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Nationalismus und der Balkan

Erstellt von FloKrass, 15.06.2012, 22:46 Uhr · 97 Antworten · 5.983 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Ilir O

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Albanien hier, Albanien dort. Wir sind die Coolsten, wir sind die Besten. Jeder in der Menschheitsgeschichte, der es zu etwas gebracht hat, ist irgendwie albanisch. Man ist stolz auf "sein Land". Auch wenn es nur "spaßig" gemeint ist, hört man immer wieder geil und überintelligent Albaner doch sind, generell wird einfach gigantisch übertrieben und größer gemacht, was eigentlich klein ist usw.

    Das alles gibt es bei allen Balkanesen, natürlich, aber ganz ehrlich, am meisten ist mir das bei den Albanern aufgefallen. Ich dachte immer, die Türken würden schon übertreiben, aber Pustekuchen...
    Ist aber sowas nicht eher Patriotismus und weniger Nationalismus? Es wird Beispielsweise auf keinster Weise ein Nachbarland oder eine Minderheit abwertend dargestellt.
    Aber ich weiß worauf du hinaus willst, denn ich höre sowas auch wie von dir bereits erwähnt immer aus Spaß.

  2. #32
    Avatar von FloKrass

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    Beiträge
    9.970
    Zitat Zitat von Mbreti Bardhyl Beitrag anzeigen
    A jane gjall ata fare "Shqiptar" qe perbehen ne Turqi..
    Mos i thir se mos po ia nisin me e mbrojt turqine e perandorine osmane


    Zitat Zitat von Ilir O Beitrag anzeigen
    Ist aber sowas nicht eher Patriotismus und weniger Nationalismus?
    Aber ich weiß worauf du hinaus willst, denn ich höre sowas auch wie von dir bereits erwähnt immer aus Spaß.

    Anscheinend gibt es keine Grenzen bzw. sind die Grenzen fließend bei ihm was Nationalismus und Patriotismus betrifft.

  3. #33

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    2.559
    Klar ist der Balkan nationalistisch.
    Die Nationalbewegungen sind i.d.R. jünger und haben ihre Minimalziele nur zum Teil erreicht.
    Das einzige normale Land in der Hinischt ist Kroatien.
    Bei uns ist die antinationale ( in Wahrheit z.T. jugonationalistische, also rechtsextreme) Linke extrem stark, nicht aufgrund der Stimme des Volkes, sondern aufgrund des Kompromisses Anfang der 90er und dem Interesse westlicher Mächte, durchgesetzt mit sponsoring(dicke para).
    In den 90ern konnte man bei uns ungestraft unseren Präsidenten als Verbrecher darstellen, später(unter Mesic) musst man mit einer Anzeige rechnen.
    Allgemein gibt es in der Hinsicht starke Parallelen zu Deutschland,nur dass es bei uns irgendwie nichts gebracht hat,trotz des Umstandes dass man uns jahrzehntelang das Schuldgen eingeimpft hat.
    Sie konnten in den Schulen erzählen was sie wollten, trotzdem waren die dort indoktrinierten Kinder 91-92 bereit
    Bei uns gibt es eine besonders perverse Mischung, jugonostalgisch, gleichzeitig ustasophil (Brüderschaft mit den Sunniten) usw., ziemlich gestört das Ganze.
    Wenn so ein Zustand die Befreiung vom Nationalismus bedeutet, kann man sich das schenken, da es sich um eine paradox pathologische kognitive Dissonanz handelt.
    Bei unserern serbischen ,,Brüdern" gilt ein Cedomir als Extremposition, bei uns ist die Hälfte der größten Regierungspartei so drauf+HNS.
    Also ja, Nationalismus als solcher ist nicht schädlich, da es sich um eine Entwicklungsstufe hin zur realistischen Selbstwahrnehmung handelt.
    Pathologisch wirds erst wenn er religiös wird, gleiches gilt umgekehrt:religiöser Antinationalismus bzw. Fremdnationalismus

  4. #34
    Avatar von Ilan

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    Beiträge
    10.225
    Zitat Zitat von FloKrass Beitrag anzeigen
    Je ärmer ein Land, umso stärker die nationalistischen Kräfte. Das hat sich in Deutschland, in Jugoslawien, und ettlichen Ländern bewahrheitet und nun bestätigt es Griechenland noch einmal.
    Man muss sagen in der Schweiz werden die Rechtspopulisten auch stärker und die Schweizer sind ja wohlhabend. Aber das hat weniger mit Nationalismus zu tun.

