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Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.750 Antworten · 1.260.393 Aufrufe

  1. #16261
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Sieht ja fast so aus, als hätten sich die Rahmenbedingungen für die griechische Volkswirtschaft geändert. Man kann entweder den alten Zeiten nachtrauern, oder die Strukturen so reformieren, dass man auch unter den neuen Rahmenbedingungen gut zurecht kommt.

    Oder man beschimpft Schäuble, dann ist wenigstens der Frust für kurze Zeit weg.
    Du schreibst ja über die Schicksale der Menschen als wären es iwelche Schaufensterpuppen. Man weiß schon, dass Fehler gemacht wurden, nur muss man das nicht immer wiederholen, dadurch wird es nicht besser. Das grenzt schon an Menschenverachtung.

  2. #16262
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Du schreibst ja über die Schicksale der Menschen als wären es iwelche Schaufensterpuppen. Man weiß schon, dass Fehler gemacht wurden, nur muss man das nicht immer wiederholen, dadurch wird es nicht besser. Das grenzt schon an Menschenverachtung.
    Und wie viele tragische Schicksale wurden von Tsipras und Co. verursacht, Realitätsverleugnern wie aus dem Bilderbuch? Gut gemeint und gut gemacht sind zwei sehr unterschiedliche Dinge. Die Griechen sollten weniger auf die hören die es gut mit ihnen meinen, und mehr auf die, die es gut machen.

    Im Übrigens ist mitnichten so, dass man in der griechischen Öffentlichkeit eigene Fehler einsieht. Noch nie war die Verlagerung auf den Westen so stark wie im Moment.

  3. #16263
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    Die machen gar nichts besser, produzieren ist dort billiger und der "normale" Bürger hat nichts zu beissen.
    Genau so wurde der Westen Deutschlands reich, im Osten wurde billig produziert und das Zeug dann in den Westen verkauft.
    Mit Bulgarien hast Du natürlich recht, aber mit dem Osten Deutschlands war es genau umgekehrt: Die Industrie dort wurde zerschlagen (Stichwort Treuhand), um sich unliebsame Konkurrenz vom Hals zu schaffen! So brauchter der "Westen" nur mehr zu produzieren, um den erweiterten Absatmarkt zu bedienen...



    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Sieht ja fast so aus, als hätten sich die Rahmenbedingungen für die griechische Volkswirtschaft geändert. Man kann entweder den alten Zeiten nachtrauern, oder die Strukturen so reformieren, dass man auch unter den neuen Rahmenbedingungen gut zurecht kommt.

    Oder man beschimpft Schäuble, dann ist wenigstens der Frust für kurze Zeit weg.
    Ganz richtig, da muss man nur die gesetzlichen Mindestlöhne in der EU betrachten:

    ? Gesetzliche Mindestlöhne in Ländern Europas 2015 | Statistik

    ...und staunen...

  4. #16264
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Und wie viele tragische Schicksale wurden von Tsipras und Co. verursacht, Realitätsverleugnern wie aus dem Bilderbuch? Gut gemeint und gut gemacht sind zwei sehr unterschiedliche Dinge. Die Griechen sollten weniger auf die hören die es gut mit ihnen meinen, und mehr auf die, die es gut machen.

    Im Übrigens ist mitnichten so, dass man in der griechischen Öffentlichkeit eigene Fehler einsieht. Noch nie war die Verlagerung auf den Westen so stark wie im Moment.
    Wenn alles um dich herum zusammenfällt, suchst du auch einen Schuldigen. Selbstkritik ist nicht die Stärke der Südländer, der Griechen schon gar nicht. Griechenland ist ein klassischer Fall eines failed states. Fallen lassen darf man sie trotzdem nicht.

    Was sollen die Menschen auch groß machen? Sie haben eine Alternative gesucht und in ihrer Frustration die Syriza gefunden. Wie auch in anderen Teilen der Welt glauben sie auch das, was man ihnen vorsetzt.

    - - - Aktualisiert - - -

    Mit Bulgarien hast Du natürlich recht, aber mit dem Osten Deutschlands war es genau umgekehrt: Die Industrie dort wurde zerschlagen (Stichwort Treuhand), um sich unliebsame Konkurrenz vom Hals zu schaffen! So brauchter der "Westen" nur mehr zu produzieren, um den erweiterten Absatmarkt zu bedienen...
    Na ja, viel gab es ohnehin nicht mehr, nachdem der große Bruder der DDR die SU auseinandergebrochen ist und dann haben die natürlich alles mitgenommen, was iwie brauchbar war, sogar die Waschbeckenröhre

    Aber ja, du hast Recht...

