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Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.872 Antworten · 1.263.690 Aufrufe

  1. #16271
    Avatar von Toruko-jin

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    Rumdümpeln geht nur eine gewisse Zeit. In Spanien ist die Judendarbeitslosigkeit größer als in Griechenland. Das wird nicht mehr lange gutgehen.
    Die niedrigen Zinsen waren schon verlockend. Ich habe da einfach ein gewisses Verständnis dafür. Ich sehe es nicht so schwarz wie du. Ich glaube, dass die Zahlen sich wieder fangen werden.

    Im Übrigen gibt es noch die Möglichkeit seinen Lebensweg innerhalb der EU frei zu wählen. Wenn ich mir Zahlen der Spanier in Berlin so anschaue, sehe ich die türkische Vormacht in Berlin echt gefährdet

    Die verdienen wieder Geld, investieren dieses in Spanien und das Rad dreht sich wieder einigermaßen.

    Das ist schon ein bisschen einfach gedacht. Spanien hatte weit mehr zu bieten als die Baubranche, die ganze Agrarwirtschaft, neben dem Tourismus eine der größten Einnahmequellen oder der Marmor, wie in Griechenland übrigens, alles Dinge, die nicht mehr laufen.
    Tja, wie man es dreht und wendet. Die letzten Jahre wurden die Möglichkeiten einer Generation zunichte gemacht. Da muss man jetzt durch.

    Nein, Griechenland ist nicht die erste Krise des Euros. Die erste Krise ist der Euro an sich. Auch in Deutschland. Es gab Branchen da wurden DM und Euro eins zu eins umgesetzt. Oder kannst du dich daran erinnern für ein Brot acht Mark beim Bäcker bezahlt zu haben? Nur als ein Beispiel. Die Löhne sind im Vergleich nicht gestiegen. Noch schlimmer: es werden in Deutschland ganze Branchen kaputt gemacht. Möbelindustrie zum Beispiel.
    Ich verstehe, was du meinst und ja ich halte die Euroeinführung für zu verfrüht, allerdings ist der Euro nun da und mit dieser Tatsache muss man sich abfinden.

    Es funktioniert in Deutschland aber nicht. Was glaubst du warum es im ehemaligen Osten so ausländerfeindlich zugeht? Warum Tafeln und Pfandringe zum "Lebensstandard" gehören? Warum die Arbeitslosenstatistik immer besser ausfällt, nur weil Aufstockerjobs mitgenommen werden?

    Europa hat alles im Moment, aber keine solide Basis. Wäre das so, dann würden EU Staaten nicht über den Austritt diskutieren oder ihn schon vollzogen haben. Beispiele muss ich jetzt nicht nennen? Die EU definiert sich aktuell hauptsächlich über Geld. Geld ist wichtig, keine Frage, aber eine harmonische Gemeinschaft ist so nicht zu erreichen. Streich mal deinem Kind ind deiner Familie das Taschengeld auf Jahre, oder so....
    Regionale Unterschiede gibt es überall und wird es auch immer geben. Solange es eine Transferunion gibt und Chancengleichheit auch für die unteren Schichten (Zugang zu Bildung) sehe ich eine Konstruktion als nicht gescheitert. Du gehst ziemlich vom Ideal aus. Das ist schön aber in der Realität nicht sehr umsetzbar ^^

  2. #16272
    Avatar von Lilith

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    Wäre aber besser, wenn die Menschen nicht so drastisch zu Migration gezwungen werden? V.a. weil die Jungen und gut Ausgebildeten in aller Regel dann als erstes gehen. So nimmt man Ländern und Völkern die Zukunft.

  3. #16273
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wäre aber besser, wenn die Menschen nicht so drastisch zu Migration gezwungen werden? V.a. weil die Jungen und gut Ausgebildeten in aller Regel dann als erstes gehen. So nimmt man Ländern und Völkern die Zukunft.
    Ich würde erstmal abwarten, wie sich das Ganze entwickelt. Man weiß ja nicht, wie sich Menschen verhalten, wenn es im Heime etwas besser läuft. Devisen aus dem Ausland sind eine beachtliche Geldquelle für einige Staaten.

  4. #16274
    Avatar von Rafi

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Die niedrigen Zinsen waren schon verlockend. Ich habe da einfach ein gewisses Verständnis. Ich sehe es nicht so schwarz wie du. Ich glaube, dass die Zahlen sich wieder fangen werden.

