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Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 30.277 Antworten · 1.648.407 Aufrufe

  1. #26511
    Avatar von Nikos

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Das verstehe ich nicht. Er hatte doch die Mehrheit nach dem "oxhi" hinter sich aber die Mehrheit war da wohl in der Trotzphase und hat die Konsequenzen nicht wirklich bedacht.
    Die Frage hast du dir schon selbst beantwortet. Wenn eine solche Krise so viel Unsicherheit und demnach Angst verursacht, dann sind die Leute halt wütend.
    Vor allem wenn sie Jahrelang in den Medien das Märchen vom bösen Schäuble und von der bösen Merkel aufgetischt bekommen und sämtliche Oppositionspolitiker
    ihnen das Märchen von der schnellen Rettung versprechen. Es war völlig egal was in diesem Referendum gefragt worden wäre. Die Leute waren einfach in einer trotzigen
    Nein-Stimmung.
    Aber wenn erstmal die Folgen klar geworden wären und plötzlich die Ersparnisse auf der Bank in Drachme vorliegen und ein Bruchteil der Renten und Löhne ausgezahlt werden,
    dann werden alle die gejubelt haben Köpfe Rollen sehen. Genau davor hat sich Tsipras ja auch gefürchtet. Die Option Euro-Austritt lag nie auf dem Tisch, weil es Griechenland
    keinerlei Vorteile bringen würde geschweige denn die Probleme lösen würde. Der Euro ist wie ein Flugzeug. Wenn man einmal drin sitzt, kann man nicht wieder raus.

  2. #26512
    Avatar von Almila

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    Am meisten habe ich euch vermisst lan

  3. #26513
    Avatar von Nikos

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    Almila, ich hoffe du konntest dich am Bosporus gut erholen.

  4. #26514

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen

    Na ja, ich habe ihn auf Englisch genau sagen gehört, dass er gesagt hat, dass Griechenland eiin Bindeglied in einer Kette ist und dass wenn Griechenland nicht gerettet wird, die ganze EU "zerbricht". Das war eine offene Drohung aber damals war die Idee eines Austritts nicht mehr so ein großes Problem bei den Märkten, so dass sich die Druckmittel in Luft auflösten.

    Dann hat er nochmal mit Putin gekuschelt, weil er wusste, dass Putinns Ziel es ist, das gemeinsame Handeln der EU zu unterbinden, jedoch war Russland wegen den Sanktionen nicht mehr im Stande iwelche Kredite zu geben, trotzdem hat Brüssel Griechenland nicht fallen lassen.
    Meiner Meinung nach, war die Annäherung mit Putin auch ein Schauspiel, um der EU Druck zu machen, wie auch diese Drohungen. Tsipras hoffte, dass er mit den Europäern so spielen konnte, als ob sie in seinem Niveau wären, er war aber nie wirklich bereit, diesen Weg zu gehen. Das sieht man auch darin, dass er das griechische Volk nie auf so etwas (mit allen seinen Folgen) vorbereitet hatte, sondern den Leuten in GR immer bis zum Ende versprochen, dass GR auf jeden Fall in der Eurozone bleibt - was natürlich den Europäern bekannt war, und deswegen verstanden sie, wie leer diese Drohungen waren. Das ist auch meine Schätzung durch die Leute aus SYRIZA, die ich persönlich kenne.

  5. #26515
    Avatar von Hannibal

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Abend.