    Aber bestes Beispiel ist dann wohl Jugoslawien, schon unter Titos Lebzeiten war Jugoslawien bankrott und nach seinem Tod wurde es noch schlimmer... Und so wuchs auch die Armut und der Nationalismus.

    Bei den Deutschen war es das angeschlagene Selbstbewusstsein durch den Vertrag von Versailles, da machte man jeden verantwortlich... die Sozialisten, Pazifisten, Kommunisten, die Juden etc.

    Da kam einer wie Hitler an und sagte genau das, was die meisten ohnehin schon dachten, und heizte es zusätzlich noch ein.

  5. #35
    Kejo
    Zitat Zitat von FloKrass Beitrag anzeigen
    Und damit liegst du wieder völlig falsch. Ich weiß nicht, wie du Nationalismus definierst. Für mich ist aber Nationalismus die Intoleranz gegenüber anderen Volksgruppen und gerade das besitzen die Albaner nicht.
    Das sehe ich ganz anders. Mir ist kein Albaner (!) begegnet im echten Leben, der auch nur ein gutes Haar an Serben oder Serbien gelassen hätte. Trotzdem glaube ich, dass mir einfach die Falschen über den Weg gelaufen sind, weil ich z.B. eben dich, Shane oder andere aufgeschlossene Albaner und Albanerinnen hier kennenlernen durfte. Das nicht alle so sind und über einen Kamm geschoren werden dürfen, ist mir bewusst. Aber deine persönliche Auffassung ist auch wieder nicht in Ordnung, weil das positiver Rassismus ist. Du wirst nämlich hundertpro Albaner finden, die eben intolerant sind, genauso wie Serben, Kraoten, Bosniaken, Türken, Griechen usw.


    Sie verlangen zwar die Vereinigung aller albanischen Gebiete unter einem Staat...
    Das ist reinster Nationalismus.

    aber sind nicht für die Beneichtieligung oder gar Vertreibung anderer Volksgruppen.
    Und das lediglich Beschwichtigungen. Das hat uns die Geschichte der Menschen tausendfach bewiesen.
    Bestes Beispiel sind die Serben im Kosovo. Sie leben und arbeiten im Kosovo, obwohl noch vor zehn Jahren von den selben abgeschlachtet.
    Kein Serbe heute im Kosovo oder anderswo kann etwas dafür, was jemand anderes gemacht hat - selbst wenn es der Großvater ist.

    Die Forderung der Vereinigung bestimmter Gebiete unter einem Staat in dem ein bestimmtes Volk lebt, samt den Minderheiten, stellt für mich keinen Nationalismus dar, das ist für mich eher eine Frage von Argumenten, ob diese Forderung berechtigt ist. Unter dem kritischen und objektiven historischen Blickwinkel betrachtet, mögen die Albaner mit dieser Forderung auch iwo recht haben.
    In der Gegenwart sicherlich nicht. Sie dürfen, können und müssen sogar ihre Situation in ROM kritisieren, aber nicht zur Waffe greifen. Das ist inakzeptabel.

    Du als Türke solltest dir bspw. die Frage stellen, wieso so viele Albaner in der Türkei leben und schon wirst du der Anwort etwas näher kommen, wieso die Albaner mit einer solchen Forderung kommen.
    Der Grund für diese Migration ist keine gezielte Hetze auf Albaner gewesen, wenn Du das meinst.

  6. #36
    Kejo
    Zitat Zitat von FloKrass Beitrag anzeigen
    Mos i thir se mos po ia nisin me e mbrojt turqine e perandorine osmane





    Anscheinend gibt es keine Grenzen bzw. sind die Grenzen fließend bei ihm was Nationalismus und Patriotismus betrifft.
    Die Grenzen sind sogar qua Definition fließend, nicht nur bei mir.

  7. #37
    Karim-Benzema
    Das ist reinster Nationalismus.


    aber sind nicht für die Beneichtieligung oder gar Vertreibung anderer Volksgruppen.




    Jain

  8. #38
    Kejo
    Zitat Zitat von Mbreti Bardhyl Beitrag anzeigen
    A jane gjall ata fare "Shqiptar" qe perbehen ne Turqi..
    Genauso wie in den USA oder Italien assimilieren sie sich. Das wird im Übrigen all unsere Nachfahren treffen, wenn wir nicht irgendwann wieder zurück in die "Heimat" kehren.