  5. #16265
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Bei Spanien und Italien bin ich optimistisch aber bei Portugal sehe ich ebenfalls keinen guten Ausgang. Wenn Länder wie Portugal diszipliniert Haushalt führen, werden sie iwie in der Eurozone rumdümpeln.
    Rumdümpeln geht nur eine gewisse Zeit. In Spanien ist die Judendarbeitslosigkeit größer als in Griechenland. Das wird nicht mehr lange gutgehen.

    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    In Spanien sind es die Fehlinvestitionen in der Baubranche und in Italien die zu hohe Verschuldung. Man bekommt diese Probleme mit Reformen schon in den Griff, allerdings ist die Fehlkonstruktion der Währungsunion damit nicht beseitigt.
    Das ist schon ein bisschen einfach gedacht. Spanien hatte weit mehr zu bieten als die Baubranche, die ganze Agrarwirtschaft, neben dem Tourismus eine der größten Einnahmequellen oder der Marmor, wie in Griechenland übrigens, alles Dinge, die nicht mehr laufen.

    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Es ist die erste Krise seit Gründung des Euros und damit ein Präzedenzfall. Viele Politiker sind noch sehr emotional, wenn es um den Euro geht, denn sie sehen das Scheitern Europas kommen, sobald die Währungsunion scheitert. Ich halte ein Zusammenwachsen der EU zu "den Vereinigten Staaten Europas" für illusorisch. Die Länder sind kulturell vielleicht recht zusammengewachsen aber immer noch zu souverän. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass ein Fankreich so viel Souveränität abgibt, dass man solche Konstrukte wie Armee, Währung etc. erfolgreich umsetzen könnte.
    Nein, Griechenland ist nicht die erste Krise des Euros. Die erste Krise ist der Euro an sich. Auch in Deutschland. Es gab Branchen da wurden DM und Euro eins zu eins umgesetzt. Oder kannst du dich daran erinnern für ein Brot acht Mark beim Bäcker bezahlt zu haben? Nur als ein Beispiel. Die Löhne sind im Vergleich nicht gestiegen. Noch schlimmer: es werden in Deutschland ganze Branchen kaputt gemacht. Möbelindustrie zum Beispiel.

    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Sehe ich ähnlich. In Deutschland funzt das nur, weil es innerhalb eines Landes funktioniert, europaweit sind die Gräben einfach zu tief.

    Europa wird eine solide Basis finden aber davor wird man einige Rückschläge verkraften müssen.
    Es funktioniert in Deutschland aber nicht. Was glaubst du warum es im ehemaligen Osten so ausländerfeindlich zugeht? Warum Tafeln und Pfandringe zum "Lebensstandard" gehören? Warum die Arbeitslosenstatistik immer besser ausfällt, nur weil Aufstockerjobs mitgenommen werden?

    Europa hat alles im Moment, aber keine solide Basis. Wäre das so, dann würden EU Staaten nicht über den Austritt diskutieren oder ihn schon vollzogen haben. Beispiele muss ich jetzt nicht nennen? Die EU definiert sich aktuell hauptsächlich über Geld. Geld ist wichtig, keine Frage, aber eine harmonische Gemeinschaft ist so nicht zu erreichen. Streich mal deinem Kind ind deiner Familie das Taschengeld auf Jahre, oder so....

  6. #16266
    Avatar von liberitas

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Und wie viele tragische Schicksale wurden von Tsipras und Co. verursacht, Realitätsverleugnern wie aus dem Bilderbuch? Gut gemeint und gut gemacht sind zwei sehr unterschiedliche Dinge. Die Griechen sollten weniger auf die hören die es gut mit ihnen meinen, und mehr auf die, die es gut machen.

    Im Übrigens ist mitnichten so, dass man in der griechischen Öffentlichkeit eigene Fehler einsieht. Noch nie war die Verlagerung auf den Westen so stark wie im Moment.
    Gut gemacht bedeutet für dich, noch mehr Griechen suchen sich etwas zum Essen aus dem Müll, Kinder können nicht mehr geimpft werden, stark erhöhte Selbstmordraten, Kindersterblichkeit, keine Medikamente, Spitäler die für Spenden dankbar sein müssen, mir kommt das Kotzen.

  7. #16267
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von JazzMaTazz Beitrag anzeigen
    Der TagVaroufakis: "Meine Mutter war in einer rechtsradikalen Terrororganisation"

    Yanis Varoufakis sagt wieder Sachen. Diesmal dem Magazin "Stern": Sein Vater sei im Bürgerkrieg jahrelang in einem Straflager gewesen, weil er sich weigerte, Kommunisten zu denunzieren, plaudert der griechische Ex-Finanzminister aus. Seine Mutter sei Mitglied einerrechtsradikalen Terrororganisation gewesen und habe alle Linken gehasst. Ihre Aufgabe war es, Varoufakis' Vater zu bespitzeln. So hätten sie sich kennengelernt. Schatz, ich habe Dich übrigens bespitzelt. Kann auch nicht jeder sagen.
    Apropos Varoufakis: Kollege Jan Gänger freut sich gerade über Post. Nein, Herr Varoufakis singt nicht auf dieser CD. Er erzählt lieber was. Schade eigentlich. Wir hätten da schon eine tolle Hitliste im Kopf gehabt.





