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Nächste Schritte im Thema Kosovo

Erstellt von Ronhill, 18.02.2008, 17:48 Uhr · 46 Antworten · 1.564 Aufrufe

  1. #11

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    Zitat Zitat von Ronhill Beitrag anzeigen
    Europa tut sich schwer mit dem unabhängigen Kosovo, und das nicht ohne Grund. In einigen Ländern gibt es Probleme mit ethnischen Minderheiten. Diese könnten sich zur Abspaltung ermuntert fühlen.



    Baskische Nationalisten demonstrieren in Bilbao. (Bilder: Keystone)


    Völkerrechtlich ist die einseitige Loslösung des Kosovo von Serbien ein fragwürdiger Akt. Doch nicht nur deshalb äussern sich viele Staaten skeptisch bis ablehnend. Selbst die EU wird kaum eine einheitliche Linie finden, denn mehrere Mitgliedsländer sind offen gegen die Unabhängigkeit. Es sind jene, die selber Probleme mit aufmüpfigen Minderheiten haben. Ein Überblick über die potenziellen «Kosovos»:

    Spanien: In Katalonien und im Baskenland sind starke separatistische Kräfte am Werk, die eine Unabhängigkeit anstreben. Die baskische ETA kämpft mit Terroranschlägen gegen die Regierung in Madrid. Als einziges «westliches» EU-Land will Spanien deshalb den unabhängigen Kosovo nicht anerkennen.

    Rumänien/Slowakei: In beiden Ländern gibt es ungarische Minderheiten, mit denen das Zusammenleben nicht spannungsfrei ist. Vertreter der Ungarn in Rumänien haben die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo bereits als Vorbild und «Präzedenzfall» für alle EU-Staaten mit einer ethnischen Minderheit bezeichnet. Rechtsextreme Kreise träumen von einem Gross-Ungarn.

    Bulgarien: Knapp zehn Prozent der Bevölkerung sind Türken, die unter dem kommunistischen Regime unterdrückt und zur «Slawisierung» ihrer Namen gezwungen wurden. Auch heute ist das Zusammenleben nicht problemfrei.

    Zypern: Seit 1974 ist die Insel in einem griechischen und einen türkischen Teil geteilt. Die Türkische Republik Nordzypern erklärte sich 1983 ähnlich wie heute der Kosovo einseitig für unabhängig, sie wird jedoch nur von der Türkei anerkannt. Mit der Abwahl des Hardliners Tassos Papadopoulos als Präsident der griechischen Zyprer könnte eine Wiedervereinigung zum Thema werden.

    Bosnien-Herzegowina: Die Republika Srpska, der serbische Teilstaat, könnte sich als Revanche für den Kosovo ebenfalls einseitig für unabhängig erklären oder sich Serbien anschliessen.

    Mazedonien: Die Spannungen zwischen slawischer Mehrheit und albanischer Minderheit haben die ehemalige jugoslawische Teilrepublik mehrfach an den Rand des Bürgerkriegs gebracht. Die Probleme könnten mit der Unabhängigkeit des Kosovo neu aufflammen.

    Georgien: Die von Russland unterstützten Regionen Südossetien und Abchasien lösten sich 1990 und 1992 mit Gewalt von der ehemaligen Sowjetrepublik. Offiziell hat Russland die Abspaltung nicht unterstützt. Durch die Unabhängigkeit des Kosovo droht Moskau damit, seine Haltung zu überdenken.

    Armenien/Aserbeidschan: Seit 20 Jahren ist der Konflikt um die Region Nagorni-Karabach ungelöst. Die von Armeniern bewohnte Enklave spaltete sich von Aserbeidschan ab, im Bürgerkrieg kamen rund 20 000 Menschen ums Leben. Die Abspaltung wird international nicht anerkannt


    bei denen gab es keinen genozid versuch,keine vertreibungen,also können sie sich lieber anderen dingen widmen.

  2. #12
    Avatar von Ronhill

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    Zitat Zitat von napoleon Beitrag anzeigen
    bei denen gab es keinen genozid versuch,keine vertreibungen,also können sie sich lieber anderen dingen widmen.
    Da wäre ich mir nicht ganz sicher. Siehe das Armenien/Aserbeidschan Problem!

  3. #13

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    Zitat Zitat von Ronhill Beitrag anzeigen
    Japan und Frankreich wollen Kosovo überraschend anerkennen

    so überraschend ist das nicht,das war schon vorher klar.

