BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.

Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.750 Antworten · 1.260.649 Aufrufe

  1. #15471
    Avatar von Nikos

    Registriert seit
    25.03.2013
    Beiträge
    6.943
    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Aber woher hätte Samaras das Geld nehmen sollen, um die Kreditraten in 2015 zu tilgen?
    Ich weiß es nicht. Jedenfalls würde es der Wirtschaft unter Samaras jetzt sicherlich besser gehen.

  2. #15472
    Avatar von Albokings24

    Registriert seit
    08.05.2012
    Beiträge
    4.741
    Beim Syriza Logo gefällt mir der Sozialistische Stern nicht.

  3. #15473
    Avatar von Jannis

    Registriert seit
    23.01.2015
    Beiträge
    1.766
    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Ich weiß es nicht. Jedenfalls würde es der Wirtschaft unter Samaras jetzt sicherlich besser gehen.
    Wenn man Xrisi Avgi Anhänger ist gefällt einem Samaras natürlich besser als Syriza...haha

  4. #15474
    Avatar von Nikos

    Registriert seit
    25.03.2013
    Beiträge
    6.943
    Zitat Zitat von Jannis Beitrag anzeigen
    Wenn man XA-Anhänger ist gefällt einem Samaras natürlich besser als Syriza [...]
    Ich bin kein XA-Anhänger, aber ich teile viele ihrer politischen Positionen.

  5. #15475

    Registriert seit
    23.03.2012
    Beiträge
    970


    Zitat Zitat von Albokings24 Beitrag anzeigen
    Beim Syriza Logo gefällt mir der Sozialistische Stern nicht.
    War doch eine schöne Zeit für alle Genossen...


  6. #15476
    Avatar von Hellenic-Pride

    Registriert seit
    08.05.2008
    Beiträge
    7.353
    Zitat Zitat von Temeteron Beitrag anzeigen
    Aber sind wir mal ehrlich!

    Was hätte er machen sollen? Er wurde mit Grexit und Zypern Maßnahme gedroht. Für was hättet ihr euch entschieden? Denn ihr vergesst eines! Die Griechen wollen die Drachme nicht, denn ansonsten wars des mit Apple und technischen Schnick Schnacks.

    So ehrlich müssen wir auch zu uns sein, denn aus Deutschland ist es immer einfach zu sagen: Grexit!
    Die Frage ist doch, was wichtiger wäre ... Technischer Schnick Schnack oder die Mögclichkeit unabhängige Wirtschaft zu betreiben und somit eventuell Einnahmen zu sichern?

  7. #15477
    Avatar von babyblue

    Registriert seit
    31.05.2014
    Beiträge
    3.103
    Ein guter Artikel in der Zeit von S. Zizek.



    In Athen kursiert derzeit eine neue Version dieses Witzes. Ein junger Grieche sucht das australische Konsulat in Athen auf und fragt nach einem Arbeitsvisum. "Warum wollen Sie Griechenland verlassen?", fragt der Beamte. "Aus zwei Gründen", antwortet der Grieche. "Erstens befürchte ich, dass Griechenland die EU verlassen wird, was zu noch mehr Armut und Chaos im Land führen wird ..." – "Aber", unterbricht ihn der Beamte, "das ist totaler Unsinn, Griechenland wird in der EU bleiben und sich der Finanzdisziplin unterwerfen!" – "Tja", entgegnet der Grieche ruhig, "das ist mein zweiter Grund."

    Die Tatsache, dass sich in den Verhandlungen zwischen Griechenland und den EU-Verwaltern eine Kompromissformel immer im allerletzten Moment verflüchtigt hat, ist an sich schon höchst bezeichnend. Es geht nicht mehr wirklich um finanzielle Meinungsverschiedenheiten – auf dieser Ebene unterscheiden sich die Positionen nur noch minimal. Die EU beschuldigt Griechenland in der Regel, lediglich Allgemeinplätze zu verbreiten und vage Versprechen ohne belastbare Details zu machen, während Griechenland der EU vorwirft, dass diese selbst kleinste Details zu kontrollieren versuche und dem Land Bedingungen auferlege, die noch rigoroser seien als die, die sie der Vorgängerregierung aufgebürdet habe.
    Hinter diesen Vorhaltungen steckt jedoch ein ganz anderer, viel tieferer Konflikt. Der griechische Premier Alexis Tsipras bemerkte unlängst, wenn er sich allein mit Angela Merkel zum Abendessen träfe, hätten beide binnen zwei Stunden eine Lösung gefunden. Er wollte damit sagen, dass Merkel und er, zwei Politiker, den Streit als einen politischen behandeln würden, im Unterschied zu technokratischen Verwaltern wie dem Kopf der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem. Wenn es in dieser ganzen Geschichte einen Bösewicht gibt, dann ist es Dijsselbloem mit seinem Motto: "Wenn ich die Dinge erst einmal von ihrer ideologischen Seite nehme, erreiche ich nichts mehr."
    Auch die EU-Technokraten folgen einer Ideologie – nur einer anderen

    Damit kommen wir zur Krux des Ganzen: Tsipras und Varoufakis reden, als seien sie Teil eines offenen politischen Prozesses, in dem letztlich "ideologische" (auf normativen Präferenzen beruhende) Entscheidungen getroffen werden müssten. Die EU-Technokraten reden, als ob es sich bei alldem um eine Frage detaillierter regulatorischer Maßnahmen handelte, und wenn die Griechen diese Haltung ablehnen und grundsätzlichere politische Fragen aufwerfen, wirft man ihnen vor, sie würden lügen und sich vor konkreten Lösungen drücken. Die Wahrheit ist hier eindeutig auf der griechischen Seite: Dijsselbloems Verleugnung der "ideologischen Seite" ist Ideologie in Reinkultur, sie gibt Entscheidungen, die effektiv politisch-ideologisch begründet sind, fälschlich als Regulierungsmaßnahmen aus.