    Im Übrigen gibt es noch die Möglichkeit seinen Lebensweg innerhalb der EU frei zu wählen. Wenn ich mir Zahlen der Spanier in Berlin so anschaue, sehe ich die türkische Vormacht in Berlin echt gefährdet

    Die verdienen wieder Geld, investieren dieses in Spanien und das Rad dreht sich wieder einigermaßen.



    Tja, wie man es dreht und wendet. Die letzten Jahre wurden die Möglichkeiten einer Generation zunichte gemacht. Da muss man jetzt durch.



    Ich verstehe, was du meinst und ja ich halte die Euroeinführung für zu verfrüht, allerdings ist der Euro nun da und mit dieser Tatsache muss man sich abfinden.



    Regionale Unterschiede gibt es überall und wird es auch immer geben. Solange es eine Transferunion gibt und Chancengleichheit auch für die unteren Schichten (Zugang zu Bildung) sehe ich eine Konstruktion als nicht gescheitert. Du gehst ziemlich vom Ideal aus. Das ist schön aber in der Realität nicht sehr umsetzbar ^^
    Schwer, schwer. ich geh jetzt mal auf einen Satz von dir ein.

    Im Übrigen gibt es noch die Möglichkeit seinen Lebensweg innerhalb der EU frei zu wählen.
    Das ist nett formuliert aber nicht der Realität entsprochen, denn nicht jeder hat die gleichen Voraussetzungen, ich glaube darum gehts hier gerade. Das fängt schon bei akademischen Abschlüssen an. Werden die in jedem EU Land gleich gewichtet? Nein, werden sie nicht. Der Lebensweg innerhalb der EU ist damit schonmal nicht frei, es sei denn mit Abstrichen. Abstriche insofern, dass Studienabschlüsse nicht oder nur teilweise anerkannt werden. Das ist nicht frei.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wäre aber besser, wenn die Menschen nicht so drastisch zu Migration gezwungen werden? V.a. weil die Jungen und gut Ausgebildeten in aller Regel dann als erstes gehen. So nimmt man Ländern und Völkern die Zukunft.
    Genau, mit wenigen Worten alles geschrieben.

  5. #16275
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Ich würde erstmal abwarten, wie sich das Ganze entwickelt. Man weiß ja nicht, wie sich Menschen verhalten, wenn es im Heime etwas besser läuft. Devisen aus dem Ausland sind eine beachtliche Geldquelle für einige Staaten.
    Ich sehe es in Polen, wo seit Mitte 2000er die größte Auswanderungswelle der Nachkriegszeit statt gefunden haben dürfte. Ja, schon, die polnische Pflegekraft, Krankenschwester usw. Aber für die Alten dort ist niemand mehr da. Schon traurig. Selbst für den Bau gibts nicht genug, da alle in GB usw. arbeiten. Etwas übertrieben gesprochen. Das Problem wird durch den zweifelsohne vorhandenen privaten Kapitalfluss nicht gelöst und das kann auch nicht die Lösung sein. Mal sehen.

    Ich sehe Griechenland wie wir vor 20 Jahren. Aber wir haben wenigstens seit 15 Jahren in einer ersten Phase danach Ressourcenreichtum nutzen können, etwas aufzubauen. Ich wünsche den Menschen wirklich viel Stärke. Der erzwungene Ausverkauf des Landes wird sich tief in die Seele einprägen, sehr tief.

  6. #16276
    Avatar von Toruko-jin

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    Ich sehe es in Polen, wo seit Mitte 2000er die größte Auswanderungswelle der Nachkriegszeit statt gefunden haben dürfte. Ja, schon, die polnische Pflegekraft, Krankenschwester usw. Aber für die Alten dort ist niemand mehr da. Schon traurig. Selbst für den Bau gibts nicht genug, da alle in GB usw. arbeiten. Etwas übertrieben gesprochen. Das Problem wird durch den zweifelsohne vorhandenen privaten Kapitalfluss nicht gelöst und das kann auch nicht die Lösung sein. Mal sehen.
    Das, was du hier ausführst, ist m.E. ein Luxusproblem, das sich leicht lösen lässt.

