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Nachrichten aus Griechenland

Erstellt von Dikefalos, 07.02.2012, 21:50 Uhr · 20.861 Antworten · 1.262.458 Aufrufe

  1. #4241
    Avatar von demokrit

    Registriert seit
    15.04.2010
    Beiträge
    2.307
    Dieser Spam schon wieder. Der Thread heißt "Nachrichten aus Griechenland" und nicht " Endlosschleife Teil XYZ".

    Es juckt mich herzlich wenig, wer hierbei angefangen hat.
    Keiner wird gezwungen hier reinzuschauen. Wenn ihr über ein Thema diskutieren wollt, dann eröffnet einen neuen Thread. Dies hier ist der falsche Platz dafür.

  2. #4242
    Avatar von Deimos

    Registriert seit
    27.08.2011
    Beiträge
    2.252
    Zitat Zitat von Apache Beitrag anzeigen
    NICHT VERGESSEN!!!!

    Henry Kissinger bei einer Rede 1974



    Bei seiner Rede im September 1974 in Washington D.C. sagte der damalige Außenminister der USA (und Befürworter des türkischen Einmarsches in Zypern):

    "Das Griechische Volk ist Anarchisch und sehr schwer zu beherrschen, aus diesem Grund müssen wir Sie tief in Ihren Kulturellen Wurzeln treffen.
    So zwingen wir Sie vielleicht dazu sich unterzuordnen.
    Ich meine damit Ihre Sprache, Ihre Religion und Ihre Historische und Kulturelle speicher anzugreifen um so Ihnen die Möglichkeiten zu nehmen sich weiter zu Entwickeln,
    Sie sollen sich selbst nicht erkennen oder gar zeigen das Sie gewinnen könnten.
    Nur so können wir die Hindernisse in unseren Strategischen Plänen für den Balkan, das Mittelmeer und den Nahen Osten durchsetzten"

    Der Plan ist voll im Gange wie man sehen kann!
    Namensstreit mit FYROM (streit um unsere Geschichte Makedoniens und Alexander dem Großen-dem Verbreiter des Hellenismus!)
    Illegale Einwanderer zu Hunderttausenden!
    Albaner sind plötzlich Nachfahren der Illyrer!
    Thraker waren nie Griechen!
    Ständige Provokationen aus der Türkei - Militärisch wie auch Religiös (Verletzung des Griechischen Hoheitsgebietes und Keine Religionsfreiheit für die gerade mal 3000 übrig gebliebenen Griechen in der Türkei der 70 Millionen Einwohner! Wobei im Griechenland der 11Millionen Einwohner alle 180 000 Muslime in Thrakien noch da sind, Sie sogar eine Türkische Botschaft in Komotini haben was nicht sein muss!
    Immer die selben Familien Regieren Griechenland und haben es in den Ruin geführt! (alle haben in den USA studiert, der Papandreou heißt mit richtigem Namen Jeffrey Papandreou! Bei den Wahlen hat er dem Griechischen Volk versprochen das genug Geld vorhanden sei!

    ...





    Hier der Orginaltext der Rede:
    "The Greek people are anarchic and difficult to tame. For this reason
    we must strike deep into their cultural roots: Perhaps then we can
    force them to conform. I mean, of course, to strike at their language,
    their religion, their cultural and historical reserves, so that we can
    neutralize their ability to develop, to distinguish themselves, or to
    prevail. Thereby removing them as an obstacle to our strategically
    vital plans in the Balkans, the Mediterranean, and the Middle East, to
    all this neuralgic territory of great strategic importance for us, for
    the politics of the USA."

    Henry Kissinger,the time of the turkish invasion in Cyprus, while
    addressing a group of Washington, D.C. businessmen in Sept.1974,
    republished from Turkish Daily News in 1997.
    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Nicht vergessen die Rede von dem ehemaligen griechischen Premier:

    Harilaos Trikoupis - Gr. Premier Minister von 1882 bis 1895


    "Wenn der große Krieg kommt, wird Mazedonien entweder griechisch oder bulgarisch, je nachdem wer gewinnt. Wenn es von den Bulgaren eingenommen wird, werden sie die Bevölkerung zu Slawen machen. Wenn wir es einnehmen, werden wir alle von ihnen zu Griechen machen".


