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Die Nation- alles oder nichts

Erstellt von skorpion, 03.10.2011, 19:46 Uhr · 94 Antworten · 4.100 Aufrufe

  1. #11
    Esseker
    Zitat Zitat von skorpion Beitrag anzeigen
    Kannst Du den Gedanken noch etwas ausführlicher darstellen?
    Ich versuchs: Wir Menschen suchen immer eine Gruppe, der wir uns anschließen können um nicht einsam zu sein, aber andererseits auch ein "Wir" und "Ihr" zu schaffen, was in der Natur liegt.
    Wenn ich also sage ich bin "stolzer Kroate" heisst das nichts anderes als das ich ein "stolzer Mensch bin, dessen Herkunft in einem vor 500 Jahren gekennzeichneten Gebiet namens 'Kroatien' entspricht"... Nichts anderes!
    Ich habe mit einem kroatischen Dalmatier genauso wenig zu tun, wie mit einem Afrikaner aus Kamerun, wenn man das mal realtisch sieht.

    Man kann sich immer dran klammer "Er hat die selbe Sprache, er hat die selbe Kultur", aber im Endeffekt ist das eine Entwicklung geworden durch dieses "Linien-ziehen", also dieses "Unterschiede suchen".

  2. #12
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
    25.10.2009
    Beiträge
    3.739
    Zitat Zitat von _Adriano_ Beitrag anzeigen
    Mit anderen verbindet mich Sprache Kultur etc. Auf den Rest habsch keine antwort , ich fühle da einfach nur stolz wenn ich gutes über rumaenien zb höre. Ueber andere Länder Stelle ich das net
    Ich versuche mir das vorzustellen, aber es gelingt mir nicht richtig. Natürlich macht eine gemeinsame Sprache ein gewisses Zusammengehörigkeit- nicht zwangsläufig (s. Jugoslawien), aber zumindest versteht man andere Menschen derart, daß Kommunikation möglich ist. Was aber leider auch beinhaltet, daß man versteht, wenn Landsleute "Mist" erzählen. Wie würdest Du Dein Verhältnis zu Moldawien beschreiben, das ist doch zumindest ziemlich nahe dran und verwandt?



  3. #13
    Baader
    Nation und Religion, beides sehr tolle Sachen. Sollte man zusammen verschmelzen.

  4. #14
    Avatar von Lance Strongo

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    5.424
    Wie gering muss man seine eigene Leistungen einschätzen um auf Fremde stolz zu sein?



    Mein ganzer Stolz gilt und ist Kroatien und vA den stolzen Kroaten in Bosnien. :ajs:

  5. #15
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
    25.10.2009
    Beiträge
    3.739
    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Ich versuchs: Wir Menschen suchen immer eine Gruppe, der wir uns anschließen können um nicht einsam zu sein, aber andererseits auch ein "Wir" und "Ihr" zu schaffen, was in der Natur liegt.
    Wenn ich also sage ich bin "stolzer Kroate" heisst das nichts anderes als das ich ein "stolzer Mensch bin, dessen Herkunft in einem vor 500 Jahren gekennzeichneten Gebiet namens 'Kroatien' entspricht"... Nichts anderes!
    Ich habe mit einem kroatischen Dalmatier genauso wenig zu tun, wie mit einem Afrikaner aus Kamerun, wenn man das mal realtisch sieht.

    Man kann sich immer dran klammer "Er hat die selbe Sprache, er hat die selbe Kultur", aber im Endeffekt ist das eine Entwicklung geworden durch dieses "Linien-ziehen", also dieses "Unterschiede suchen".
    Da stimme ich Dir zu. Die Kultur Slawoniens hat mit der Dalmatiens wenig gemein, allenfalls die Sprache und nicht mal die richtig. Erstaunt hat mich, daß der gemeine Slawonier vorzugsweise serbische Musik hört. Nicht weil die Musik schlecht wäre, aber die jüngere Geschichte ist ja allgemein bekannt und legt ja nicht unbedingt serbophilen Musikgeschmack nahe.

    Dazu kommt, daß diese alten Grenzen komischerweise immer territoriale Maximalforderungen implizieren. Jedes Gebiet, wo irgendwann mal Angehörige der eigenen Nation gelebt haben, wird beansprucht, mit den abenteuerlichsten Argumentationen. Was naturgemäß zu Überschneidungen führt...

    Irgendwie gerät die Nation auch zum Auslaufmodell. Oder zumindest steht sie unmittelbar vor dem nächsten Evolutionsschritt. Völker haben sich immer schon durchmischt, durch freiwilligen Zusammenschluß, durch gute Nachbarschaft oder durch Okkupation. So wurden Stämme zu Völkern und Völker zu Nationen. Aber zu keiner Zeit hat es so starke Migrationsbewegungen gegeben, wie heute, vor allem nicht über so große Entfernungen hinweg. Moderne erfolgreiche Gesellschaften zeichnen sich durch einen hohen Migrantenanteil aus, was die klassischen Kriterien zunehmend aufweicht. Andererseits entsteht immer mehr die Notwendigkeit zu gemeinsamem Handeln, besonders für kleine Nationen wie die europäischen, die auf globaler Ebene mit Konkurrenten wie den USA, Rußland, China, Indien oder Brasilien mithalten müssen. Eine europäische Nation ist demnach eine realistische Vision für die nahe Zukunft. Wie steht Ihr dazu? Kann man sich auch einfach als Europäer fühlen?

  6. #16
    Avatar von Sinopeus

    Registriert seit
    12.01.2009
    Beiträge
    5.456
    Zitat Zitat von Baader Beitrag anzeigen
    Nation und Religion, beides sehr tolle Sachen. Sollte man zusammen verschmelzen.
    Auf dem Balkan ist das schon verschmolzen.

  7. #17
    Avatar von Plavi-Safir

    Registriert seit
    10.09.2011
    Beiträge
    1.065
    Das es Nationen gibt,hat Vor und Nachteile.Ich gehöre keiner Nation an.Mein Land gibt es nicht mehr...

  8. #18
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
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    Beiträge
    3.739
    Zitat Zitat von Lance Uppercut Beitrag anzeigen
    Wie gering muss man seine eigene Leistungen einschätzen um auf Fremde stolz zu sein?



    Mein ganzer Stolz gilt und ist Kroatien und vA den stolzen Kroaten in Bosnien. :ajs:
    Na ja, wie viele können von sich behaupten, daß ihre Werke von (positiver) nationaler Bedeutung sind?

  9. #19
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
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    3.739
    Zitat Zitat von Baader Beitrag anzeigen
    Nation und Religion, beides sehr tolle Sachen. Sollte man zusammen verschmelzen.
    Du meinst beides in einen Hochofen, bis nur noch ein verkohlter Klumpen übrig ist?

  10. #20
    Avatar von Lance Strongo

    Registriert seit
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    Beiträge
    5.424
    Zitat Zitat von skorpion Beitrag anzeigen
    . Andererseits entsteht immer mehr die Notwendigkeit zu gemeinsamem Handeln, besonders für kleine Nationen wie die europäischen, die auf globaler Ebene mit Konkurrenten wie den USA, Rußland, China, Indien oder Brasilien mithalten müssen. Eine europäische Nation ist demnach eine realistische Vision für die nahe Zukunft. Wie steht Ihr dazu? Kann man sich auch einfach als Europäer fühlen?
    Indien zB. hat Probleme mit seiner ethnischen Vielfalt und in nächster Zukunft wirds bestimmt nicht besser.

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