    Ich sehe Griechenland wie wir vor 20 Jahren. Aber wir haben wenigstens seit 15 Jahren in einer ersten Phase danach Ressourcenreichtum nutzen können, etwas aufzubauen. Ich wünsche den Menschen wirklich viel Stärke. Der erzwungene Ausverkauf des Landes wird sich tief in die Seele einprägen, sehr tief.
    Man muss es so deutlich sagen. Griechenland hat die Arschkarte gezogen, im idealsten Fall gibt eine langsame Abstufung des Lebensstandarts.

    - - - Aktualisiert - - -

    Das ist nett formuliert aber nicht der Realität entsprochen, denn nicht jeder hat die gleichen Voraussetzungen, ich glaube darum gehts hier gerade. Das fängt schon bei akademischen Abschlüssen an. Werden die in jedem EU Land gleich gewichtet? Nein, werden sie nicht. Der Lebensweg innerhalb der EU ist damit schonmal nicht frei, es sei denn mit Abstrichen. Abstriche insofern, dass Studienabschlüsse nicht oder nur teilweise anerkannt werden. Das ist nicht frei.
    Das Leben ist kein Wunschkonzert und oftmals muss man es so nehmen, wie es kommt. Dann arbeitet man halt ne Zeit lang als Taxifahrer oder iwo anders, meine Güte. ^^

  7. #16277
    JazzMaTazz
    Zitat Zitat von Rafi Beitrag anzeigen
    Fällt dir nicht langsam der Zeigefinger ab? Deine Helden Grass oder Todenhöfer waren himself in diesen "Organisation" tätig bevor sie "aus Versehen" links wurden und trotzdem sind es deine Helden. mannmannmann.... . Da ist die böse westliche Presse wieder recht, ne?

    Wat ich hab doch nur ein Text vom Stern kopiert. Man Rafi alte, bleib mal Locker.

  8. #16278
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wäre aber besser, wenn die Menschen nicht so drastisch zu Migration gezwungen werden? V.a. weil die Jungen und gut Ausgebildeten in aller Regel dann als erstes gehen. So nimmt man Ländern und Völkern die Zukunft.
    Wenn sie gehen und nie wieder zurückkommen ja. Jemand, der in seinem Heimatland aufgewachsen ist, wird aber mit Sicherheit immer zurückkehren wollen. Wenn sie zeitweise emigrieren ist das eine Entlastung für das Heimatland und sie können Berufserfahrung sammeln, statt zu Hause rumzuhocken.

  9. #16279
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Wenn sie gehen und nie wieder zurückkommen ja. Jemand, der in seinem Heimatland aufgewachsen ist, wird aber mit Sicherheit immer zurückkehren wollen. Wenn sie zeitweise emigrieren ist das eine Entlastung für das Heimatland und sie können Berufserfahrung sammeln, statt zu Hause rumzuhocken.
    Wir kennen, denke ich, alle das Problem. Wenn du 10/ 15 Jahre irgendwo lebst, Kinder aufwachsen, anfangen zur Schule zu gehen usw. wirst du auch nicht einfach aus dem, was dann dein Umfeld ist. Viele sagen dann, wenn ich Rentner bin usw. Etwas anderes vielleicht, wenn sich dann junge Migranten nach Ausbildung oder Studium entscheiden (können), von Beginn an ihr eigenes Leben dann im Herkunftsland aufzubauen.

  10. #16280
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wir kennen, denke ich, alle das Problem. Wenn du 10/ 15 Jahre irgendwo lebst, Kinder aufwachsen, anfangen zur Schule zu gehen usw. wirst du auch nicht einfach aus dem, was dann dein Umfeld ist. Viele sagen dann, wenn ich Rentner bin usw. Etwas anderes vielleicht, wenn sich dann junge Migranten nach Ausbildung oder Studium entscheiden (können), von Beginn an ihr eigenes Leben dann im Herkunftsland aufzubauen.
    Je länger die Krise geht, umso unwahrscheinlicher wird es, dass die jungen Leute wieder heimkehren. Sollte noch ein Anreiz sein für die griechische Politik die Krise nicht unnötig in die Länge zu ziehen.

    Wobei in der VWL üblicherweise "langfristig" max. 5 Jahre sind (ab und zu lese ich auch bis zu 8 oder nur 3). Wenn eine Strukturreform "langfristig" nicht gewirkt hat, dann war sie die falsche Reform oder wurde nicht richtig umgesetzt. Soll heißen, wenn die Regierung heute reformieren würde, dann dürfte die Wirtschaft erwartungsgemäß in 5 Jahren wieder genug Perspektive für die ausgewanderten bieten.

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