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Nachrichten aus Serbien

Erstellt von DZEKO, 29.08.2013, 16:43 Uhr · 5.671 Antworten · 221.747 Aufrufe

  1. #2941
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Semion Beitrag anzeigen
    @Dinarski Vuk
    Svetozar Borojevic war für dich Kroate?
    Er sah sich bis zu seinem letzten Tag als Kroaten, orthodoxen Glaubens an. Das kroatisch-serbische Verhältnis, die nationale Identität- und Wahrnehmung war eine völlig andere als heute und viele Serben aus Kroatien haben damals freiwillig in der k.u.k Armee gegen Serbien gekämpft. Die serbische Militärliteratur bestand damals auch nur aus Misic, Stepanovic oder Gavrilovic und über Borojevic wurde nahezu nichts berichtet und geschrieben, obwohl er ein ausgezeichneter Militärstratege von Weltformat gewesen ist. Die neue SHS-Regierung hat ihn ebenfalls daran gehindert, sich ihnen zur Verfügung zu stellen und durfte somit nicht nach Zagreb kommen.

  2. #2942
    Avatar von daro

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Und Serbien war militärisch nach den zwei Balkankriegen geschwächt, so dass sie sicherlich kein Interesse hatten in einem weiteren Krieg verwickelt zu werden. Vernünftige Diplomaten hatten früher Krisen entschärft, etwa im Streit der Grossmächte um ihre Stellung in Afrika oder bei der durch die Balkankriege von 1912-1913 hervorgerufenen Unruhen. Die Öffentlichkeit in Europa war damals viel mehr geschockt, als serbische Putschisten 1903 das Königspaar ermordet und die Leichen aus einem Fenster des Königspalastes geworfen haben als beim Sarajevo Attentat.

    Ich weiss das ist jetzt Alternativgeschichte, aber wäre Österreich sofort gegen Serbien vorgegangen, ohne sich einer deutschen Unterstützung zu versichern, wären die Serben nicht nur möglicherweise, sondern höchstwahrscheinlich strategisch ebenso isoliert gewesen, wie sie anfänglich moralisch isoliert waren. Österreich war aber nicht bereit allein vorzugehen und so entwickelte sich aus einem regionalen Konflikt eine allgemeine europäische Krise.
    Serbien führte mehrere Kriege nach einander Zarigrad wurde gemeinsam mit dem Bulgaren und Griechen zurück erobert, nach Machtkämpfen mit dem Glaubensbrüder ging Zarigrad wider an die Türkei.
    Serbien hat Selbstmord begannen in der Zeit, gerettet hat sie nur die Niderlage des ehemaligen besten Wirtschaftspartner.

  3. #2943
    Avatar von Methica

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    Zitat Zitat von daro Beitrag anzeigen
    Naürlich hat keiner Lust von einem Keiser zu haben der nicht einer vom eigenen Volk ist.
    Menn ich mir aber anschaue wie gut KuK bildungstechnisch und wirtschaftlich stand, der wille nach Freiheit hat unsere Region weit weit nach hinten gebracht Heute ist die von der Natur gesegnete Region wirtschaftlich Arm dran.

    Jeder Serbe der in der Diaspora lebt hat kein Recht zu sagen wie Heldenhaft der Blödsin war, selber sind sie aus Wirtschaftlichen Gründen in der Diaspora kein Heldenmut der Wunsch nach einem wirtschaflich geordneten Leben hat sie hier her verschlagen.

    Wiele kämpfen auch gegen den Westen an und verfluchen ihn auch Regierung sind dem Verfallen.
    Schau dir aber bitte mal an, was die aus Kroatien und Ungarn gemacht haben. Im Grunde auch sehr wenig.

    Erst durch den König anfänglich und später durch die Kommunisten, ob man das hören will oder nicht, sind teilweise die Dörfer erstmalig mit Strom versorgt worden.
    EInen richtigen Bildungsschub gab es auf dem Balkan auch erst unter den Kommunisten.

    Ich sehe viele Dinge heute erst, die ich früher überhaupt nicht wahrgenommen habe.

  4. #2944
    Avatar von daro

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    Zitat Zitat von Methica Beitrag anzeigen
    Mir ist so ziemlich egal, ob Gavrilo Princip für Sympathien bei Österreichern gesorgt hat oder nicht. Im Übrigen war seine Gruppe ein ziemlich bunter Haufen, wo alle Ethnien vertreten waren.

