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Umfrageergebnis anzeigen: NATO vs. Russland Wer würde in einem Konflikt als Sieger hervorgehen?

Teilnehmer
58. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • NATO

    21 36,21%
  • Russland

    13 22,41%
  • Zermürbungskrieg (Pattsituation)

    20 34,48%
  • Keine Ahnung

    4 6,90%
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Ergebnis 241 bis 246 von 246

NATO vs. Russland Wer würde in einem Konflikt als Sieger hervorgehen?

Erstellt von Guerrier, 02.02.2015, 23:40 Uhr · 245 Antworten · 15.016 Aufrufe

  1. #241
    Avatar von Jimmyl

    Registriert seit
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    Beiträge
    308
    Zitat Zitat von El Mero Mero Beitrag anzeigen
    Das war unter der Kuomingtan Partei unter Tschiang Kai-Schek. Die Kuomingtan Partei war bei der Antikommintern Internationale, die USA Sahen die Kommunisten unter Mao Tsedong als Gefahr, das China die Fronten Wechselt, Tschiang galt als Bollwerk gegen den Kommunismus, schluss endlich flüchtete er auf Taiwan wo er die Republik China neugründete. Die Kuomingtan bekämmpften die KPCh massiv, und die USA Sahen sie als Gegengewicht zu einer Mächtigeren Sowjetunion, deshalb war China verbündeter der USA. was sie mit der Revolution 1949 auch schafften bis 1971 zu dem Block der Sowjets zu Wechseln. Das war der einzige Grund der USA China als Verbündeten zu sehen, und die gegnerschaft zu Japan die das Land massiv zerstörten mit Massakern und Marrioneten Staaten wie Mandschukuo. Wobei es den USA Darum Ging den Pazifikraum zu Dominieren und den Sowjets nach Kriegsende im Vorteil zu sein. Die unterstützung der Kuomingtan hat nichts Genützt 1949 Ausrufung der Volksrepublik China durch Mao.
    Die damalige China-US-Zusammenarbeit war mehr oder weniger System-unabhängig und ohne viele machtpolitischen Hintergedanken. Denn als diese Kooperation begann (ca. 1910, als die Han-Chinesen sich von der Mandschu-Herrschaft befreit hatte), gab es in China und auch sonstwo noch keinen Realkommunismus (oder Kapitalismus). Und weil sowohl China als auch die USA noch keine Weltmacht waren, mussten sie damals aussenpolitisch eher vorsichtig/bedacht handeln (isolationistisch/unaufdringlich/defensiv). Also diese heutige, aufdringlich-agitative/rein-opportunistische US-Weltmachtpolitik "USA unterstützt Land A gegen Land B, lässt ihn dann später wieder fallen, damit Land A nicht zu stark wird etc." "USA will dies und das, USA gefällt dies und das nicht etc." konnten sie damals (Anfang 20. Jhd.) eben nicht leisten. Somit hatte die USA auch lange gezögert, bevor sie China im 2.WK gegen Japan unterstützt hatte, denn als zwar aufstrebenden Macht aber eben Nicht-Weltmacht war für die USA damals die China-Unterstützung auch mit sehr grossem Risiko verbunden gewesen (was wenn die Nazis/Faschisten/Herrenmenschen den Krieg gewonnen hätten etc.?). Heute ist alles ganz anders, als Weltmacht hat die USA einen ganz anderen Status/Ruf: selbst ein Furz der Amis riecht gut, zeigen die Amerikaner auf einen Reh und sagen es wäre ein Pferd, würden die naiven US-"Verbündeten" es heute sogar noch glauben, was damals natürlich nicht der Fall war.

    Andererseits war die USA den Kommunisten/Mao Zedong während dem 2.WK zuerst eher positiv gesinnt, u.a. auch weil sie damals noch die schwächere Partei war (schwächer als die herrschende, z.T. hochkorrupte Kuomingtang/Guomingdang). Auch im chin. Bürgerkrieg (1945-1949) zwischen der KMT und KPCh verhielt sich die USA im Gross und Ganzen neutral, was richtig war und bei den Chinesen Sympathiepunkte einbrachte. Mit dem Korea-Krieg (1950) änderte sich dann aber alles.
    Generell gibt es gerade bgzl. dem Revolutionswillen/Volksdienst/Anti-Imperialismus grosse Ähnlichkeiten zwischen Chiang's Nationalisten und Mao's Kommunisten, was z.B. Stalin als China-Kenner auch richtig erkannt hatte. Er hatte somit aus pragmatischen Gründen auch verdeckt die Nationalisten unterstützt (während des 2.WKs gegen Japan). Somit gibt es aus heutiger Sicht keinen Grund mehr, zu sehr auf allfällige politische Differenzen zwischen KMT und KPCh hinzuweisen und unnötige Spaltung zu betreiben, und das obwohl meiner Meinung nach Mao militärisch Chiang weit überlegen war, Chiang war für mich mehr der Geschäftsmann/Networker/Politischer Opportunist/Spekulant als ein gewiefter Militärstratege wie es Mao und co. waren.

