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Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.674 Antworten · 1.258.585 Aufrufe

  1. #16091
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Das war kein Bluff. Griechenland macht ca. 2,5% des eurozonischen BIP aus. Samt seiner Überschuldung sind das maximal ca. 4% seines BIP, welches die Eurozone im Falle eines Grexit verlieren würde. Schmerzhaft, aber verkraftbar. Für Griechenland stand weitaus mehr auf dem Spiel.
    Und genau darum gings, Weil man wusste, dass Tsipras alles unterschreiben wird nur nicht einen Grexit oder ein Scheitern der Verhandlungen zulassen kann. Das war eingesetzt von Schäuble, sich in möglichst starke Verhandlungsposition zu bringen um Tsipras das härtest mögliche abpressen zu können. Wie es dann auch kam.

  2. #16092
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Temeteron Beitrag anzeigen
    Ist ein Bluff, weil keiner jmd. rausschmeissen kann.
    Wenn die griechischen Banken zu machen, weil sie kein Geld mehr haben, muss Europa entweder neues Geld geben, oder Griechenland druckt sein eigenes. Oder die Banken bleiben zu, aber das ist nicht wirklich eine Alternative

  3. #16093
    Avatar von Temeteron

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Wenn die griechischen Banken zu machen, weil sie kein Geld mehr haben, muss Europa entweder neues Geld geben, oder Griechenland druckt sein eigenes. Oder die Banken bleiben zu, aber das ist nicht wirklich eine Alternative
    Tja, darum der Schrecken Varoufakis. Der wollte ja keinen "offiziellen" Grexit.

    Endlich, hast du es begriffen

  4. #16094
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Temeteron Beitrag anzeigen
    Tja, darum der Schrecken Varoufakis. Der wollte ja keinen "offiziellen" Grexit.

    Endlich, hast du es begriffen
    Ich weiß nicht genau, ob du weißt, was ein Bluff ist. Ein Bluff ist, wenn du so tust, als ob du zwei Asse auf der Hand hast, aber in Wahrheit hast du eine 2 und eine 7. Ein Bluff ist wenn du eine Bank mit einer Spielzeugpistole überfällst.

    Schäuble hat nicht geblufft, denn hätte Tsipras das Angebot nicht wahrgenommen, wäre Griechenland wirklich aus dem Euro geflogen. Schäuble hat nicht nur so getan, als ob er zwei Asse auf der Hand hat, sondern er hatte sie wirklich.

    Der einzige, der hier geblufft hat war Varoufakis, weil er dachte er könne Europa mit einem Grexit "drohen". Europa war sich aber den Folgen eines Grexit bewusst, und hat entschieden, dass man das verkraften kann. Der Bluff war aufgeflogen, und dafür hat man die griechische Wirtschaft gegen die Wand gefahren

  5. #16095
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Und genau darum gings, Weil man wusste, dass Tsipras alles unterschreiben wird nur nicht einen Grexit oder ein Scheitern der Verhandlungen zulassen kann. Das war eingesetzt von Schäuble, sich in möglichst starke Verhandlungsposition zu bringen um Tsipras das härtest mögliche abpressen zu können. Wie es dann auch kam.
    Tsipras hat die Situation einfach falsch eingeschätzt und dachte die Drohung mit den Märkten würde wie am Anfang der Krise ziehen. Nach fünf Jahren wusste man aber dass ein Ausscheiden Griechenlands von den Märkten gar erwartet wurde.

  6. #16096
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Und genau darum gings, Weil man wusste, dass Tsipras alles unterschreiben wird nur nicht einen Grexit oder ein Scheitern der Verhandlungen zulassen kann. Das war eingesetzt von Schäuble, sich in möglichst starke Verhandlungsposition zu bringen um Tsipras das härtest mögliche abpressen zu können. Wie es dann auch kam.
    Und was ist daran jetzt geblufft gewesen? Hätte Tsipras nicht angenommen, Schäuble hätte nichts dagegen gehabt, wenn Griechenland den Euroraum verlässt.