    History of the Greek People, Ausgabe 14, Seite 18, Athens Publishing House
    Nicht Vergessen Nachrichten aus Griechenland nicht Endlosschleife,der nächste von euch beiden der damit weitermacht(egal ob jetzt oder in nächsten wochen/monaten) fliegt endgültig aus dem Thread hier

  3. #4243
    Avatar von ZX 7R

    Registriert seit
    31.01.2012
    Beiträge
    19.393
    Zitat Zitat von Deimos Beitrag anzeigen
    Nicht Vergessen Nachrichten aus Griechenland nicht Endlosschleife,der nächste von euch beiden der damit weitermacht(egal ob jetzt oder in nächsten wochen/monaten) fliegt endgültig aus dem Thread hier

    Ich bin schneller aus deren Nachrichtenthrad geflogen. Dennoch Respekt Deiner Geduld wegen.

  4. #4244
    Yunan
    "Es ist Zeit, sich zu erheben"

    Wassilis Aswestopoulos 06.05.2013
    An eine Rettung über den aktuellen Eurorettungsschirm und die damit verbundenen Sparmaßnahmen glaubt in Athen niemand mehr

    Am Wochenende feierten die Griechen das orthodoxe Osterfest. Recht unorthodox wurde deshalb der 1. Mai schlicht per Gesetzeserlass verschoben. Die "Maifeier" soll nun am Dienstag stattfinden. Dass deshalb zum internationalen Tag der Arbeit in Athen und anderen griechischen Städten kaum etwas los war, hatte somit einen Grund. Es ist mitnichten so, dass die Griechen sich ihrem Schicksal gebeugt hätten, wie es in manchen Medien zu lesen ist.


    Demonstrant am 1 Mai. Bild: W. Aswestopoulos
    Tatsächlich fehlt es zur Beschreibung der Lage im Land an brauchbaren Statistiken. Zwar ist bekannt, dass die Zahl der Selbstmorde seit dem Ausbruch der Krise dramatisch anstieg. Wie viele der, je nach Zählweise bis zu 4000 Selbstmorde seit Mai 2010 wirklich auf das Konto der Krise gehen, wird schlicht nicht statistisch erfasst. Erst jetzt werden die Zahlen von den Jahren vor der Krise statistisch ausgewertet. Demnach gab es bereits im Zusammenhang mit der Lehmann-Krise und der folgenden weltweiten Rezession einen dramatischen Anstieg der Selbstmorde ("Austeritätspolitik ist unwissenschaftlich und gefährlich").


    Der Staat wies im ersten Quartal ein statistisches Kassenplus auf. Das stimmt die Europäer froh. Nicht bekannt wird, dass außer zahlreichen Angestellten des Privatsektors auch Beamte wie Ärzte und Pfleger dafür seit Monaten keinen Lohn erhalten. Schlimmer noch, ausgerechnet zu Ostern wurden die in der vergangenen Woche versprochenen Speisungen des unbezahlten, zum Feiertagsdienst verdammten Krankenhauspersonals ohne Vorankündigung gestrichen. Fast ein Drittel der Griechen hat überhaupt keinen Zugang mehr zum staatlichen Gesundheitsdienst. Die Unversicherten gehören zu den Ersten, welche die krisenbedingte Einschränkung der Menschenrechte buchstäblich am eigenen Leib zu spüren bekommen. Wer ohne Arbeit oder Einkommen ist, muss versuchen, ohne Medizin zu überleben oder aber auf milde Gaben hoffen.

    Ein Kassenplus um jeden Preis. Das ist es wonach die griechische Regierung strebt. Sie verkündet bei jeder Gelegenheit, dass dies gemäß den Vereinbarungen mit den Geberländern zu einem weiteren Schuldenschnitt führen würde. Genau das, was Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nicht mit sich machen lassen möchte. Eben drum versucht sich die Regierung von Premier Antonis Samaras bis zu den Bundestagswahlen im September zu halten. Danach, so hofft man, werde es eine Lösung der Krise geben.
    An eine Rettung über den aktuellen Eurorettungsschirm und die damit verbundenen Sparmaßnahmen glaubt in Athen niemand mehr. Stattdessen wurschtelt sich die Regierung wortwörtlich durch. Dass dabei mehr zerstört als aufgebaut wird, versteht sich von selbst. Bei der traditionellen Karfreitagsprozession wurden die mitmarschierenden Politiker von den weiteren Besuchern gnadenlos ausgebuht und beschimpft.


