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Nachrichten aus Serbien

Erstellt von DZEKO, 29.08.2013, 16:43 Uhr · 5.675 Antworten · 222.672 Aufrufe

  1. #2831
    Avatar von Izdajnik

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    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Baumschule?



    Ich ficke dich und deine Rechtschreibung.

    Zum Thema:
    Am Tag an dem der 2.WK ausgebrochen ist, kann das Thema nicht Tito und SFRJ sein, sondern die Nazis und die Kroaten. Serbien ist auch erst mal nicht in der Verpflichtung Verbrechen schneller als Kroatien aufzuarbeiten.
    Die Kroaten, die versucht haben den Krieg zu verhindern oder diejenigen, die bei der Ustasa waren? Denn an diesem Tag wussten die meisten Kroaten überhaupt nicht, was geschehen würde, bzw. sie gingen von einem anderen Verlauf aus.

  2. #2832
    Avatar von Jean Gardi

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    Zitat Zitat von Cypriot Beitrag anzeigen
    Die Sticheleien bezüglich Kosovo und Metochien haben die Regierung in Beograd sehr viel anzugehen, KosMet ist ein Bestandteil der Republik Serbien. Kroaten sollten aufhören die Regierung in Beograd zu provozieren indem sie mit irgendwelchen "Kosovaren" posieren. Der Feind des Feindes ist lange noch kein Freund. Kosmet ist das selbe wie die Vojvodina, ein fester Bestandteil Serbiens.

    Kroaten bei uns im Dorf jedes Jahr zu Besuch und stets willkommen. Serben dagegen betreten unser Dorf nie.










  3. #2833

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    Wow seid ihr krass

  4. #2834
    Avatar von NovaKula

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    Ajde ne baljezgajte ovde, jebo vam Enver Hodža ruke na tastaturi.

  5. #2835
    Avatar von Jean Gardi

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  6. #2836
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Baumschule?



    Ich ficke dich und deine Rechtschreibung.

    Zum Thema:
    Am Tag an dem der 2.WK ausgebrochen ist, kann das Thema nicht Tito und SFRJ sein, sondern die Nazis und die Kroaten. Serbien ist auch erst mal nicht in der Verpflichtung Verbrechen schneller als Kroatien aufzuarbeiten.

    Daro ist Daro ist Daro...sei doch nicht so streng zu ihm...wegen der Rechtschreibung

    Diese Verpflichtung gibt es nicht, das stimmt schon.

    Aber was wäre, wenn so etwas wie ein Wettbewerb entstünde, wer gründlicher, besser und schneller seine eigene(n) Vergangenheit(en) aufarbeitet? Und hätte da nicht gerade Serbien eine gute Möglichkeit sich zu profilieren - zumal derjenige, der als erster anfängt, auch viel schneller ist und in moralischer Hinsicht einen Vorteil hätte, derjenige würde eben zeigen, dass er auch anders als die anderen kann.

    Ein Erinnern, welches einen Dialog und Zusammenarbeit mit den Nachbarn ermöglicht, ist das einzig zielführende und würde die gesamte Region auch stärken, weil sich völlig neue Perspektiven eröffnen könnten.

    Ich weiß, dass das ein sehr schwieriges und anspruchsvolles Thema ist. Habe soeben ein ganzes Buch über die Vergangenheitsaufarbeitung der 90er in Serbien gelesen. Es ist gemessen an dem Punkt, wo sie angefangen hat, unglaublich viel passiert. Vieles war aber auch nicht von Vorteil zB "radikale" NGOs, die kaum eine Chance hatten, mehrheitsfähig zu werden, da sie vom Ansatz her viel zu extrem waren. Unter anderem haben sie sich auch gegenseitig in ihrer Arbeit unterlaufen und und und
    Auch wurde sehr viel Kritik an der erzwungenen Aufarbeitungspolitik der EU geübt. Denn gerade dort, wo sie in Serbien von sich aus tätig geworden waren, wie zB die Resolution über Srebrenica, war auch die größte und auch tiefergehende Wirkung auf gesellschaftlicher Ebene erzielt worden. Serbische Vergangenheitsaufarbeitung | Global Studies | Soziologie | Sozialwissenschaften | Reihen | transcript Verlag


    Und hier ein Beispiel aus Kroatien, wie man es auf politischer Ebene machen kann, auch wenn gerade die "Einschlägigen" durchdrehen. Nichts hat einen größeren Effekt als die Solidarisierung mit den Opfern, wo man Verantwortung übernimmt:

    Ivo Josipovi? za "Blic": BOJKOTUJEM USTA?TVO, idem u Jasenovac sa Srbima i Jevrejima

    Es macht keinen Sinn den jeweils anderen für den Umgang mit der eigenen (schwarzen) Geschichte zu kritisieren, egal um wen es geht. Das Schlimme daran ist, dass man auf diese Art die eigenen Opfer völlig banalisiert. Und das haben sie sicher nicht verdient. Goldstein hat ein tolles Buch geschrieben, welches auch international Beachtung fand:

    1941: The Year That Keeps Returning by Slavko Goldstein ? review | Books | The Guardian

    Er hat damit ein wichtiges Zeichen gegen den Geschichtsrevisionismus gesetzt, denn Tudjman hat insbesondere die Jasenovac-Opfer solange gekürzt, bis er zuletzt bei 5.000- 7.000 angelangt war. In Kroatien hat Goldstein mit seinem Buch viel Aufruhr ausgelöst. Der Aufruhr bedeutet aber zunächst nichts negatives, sondern im Gegenteil, es ist ein Thema, eine Debatte, welche nicht egal ist. Es wäre viel schlimmer gewesen, wenn niemand darauf reagiert hätte.