  4. #14
    Avatar von Ronhill

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    Kosovo wird von Kosovo anerkannt

    Als erstes Land hat Frankreich die Unabhängigkeit der ehemals serbischen Provinz Kosovo anerkannt. Die USA wollen am Dienstag Frankreichs Schritt folgen. In Serbien gehen die Proteste indes weiter.



    Präsident Nicolas Sarkozy habe bereits einen entsprechenden Brief an den kosovarischen Präsidenten geschrieben, sagte Außenminister Bernard Kouchner am Montag in Brüssel. "Das ist das Ende der Krise auf dem Balkan." Allerdings werde es noch lange dauern, bis sich die Lage entspannt habe.

    Diplomaten rechneten damit, dass ähnliche Schritte weiterer Staaten im Laufe des Montags folgen dürften. US-Präsident George W. Bush will am Dienstag eine Erklärung zur Unabhängigkeit der Provinz abgeben. Am Montag sprach er während seiner Afrika-Reise in Tansania von einer Unabhängigkeit der Menschen des Kosovo. "Die Kosovaren sind jetzt unabhängig. Das ist etwas, was ich und meine Regierung schon lange befürwortet haben." Der britische Fernsehsender BBC hatte zuvor berichtet, die USA habe das Kosovo als erster Staat anerkannt, ohne Einzelheiten zu nennen.

    Die Regierung in Belgrad hatte zuvor Strafanzeige gegen Kosovo-Premier Thaci, Präsident Fatmir Sejdiu und den Parlamentsvorsitzenden Jakup Krasniqi gestellt. Damit will die Führung ihre Entschlossenheit unterstreichen, die Unabhängigkeit der mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz nicht anzuerkennen. Für Montagabend ist in Belgrad eine Dringlichkeitssitzung des Parlaments einberufen, bei der die Unabhängigkeit Kosovos für Null und Nichtig erklärt werden soll.

    Der ehemalige Unabhängigkeitskämpfer Thaci ist in Serbien bereits als Terrorist verurteilt. Als Verhandlungsführer für die Mehrheit der Kosovo-Albaner traf er im vergangenen Jahr wiederholt serbische Regierungsvertreter - wenngleich nie in Serbien. Der frühere serbische Diktator Slobodan Milosevic ließ nach dem Kosovo-Krieg US-Präsident Bill Clinton, Großbritanniens Ministerpräsident Tony Blair und andere westliche Politiker wegen der Angriffe auf Belgrad anklagen, mit denen die Nato die Vertreibung der Kosovo-Albaner verhinderte.

    Die spanische Regierung ließ indes wissen, sie werde "den vom kosovarischen Parlament einseitig erklärten Akt nicht anerkennen". Außenminister Miguel Angel Moratinos fügte am Montag zum Auftakt des EU-Außenministertreffens in Brüssel hinzu: "Wir denken nicht, dass dies dem internationalen Recht entspricht.

    China maßregelt Taiwan

    Auch China reagierte besorgt auf die Unabhängigkeitserklärung. Damit würden die Bemühungen um eine multiethnische Gesellschaft untergraben und die Stabilität auf dem Balkan gefährdet, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Montag in Peking. Scharf reagierte er auf eine Erklärung der Regierung Taiwans, die die Eigenständigkeit begrüßte. Taiwan komme es als Teil Chinas nicht zu, eine völkerrechtliche Anerkennung auszusprechen, sagte Außenamtssprecher Liu Jianchao. "Wir treten entschlossen jedem und jeder Organisation entgegen, die Taiwan vom Festland abtrennen will", sagte er. Peking ist besorgt, dass das Kosovo zum Präzedenzfall werden und neben dem Konflikt mit Taiwan auch den unabhängigkeitsbestrebungen in Tibet und in der Region Xinjiang Auftrieb geben könnte.




    Russland protestierte ebenfalls. Am Sonntag hatte die Regierung in Moskau eine Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrats einberufen, die jedoch ohne Ergebnis blieb. Wie auch Serbien sieht Russland die Unabhängigkeit als Verstoß gegen die Uno-Resolution 1244 von 1999, die das Kosovo unter die Verwaltung der Vereinten Nationen stellt. Die Resolution bestätigt auch die völkerrechtliche Zugehörigkeit zu Serbien. Der russische Uno-Botschafter Witali Tschurkin sagte vor Journalisten, seine Regierung sei "sehr besorgt" über die Erklärung des Parlaments in Pristina. Moskau sorge sich um die Sicherheit der 120.000 im Kosovo lebenden Serben und anderer Minderheiten.