  2. #242
    Avatar von Dinarski-Vuk

    Registriert seit
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    12.379
    Zitat Zitat von Jimmyl Beitrag anzeigen
    .............
    Andererseits war die USA den Kommunisten/Mao Zedong während dem 2.WK zuerst eher positiv gesinnt, u.a. auch weil sie damals noch die schwächere Partei war (schwächer als die herrschende, z.T. hochkorrupte Kuomingtang/Guomingdang). Auch im chin. Bürgerkrieg (1945-1949) zwischen der KMT und KPCh verhielt sich die USA im Gross und Ganzen neutral, was richtig war und bei den Chinesen Sympathiepunkte einbrachte. Mit dem Korea-Krieg (1950) änderte sich dann aber alles ..............
    Vielleicht für die Öffentlichkeit, aber vergiss nicht, um Scheks Guomingdang-Truppen in ihrem Krieg gegen die kommunistischen Verbände zu unterstützen, setzten die Amis nicht nur tausende Flugzeuge der US-Air Force und der Air America mit ihren Söldner Verbänden von den "Flying Tigers" (die eigentlich später zu einer CIA-eigenen Luftlinie heranwuchsen), sowie rund hundert tausend Mann starke Bodentruppen ein, sondern befahlen den Japanern, an Ort und Stelle zu bleiben, um die Ordnung aufrechtzuerhalten und die Kommunisten zurückzuhalten.

    In anderen Regionen Chinas organisierte die CIA Kasachen und andere Angehörige von Minderheiten im Kampf gegen die vorrückenden Kommunisten Maos. Auch nach der Niederlage Kai Scheks schleusten die Amis Dutzende Agenten nach China ein, um ca. 700'000 anti-kommunistische Guerillas zu unterstützen, Sabotageakte durchzuführen und Bakterien über China abzuwerfen. Sie haben auch chinesische Dörfer im koreanischen Grenzgebiet bombardiert und drangen regelmässig in den Luftraum Chinas ein. Neutral sieht anders aus Jimmyl.

  3. #243
    Avatar von SRB_boy

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  4. #244
    JazzMaTazz
    Ein indirektes großes Problem an der Nato würde ich in diesem Aspekt sehen:

    Die Nato würde in einem Kriegsfall, nicht so gut Zusammenhalten wie die Konfliktpartei. Denn die Konfliktpartei wird alles dran setzen.
    Die Nato-Staaten, sind sich im Moment gegenseitig künstlich am Rosettenlecken oder sich gegenseitig am Sticheln, das würde in einem Kriegsfall nicht zu einem echtem "geistigem" Bündnis führen, und vorallem zu Diskrepanzen.

    Das Mentale wäre viel zu Meh. Wer will schon für haufen Logenpappen in den Krieg ziehen. Das sind Sachen, die so die Leistung und die Kampfkraft der Armee, mit durch die fehlende Rückendeckung er Bevölkerung, im Ganzen schwächen werden.

    Die Überzeugung würde fehlen, wovon die Konfliktpartei sich "ernähren" könnte.

    Wenn USA z.B son Panzer in die Ukraine richtung RUssland stellt, Deutschland da irgendwie automatisch mitzieht bzw. mitziehen muss, ohne da ne Selbstbestimmung zu haben, und die Bevölkerung hier schon am schreien ist das die kein Bock hat auf den Kram, keine Lust auf Krieg, wird in einem Kriegsfall die Rückendeckung von der eigenen Bevölkerung fehlen. Ganz klare Sache. Und diese Rückendeckung ist mit ein wesentlicher Faktor.

    Die Überzeugung würde fehlen, klare Sache. Diese Diskrepanz kann eine entscheidende Kampfkraft sein, die fehlt. Nicht umsonst gabs vor Kriegen ne Proaganda um die Zustimmung der Bevölkerung für den Krieg zu bekommen, aber hier würde solch eine Propaganda nicht mehr funktionieren, wenns Hart auf Hart kommen würde.

  5. #245
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von JazzMaTazz Beitrag anzeigen
    ...Ein indirektes großes Problem an der Nato würde ich in diesem Aspekt sehen:
    Die Nato würde in einem Kriegsfall, nicht so gut Zusammenhalten wie die Konfliktpartei. Denn die Konfliktpartei wird alles dran setzen.
    Die Nato-Staaten, sind sich im Moment gegenseitig künstlich am Rosettenlecken oder sich gegenseitig am Sticheln, das würde in einem Kriegsfall nicht zu einem echtem "geistigem" Bündnis führen, und vorallem zu Diskrepanzen ...
    Interessante Ansätze Jazz. Aber man sieht auch jetzt dass die Probleme der NATO von interner Natur sind. Man muss beachten, dass die meisten NATO-Staaten seit Beginn des Krieges in der Ukraine ihr Militär-Budget eigentlich reduziert haben. Wie kommt man da auf einen gemeinsamen Nenner?