    Bild: W. Aswestopoulos
    Proteste zum Osterfest statt am ausgefallenen Arbeitertag


    Die Gläubigen hatten sich ihre Wut vom ausgefallenen 1. Mai für den Karfreitag aufgehoben. Ein ähnlich surreales Bild zeigte sich in Kolonaki, dem teuersten Stadtviertel Athens, zur Auferstehungsmesse. Pünktlich um Mitternacht in der Nacht zum Sonntag verkündete Erzbischof Ieronymos "Christos anesti" (Christus ist auferstanden). Während die Glocken läuteten und Ieronymos mit weiteren hochrangigen Kirchenvertretern die Psälme anstimmte, demonstrierte die vor der Kirche postierte Ehrenwache ihren Protest auf eine eigentümliche Art. Die stramm stehenden Kadetten der Marine stimmten die Nationalhymne an, was für alle hörbar über das Fernsehen übertragen wurde. Die meisten Griechen fühlen sich in der Eurokrise wie in einem besetzten Land. Sehr oft gibt es Vergleiche zum Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt der Kritik steht dabei die Kanzlerin. Die Nationalhymne hat gerade deshalb eine besondere Symbolfunktion.
    1.-Mai-Demonstration in Athen. Bild: W. Aswestopoulos
    Mittlerweile rufen bereits Bischöfe zum Aufstand auf. Bischof Nikolaos von Mesogaia übte über den kirchlichen Nachrichtendienst Romfea Kritik am Zustand der Gesellschaft, am vorherrschenden Hass und der geistigen Armut. Außer dieser Botschaft zur "Anastasi" (Wiederauferstehung) gab es jedoch eine zweite, "wenn wir nicht aufwachen, dann sind wir am Ende. Es wird keine Fortsetzung geben! Es ist Zeit, sich zu erheben", sagte er in seiner Predigt und rief damit unverhohlen zur Epanastasi (Aufstand) auf.
    Weimarer Rezepte
    Nicht ohne Grund wettert Nikolaos gegen den vorherrschenden Hass. Allgegenwärtig sind die Aktionen der rechtsradikalen Chryssi Avgi. Zur österlichen Reisewelle, bei der die Hellenen traditionell aus den Großstädten in ihre Dörfer flüchten, hatten die Rechtsextremen sich an Mautstationen postiert und teilweise die Mautzahlung behindert. Diese Aktion brachte ihnen die Zustimmung seitens der von der Zahlung befreiten Fahrer ein.


