  5. #15385
    Avatar von Hellenic-Pride

    Registriert seit
    08.05.2008
    Beiträge
    7.388
    Zitat Zitat von Jannis Beitrag anzeigen
    Die einzigen die das ernst meinen was sie sagen sind leider nur die Glatzköpfe...Kassidiaris als neuer Finanzminister hahaha...der würde Schäuble an die Wand klatschen xD
    Quatsch ... Die SYRIZA hat, als die ND noch regierte, auch ernst gemeinte Sachen gesagt. Genau aus dem Grund wurden sie auch gewählt ... sie gingen auch entschlossen an die Sache ran, bis sie dann gemerkt haben dass sie mit ihrer Strategie nicht weiter kommen und die Regeln in der Spitzenpolitik eben andere sind als gedacht. Auch wenn die SYRIZA eine Art "Frustwahl" gewesen ist: sie war gegen diese Sparauflagen und für neue Verhandlungen; neue Verhandlungen die a) wirtschaftliche Einnahmen garantierten und b) den schon misshandelten sozialen Sektor aufbauen.

    Eine XA würde nicht nur die Euroländer gegen Griechenland bringen, sondern eben auch Hellas seine Nachbarn. XA wäre der garantierte Ausstieg aus der EU & NATO ... da würde nicht einmal Russland mitspielen; ganz zu schweigen von China.

  6. #15386
    Avatar von Jannis

    Registriert seit
    23.01.2015
    Beiträge
    1.766
    Zitat Zitat von Hellenic-Pride Beitrag anzeigen
    Quatsch ... Die SYRIZA hat, als die ND noch regierte, auch ernst gemeinte Sachen gesagt. Genau aus dem Grund wurden sie auch gewählt ... sie gingen auch entschlossen an die Sache ran, bis sie dann gemerkt haben dass sie mit ihrer Strategie nicht weiter kommen und die Regeln in der Spitzenpolitik eben andere sind als gedacht. Auch wenn die SYRIZA eine Art "Frustwahl" gewesen ist: sie war gegen diese Sparauflagen und für neue Verhandlungen; neue Verhandlungen die a) wirtschaftliche Einnahmen garantierten und b) den schon misshandelten sozialen Sektor aufbauen.

    Eine XA würde nicht nur die Euroländer gegen Griechenland bringen, sondern eben auch Hellas seine Nachbarn. XA wäre der garantierte Ausstieg aus der EU & NATO ... da würde nicht einmal Russland mitspielen; ganz zu schweigen von China.

    Glaube kaum, dass Russland und China Griechenland widerstehen kann. Griechenlands ist die Tür zu Europa...außerdem sind die Chinesen schon mit einem Fuss drin...

  7. #15387
    Avatar von Hellenic-Pride

    Registriert seit
    08.05.2008
    Beiträge
    7.388
    Zitat Zitat von Dikefalos Beitrag anzeigen
    Nach dem Wochenende.... hat ein Deutscher im tv folgendes gesagt.70 Jahre versöhnungspolitik.....wurde am wochende zestört und Deutschland ist schuld.
    Langard spricht über schuldenschnitt......der franzose sagt heute das wir auf jeden fall Griechenland schulden erlassen werden.Wenn beide sich durchsetzen....wird es eine Spaltung in Europa geben.Dann will ich das gesichtsgulasch von Schäuble sehen.
    Die Versöhnungspolitik wurde schon lange vor dem Euro begraben ... Rüstungsindustrien, Ölkonzerne ... Hauptsache Exporte und massige Einnahmen sichern, auf Kosten anderer. Man kann es jedoch drehen und wenden wie man mag: Hier hat, seit dem Ausbruch der Griechenland-Krise, die deutsche Führungselite kläglich versagt. Man hätte die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen sollen (alte Regierungen) und an einer Lösung arbeiten sollen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Jannis Beitrag anzeigen
    Glaube kaum, dass Russland und China Griechenland widerstehen kann. Griechenlands ist die Tür zu Europa...außerdem sind die Chinesen schon mit einem Fuss drin...
    Bei eine nationalistischen Regierung, welche mit Nazi-Ideologien sympathisieren? Genau deswegen würde Russland und China einen großen Bogen machen.

  8. #15388
    Avatar von Achillis TH

    Registriert seit
    29.12.2011
    Beiträge
    10.457
    Zitat Zitat von Hellenic-Pride Beitrag anzeigen
    Die Versöhnungspolitik wurde schon lange vor dem Euro begraben ... Rüstungsindustrien, Ölkonzerne ... Hauptsache Exporte und massige Einnahmen sichern, auf Kosten anderer. Man kann es jedoch drehen und wenden wie man mag: Hier hat, seit dem Ausbruch der Griechenland-Krise, die deutsche Führungselite kläglich versagt. Man hätte die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen sollen (alte Regierungen) und an einer Lösung arbeiten sollen.
    Tja nur schade das Deutsche Firmen wie Siemens und Co auch Verurteilt werden müssen und außerdem hätte man kein Druckmittel mehr.

  9. #15389
    Avatar von Jannis

    Registriert seit
    23.01.2015
    Beiträge
    1.766
    Solche Konstrukte wie EU dienen nur Großkonzerne und Banken. Der Mensch ist dabei zweitrangig. Und mit TTIP wird das alles noch schlimmer...hoffe auf Spanien und Poldemos, dass die gewinnen, weil dann kann der Golem Schäuble und Merkel nichts mehr ausrichten...

  10. #15390
    Avatar von Dikefalos

    Registriert seit
    10.10.2010
    Beiträge
    11.025
    Zitat Zitat von Jannis Beitrag anzeigen
    Glaube kaum, dass Russland und China Griechenland widerstehen kann. Griechenlands ist die Tür zu Europa...außerdem sind die Chinesen schon mit einem Fuss drin...
    Hast du gestern das interview von Tsipras gesehen?Da hat er deutlich gesagt was mit Russland und China ist.

Ähnliche Themen

  1. Endlich gute Nachrichten aus Griechenland
    Von Kizil-Türk im Forum Politik
    Antworten: 275
    Letzter Beitrag: 09.02.2013, 18:30
  2. Nachrichten aus Kosova
    Von Feuerengel im Forum Politik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 16.10.2005, 13:34