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Umfrageergebnis anzeigen: Näherkommen und Versöhnung der Balkanvölker?

Teilnehmer
73. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • JA! Was war, war nun mal. Wir schauen jetzt in die Zukunft.

    51 69,86%
  • NEIN! Es ist zu viel passiert! Nie wieder was mit dem alten Feind!!!

    22 30,14%
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Ergebnis 81 bis 90 von 105

Näherkommen oder Distanz?

Erstellt von Zurich, 17.11.2009, 10:59 Uhr · 104 Antworten · 8.650 Aufrufe

  1. #81
    Sumi
    Allgemein : wär es gut wenn der Balkan ein wenig mehr zusammen wächst.

    Ich persönlich habe zu manchen Balkanvölker noch ein große Distanz

  2. #82
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von skorpion Beitrag anzeigen
    1. Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Völkern, die Grenzen verlaufen zwischen "oben" und "unten". Die normale Bevölkerung wurde in all diesen Konflikten fanatisiert, indoktriniert und instrumentalisiert, obwohl die einfachen Leute am Anfang nichts gegen einander hatten und auch im Krieg nichts zu gewinnen hatten, jedoch viel zu verlieren. Nicht die Paläste und Präsidentensöhne sind im Krieg zu Schaden gekommen, sondern immer waren es nur die "kleinen Leute", denen man das Haus überm Kopf angezündet hat, die man vertrieben, deportiert, vergewaltigt, gefoltert, ausgeplündert und ermordet hat, während die feinen Herren im Führerbunker saßen oder bei Crevetten an Fenchelbutter diplomatische Verhandlungen geführt haben, die schon für sich genommen Verbrechen sind. Leider fehlt den "kleinen Leuten" allzuoft der Verstand und der Überblick, um das zu erkennen. Stattdessen jubeln sie fahnenschwenkend ihren "Helden" zu und verfluchen die "Feinde".

    2. Wir sind zum Miteinander verdammt, so oder so. Wir können miteinander nach vorne sehen und an einer guten Zukunft für alle bauen oder wir können miteinander untergehen.

    3. Ich bin dieser Tage zum Teil heftig dafür angegriffen worden, daß ich einer bestimmten Volksgruppe, die ich jetzt hier nicht namentlich nennen will, die Beteiligten wissen bescheid, sagen wir mal überdurchschnittliche Aggressivität unterstellt habe, mit dem Hinweis, daß es ein subjektiver Eindruck von mir war. Und es tut mir wirklich leid, als ich diesen Thread gelesen habe, war mein Eindruck wieder der gleiche. (Obwohl, und das will ich auch ausdrücklich erwähnen, auch viele moderate, vernünftige und versöhnliche Stimmen darunter waren, die ich sehr wohl wahrnehme und für die ich auch dankbar bin.)

    Bitte auf 3. nicht hier antworten, wenn dann als PN. Danke!

    Wir können uns also weiterhin spalten und vor irgendeinen zweifelhaften Karren spannen lassen, zum Wohle Dritter, oder wir können endlich den Anschluß an das übrige Europa und das 21. Jh. suchen. Gemeinsam.
    Hmmm- nicht nur. Konflikte zwischen Volksgruppen basieren zu einem großen Teil auf unverarbeiteten Traumata. Deshalb tue ich mich schwer mit dieser Umfrage- ein "ja" unter der Prämisse "was war, war eben" wäre eine wiederholung der bisherigen Strategie.

    Jugoslawien war kein multiethnisches Paradies- höchstens in den Städten. In ländlichen Regionen war die Volkszugehörigkeit immer ein Thema. Es gab immer die gleichen Vorurteile, und immer gleiche Mythen wurden warmgehalten. Die Demagogen mußten nichts weiter tun, als den Deckel zu heben, und Holz nachzulegen.

    Ohne Aufarbeitung ist ein dauerhaftes, friedliches Zusammenleben nicht möglich.

  3. #83
    Ferdydurke
    ... ich wäre für eine dritte Option: ja! es ist zuviel passiert.

  4. #84

    Registriert seit
    09.11.2009
    Beiträge
    3.159
    Ich denke mit dem Status Quo ist wohl so gut wie jeder zufrieden
    Ich meine da fehlt noch die 3. Antwort: Der Defacto unveränderte Status Quo.

  5. #85
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
    25.10.2009
    Beiträge
    3.739
    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Hmmm- nicht nur. Konflikte zwischen Volksgruppen basieren zu einem großen Teil auf unverarbeiteten Traumata. Deshalb tue ich mich schwer mit dieser Umfrage- ein "ja" unter der Prämisse "was war, war eben" wäre eine wiederholung der bisherigen Strategie.

    Jugoslawien war kein multiethnisches Paradies- höchstens in den Städten. In ländlichen Regionen war die Volkszugehörigkeit immer ein Thema. Es gab immer die gleichen Vorurteile, und immer gleiche Mythen wurden warmgehalten. Die Demagogen mußten nichts weiter tun, als den Deckel zu heben, und Holz nachzulegen.