    Alexis Tsipras demonstrierte am 1. Mai. Bild: W. Aswestopoulos
    Als einzige Partei zeigen sie in Umfragen eine wachsende Zustimmung der Wähler, da die übrigen Parteien entweder zu sehr in den Sparkurs involviert sind oder aber wie SYRIZA und die Unabhängigen Griechen unter Abspaltungen leiden. SYRIZA steht ausgerechnet seitens des früheren Chefs Alekos Alavanos unter Druck. Alavanos, der Alexis Tsipras zum Parteivorsitzenden gemacht hatte, wettert nun gegen seinen politischen Ziehsohn. Seine Bewegung "Plan B" propagiert die Rückkehr zur Drachme.
    Für die kommende Europawahl fürchten viele deshalb ein für das Land peinliches Ergebnis mit extrem hohen Prozentzahlen für die Chryssi Avgi. Bei Europawahlen und Kommunalwahlen gilt für die meisten traditionsbewussten Griechen als Gewohnheitsrecht, die Partei zu wählen, welche die etablierte Politik am meisten ärgert und daher als besonders systemkritisch gibt.
    Armenspeisungen als PR-Mittel
    Für die 2014 aus Kostengründen gleichzeitig mit den Europawahlen stattfindenden Kommunalwahlen rüstet sich bereits der amtierende Bürgermeister Athens, Giorgos Kaminis. Knapp 63 Prozent der Griechen sollen einigen Umfragen zu Folge ein Verbot der als neonazistisch eingestuften Chryssi Avgi befürworten. Was lag für den unter sinkender Beliebtheit leidenden Kaminis also näher, als mit einer offenen Konfrontation gegen die Extremisten Punkte zu sammeln? Demonstrativ verbot er eine "Essensausgabe nur für Griechen", welche die Chryssi Avgi am Kardonnerstag am zentralen Syntagmaplatz durchführen wollte.
    Im fast menschenleeren Athen, aus dem die Meisten bereits in ihre Dörfer abgereist waren, hätte kaum jemand von dieser Aktion Notiz genommen, zumal sie am frühen Morgen stattfinden sollte. Die Partei versuchte es trotzdem und wurde von der Einsatzpolizei unter Tränengaseinsatz vertrieben. Im Fernsehen gab es dann die für die Partei nützlichen . Sie zeigte sich systemfeindlich, weil die Polizei gegen sie vorging. Als Gimmick gab es verzweifelte, mittellose Menschen, die sich PR-wirksam beschwerten, dass ihnen der Zugang zur Armenspeisung versagt wurde.
    Kurzerhand organisierte die Partei die Essensausgabe bei ihrem Parteibüro am Athener Hauptbahnhof. Wenige Meter weiter hatte Kaminis seine kommunale Osteressensausgabe samt Geschenken für mittellose Kinder organisiert. Die Chryssi-Avgi-Anhänger erfuhren, dass der Bürgermeister höchstpersönlich anwesend war. Unter Benutzung seines Abgeordnetenausweises erlangte Giorgos Germenis Zugang. Der Rechtsextreme wollte dem Bürgermeister die Leviten lesen und hatte offensichtlich vor, das Stadtoberhaupt zu schlagen. Kaminis Wache griff ein und ein haben, nach seiner Pistole zu greifen. Die meisten der rechtsradikalen Abgeordneten haben einen Waffenschein, weil sie sich als "potentielle Ziele linker Terroristen" sehen.
    Mit der weiteren Beurteilung der Ereignisse muss sich nun die griechische Justiz beschäftigen. Germenis klagt den Bürgermeister und dessen Schutzpolizisten an, weil diese sich ungebührlich gegenüber einem Abgeordneten des Parlaments verhalten haben sollen. Kaminis hingegen reicht am Mittwoch, wenn die Staatsanwaltschaft wieder geöffnet ist, eine Anzeige wegen "versuchter Körperverletzung und Beleidigung" gegen den Abgeordneten ein. Erst Ende Mai kann dann das Parlament über eine Aufhebung der Immunität des Abgeordneten entscheiden.
    Auch die Justizmühlen mahlen langsam im Land. Alles wird nur auf später aufgeschoben - bis es sich zum unüberwindlichen Hindernis auftürmt. Der Vater des verletzten Mädchens verzichtete Medienberichten zu Folge auf eine Anzeige. Offensichtlich ist er sich über die potentiellen Folgen einer solchen Anzeige bewusst. Denn festnehmen konnten die Polizisten den wütenden Abgeordneten auch dann nicht, als er versuchte, seine Waffe zu ziehen. Eine Festnahme eines Parlamentariers ist nur bei der Begehung eines Kapitalverbrechens möglich.

    - - - Aktualisiert - - -

    "Es ist Zeit, sich zu erheben"

    Wassilis Aswestopoulos 06.05.2013
    An eine Rettung über den aktuellen Eurorettungsschirm und die damit verbundenen Sparmaßnahmen glaubt in Athen niemand mehr

    Am Wochenende feierten die Griechen das orthodoxe Osterfest. Recht unorthodox wurde deshalb der 1. Mai schlicht per Gesetzeserlass verschoben. Die "Maifeier" soll nun am Dienstag stattfinden. Dass deshalb zum internationalen Tag der Arbeit in Athen und anderen griechischen Städten kaum etwas los war, hatte somit einen Grund. Es ist mitnichten so, dass die Griechen sich ihrem Schicksal gebeugt hätten, wie es in manchen Medien zu lesen ist.


    Demonstrant am 1 Mai. Bild: W. Aswestopoulos
    Tatsächlich fehlt es zur Beschreibung der Lage im Land an brauchbaren Statistiken. Zwar ist bekannt, dass die Zahl der Selbstmorde seit dem Ausbruch der Krise dramatisch anstieg. Wie viele der, je nach Zählweise bis zu 4000 Selbstmorde seit Mai 2010 wirklich auf das Konto der Krise gehen, wird schlicht nicht statistisch erfasst. Erst jetzt werden die Zahlen von den Jahren vor der Krise statistisch ausgewertet. Demnach gab es bereits im Zusammenhang mit der Lehmann-Krise und der folgenden weltweiten Rezession einen dramatischen Anstieg der Selbstmorde ("Austeritätspolitik ist unwissenschaftlich und gefährlich").