    Die Österreicher haben doch nur einen Vorwand gesucht, um gegen Serbien vorzugehen.

    Und natürlich war es richtig, den Österreichern die Stirn zu bieten. Die wollten das durch die Vertreibung der Türken entstandene Machtvakuum besetzen.

    Mit Mühe und Not war endlich nach Jahrhunderten die Türken weg und da sollte man jetzt anstelle von denen die Österreicher über den Balkan herrschen lassen. Na, vielen Dank auch.

    Die haben bekommen was sie gesucht und verdient haben und Schluss.
    Ja die lustige Truppe der Schwarzen Hand, hat jedem Elend gebracht.

  5. #2945
    Avatar von Methica

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    Zitat Zitat von daro Beitrag anzeigen
    Ja die lustige Truppe der Schwarzen Hand, hat jedem Elend gebracht.
    Überhaupt nicht.

    Den Serben hat es Freiheit gebracht, die bis heute anhält und gut ist.

  6. #2946
    Avatar von daro

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    Zitat Zitat von Methica Beitrag anzeigen
    Schau dir aber bitte mal an, was die aus Kroatien und Ungarn gemacht haben. Im Grunde auch sehr wenig.

    Erst durch den König anfänglich und später durch die Kommunisten, ob man das hören will oder nicht, sind teilweise die Dörfer erstmalig mit Strom versorgt worden.
    EInen richtigen Bildungsschub gab es auf dem Balkan auch erst unter den Kommunisten.

    Ich sehe viele Dinge heute erst, die ich früher überhaupt nicht wahrgenommen habe.
    Das Bildungsniveau wurde nach mehreren Kriegen im Grund und Boden geschlagen es musste ein Bildungsschub folgen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Methica Beitrag anzeigen
    Überhaupt nicht.

    Den Serben hat es Freiheit gebracht, die bis heute anhält und gut ist.
    Es ist ein purer Zufall das Serbien das überlebt hat.

    Die Schwarze Hand bleibt auch Ofizielle eine Terororganisation keine Helden nur spätere Nationalisten.

  7. #2947
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von daro Beitrag anzeigen
    Ja die lustige Truppe der Schwarzen Hand, hat jedem Elend gebracht.
    naja, das ist ein wenig kurz gedacht, man kann ja jetzt nicht sagen "er hätte den nicht erschiessen sollen, unter KuK wäre es uns wirtschaftlich besser gegangen" - erstmal ist das nicht sicher, zum anderen waren die Kriegsparteien längst bis zu den Ohren gerüstet und haben nur auf einen Zündfunken gewartet. Das WK I- und nachfolgendes Elend kann man nicht Princip anlasten sondern der vergurkten Machtstruktur Europas und dem verkackten Ehrenkodex der Militärs.

  8. #2948
    Avatar von Izdajnik

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Leider nicht. Wenn wir über die Rolle der Kroaten während des ersten Weltkrieges sprechen fallen mir auf Anhieb zwei grosse Namen ein: Svetozar Borojevic und Admiral Janko Vukovic. Im sogennanten Gebirgskrieg in Italien war Borojevic der einzige Feldmarschall überhaupt, der kein Österreicher oder Deutscher gewesen ist. In einer Kriegsphase gelang es Borojevic sogar bis an die Tore Venedigs vorzudringen (Rommel kämpfte u.a. unter seinem Kommando) und allgemein wurde er zu dieser Zeit von allen gegnerischen Seiten gewürdigt. Ich empfehle dir Hemingways Roman über die Isonzo-Schlachten "a farewell to arms" bei einem regnerischen Nachmittag zu gönnen, fast Lust dazu besteht Hat Kroatien ihre Rolle bei der literarischen Aufarbeitung des ersten Weltkrieges nicht genügend gewürdigt und völlig bei Seite gelassen?
    ich hab eine Quelle mit 30.000 gefunden. https://books.google.de/books?id=SHa...sokole&f=false Seite 103.


    Mich interessiert vor allem, was wirklich aus den Texten von Ujevic, Krleza oder die Slobodarka von Smodlaka. Waren das die Träume ein paar Intellektueller oder wirklich der Anfang einer neuen Zeit. Krleza hat es versucht und wurde für einen Spion gehalten, Krleza hat in Paris Kaffee getrunken.