  7. #16097
    Avatar von Temeteron

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht genau, ob du weißt, was ein Bluff ist. Ein Bluff ist, wenn du so tust, als ob du zwei Asse auf der Hand hast, aber in Wahrheit hast du eine 2 und eine 7. Ein Bluff ist wenn du eine Bank mit einer Spielzeugpistole überfällst.

    Schäuble hat nicht geblufft, denn hätte Tsipras das Angebot nicht wahrgenommen, wäre Griechenland wirklich aus dem Euro geflogen. Schäuble hat nicht nur so getan, als ob er zwei Asse auf der Hand hat, sondern er hatte sie wirklich.

    Der einzige, der hier geblufft hat war Varoufakis, weil er dachte er könne Europa mit einem Grexit "drohen". Europa war sich aber den Folgen eines Grexit bewusst, und hat entschieden, dass man das verkraften kann. Der Bluff war aufgeflogen, und dafür hat man die griechische Wirtschaft gegen die Wand gefahren
    Deutschland allein kann niemanden rausschmeissen, jetzt zum 2x Mal.

    Wer sagt den, dass Varoufakis geblufft hat? Sein Ziel war immer eine Parallelwährung, mit der neuen Drachme und dem Euro.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Und was ist daran jetzt geblufft gewesen? Hätte Tsipras nicht angenommen, Schäuble hätte nichts dagegen gehabt, wenn Griechenland den Euroraum verlässt.
    Ja, Schäuble. Aber andere schon.

  8. #16098
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Und was ist daran jetzt geblufft gewesen? Hätte Tsipras nicht angenommen, Schäuble hätte nichts dagegen gehabt, wenn Griechenland den Euroraum verlässt.
    Weil es niemals deutsche politische Linie war. Wie sich ja auch heraus gestellt hat, Merkel wollte und will keinen Grexit. Das dürfte Schäuble gewusst haben aber nicht unbedingt die Griechen. Die konnten nur darauf spekulieren, ob das von ihr abgesegnet war oder nicht. Denn die Richtlinien zu deutscher Politik gibt auch per GG immer noch der Bundeskanzler vor.

  9. #16099
    Avatar von Temeteron

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Tsipras hat die Situation einfach falsch eingeschätzt und dachte die Drohung mit den Märkten würde wie am Anfang der Krise ziehen. Nach fünf Jahren wusste man aber dass ein Ausscheiden Griechenlands von den Märkten gar erwartet wurde.
    Die privaten Gläubiger sind größenteils weg wg. dem "Rettungspaket". Schade, dass der Lobbyismus keine Marktreinigung zulässt. Die wollen doch Kapitalismus, dann lass sie doch nach den Kapital Regeln laufen..

  10. #16100
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Varoufakis war Spieletheoretiker. Es gibt auch Akademiker, die sich auf fiskal- und geldpolitische Fragen spezialisieren. Varoufakis gehört nicht zu diesen. Die Berater der Eurogruppe hingegen schon. Ich habe sogar mehrmals Varoufakis sagen gehört, Griechenland hätte keinen Exportsektor, was falsch ist, da Tourismus als Exportsektor gilt, da er sich makroökonimisch fast identisch verhält.

    Aber das ist ohnehin zweitrangig, weil die Politik sowieso nicht sonderlich auf akademische Berater hört, da sich deren Ratschläge meistens nicht umsetzen lassen.
    Nach dem Erwerb der Hochschulreife an der Privatschule Moraitis in Athen studierte VaroufakisWirtschaftsmathematik an der Universität Essex[4] und mathematische Statistik an der Universität Birmingham. Zwischen 1983 und 1985 lehrte er zunächst in Essex, wo er zwei Jahre später in Ökonomie promoviert wurde. Von 1986 bis 1988 war er Fellow und Lehrkraft an der Universität Cambridge. Zudem dozierte er an den Universitäten von East Anglia, Glasgow und Sydney, bevor er im September 2000 als Professor für Ökonomie an die Nationale und Kapodistrias-Universität Athen berufen wurde. Ab 2013 lehrte er als Gastprofessor an der Lyndon B. Johnson School of Public Affairs der Universität Texas in Austin.[5]

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