    Ohne Aufarbeitung ist ein dauerhaftes, friedliches Zusammenleben nicht möglich.
    Ich sehe da jetzt nicht unbedingt einen Widerspruch. Es gab ja nur die 2 Antwortoptionen und für mich beinhaltet das "Ja, gemeinsam in die Zukunft" eigentlich automatisch eine Aufarbeitung der Vergangeheit, ähnlich wie zwischen D und F nach dem II. Wk. Einfach so zu tun, also wäre nichts gewesen, können glaube ich alle Beteiligten nicht, nicht einmal die, die schwere Schuld auf sich geladen haben und die am ehesten vom Vergessen profitieren würden.

    Ich denke, multiethnische Paradiese wird es auf dieser Welt nie geben, jeder ist seiner eigenen Ethnie am nächsten und hat gegen bestimmte andere, zumindest unterschwellig, mehr oder weniger Vorbehalte. Selbst wenn man sich reine Einwanderungsländer ansieht, wie bspw. die USA, gibt es dennoch immer Gruppen- und Ghettobildung, hier ein Latinoviertel, da ein Italoviertel, auf der anderen Seite die Chinesen und hinter der Brücke die Juden, dahinter die Polen. Für den Anfang würde es mir schon reichen, wenn man friedlich nebeneinander herleben könnte, zusammen arbeiten und danach noch kurz auf eine Tasse Kaffee zusammen sitzen und reden, bevor jeder zu sich nach hause fährt. Die 1. Einladung nach hause kommt dann irgendwann von allein.

  6. #86
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
    25.10.2009
    Beiträge
    3.739
    Zitat Zitat von Complexum Beitrag anzeigen
    Ich denke mit dem Status Quo ist wohl so gut wie jeder zufrieden
    Ich meine da fehlt noch die 3. Antwort: Der Defacto unveränderte Status Quo.
    Stillstand ist Rückschritt.

  7. #87
    Avatar von DZEKO

    Registriert seit
    09.08.2009
    Beiträge
    55.034
    Zitat Zitat von skorpion Beitrag anzeigen
    Ich sehe da jetzt nicht unbedingt einen Widerspruch. Es gab ja nur die 2 Antwortoptionen und für mich beinhaltet das "Ja, gemeinsam in die Zukunft" eigentlich automatisch eine Aufarbeitung der Vergangeheit, ähnlich wie zwischen D und F nach dem II. Wk. Einfach so zu tun, also wäre nichts gewesen, können glaube ich alle Beteiligten nicht, nicht einmal die, die schwere Schuld auf sich geladen haben und die am ehesten vom Vergessen profitieren würden.

    Ich denke, multiethnische Paradiese wird es auf dieser Welt nie geben, jeder ist seiner eigenen Ethnie am nächsten und hat gegen bestimmte andere, zumindest unterschwellig, mehr oder weniger Vorbehalte. Selbst wenn man sich reine Einwanderungsländer ansieht, wie bspw. die USA, gibt es dennoch immer Gruppen- und Ghettobildung, hier ein Latinoviertel, da ein Italoviertel, auf der anderen Seite die Chinesen und hinter der Brücke die Juden, dahinter die Polen. Für den Anfang würde es mir schon reichen, wenn man friedlich nebeneinander herleben könnte, zusammen arbeiten und danach noch kurz auf eine Tasse Kaffee zusammen sitzen und reden, bevor jeder zu sich nach hause fährt. Die 1. Einladung nach hause kommt dann irgendwann von allein.

    im deutsch-französischen krieg hat die zivilbevölkerung nicht so gelitten wie in bosnien...

  8. #88
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
    25.10.2009
    Beiträge
    3.739
    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    im deutsch-französischen krieg hat die zivilbevölkerung nicht so gelitten wie in bosnien...
    Da hast Du jetzt was falsch verstanden. Auch wenn der Deutsch-Französische Krieg für die damals geltenden Normen hohe zivile Opfer gefordert hat, darum ging es nicht. Die Abkürzung II Wk steht für Zweiter Weltkrieg und ich denke der muß sich, was die Opfer angeht, hinter keinem anderen Krieg verstecken. Dagegen war Bosnien nur eine kleine Balkanreiberei.
    Und selbst nach einem derart totalen Vernichtungskrieg war Versöhung möglich. Vor dem Hintergrund, daß man sich auch schon im I. Wk und im D.-F. Krieg innerhalb kurzer Zeit versucht hat zu vernichten, war Versöhnung sogar nötig. De Gaulles und Adenauer liegen sonst politisch nicht so unbedingt auf meiner Linie, aber für diese Erkenntnis und ihre Umsetzung gebührt ihnen ewig Dank.

  9. #89

    Registriert seit
    04.07.2009
    Beiträge
    2.452
    Im Beispiel Bosnien ganz klar Distanz!

  10. #90
    curica
    Zitat Zitat von Српска Beitrag anzeigen
    Im Beispiel Bosnien ganz klar Distanz!


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