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Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.884 Antworten · 1.263.994 Aufrufe

  1. #16251
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Es gibt wohl nichts in der öffentlichen Diskussion über die Eurokrise, was mich so sehr abstößt, als die ständige Wiederholung dieser Lüge. Warum hat es in Irland so gut funktioniert, und warum in den anderen Krisenländern außer Griechenland ebenfalls? Liegt es wirklich an der Rezeptur, oder vielleicht doch an Griechenland?!

    Ansonsten ist der Artikel nichts weiter als emotionale Phrasen ohne Substanz. Es geht nicht um ein "deutsches Europa", ein "europäisches Deutschland", einen "hässlichen" oder "schönen" Deutschen. Aber dieser Politiker gehörte ja genau zu diesen, die Griechenland mit ins Boot geholt haben, obwohl sie wahrscheinlich ganz genau wussten, dass die Griechen ihre Zahlen verfälschen. Ökonomische Wahrheiten sind ihm egal. Hauptsache man hatte gute Intentionen. Was dann dabei hinten rauskommt ist egal.

    Es geht nicht um ein deutsches Europa, sondern um ein Europa, welches Bestand hat. Im Klartext formuliert fordern Fischer und diese ganzen anderen Kritiker (v.a. amerikanische Ökonomen): Deutschland kriegt doch immer noch so billig Geld, wie es die PIGS damals gekriegt haben. Wieso benutzt Deutschland dieses Geld nicht, um genau solche bubble-economies aufzupumpen?

    Bei den amerikanischen Ökonomen steckt mit Sicherheit Kalkül dahinter. Bei Fischer wohl tatsächlich pure Ignoranz, Selbstverliebtheit, und Emotionalität.

    Fischer sagt, Deutschland soll sich gefälligst weiterhin ausnehmen lassen, schließlich hat man ja die Weltkriege begonnen (er formuliert es nur anders). Er erkennt aber nicht, dass das kein Konzept ist, auf dem Europa dauerhaft funktionieren kann, denn irgendwann ist die Kuh Deutschland ausgemolken -weil sie nicht mehr will, oder weil sie nicht mehr kann- und dann war es das mit Europa.

    Dass so ein Satz aus deiner Feder stammt, ist bezeichnend.

    Die Ökonomie ist keine Religion! Aber angeblich eine Wissenschaft...

    Warum stellst du hier nicht allen deine angelernten Annahmen zur Verfügung, die quasi die Basis dafür bilden, wie du argumentierst?

  2. #16252
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von El Mero Mero Beitrag anzeigen
    Von zu Starken Lohnsenkungen hamte ich nichts da die Lebensqualität nicht genügend sein wird, ausserden wird es dann Schwierig Produkte in GR zu Verkaufen wenn Jedem das Nötige Kleingeld dazu Fehlt. Und ein Unternehmen muss seine Mitarbeiter auch Respektierlich behandeln.
    Du hast keinen Anspruch auf die Lebensqualität deiner Wahl. Anstatt dafür zu protestieren, dass es aufhören sollte zu regnen, solltest du deine Zeit lieber nutzen dir eine Unterkunft zu organisieren. Lösungs- und Konsensorientiertes Denken gibt es in Griechenland aber nicht.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von babyblue Beitrag anzeigen
    Dass so ein Satz aus deiner Feder stammt, ist bezeichnend.

    Die Ökonomie ist keine Religion! Aber angeblich eine Wissenschaft...

    Warum stellst du hier nicht allen deine angelernten Annahmen zur Verfügung, die quasi die Basis dafür bilden, wie du argumentierst?
    Wenn du den Text verstanden hättest, dann würdest du diese Frage nicht stellen. Ein Europa der Umverteilung funktioniert nur solange es etwas gibt, was sich umverteilen lässt. Wenn Deutschland nicht mehr möchte oder kann (vor nicht allzulanger Zeit befand sich Deutschland noch in einer ökonomischen Abwärtsspirale), dann war es das mit diesem Europa.