    http://www.n-tv.de/der_tag/Varoufakis-Meine-Mutter-war-in-einer-rechtsradikalen-Terrororganisation-article15617991.html

    Fällt dir nicht langsam der Zeigefinger ab? Deine Helden Grass oder Todenhöfer waren himself in diesen "Organisation" tätig bevor sie "aus Versehen" links wurden und trotzdem sind es deine Helden. mannmannmann.... . Da ist die böse westliche Presse wieder recht, ne?

  8. #16268
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Rumdümpeln geht nur eine gewisse Zeit. In Spanien ist die Judendarbeitslosigkeit größer als in Griechenland. Das wird nicht mehr lange gutgehen.



    Das ist schon ein bisschen einfach gedacht. Spanien hatte weit mehr zu bieten als die Baubranche, die ganze Agrarwirtschaft, neben dem Tourismus eine der größten Einnahmequellen oder der Marmor, wie in Griechenland übrigens, alles Dinge, die nicht mehr laufen.



    Nein, Griechenland ist nicht die erste Krise des Euros. Die erste Krise ist der Euro an sich. Auch in Deutschland. Es gab Branchen da wurden DM und Euro eins zu eins umgesetzt. Oder kannst du dich daran erinnern für ein Brot acht Mark beim Bäcker bezahlt zu haben? Nur als ein Beispiel. Die Löhne sind im Vergleich nicht gestiegen. Noch schlimmer: es werden in Deutschland ganze Branchen kaputt gemacht. Möbelindustrie zum Beispiel.



    Es funktioniert in Deutschland aber nicht. Was glaubst du warum es im ehemaligen Osten so ausländerfeindlich zugeht? Warum Tafeln und Pfandringe zum "Lebensstandard" gehören? Warum die Arbeitslosenstatistik immer besser ausfällt, nur weil Aufstockerjobs mitgenommen werden?

    Europa hat alles im Moment, aber keine solide Basis. Wäre das so, dann würden EU Staaten nicht über den Austritt diskutieren oder ihn schon vollzogen haben. Beispiele muss ich jetzt nicht nennen? Die EU definiert sich aktuell hauptsächlich über Geld. Geld ist wichtig, keine Frage, aber eine harmonische Gemeinschaft ist so nicht zu erreichen. Streich mal deinem Kind ind deiner Familie das Taschengeld auf Jahre, oder so....
    Jaja, blabla, früher war alles besser, pipapo.

    Vielleicht mehr Zeit darauf verwenden, darüber nachzudenken, was die Ursachen der Probleme sind, und was mögliche Lösungswege sind. Vor der bösen Agenda 2010 war die Arbeitslosigkeit in Deutschland bei 11% und Tendenz steigend. Eine langfristige Lösung dafür hatte kein Linker.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    Gut gemacht bedeutet für dich, noch mehr Griechen suchen sich etwas zum Essen aus dem Müll, Kinder können nicht mehr geimpft werden, stark erhöhte Selbstmordraten, Kindersterblichkeit, keine Medikamente, Spitäler die für Spenden dankbar sein müssen, mir kommt das Kotzen.
    Gut gemacht bedeutet das, was Irland vorgelegt hat.

  9. #16269
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Jaja, blabla, früher war alles besser, pipapo.

    Vielleicht mehr Zeit darauf verwenden, darüber nachzudenken, was die Ursachen der Probleme sind, und was mögliche Lösungswege sind. Vor der bösen Agenda 2010 war die Arbeitslosigkeit in Deutschland bei 11% und Tendenz steigend. Eine langfristige Lösung dafür hatte kein Linker.

    - - - Aktualisiert - - -



    Gut gemacht bedeutet das, was Irland vorgelegt hat.
    Lies doch einfach mal alles "blablabla" bevor du rumbläffst.

  10. #16270
    Avatar von liberitas

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Mit Bulgarien hast Du natürlich recht, aber mit dem Osten Deutschlands war es genau umgekehrt: Die Industrie dort wurde zerschlagen (Stichwort Treuhand), um sich unliebsame Konkurrenz vom Hals zu schaffen! So brauchter der "Westen" nur mehr zu produzieren, um den erweiterten Absatmarkt zu bedienen...





    Ganz richtig, da muss man nur die gesetzlichen Mindestlöhne in der EU betrachten:

    ? Gesetzliche Mindestlöhne in Ländern Europas 2015 | Statistik

    ...und staunen...
    Ich meinte als noch die Mauer stand.

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