    Ich bin keine Nachfahrin edler hochstehender Griechen, sondern nur die von Höhlenslawen halt. Aber trotzdem nicht auf den Kopf gefallen wahrscheinlich. Ich kenne deine Links. ich kenne unsere Diskussionen dazu. Beim der letzten zumindest meiner Erinnerung nach hat sich Metho auch eingeschaltet und dir dazu geschrieben. Es gab und es gibt keine offizielle Doktrin. Soll ich anfangen mal die Ansprüche eines Dragounis schon nach dem 2. WK auseinander zu nehmen? An Gebiete in Ex-Jugoslawien? Die Angst vor territorialen Ansprüchen der bösen, verräterischen Slawen wurde schon in der Zeit geschürt und in Hinblick etwa auf die weichenstellenden Wahlen in Griechenland 1946 sicher auch mit gewissem Zweck erfüllt! Im Gegensatz zu Außenminister aus Jugo etc. hatte natürlich Tito das Ganze nicht gerade aufgeräumt. Auch zugegeben. Dass es eine regelrechte antislawische Kampagne gab, dass findest du selbst bei griechischen Autoren. Und klar, dann nach Zerfall Jugoslawiens und Ausrufen der Unabhängigkeit kann man diese Ängste auch sehr gut wieder hervor holen.

    Die Mazedonier befinden sich in einem Nationbuilding. Ein Nationbuilding soll die Stärkung nationalen Selbstverständnisses, allem voran an historischen Ereignissen befestigen. Heranwachsenden Generationen auch etwas mitgeben, was sie mit Stolz und mit Bindung erfüllt. Ist bei allen so. War beim griechischen zu Zeiten der nationalen Wiedergeburt nicht anders. Und auch wenn das etwas her ist so prägt es genauso das historische Bewusstsein aktueller Generationen. Vielleicht sieht da der eine oder andere Nachbar auch mal bissl Dinge anders! Und neben dem dass ein Aufbau in der Innenstadt von Skopje einfach mal notwendig war. Ja, dass sollte sicher auch entsprechendem Nationbuilding dienen. Ob man daraus zwingend ersehen muss, dass sie nun irgendwelche Gebiete in Nordgriechenland beanspruchen, na ja. Wir drehen uns da im Kreise.

    Was müssen sich diese Menschen als Bulgaren bezeichnen lassen, dabei haben die Vorfahren vieler genau gegen diese gekämpft! Sie sind, fühlen sich als Mazedonier. Ok. Viele kommen nun einmal wirklich aus dem heutigen Nordgriechenland. Vertrieben, geflohen... So, Griechenland besteht auf Namensänderungen. Ja dann mit Griechen vielleicht im Namen? Um da vielleicht erst recht so historisches Erbe, vermeintliche territoriale Ansprüche zu stützen? Die Menschen haben ihre Identität und selbstverständlich nicht erst seit Tito oder was auch immer.

    Egal. Ich möchte mich darum nicht streiten. ich will keinem Griechen irgendwas Böses und hege auch ganz sicher keine Antipathie. Und wie geschrieben. Klar, wie immer drehen wir uns eh im Kreis.
    Genau das ist das Problem. Anstatt, dass ich dir hier was hinschreibe, kannst du ja selber raten, wieso genau das den Griechen stört.

  6. #26516
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Die Frage hast du dir schon selbst beantwortet. Wenn eine solche Krise so viel Unsicherheit und demnach Angst verursacht, dann sind die Leute halt wütend.
    Vor allem wenn sie Jahrelang in den Medien das Märchen vom bösen Schäuble und von der bösen Merkel aufgetischt bekommen und sämtliche Oppositionspolitiker
    ihnen das Märchen von der schnellen Rettung versprechen. Es war völlig egal was in diesem Referendum gefragt worden wäre. Die Leute waren einfach in einer trotzigen
    Nein-Stimmung.
    Aber wenn erstmal die Folgen klar geworden wären und plötzlich die Ersparnisse auf der Bank in Drachme vorliegen und ein Bruchteil der Renten und Löhne ausgezahlt werden,
    dann werden alle die gejubelt haben Köpfe Rollen sehen. Genau davor hat sich Tsipras ja auch gefürchtet. Die Option Euro-Austritt lag nie auf dem Tisch, weil es Griechenland
    keinerlei Vorteile bringen würde geschweige denn die Probleme lösen würde. Der Euro ist wie ein Flugzeug. Wenn man einmal drin sitzt, kann man nicht wieder raus.
    Ja, macht schon Sinn, obwohl ich gerne gesehen hätte, wie dieser harte Weg konkret aussieht. Die ganze Aktion kann man wohl unter die Rubrik "rettet die griechische Ehre" packen. Ohne Hilfe von außen hätte es wohl wieder Anarchie gegeben.