  3. #16253
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Ich sage euch, der Grexit ist die einzige Lösung. In der Eurogruppe kann Griechenland nicht Fuß fassen.
    Aber Spanien, Italien, Portugal können das? Ich glaube nicht. Auch da wird der Knall noch kommen.

    Der Euro war ein ungeborenes Kind in einer EU, die viel versprochen aber nichts halten konnte. Ganz einfach. Ein deutliches Ja zur EU, aber der Euro hätte nicht kommen müssen. Es war nicht Deutschland, das den Euro unbedingt wollte, es war Frankreich. Und zwar weil die DM der Anker war. Heute ist klar warum.

    Mit der EU ist es doch im Großen so wie mit den alten und neuen Bundesländern im kleinen heute. Der ehemalige Osten ist nach über 20 Jahren Einheit (!) noch immer nicht wettbewerbsfähig und deswegen werden Bundesländer wie Bayern, BaWü, etxc. immer noch zur Kasse gebeten. Transferstaat. Es gibt bis heute keine wirkliche Einheit, unter anderem auch weil es keine gleichen Standards gibt und auch nicht geben kann.

  4. #16254

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Du hast keinen Anspruch auf die Lebensqualität deiner Wahl. Anstatt dafür zu protestieren, dass es aufhören sollte zu regnen, solltest du deine Zeit lieber nutzen dir eine Unterkunft zu organisieren. Lösungs- und Konsensorientiertes Denken gibt es in Griechenland aber nicht.

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    Wenn du den Text verstanden hättest, dann würdest du diese Frage nicht stellen. Ein Europa der Umverteilung funktioniert nur solange es etwas gibt, was sich umverteilen lässt. Wenn Deutschland nicht mehr möchte oder kann (vor nicht allzulanger Zeit befand sich Deutschland noch in einer ökonomischen Abwärtsspirale), dann war es das mit diesem Europa.
    Ich finde es eigentlich nicht sehr Gut das sich Arbeinehmer mit allem Zufrieden geben müssen auch wenn sie dann Schwierigkeiten haben ein Normales Leben zu Führen. Ausserdem ist das was du so sagst eine Umverteilung des Geldes von Unten nach Oben das sollte Gestoppt werden denn erst so beginnt die Abwärstspirsle erst richtig.

  5. #16255
    Avatar von liberitas

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Die griechischen Gewerkschaften streiken jegliche Lohnsenkung zu Tode. Resultat ist, dass die Unternehmen pleite gehen und die Arbeiter ihre Jobs verlieren. Die Gewerkschaften zu reformieren, sodass den Unternehmen mehr Spielraum gewährt wird wäre z.B. ein großer Punkt, wie Griechenland sein Beschäftigungsproblem lösen könnte.
    Die Unternehmen sind meist Kleinunternehmer, die halten sich an keine Streiks. An den Streiks beteiligen sich Beamte und ab und an Apotheker. Die Jobs gehen verloren weil die Menschen kein Geld haben um sich etwas zu kaufen. Große Firmen sind nach Bulgarien gewandert, Jobs weg.

    Griechenland kennst Du anscheinend nur von Ansichtskarten.

  6. #16256
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    Die Unternehmen sind meist Kleinunternehmer, die halten sich an keine Streiks. An den Streiks beteiligen sich Beamte und ab und an Apotheker. Die Jobs gehen verloren weil die Menschen kein Geld haben um sich etwas zu kaufen. Große Firmen sind nach Bulgarien gewandert, Jobs weg.

    Griechenland kennst Du anscheinend nur von Ansichtskarten.
    Tja, da freuen sich die Bulgaren. Was machen die denn besser, als die Griechen?