    Der Staat wies im ersten Quartal ein statistisches Kassenplus auf. Das stimmt die Europäer froh. Nicht bekannt wird, dass außer zahlreichen Angestellten des Privatsektors auch Beamte wie Ärzte und Pfleger dafür seit Monaten keinen Lohn erhalten. Schlimmer noch, ausgerechnet zu Ostern wurden die in der vergangenen Woche versprochenen Speisungen des unbezahlten, zum Feiertagsdienst verdammten Krankenhauspersonals ohne Vorankündigung gestrichen. Fast ein Drittel der Griechen hat überhaupt keinen Zugang mehr zum staatlichen Gesundheitsdienst. Die Unversicherten gehören zu den Ersten, welche die krisenbedingte Einschränkung der Menschenrechte buchstäblich am eigenen Leib zu spüren bekommen. Wer ohne Arbeit oder Einkommen ist, muss versuchen, ohne Medizin zu überleben oder aber auf milde Gaben hoffen.

    Ein Kassenplus um jeden Preis. Das ist es wonach die griechische Regierung strebt. Sie verkündet bei jeder Gelegenheit, dass dies gemäß den Vereinbarungen mit den Geberländern zu einem weiteren Schuldenschnitt führen würde. Genau das, was Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nicht mit sich machen lassen möchte. Eben drum versucht sich die Regierung von Premier Antonis Samaras bis zu den Bundestagswahlen im September zu halten. Danach, so hofft man, werde es eine Lösung der Krise geben.
    An eine Rettung über den aktuellen Eurorettungsschirm und die damit verbundenen Sparmaßnahmen glaubt in Athen niemand mehr. Stattdessen wurschtelt sich die Regierung wortwörtlich durch. Dass dabei mehr zerstört als aufgebaut wird, versteht sich von selbst. Bei der traditionellen Karfreitagsprozession wurden die mitmarschierenden Politiker von den weiteren Besuchern gnadenlos ausgebuht und beschimpft.


    Bild: W. Aswestopoulos
    Proteste zum Osterfest statt am ausgefallenen Arbeitertag


    Die Gläubigen hatten sich ihre Wut vom ausgefallenen 1. Mai für den Karfreitag aufgehoben. Ein ähnlich surreales Bild zeigte sich in Kolonaki, dem teuersten Stadtviertel Athens, zur Auferstehungsmesse. Pünktlich um Mitternacht in der Nacht zum Sonntag verkündete Erzbischof Ieronymos "Christos anesti" (Christus ist auferstanden). Während die Glocken läuteten und Ieronymos mit weiteren hochrangigen Kirchenvertretern die Psälme anstimmte, demonstrierte die vor der Kirche postierte Ehrenwache ihren Protest auf eine eigentümliche Art. Die stramm stehenden Kadetten der Marine stimmten die Nationalhymne an, was für alle hörbar über das Fernsehen übertragen wurde. Die meisten Griechen fühlen sich in der Eurokrise wie in einem besetzten Land. Sehr oft gibt es Vergleiche zum Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt der Kritik steht dabei die Kanzlerin. Die Nationalhymne hat gerade deshalb eine besondere Symbolfunktion.
    1.-Mai-Demonstration in Athen. Bild: W. Aswestopoulos
    Mittlerweile rufen bereits Bischöfe zum Aufstand auf. Bischof Nikolaos von Mesogaia übte über den kirchlichen Nachrichtendienst Romfea Kritik am Zustand der Gesellschaft, am vorherrschenden Hass und der geistigen Armut. Außer dieser Botschaft zur "Anastasi" (Wiederauferstehung) gab es jedoch eine zweite, "wenn wir nicht aufwachen, dann sind wir am Ende. Es wird keine Fortsetzung geben! Es ist Zeit, sich zu erheben", sagte er in seiner Predigt und rief damit unverhohlen zur Epanastasi (Aufstand) auf.
    Weimarer Rezepte
    Nicht ohne Grund wettert Nikolaos gegen den vorherrschenden Hass. Allgegenwärtig sind die Aktionen der rechtsradikalen Chryssi Avgi. Zur österlichen Reisewelle, bei der die Hellenen traditionell aus den Großstädten in ihre Dörfer flüchten, hatten die Rechtsextremen sich an Mautstationen postiert und teilweise die Mautzahlung behindert. Diese Aktion brachte ihnen die Zustimmung seitens der von der Zahlung befreiten Fahrer ein.