  7. #26517
    Avatar von hirndominanz

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen


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    Na ja, ich habe ihn auf Englisch genau sagen gehört, dass er gesagt hat, dass Griechenland eiin Bindeglied in einer Kette ist und dass wenn Griechenland nicht gerettet wird, die ganze EU "zerbricht". Das war eine offene Drohung aber damals war die Idee eines Austritts nicht mehr so ein großes Problem bei den Märkten, so dass sich die Druckmittel in Luft auflösten.

    Dann hat er nochmal mit Putin gekuschelt, weil er wusste, dass Putinns Ziel es ist, das gemeinsame Handeln der EU zu unterbinden, jedoch war Russland wegen den Sanktionen nicht mehr im Stande iwelche Kredite zu geben, trotzdem hat Brüssel Griechenland nicht fallen lassen.


    Wenn Gr raus geht, geht das ökonomische System der EU in die Brüche. Das ist wie mit dem berühmten Flügelschlag eines Schmetterlings, der das ganze Klima verändert. Das mußt du mit deinem Türkenhirn nicht verstehen, nichtsdestotrotz stimmt das. Ihr mit euren Haywann-Schädeln habt sowieso keine Ahnung von sowas.......und laß mir jetzt die TR Wirtschaft weg, die , wenn überhaupt positiv was dran ist, durch meistens Exofaktoren beeinflußt ist.
    Es hat sicher seinen Grund, bis heute, dass zbs. GR die größte Handelsflotte der Welt betreibt und derzeit noch am Wachsen ist.

    Wenn son eingebildeter Türke wie du am Start ist, dann sage mir doch mal warum ihr nicht in allen Disziplinen uns um das 8-fache übertrefft, du Furzer, da ihr doch die 8-fache Manpower habt...... und selbst jetzt hat Gr mehr Lebensstandart als die TR. Das kannste überall abrufen, du Kamel aus der Regionalmacht des Superfurzes. NIemals werdet ihr uns das Wasser reichen können, auch wenn Etappenmarken euch temporär Oberwasser spüren lassen, doch am Ziel seid ihr längst verschwunden und schafft nicht mal mehr unserer Siegerehrung beizuwohnen.

    Das was in uns steckt, steckt nur in uns Haywan. Bleib neidisch und ärger dir nen Wolf in die Erbse.....Und ich trete dir mal wieder geistig ganz kräftig in den Haywanarsch, dass du wenigstens weißt, warum du immer dieses Scheißgefühl mit dir trägst und dein Auskotzwerk treiben mußt.

  8. #26518
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung nach, war die Annäherung mit Putin auch ein Schauspiel, um der EU Druck zu machen, wie auch diese Drohungen. Tsipras hoffte, dass er mit den Europäern so spielen konnte, als ob sie in seinem Niveau sind, er war aber nie wirklich bereit, diesen Weg zu gehen. Das sieht man auch darin, dass er das griechische Volk nie auf so etwas (mit allen seinen Folgen) vorbereitet hatte, sondern den Leuten in GR immer bis zum Ende versprochen, dass GR auf jeden Fall in der Eurozone bleibt - was natürlich den Europäern bekannt war, und deswegen verstanden sie, wie leer diese Drohungen waren. Das ist auch meiner Schätzung durch die Leute aus SYRIZA, die ich persönlich kenne.
    Klar war es das, nur hats nichts gebracht, weil Brüssel ganz genau wusste, was Tsipras in der Hand hatte. Die ganze Aktion war fürn Arsch und hat nur ihm geholfen. Dadurch wurde er Ministerpräsident. Unter normalen Umständen hätte er diesen Posten nicht mal in seinen Träumen gesehen.