    An diesen Namen kommt natürlich keiner in der kroatischen Literatur vorbei und beide waren Anhänger der jugoslawischen Idee. Kroatien deutet alles um. Vladimir Nazor kämpfte schon als Partisane, da erschien ein Buch von ihm in einem Wiener Verlag, glaub 1943. Ausgerechnet in Istrien (glaube ich) strich man seinen Namen vom Lehrplan und verbannte seine Bücher, sie wurden vernichtet. Anererseits widmete man Ivan Kovacic 1993 eine Briefmarke in Kroatien, man könnte rätseln darüber, ob es an seiner Stellung bei der Post in Foca, die er von der Ustasa Regierung erhalten hatte oder seinen großartigen Antikriegsgedichten aus Partisanenzeit, lag Von Aufarbeitung als keine Spur, regional sehr verschieden und sehr kreativ in der Deutung. Ist vielleicht auch gut so, sonst müssten man einige Straßen und Schiffe von den jugoslawisch gesinnten Schrifstellern entfernen, wobei man in Split sogar Njegos seine Straße bis heute gönnt.


    Im Prinzip sagt diese Szene alles über Kroatien aus.



    Im Kampf gegen die Deutschen und die Ustasa singen die Partisanen ein kroatisches Lied. Der Höhepunkt ist dann natürlich, der Blick des Deutschen, der es nicht fassen kann und "Ustaschen nach vorn" brüllt. Was ein Schlag in die Faschistenfresse

    PS: Danke für den Hemingway Tipp, der lohnt sich immer

  9. #2949
    Avatar von daro

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    naja, das ist ein wenig kurz gedacht, man kann ja jetzt nicht sagen "er hätte den nicht erschiessen sollen, unter KuK wäre es uns wirtschaftlich besser gegangen" - erstmal ist das nicht sicher, zum anderen waren die Kriegsparteien längst bis zu den Ohren gerüstet und haben nur auf einen Zündfunken gewartet. Das WK I- und nachfolgendes Elend kann man nicht Princip anlasten sondern der vergurkten Machtstruktur Europas und dem verkackten Ehrenkodex der Militärs.
    Hast recht aber es der Erste Weltkrieg hätte andes wo Feuer gefangen aber eventuell nicht in unser Region.

  10. #2950
    Avatar von Izdajnik

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    Zitat Zitat von Methica Beitrag anzeigen
    Schau dir aber bitte mal an, was die aus Kroatien und Ungarn gemacht haben. Im Grunde auch sehr wenig.

    Erst durch den König anfänglich und später durch die Kommunisten, ob man das hören will oder nicht, sind teilweise die Dörfer erstmalig mit Strom versorgt worden.
    EInen richtigen Bildungsschub gab es auf dem Balkan auch erst unter den Kommunisten.

    Ich sehe viele Dinge heute erst, die ich früher überhaupt nicht wahrgenommen habe.
    Trotzdem war Jugoslawien in Europa ein sehr armes Land zu dieser Zeit. Für Kroatien war diese Verbindung eine Hoffung und später eine große Enttäuschung. Aber die Entscheidung dazu ist nachvollziehbar. Denn weder mit den Österreichern, noch den Ungarn oder Italienern war man glücklich.

    Was du hier nur dem König anlastest ist eigentlich genau eins der Probleme der damaligen Zeit, denn ein Gemeinschaftsgefühl kam nicht auf. Teilweise fühlten Serben sich bedroht, durch die katholische Kirche, die durch diese Ablehnung eigentlich erst zu einem wichtigen Identifikationspunkt für Kroatien wurde, und andererseits fühlten die Kroaten sich benachteiligt. Das erste Jugoslawien bestand aus mehr als einem König und Serbien und es gab auch nicht nur die Monarchisten und Zentralisten. In Kroatien hatten Serben und Kroaten ein eigentlich gutes Verhältnis, zumal sie auf dem Land nebeneinander das gleiche ärmliche Leben führten. Einige Serben standen auf der Seite von Macak und Gruppierungen, wie ORJUNA waren ein Zeichen dafür, dass nicht ganz Kroatien antiserbisch war. Die Linken zb. wurden unabhängig von der Nationalität bekämpft.

    Letztlich ist es für Kroaten und Serben der größte Verlust, dass man damals nicht die Kurve bekam. Das lag an Kleinkriegen und die Rolle Serbiens sollte man nicht immer mit Anekdoten über den König verwässern. Und was Kroatien betrifft ist wohl der härteste Schlag das Auseinanderbrechung des Kroatisch-serbischen Verhältnis in Kroatien. Hunderttausende Tote wegen beschissener Religion und der Machtgier.

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