    Alexis Tsipras demonstrierte am 1. Mai. Bild: W. Aswestopoulos
    Als einzige Partei zeigen sie in Umfragen eine wachsende Zustimmung der Wähler, da die übrigen Parteien entweder zu sehr in den Sparkurs involviert sind oder aber wie SYRIZA und die Unabhängigen Griechen unter Abspaltungen leiden. SYRIZA steht ausgerechnet seitens des früheren Chefs Alekos Alavanos unter Druck. Alavanos, der Alexis Tsipras zum Parteivorsitzenden gemacht hatte, wettert nun gegen seinen politischen Ziehsohn. Seine Bewegung "Plan B" propagiert die Rückkehr zur Drachme.
    Für die kommende Europawahl fürchten viele deshalb ein für das Land peinliches Ergebnis mit extrem hohen Prozentzahlen für die Chryssi Avgi. Bei Europawahlen und Kommunalwahlen gilt für die meisten traditionsbewussten Griechen als Gewohnheitsrecht, die Partei zu wählen, welche die etablierte Politik am meisten ärgert und daher als besonders systemkritisch gibt.
    Armenspeisungen als PR-Mittel
    Für die 2014 aus Kostengründen gleichzeitig mit den Europawahlen stattfindenden Kommunalwahlen rüstet sich bereits der amtierende Bürgermeister Athens, Giorgos Kaminis. Knapp 63 Prozent der Griechen sollen einigen Umfragen zu Folge ein Verbot der als neonazistisch eingestuften Chryssi Avgi befürworten. Was lag für den unter sinkender Beliebtheit leidenden Kaminis also näher, als mit einer offenen Konfrontation gegen die Extremisten Punkte zu sammeln? Demonstrativ verbot er eine "Essensausgabe nur für Griechen", welche die Chryssi Avgi am Kardonnerstag am zentralen Syntagmaplatz durchführen wollte.
    Im fast menschenleeren Athen, aus dem die Meisten bereits in ihre Dörfer abgereist waren, hätte kaum jemand von dieser Aktion Notiz genommen, zumal sie am frühen Morgen stattfinden sollte. Die Partei versuchte es trotzdem und wurde von der Einsatzpolizei unter Tränengaseinsatz vertrieben. Im Fernsehen gab es dann die für die Partei nützlichen . Sie zeigte sich systemfeindlich, weil die Polizei gegen sie vorging. Als Gimmick gab es verzweifelte, mittellose Menschen, die sich PR-wirksam beschwerten, dass ihnen der Zugang zur Armenspeisung versagt wurde.
    Kurzerhand organisierte die Partei die Essensausgabe bei ihrem Parteibüro am Athener Hauptbahnhof. Wenige Meter weiter hatte Kaminis seine kommunale Osteressensausgabe samt Geschenken für mittellose Kinder organisiert. Die Chryssi-Avgi-Anhänger erfuhren, dass der Bürgermeister höchstpersönlich anwesend war. Unter Benutzung seines Abgeordnetenausweises erlangte Giorgos Germenis Zugang. Der Rechtsextreme wollte dem Bürgermeister die Leviten lesen und hatte offensichtlich vor, das Stadtoberhaupt zu schlagen. Kaminis Wache griff ein und ein haben, nach seiner Pistole zu greifen. Die meisten der rechtsradikalen Abgeordneten haben einen Waffenschein, weil sie sich als "potentielle Ziele linker Terroristen" sehen.
    Mit der weiteren Beurteilung der Ereignisse muss sich nun die griechische Justiz beschäftigen. Germenis klagt den Bürgermeister und dessen Schutzpolizisten an, weil diese sich ungebührlich gegenüber einem Abgeordneten des Parlaments verhalten haben sollen. Kaminis hingegen reicht am Mittwoch, wenn die Staatsanwaltschaft wieder geöffnet ist, eine Anzeige wegen "versuchter Körperverletzung und Beleidigung" gegen den Abgeordneten ein. Erst Ende Mai kann dann das Parlament über eine Aufhebung der Immunität des Abgeordneten entscheiden.
    Auch die Justizmühlen mahlen langsam im Land. Alles wird nur auf später aufgeschoben - bis es sich zum unüberwindlichen Hindernis auftürmt. Der Vater des verletzten Mädchens verzichtete Medienberichten zu Folge auf eine Anzeige. Offensichtlich ist er sich über die potentiellen Folgen einer solchen Anzeige bewusst. Denn festnehmen konnten die Polizisten den wütenden Abgeordneten auch dann nicht, als er versuchte, seine Waffe zu ziehen. Eine Festnahme eines Parlamentariers ist nur bei der Begehung eines Kapitalverbrechens möglich.