  9. #39
    Kejo
    Zitat Zitat von AlbNYC Beitrag anzeigen
    Das ist reinster Nationalismus.


    aber sind nicht für die Beneichtieligung oder gar Vertreibung anderer Volksgruppen.




    Jain
    Wie meinst Du das jetzt, AlbNYC?

  10. #40
    Avatar von FloKrass

    Registriert seit
    02.12.2011
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    9.970
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Das sehe ich ganz anders. Mir ist kein Albaner (!) begegnet im echten Leben, der auch nur ein gutes Haar an Serben oder Serbien gelassen hätte. Trotzdem glaube ich, dass mir einfach die falschen über den Weg gelaufen sind, weil ich z.B. eben dich, Shane oder andere aufgeschlossene Albaner und Albanerinnen hier kennenlernen durfte. Das nicht alle so sind und über einen Kamm geschoren werden dürfen, ist mir bewusst. Aber deine persönliche Auffassung ist auch wieder nicht in Ordnung, weil das positiver Rassismus ist. Du wirst nämlich hundertpro Albaner finden, die eben intolerant sind, genauso wie Serben, Kraoten, Bosniaken, Türken, Griechen usw.

    Du musst vor Augen halten, dass die Albaner unter dem serbischen Regime den schlimmsten Apartheid nach dem 2. WK unter Serbien erlebt hat und der überwiegende Teil der serbischen Bevölkerung hat das gedultet und sogar gutgeheißen. Daher ist klar, wieso ein großer Teil der Albaner so denkt. Und es ist klar, dass du selten einen Albaner treffen wirst, der kein gutes Wort über Serbien verlieren wird, weil Statistiken zufolge mindestens 1/3 der albanischen Bevölkerung mit der serbischen Polizei Erfahrungen gemacht hat und damit sind keine guten Erfahrungen gemeint.


    Das ist reinster Nationalismus.
    Auch Nationalismus unterscheidet sich. Ich habe versucht, dir weiter oben das zu erklären. Der albanische oder griechische Nationalismus ist ein inklusiver während bspw der serbische oder der mazedonischer ein exklusiver, also ein ausschließender, ausgrenzender Nationalismus ist. Wie schon Patriot weiter oben sagte, auch Nationalismus kann unschädlich sein, vorausgesetzt er ist ein inklusiver.

    Und das lediglich Beschwichtungen. Das hat uns die Geschichte der Menschen tausendfach bewiesen.
    Das Gegenteil beweist dir jeden Tag die Geschichte des Kosovo. Jeder hat vorausgesagt, dass nach dem NATO-Einmarsch kein Serbe mehr im Kosovo leben wird. Danach lebten weit über 100 000 noch im Kosovo. Und man sagte auch, dass nach der Unabhängigkeitserklärung kein Serbe mehr im Kosovo leben wird. Heute leben mehr als 100 000 Serben im Kosovo und stellen der stellvertretenden Premieminister und mehrere Ministerien und stellvetredende Minister und hohe Beamte.

    Kein Serbe heute im Kosovo oder anderswo kann etwas dafür, was jemand anderes gemacht hat - selbst wenn es der Großvater ist.
    Nicht jeder Serbe kann etwas dafür, das habe ich auch klar und deutlich gemacht, du brauchst nur nochmal konkreter auf meine Beiträge eingehen. Jedoch kann ein überwiegeder Teil etwas dafür. Die meisten haben die Situation im Kosovo gedulded, viele haben sogar mitgemacht.


    In der Gegenwart sicherlich nicht. Sie dürfen, können und müssen sogar ihre Situation in ROM kritisieren, aber nicht zur Waffe greifen. Das ist inakzeptabel.
    Die Albaner haben das stätig getan und tun es immernoch. Nur wird in dieser Kritik Nationalismus herausgelesen, sodass sich die Albaner extrem zurüchalten müssen. Wenn du die gegenwärtige Geschichte der Albaner auf dem Balkan beobachtet hast, wirst du sicherlich festgestellt haben, dass sie nur dann zu den Waffen gegriffen haben, wenn die Situation uneträglich geworden ist.

    Der Grund für diese Migration ist keine gezielte Hetze auf Albaner gewesen, wenn Du das meinst.
    Willst du etwa die gezielte Vertreibung von Albaner aus von ihnen bewohnten Gebieten in Richtung Türkei und Albanien leugnen?

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