    Indonesien lehnte die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo ab. Die Regierung bedaure den einseitigen Schritt und hoffe, dass dieser keine neuen Spannungen auf dem Balkan verursache, hieß es in einer in Jakarta veröffentlichten Erklärung. Das auch von den Vereinten Nationen unterstützte Prinzip der territorialen Unversehrtheit müsse aufrechterhalten werden.



    Der stellvertretende Uno-Botschafter der USA, Alejandro Wolff, sagte, die Situation schaffe keinen Präzedenzfall. Washington sehe keinen Anlass zu besonderer Sorge. Die USA begrüßten die Zusicherungen der Regierung im Kosovo, dass die religiösen und ethnischen Gemeinschaften respektiert würden. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, die Resolution 1244 bleibe weiter in Kraft. Die Vereinten Nationen würden "ihr Mandat im Lichte der sich entwickelnden Umstände weiter erfüllen". Ban rief alle Seiten auf, sich jeglicher Aktionen oder Erklärungen zu enthalten, die den Frieden und die Sicherheit im Kosovo und auf dem Balkan gefährden könnten. "Wir bedauern, dass der Sicherheitsrat sich nicht auf einen nach vorn gerichteten Weg einigen kann", sagte Belgiens Uno-Botschafter Johan Verbeke am Sonntag im Namen seines Landes, Deutschlands, der USA, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und Kroatiens vor dem Uno-Sicherheitsrat.



    Neun Jahre nach Ende des Kosovo-Kriegs hatte sich die südserbische Provinz am Sonntag in Pristina für unabhängig erklärt. In der Kosovo-Hauptstadt Pristina feierten bis in die Morgenstunden hinein Zehntausende Menschen trotz Kälte auf den mit Fahnen geschmückten Straßen die Unabhängigkeit. Der Höhepunkt des Festes war ein riesiges Feuerwerk über der Stadt. Die Kundgebungen verliefen nach übereinstimmenden Berichten friedlich. Mit knapp 11.000 Quadratkilometern ist das Kosovo etwa halb so groß wie Mecklenburg-Vorpommern. Der neue Staat hat 2,1 Millionen Einwohner, 95 Prozent von ihnen sind Albaner



    Am Montag wollen die Außenminister der 27 EU-Länder in Brüssel über die Lage beraten. Diplomaten schließen nicht aus, dass die vier größten EU-Länder Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien direkt nach der Sitzung ihre Anerkennung des Kosovo bekanntgeben werden. Unmittelbar darauf könne es dann auch die Anerkennung durch die USA geben, hieß es. Geschlossen wird die EU aber keine Anerkennung aussprechen. Nach Angaben von Diplomaten gehen derzeit noch mindestens fünf Länder diesen Schritt nicht: Zypern, Griechenland, die Slowakei, Bulgarien und Rumänien.



    In der serbischen Hauptstadt Belgrad kam es zu gewaltsamen Protesten. An den Ausschreitungen waren mehrere hundert junge Männer beteiligt. In die Unfallklinik wurden mehr als 65 Verletzte gebracht, die Hälfte davon Polizisten und Journalisten. Es wurde von keinen Festnahmen berichtet. Die Randalierer griffen die US-Botschaft und die diplomatische Vertretung des EU-Ratsvorsitzenden Sloweniens an und verursachten Sachschäden. Zu Zusammenstößen kam es auch vor der Botschaft Albaniens, die von mehreren hundert Sonderpolizisten beschützt wurde. Schwere Zusammenstöße, Sachschaden und mehrere Festnahmen wurden auch aus der nördlichen Stadt Novi Sad gemeldet. Auch dort handelte es sich um Jugendliche.
    ------------------------------------------------------------------

    Beitrag erstellt von ‎T1TT0L4R0CC4!!!!!!

  5. #15

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    Frankreich erkennt Kosovo an

    Als erstes Land hat Frankreich die Unabhängigkeit der ehemals serbischen Provinz Kosovo anerkannt. Die USA wollen am Dienstag Frankreichs Schritt folgen. In Serbien gehen die Proteste indes weiter.