    Aufgrund dieser Asymmetrie wirkt der "Dialog" zwischen Tsipras oder Varoufakis und ihren EU-Partnern oft wie das Gespräch zwischen einem jungen Studenten, der ernsthaft über Grundsatzfragen diskutieren möchte, und einem arroganten Professor, der diese Themen in seinen Antworten beschämenderweise ignoriert und den Studenten wegen technischer Mängel ausschilt: "Das ist nicht korrekt formuliert! Diese Regel haben Sie nicht berücksichtigt!" Oder gar wie der Wortwechsel zwischen einer vergewaltigten Frau, die verzweifelt berichten will, was ihr widerfahren ist, und einem Polizisten, der sie ständig mit Fragen nach bürokratischen Details unterbricht. Diese Umstellung von der eigentlichen Politik auf eine neutrale Expertenverwaltung zeichnet unseren gesamten politischen Prozess aus: Strategische, machtbasierte Entscheidungen werden zunehmend als administrative Regulierungen ausgegeben, die auf neutralem Expertenwissen beruhen sollen. Und sie werden immer öfter hinter verschlossenen Türen ausgehandelt und ohne demokratische Beteiligung durchgesetzt.

    .....Aus den Reaktionen des europäischen Establishments auf das angekündigte griechische Referendum schält sich langsam ein Ideal heraus, das die Überschrift eines Kommentars von Gideon Rachman in der Financial Times auf den Punkt bringt: "Europas schwächstes Glied sind seine Wähler". In dieser idealen Welt entledigt sich Europa seines "schwächsten Glieds", und die Experten bekommen die Macht, die notwendigen ökonomischen Maßnahmen direkt durchzusetzen – sofern noch Wahlen stattfinden, besteht ihre einzige Funktion darin, den Konsens der Experten zu bestätigen.

    Der Artikel ist sehr lang, aber wirklich sehr interessant: Griechenland-Referendum: Was ist jetzt noch links? | ZEIT ONLINE

  8. #15478

    Registriert seit
    23.03.2012
    Beiträge
    970
    EZB erhöht Ela-Nothilfen um 900 Millionen Euro

    - - - Aktualisiert - - -

    Eurogroup billigt unter Vorbehalt neues Programm:

    "The Eurogroup welcomes the adoption by the Greek Parliament of all the commitments specified in the Euro Summit statement of 12 July. On the basis of a positive assessment by the institutions, which concluded that the authorities have implemented the first set of four measures in a timely and overall satisfactory manner and which confirmed that the Euro Summit statement has been included in the preamble to the implementing law adopted by the Greek parliament, we reached today a decision to grant in principle a 3-year ESM stability support to Greece, subject to the completion of relevant national procedures. Upon the completion of the relevant national procedures and the formal decision by the ESM Board of Governors expected by the end of this week, the institutions would be entrusted with the task of swiftly negotiating a Memorandum of Understanding (MoU) detailing the policy conditionality attached to the financial assistance facility. The Eurogroup calls on the Greek authorities to swiftly adopt the second set of measures by 22 July as foreseen in the Euro Summit statement, and update the legislation related to the first set of measures consistent with the recommendations made by the institutions in their compliance report."

    ESM / EFSF and Greece

  9. #15479
    Avatar von Temeteron

    Registriert seit
    22.05.2013
    Beiträge
    829
    Zitat Zitat von Hellenic-Pride Beitrag anzeigen
    Die Frage ist doch, was wichtiger wäre ... Technischer Schnick Schnack oder die Mögclichkeit unabhängige Wirtschaft zu betreiben und somit eventuell Einnahmen zu sichern?
    Ich behaupte mal ganz frech, dass technischer Schnick Schnack, die Bevölkerung für wichtiger erachtet aus folgendem Grund:

    Ein Rückfall des Lebensstandards nimmt keiner so leicht hin, vor allem nicht wenn man sich schön daran gewöhnt hat. Kannst du dir ein Griechenland vorstellen wie zu den 70ern?
    Die heutige Generation ist doch total verwöhnt im Zeitalter des Facebooks und Apple.

    Schwierige Entscheidung, man sollte da ein Referendum abhalten, was die Bevölkerung will.

  10. #15480
    Avatar von Jannis

    Registriert seit
    23.01.2015
    Beiträge
    1.766
    Weiss jemand woher man die ganzen Reden der griechischen Politiker aufrufen kann? Will ein paar Videos hochladen für unsere guten Freunde aus Deutschland mit Untertiteln...

Ähnliche Themen

  1. Endlich gute Nachrichten aus Griechenland
    Von Kizil-Türk im Forum Politik
    Antworten: 275
    Letzter Beitrag: 09.02.2013, 18:30
  2. Nachrichten aus Kosova
    Von Feuerengel im Forum Politik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 16.10.2005, 13:34