  7. #2837
    Avatar von Izdajnik

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    Die Aufarbeitung kann nur ein Erneuerung und Demokratieprozess sein. Jeder Blick zu den Nachbarn blockiert nur.

    Kroatien hat es eigentlich ziemlich leicht und bei einem Teil der Gesellschaft ist das auch schon geschehen. Leicht ist es, weil die Ustasa keine Sympathie erzeugen, die Anhänger sind meist Diaspora oder Faschistenenkel und Urenkel oder sie beziehen sich nur auf die 90er. In HR gibt es öfter die abwertende Charaktisierung über die Anhängerschaft zu Starcevic. Merkwürdig bei Starcevic ist, dass kaum ein kroatischer Intellektueller ihn wirklich kritisiert hat, auch wenn die meisten, die ihn loben, sich nicht auf den nationalistsichen Teil seiner Arbeit beziehen. Slavko Goldstein hat es klar benannt: Starcevic war ein widerlicher Rassist, der gegen Juden und Serben hetzte. Das Problem in Kroatien ist eigentlich nur, dass man sich nie um den nationalen Mythos kümmern konnte, weil die meiste Zeit die eigene Nation im Bund mit anderen gesehen wurde, also im Panslawismus. Exklusiv wurde es eigentlich erst ab 1929 mit dem Mord an Radic und der Königsdikatur und dann mit den Ustase. Das sind keine guten Grundlagen.

    In Serbien ist das weit komplexer, da man sich leichter auf die Seite der Guten sieht. Die Mythen sind wirklich mächtig. Der ganze Aufbau mit der Kirche: Heilige Schlacht, Rache, Opfertum, Kriegervolk und ganz wichtig auch die Verräter. Dazu kommt, die durchaus faszinierende serbische Propaganda. Ich kann dir Bücher mit großen Namen sagen, die einem plumpen serbischen Nationalismus huldigen (nicht nur Handke). Eigentlich unglaublich, wie diese Leute plötzlich blind daran beteiligt sind Geschichte umzuschreiben.

    Dieser Mythos ist auch sehr anziehend, ich kann mir vorstellen, dass man sich dem nur schwer entziehen kann. Viel ist auch im alltäglichen Denken enthalten und den Leuten gar nicht bewusst. Die genauen Hintergründe kennen viele nicht. Hier im Forum ist es natürlich extrem, so sind fast alle auf einer gewissen Linie, ohne es zu merken. Mit diesem Hintergrund die Cetniks kritisieren oder die Kirche? Schwierig, zu oft stehen sie als Helden da. Außerdem gibt es diesen Mechanismus immer sofort auf Kroaten zu zeigen, die immer schlimmer sein müssen, auf den bösen Westen oder den Vatikan.

    Da hat Kroatien den traurigen Vorteil, dass sich keine Sau für Serbien interessiert, ein paar Sticheleien genügen.

  8. #2838
    Avatar von Methica

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    Nee. Die Geschichte der Serben wird erst seit ein paar Jahrzehnten umgedeutet. Jedes Volk mit so einer Geschichte hat nun mal seine Mythen und seine historischen Ereignisse. Das ist völlig normal: Nibulungenlied, nordische Sagen oder gar nicht zu reden von den Griechen.

    Ich fürchte nur, wir sind die einzigen auf dem Balkan, die da so etwas von dieser Bedeutung haben und das wird uns missgönnt und jetzt wird von den anderen geschichtsgeklittert und geleugnet, dass sich die Balken biegen.

  9. #2839
    Avatar von Cobra

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    Zitat Zitat von Methica Beitrag anzeigen
    Nee. Die Geschichte der Serben wird erst seit ein paar Jahrzehnten umgedeutet. Jedes Volk mit so einer Geschichte hat nun mal seine Mythen und seine historischen Ereignisse. Das ist völlig normal: Nibulungenlied, nordische Sagen oder gar nicht zu reden von den Griechen.

    Ich fürchte nur, wir sind die einzigen auf dem Balkan, die da so etwas von dieser Bedeutung haben und das wird uns missgönnt und jetzt wird von den anderen geschichtsgeklittert und geleugnet, dass sich die Balken biegen.
    Nebeski narod.....
    Da machse nix...
    Und Friedensstifter sowieso...



  10. #2840
    Avatar von daro

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    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Baumschule?



    Ich ficke dich und deine Rechtschreibung.

    Zum Thema:
    Am Tag an dem der 2.WK ausgebrochen ist, kann das Thema nicht Tito und SFRJ sein, sondern die Nazis und die Kroaten. Serbien ist auch erst mal nicht in der Verpflichtung Verbrechen schneller als Kroatien aufzuarbeiten.
    Am Tag wo der 2.WK beendet wurde gab es kein Kroatien.
    Natürlich ist das Tema Tito, der alle Ustasas und Angehörigen bestraft hat.
    Die Verantwortlich die nicht nach Südamerika oder Spanien geflohen sind konnten nicht bestraft werden aber die Jenigen die nicht fliehen konnten oder geblieben sind wurden hart bestraft.

    Die Verbrechen wurden in Yu-Zeiten aufarbeitet, das Kroatien von Heute hat nichts mit der NDH zu tun, natürlich muss Kroatien bewust sein welches Verbrechen die NDH war und dass ist es auch.

    Was fehlt dann deiner Meinung was soll Kroatien aufarbeiten was fehlt da noch.

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