    Präsident Nicolas Sarkozy habe bereits einen entsprechenden Brief an den kosovarischen Präsidenten geschrieben, sagte Außenminister Bernard Kouchner am Montag in Brüssel. "Das ist das Ende der Krise auf dem Balkan." Allerdings werde es noch lange dauern, bis sich die Lage entspannt habe.
    Diplomaten rechneten damit, dass ähnliche Schritte weiterer Staaten im Laufe des Montags folgen dürften. US-Präsident George W. Bush will am Dienstag eine Erklärung zur Unabhängigkeit der Provinz abgeben. Am Montag sprach er während seiner Afrika-Reise in Tansania von einer Unabhängigkeit der Menschen des Kosovo. "Die Kosovaren sind jetzt unabhängig. Das ist etwas, was ich und meine Regierung schon lange befürwortet haben." Der britische Fernsehsender BBC hatte zuvor berichtet, die USA habe das Kosovo als erster Staat anerkannt, ohne Einzelheiten zu nennen.
    Die Regierung in Belgrad hatte zuvor Strafanzeige gegen Kosovo-Premier Thaci, Präsident Fatmir Sejdiu und den Parlamentsvorsitzenden Jakup Krasniqi gestellt. Damit will die Führung ihre Entschlossenheit unterstreichen, die Unabhängigkeit der mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz nicht anzuerkennen. Für Montagabend ist in Belgrad eine Dringlichkeitssitzung des Parlaments einberufen, bei der die Unabhängigkeit Kosovos für Null und Nichtig erklärt werden soll.
    Spanien ist gegen die Unabhängikeit der Provinz


    Der ehemalige Unabhängigkeitskämpfer Thaci ist in Serbien bereits als Terrorist verurteilt. Als Verhandlungsführer für die Mehrheit der Kosovo-Albaner traf er im vergangenen Jahr wiederholt serbische Regierungsvertreter - wenngleich nie in Serbien. Der frühere serbische Diktator Slobodan Milosevic ließ nach dem Kosovo-Krieg US-Präsident Bill Clinton, Großbritanniens Ministerpräsident Tony Blair und andere westliche Politiker wegen der Angriffe auf Belgrad anklagen, mit denen die Nato die Vertreibung der Kosovo-Albaner verhinderte.
    Die spanische Regierung ließ indes wissen, sie werde "den vom kosovarischen Parlament einseitig erklärten Akt nicht anerkennen". Außenminister Miguel Angel Moratinos fügte am Montag zum Auftakt des EU-Außenministertreffens in Brüssel hinzu: "Wir denken nicht, dass dies dem internationalen Recht entspricht."
    China maßregelt Taiwan

    Auch China reagierte besorgt auf die Unabhängigkeitserklärung. Damit würden die Bemühungen um eine multiethnische Gesellschaft untergraben und die Stabilität auf dem Balkan gefährdet, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Montag in Peking. Scharf reagierte er auf eine Erklärung der Regierung Taiwans, die die Eigenständigkeit begrüßte. Taiwan komme es als Teil Chinas nicht zu, eine völkerrechtliche Anerkennung auszusprechen, sagte Außenamtssprecher Liu Jianchao. "Wir treten entschlossen jedem und jeder Organisation entgegen, die Taiwan vom Festland abtrennen will", sagte er. Peking ist besorgt, dass das Kosovo zum Präzedenzfall werden und neben dem Konflikt mit Taiwan auch den unabhängigkeitsbestrebungen in Tibet und in der Region Xinjiang Auftrieb geben könnte.