  5. #4245
    Avatar von ZX 7R

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    Intressieren würd mich, wie viel dieser Rentner eingezahlt hat in den Rentenfond.

  6. #4246
    Yunan
    Eine legitime Frage, aber die ausländische Einmischung rechtfertigt das nicht. Das sind zwei verschiedene Sachen. Die großen Fische können nicht verschont werden nur weil es auch kleine Fische gibt.

  7. #4247

  8. #4248
    Yunan
    922904_536652816393168_1847253896_n.jpg

    - - - Aktualisiert - - -

    Jobkrise: Zwei Drittel der jungen Griechen sind arbeitslos

    Alarmierende Zahlen vom griechischen Arbeitsmarkt: Mehr als 64 Prozent der jungen Menschen in Griechenland sind derzeit ohne Job. Damit ist die Quote binnen eines Jahres um rund zehn Prozentpunkte auf einen Rekordwert geschnellt. Die Regierung in Athen verbreitet trotzdem Optimismus.

    REUTERS
    Junger Mann vor Wandgemälde in Kalamatta: Sorgen um die jungen Arbeitslosen


    Athen - Zuletzt war es ruhiger geworden in der Dauerkrise um die griechischen Staatsfinanzen, die Regierung hatte sogar wieder zaghafte Zuversicht gewagt. Doch die aktuellen Zahlen verheißen wenig Gutes für die finanzielle Zukunft des Mittelmeerlandes. Fast zwei Drittel der Jugendlichen in Griechenland haben zur Zeit keinen Job. Wie das Statistische Amt (Elstat) am Donnerstag mitteilte, stieg die Jugendarbeitslosigkeit im Februar auf 64,2 Prozent. So hoch war die Quote noch nie. Ein Jahr zuvor lag sie noch bei 54,1 Prozent.


    Dabei hatte der Staat durchaus Anreize geschaffen, Jugendliche einzustellen. Die Regierung in Athen senkte beispielsweise den monatlichen Mindestlohn für unter 25-Jährige auf 500 Euro, um Firmen zur Beschäftigung von Jugendlichen zu animieren. Wirkung zeigten Maßnahmen wie diese jedoch kaum. Insgesamt kletterte die Arbeitslosenquote der Griechen auf 27 Prozent und hat sich damit seit dem Ausbruch der Schuldenkrise des Landes 2009 verdreifacht. Im europäischen Vergleich ist sie mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnittswert der Euro-Zone, der zwölf Prozent beträgt.
    Trotz der beunruhigenden Zahlen erwartet die griechische Regierung einen Aufschwung. Finanzminister Yannis Stournaras sagte im Fernsehen, die Talfahrt der Wirtschaft werde 2014 ein Ende haben. Damit werde auch die Arbeitslosigkeit zurückgehen. Am vergangenen Wochenende hatte der Minister der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erklärt: "Wir haben sehr gute Ergebnisse vorzuzeigen und sind aus dem Schlimmsten heraus."



    Erste positive Zeichen habe es bereits gegeben: Im April 2013 sind nach offiziellen Angaben 29.000 Menschen mehr eingestellt als entlassen worden. Notenbank rechnet mit Wachstum in 2014
    Auch die griechische Notenbank prognostiziert zunächst ein weiteres Schrumpfen der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um etwa 4,5 Prozent. Ein leichtes Wachstum sei erst 2014 zu erwarten. Die griechische Wirtschaft ist seit 2008 insgesamt um 20,1 Prozent geschrumpft.
    Seit 2010 stellen die internationalen Geldgeber aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) dem hochverschuldeten Griechenland Kredite im Gesamtumfang von 240 Milliarden Euro zur Verfügung. Im Gegenzug verlangen die Kreditgeber massive Einsparungen.

    jok/dpa

    mojojojo.jpg

  9. #4249
    Avatar von ZX 7R

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    Από την Πρέβεζα ο πρώτος καλύτερος πιλότος του ΝΑΤΟ!!!

    Ο υποσμηναγός Χαρίλαος Νίκου, που κατάγεται από το Ριζοβούνι Πρέβεζας, έλαβε το δίπλωμα του «1ου καλύτερου Πολεμιστή» του ΝΑΤΟ έπειτα από σκληρά γυμνάσια, που διήρκεσαν έναν μήνα στην Ισπανία, μεταξύ αεροπορικών δυνάμεων της Ελλάδας, της Τουρκίας, της Γαλλίας, της Πολωνίας, της Γερμανίας, της Ισπανίας και της Ιταλίας.

    blacknews.gr ??? ??? ??????? ? ?????? ????????? ??????? ??? ????!!! - blacknews.gr | ????????