  7. #16257
    JazzMaTazz
    Der TagVaroufakis: "Meine Mutter war in einer rechtsradikalen Terrororganisation"

    Yanis Varoufakis sagt wieder Sachen. Diesmal dem Magazin "Stern": Sein Vater sei im Bürgerkrieg jahrelang in einem Straflager gewesen, weil er sich weigerte, Kommunisten zu denunzieren, plaudert der griechische Ex-Finanzminister aus. Seine Mutter sei Mitglied einerrechtsradikalen Terrororganisation gewesen und habe alle Linken gehasst. Ihre Aufgabe war es, Varoufakis' Vater zu bespitzeln. So hätten sie sich kennengelernt. Schatz, ich habe Dich übrigens bespitzelt. Kann auch nicht jeder sagen.
    Apropos Varoufakis: Kollege Jan Gänger freut sich gerade über Post. Nein, Herr Varoufakis singt nicht auf dieser CD. Er erzählt lieber was. Schade eigentlich. Wir hätten da schon eine tolle Hitliste im Kopf gehabt.





    http://www.n-tv.de/der_tag/Varoufakis-Meine-Mutter-war-in-einer-rechtsradikalen-Terrororganisation-article15617991.html

  8. #16258
    Avatar von Toruko-jin

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    15.172
    Aber Spanien, Italien, Portugal können das?
    Bei Spanien und Italien bin ich optimistisch aber bei Portugal sehe ich ebenfalls keinen guten Ausgang. Wenn Länder wie Portugal diszipliniert Haushalt führen, werden sie iwie in der Eurozone rumdümpeln.

    In Spanien sind es die Fehlinvestitionen in der Baubranche und in Italien die zu hohe Verschuldung. Man bekommt diese Probleme mit Reformen schon in den Griff, allerdings ist die Fehlkonstruktion der Währungsunion damit nicht beseitigt.

    Der Euro war ein ungeborenes Kind in einer EU, die viel versprochen aber nichts halten konnte. Ganz einfach. Ein deutliches Ja zur EU, aber der Euro hätte nicht kommen müssen. Es war nicht Deutschland, das den Euro unbedingt wollte, es war Frankreich. Und zwar weil die DM der Anker war. Heute ist klar warum.
    Es ist die erste Krise seit Gründung des Euros und damit ein Präzedenzfall. Viele Politiker sind noch sehr emotional, wenn es um den Euro geht, denn sie sehen das Scheitern Europas kommen, sobald die Währungsunion scheitert. Ich halte ein Zusammenwachsen der EU zu "den Vereinigten Staaten Europas" für illusorisch. Die Länder sind kulturell vielleicht recht zusammengewachsen aber immer noch zu souverän. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass ein Fankreich so viel Souveränität abgibt, dass man solche Konstrukte wie Armee, Währung etc. erfolgreich umsetzen könnte.

    Mit der EU ist es doch im Großen so wie mit den alten und neuen Bundesländern im kleinen heute. Der ehemalige Osten ist nach über 20 Jahren (!) noch immer nicht wettbewerbsfähig und deswegen werden Bundesländer wie Bayern, BaWü, etxc. immer noch zur Kasse gebeten. Transferstaat. Es gibt bis heute keine wirkliche Einheit, unter anderem auch weil es keine gleichen Standards gibt und auch nicht geben kann.
    Sehe ich ähnlich. In Deutschland funzt das nur, weil es innerhalb eines Landes funktioniert, europaweit sind die Gräben einfach zu tief.

    Europa wird eine solide Basis finden aber davor wird man einige Rückschläge verkraften müssen.

  9. #16259
    Avatar von liberitas

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Tja, da freuen sich die Bulgaren. Was machen die denn besser, als die Griechen?
    Die machen gar nichts besser, produzieren ist dort billiger und der "normale" Bürger hat nichts zu beissen.
    Genau so wurde der Westen Deutschlands reich, im Osten wurde billig produziert und das Zeug dann in den Westen verkauft.

  10. #16260
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    Die machen gar nichts besser, produzieren ist dort billiger und der "normale" Bürger hat nichts zu beissen.
    Genau so wurde der Westen Deutschlands reich, im Osten wurde billig produziert und das Zeug dann in den Westen verkauft.
    Sieht ja fast so aus, als hätten sich die Rahmenbedingungen für die griechische Volkswirtschaft geändert. Man kann entweder den alten Zeiten nachtrauern, oder die Strukturen so reformieren, dass man auch unter den neuen Rahmenbedingungen gut zurecht kommt.

    Oder man beschimpft Schäuble, dann ist wenigstens der Frust für kurze Zeit weg.

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