    Russland protestierte ebenfalls. Am Sonntag hatte die Regierung in Moskau eine Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrats einberufen, die jedoch ohne Ergebnis blieb. Wie auch Serbien sieht Russland die Unabhängigkeit als Verstoß gegen die Uno-Resolution 1244 von 1999, die das Kosovo unter die Verwaltung der Vereinten Nationen stellt. Die Resolution bestätigt auch die völkerrechtliche Zugehörigkeit zu Serbien. Der russische Uno-Botschafter Witali Tschurkin sagte vor Journalisten, seine Regierung sei "sehr besorgt" über die Erklärung des Parlaments in Pristina. Moskau sorge sich um die Sicherheit der 120.000 im Kosovo lebenden Serben und anderer Minderheiten.
    Indonesien lehnte die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo ab. Die Regierung bedaure den einseitigen Schritt und hoffe, dass dieser keine neuen Spannungen auf dem Balkan verursache, hieß es in einer in Jakarta veröffentlichten Erklärung. Das auch von den Vereinten Nationen unterstützte Prinzip der territorialen Unversehrtheit müsse aufrechterhalten werden.
    Der stellvertretende Uno-Botschafter der USA, Alejandro Wolff, sagte, die Situation schaffe keinen Präzedenzfall. Washington sehe keinen Anlass zu besonderer Sorge. Die USA begrüßten die Zusicherungen der Regierung im Kosovo, dass die religiösen und ethnischen Gemeinschaften respektiert würden. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, die Resolution 1244 bleibe weiter in Kraft. Die Vereinten Nationen würden "ihr Mandat im Lichte der sich entwickelnden Umstände weiter erfüllen". Ban rief alle Seiten auf, sich jeglicher Aktionen oder Erklärungen zu enthalten, die den Frieden und die Sicherheit im Kosovo und auf dem Balkan gefährden könnten. "Wir bedauern, dass der Sicherheitsrat sich nicht auf einen nach vorn gerichteten Weg einigen kann", sagte Belgiens Uno-Botschafter Johan Verbeke am Sonntag im Namen seines Landes, Deutschlands, der USA, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und Kroatiens vor dem Uno-Sicherheitsrat.

  6. #16
    Avatar von Ronhill

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    Bereits gepostet napoleon

  7. #17
    Avatar von Ronhill

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    Wie siehts eigentlich mit Bosnien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Sloweniens mit der Anerkennung aus?

  8. #18

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    Zitat Zitat von Ronhill Beitrag anzeigen
    Bereits gepostet napoleon

    hab ich erst gemerkt als es zu spät war.

    würde mich auch interessieren wie es auf dem balkan aussehen wird.

    kroatien,mazedonien,montenegro denke ich werden uns zuerst annerkennen.

  9. #19
    Popeye
    [h2]Ankara gratuliert Pristina[/h2]
    Mit Unterstützung dürfen die Kosovaren unter anderem von Japan, Australien und der Türkei rechnen. Premierminister Recep Tayyip Erdogan von der muslimischen AKP gratulierte seinem Amtskollegen Hashim Thaci per Telefon. Obwohl die Türkei Probleme mit den Kurden hat, wertet Ankara die Unabhängigkeit des Kosovo als positives Signal für Nordzypern, das die Türkei seit 1974 besetzt hält und 1983 zur „Türkischen Republik Nordzypern“ ausrief, das aber international nicht anerkannt ist.
    Ein positives Echo kam auch aus einigen Unruheherden: Die für eine Loslösung von Russland kämpfenden tschetschenischen Rebellen begrüßten die Unabhängigkeit in einer Erklärung des tschetschenischen „Außenministers“ Usman Ferzauli. Gleichzeitig forderten Abchasien und Südossetien, die zwei von Moskau unterstützten und von Georgien wegstrebenden Republiken, dieselbe internationale Anerkennung wie der Kosovo. Auch Transnistrien, das sich von Moldawien lossagen will, sieht sich bestärkt.
    Aserbaidschan wird aus Angst vor den eigenen Separatisten die Anerkennung des Kosovo verweigern. Der Akt sei „illegal“, hieß es in Baku, wo man fürchtet, dass der Präzedenzfall des Kosovo der 1991 einseitig unabhängig erklärten Republik Nagorny-Karabach zu internationaler Anerkennung verhelfen könnte. Sri Lanka (Tamilen-Problem) nannte die Unabhängigkeit eine „Gefahr für Nationalstaaten“, Indonesien bedauerte den Schritt ebenfalls.
    DAFÜR/DAGEGEN
    Für die Unabhängigkeit sind u.a. die USA, Japan, Australien, die meisten EU-Staaten und die Türkei. Afghanistan hat als erster Staat offiziell anerkannt. Begrüßt wurde die Unabhängigkeitserklärung auch von Separatisten.
    Gegen die Unabhängigkeit ausgesprochen haben sich Russland, China, Spanien, die Slowakei, Aserbaidschan, Indonesien und Sri Lanka.
    Kosovo-Unabhängigkeit wird globaler Spaltpilz « DiePresse.com

  10. #20
    Avatar von Ronhill

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    Sri Lanka ist dagegen

    Denke auch das Kroatien zu den ersten zählen wird

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