  10. #4250
    Yunan
    F.B.I.-Training für Sondereinsatzkommandos in Griechenland Von petrapez | 11.Mai 2013

    Nächster Schritt zum Polizeistaat: Intensive Agenten-Ausbildung zur Bevölkerungskontrolle in Hellas sowie im nicht näher definiertem Ausland

    Zum ersten Mal befinden sich Beamte des Inlandgeheimdienstes Federal Bureau of Investigation auf Druck der Vereinigten Staaten von Amerika auf offizieller Trainingsmission für Polizisten in Griechenland.

    In der Region Thessalien werden fünfundzwanzig Polizeibeamte in die modernen Methoden der Verbrechensbekämpfung eingeweiht, nachdem vor einiger Zeit der Botschafter der U.S.A. in der Hauptpolizeidirektion von Thessalien vorstellig wurde.

    Das Überwachen des Internets spielt dabei eine zentrale Rolle. Eine flächendeckende Durchforstung der privaten Aktivitäten der eigenen Bürger bei dieser Online-Spionage würde schlechte Schlagzeilen hervorrufen.

    Deshalb hiess es ganz lapidar unter Berufung auf einen vom F.B.I. verhinderten Fall in den U.S.A, auf diese Weise könnten die Anzeichen für einen bevorstehenden Selbstmord erspäht werden – eine zynische Begründung im Angesicht der verzweifelten Lage um den täglichen Kampf um Nahrung und andere dringend benötigte Waren, hervorgerufen durch eben jene Regierung.

    Mittel und Werkzeuge, die vom F.B.I. in den U.S.A. bei der Verhinderung und Aufdeckung schwerer Verbrechen anwendet werden, werden in Griechenland künftig zur Anwendung kommen.

    Diese spezielle Ausbildung dürfte so zu interpretieren sein, dass darunter Abhörmethoden, Handy-Ortung, Spionagesoftware,Zugriffe auf die privaten Daten wie E-Mails, soziale Netzwerke, Kontenüberwachung, Überwachungskameras, heimlich angebrachte GPS-Peilsender an Fahrzeugen, Ermittlung von Personen des engeren Umfeldes, Verhörmethoden fallen.

    Die Spezialausbildung umfasst auch die Verbrechensbekämpfung an Bord von Schiffen in internationalen Gewässern, hiess es.

    Das bedeutet das Training von Sondereinsatzkommandos und Elitetruppen. Auch hier wird mit dieser Angabe wohl in Anspielung auf “Anti-Piraten-Missionen” verschleiert,dass diese Spezialkommandos wohl in erster Linie auch dazu dienen, bei entsprechender Notwendigkeit von der Regierung im eigenen Land eingesetzt werden zu können oder für geheime paramilitärische Operationen sowie Spionageeinsätze im Ausland.

    Artikel zum Thema

    25.04.2013 Into the Fire – Schonungslose Dokumentation über Rassismus und Polizeigewalt in Athen Die Zusammenarbeit der Polizei und Rassisten wie Golden Dawn, die ins Parlament eingezogen sind, ihre Übergriffe,Folter wie in den C.I.A.-Geheimgefängnissen und Repressalien werden dargestellt aber auch das beherzte Eingreifen der griechischen Bürger, die die Errichtung eines offensiven Polizeistaates und dessen Auswirkungen auf ihren Strassen in Athen mit Methoden der brutalen Hitlerhorden nicht hinnehmen.

    27.06.2009 Schäubles “Future Group” und ihr “Stockholmer Programm”: 5-Jahresplan der EU zum Überwachungsstaat “Jedes Objekt,welches das Individuum nutzt, jede Transaktion welche sie unternehmen und fast jeder Ort an den sie gehen, wird eine detaillierte digitale Aufzeichnung davon erzeugen. Dies wird eine Fülle von Information für Organisationen der Öffentlichen Sicherheit generierenund riesige Möglichkeiten für effektivere und produktivere Angelegenheiten der Öffentlichen Sicherheit.”

    Quelle: FBI Agents Train Greek Police | Greece.GreekReporter.com Latest News from Greece

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