  9. #26519
    Avatar von Nikos

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Ja, macht schon Sinn, obwohl ich gerne gesehen hätte, wie dieser harte Weg konkret aussieht. Die ganze Aktion kann man wohl unter die Rubrik "rettet die griechische Ehre" packen. Ohne Hilfe von außen hätte es wohl wieder Anarchie gegeben.
    Varoufakis soll angeblich an Vorbereitungen gearbeitet haben. So soll er Kontakte zu Venezuela aufgenommen haben um Erdöl zu kaufen oder er plante bereits die neue Drachme.
    Wie viel Substanz das denn im Nachhinein hatte ist eine andere Frage. Ein solcher harter Weg - den kein halbwegs geistig normaler Ministerpräsident gehen würde - würde mit
    einem Euro-Austritt beginnen. Danach würden Löhne, Renten und Sozialausgaben stark gekürzt oder gar nicht ausgezahlt werden. Ersparnisse würden sich in Drachme verwandeln
    und damit wertlos und es würde evtl. Engpässe mit Treibstoff und Medikamenten geben. Griechenland hat eine sehr spezielle Wirtschaft, die stark auf Importe angewiesen ist.
    Das Volk würde bei solchen Zuständen schnell den Schuldigen ausfindig machen. Griechenland ist kein autoritärer Polizeistaat und die Politiker haben insgesamt wenig Rückgrad
    in der Bevölkerung, sprich Personenkult oder ähnliches gibt es nicht. So ein Tsipras hätte sich kaum noch irgendwo verstecken können. Wahrscheinlich hätte man dann eine
    Übergangsregierung mit Samaras an der Spitze geformt und SYRIZA wäre in einem Prozess zerstört worden. Kann mir gut vorstellen, wie Varoufakis und Co. ins Ausland geflohen
    wären.
    Der wirtschaftliche Schaden wäre enorm. Wahrscheinlich würde sich Griechenland die nächsten Jahrzehnte davon kaum erholen können.

    Zitat Zitat von hirndominanz Beitrag anzeigen
    Wenn Gr raus geht, geht das ökonomische System der EU in die Brüche.
    Hier Toruko siehst du einen illusionierten Griechen, der die Märchen geschluckt hat. Solche Leute wählen Tsipras und schimpfen dann darüber, warum das Land nicht aus der Krise kommt.

  10. #26520
    Avatar von Hannibal

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    Das Hauptproblem an Griechenland ist eigentlich ihre komplette politische Einstellung.
    Die Griechen lassen sich, genau wie andere südöstliche Völker, zu sehr von Populimus beeindrucken, wodurch wir eben so instabile
    Regierungen zu stande bekommen, welche unser Land nicht bendigen können. Es reicht schon aus, dass eine Partei nur aus reinen idealistischen
    Aussagen ohne wirklichen Plänen besteht, sowas existiert dort in Griechenland.
    Die meisten Griechen haben den Glauben, dass sie nie untergehen können, da sie so ein mystisches Volk sind, was wohl der Auslöser für unsere ganze
    Krise ist. Der Grieche interessiert sich nicht für Finanzen, Infrastruktur und Wirtschaft, sowie es die ganzen Deutschen tun, sondern er interessiert sich nur
    für diese Scheiß Imia und dass wir den Deutschen was auswischen.
    Auch wenn Griechen wirtschaftlich denken, wie die ganzen Sozialisten, sind sie immernoch nicht in der Realität. Sie versuchen gleich die komplette wirtschaftliche Landschaft der
    Welt zu revolutionieren, was aber mit unsere Einfluss komplett schwachsinnig ist.
    Der griechische Wähler sollte sich jetzt informieren, was für Parteien welchen wirtschaftlichen Weg nehmen und versuchen zu beurteilen, was am realistischten dem Staat helfen kann.

    Tsipras kennt genau dieses Problem und deswegen zerbrechen wir uns hier, wegen einem Namen die Köpfe, anstatt um über die wirtschaftliche Situation zu sprechen.

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