    Diese theoretischen Spiele der NATO dass sie innert 48 Stunden Truppen ohne Probleme beliebig verlegen und Manöver durchführen können bleiben eben nur Theorie, weil schon die politischen Akteure sich schwer tun werden, eine schnelle Entsendung ihrer Truppen zu beschliessen (und die Deutschen, Franzosen oder Italiener sind alles andere als an einem Konflikt mit den Russen interessiert). Und auf der anderen Seite wünschen sich die baltischen Länder eine permanente Stationierung, die die NATO mit ihrer sog. "Speerspitze" jetzt kategorisch ablehnt.

  6. #246
    Avatar von Jimmyl

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Vielleicht für die Öffentlichkeit, aber vergiss nicht, um Scheks Guomingdang-Truppen in ihrem Krieg gegen die kommunistischen Verbände zu unterstützen, setzten die Amis nicht nur tausende Flugzeuge der US-Air Force und der Air America mit ihren Söldner Verbänden von den "Flying Tigers" (die eigentlich später zu einer CIA-eigenen Luftlinie heranwuchsen), sowie rund hundert tausend Mann starke Bodentruppen ein, sondern befahlen den Japanern, an Ort und Stelle zu bleiben, um die Ordnung aufrechtzuerhalten und die Kommunisten zurückzuhalten.

    In anderen Regionen Chinas organisierte die CIA Kasachen und andere Angehörige von Minderheiten im Kampf gegen die vorrückenden Kommunisten Maos. Auch nach der Niederlage Kai Scheks schleusten die Amis Dutzende Agenten nach China ein, um ca. 700'000 anti-kommunistische Guerillas zu unterstützen, Sabotageakte durchzuführen und Bakterien über China abzuwerfen. Sie haben auch chinesische Dörfer im koreanischen Grenzgebiet bombardiert und drangen regelmässig in den Luftraum Chinas ein. Neutral sieht anders aus Jimmyl.
    Deshalb habe ich geschrieben, dass die USA im chin. Bürgerkrieg relativ neutral waren, oder besser gesagt, sich relativ rational/bedacht verhalten hatte. Denn man darf nicht vergessen, dass die Chiang's Nationalisten (KMT) im Bürgerkrieg die "richtige" bzw. Mehrheits-Regierung war, Mao's Kommunisten damals aber nur besser disziplinierte bzw. besser organisierte Berg-Banditen/Mafiabanden/"Erdschlangen" waren (das änderte sich aber mit der Zeit). Hier sieht man auch die 180-Grad-Wende in der US-Aussenpolitik seit dem 2.WK: Früher hatten sie noch überwiegend die offizielle Regierungen unterstützt (z.B. Chiang's National-China), und versuchte zwischen Konfliktparteien zu vermitteln und Konflikte zu schlichten (z.B. chin. Nationalisten vs. Kommunisten im Jahre 1945 kurz vor dem chin. Bürgerkrieg: Dixie-Mission mit General George Marshall, die aber scheiterte, weil er die komplexe chinesische Politik-Nuancen nicht 100% verstand). Wohingegen die Amis heute als Weltmacht oft die schwächere Gegenpartei gegen die aktuelle Regierung aufhetzt und Unruhen stiftet (Ukraine, Syrien, Libyen, Hongkong, ev. Mazedonien etc.). Also eine drastische Wandlung von führeren Feuerlöscher/Problemlöser, der nach Treu und Glauben gehandelt hatte, zur verdorbenen & machtbessenen Chancenwahrnehmer/Feuerzünder/Ärgerstifter (war wohl auch Generation-bedingt).

    Diese US-"Schandtaten", die du oben aufgezählt hattest, wurde im übrigen immer mit den damaligen China-Herrscher Chiang kai-shek/Jiang jieshi abgestimmt. Es war also immer Chiang gewesen, der um US-Hilfe bat und diese Hilfe sogar erpresste (das war schon im 2.WK gegen Japan so gewesen). Umgekehrt stellte die USA ihrerseits oft Bedingungen an Chiang's (korrupte) Regierung z.B. bezüglich Korruptionsbekämpfung, weil viele US-Gelder in die eigene Taschen der Nationalisten verschwand (anstatt es für die Kommunisten-Bekämpfung/Japaner-Bekämpfung zu verwenden wie es ursprünlich vorgesehen war).
    Da somit Chiang der Hauptagitator gegen die Kommunisten war (die USA aber nur einer seiner Handlanger, wie z.T. auch die Japaner), wird in den chinesischen Medien die allfällige US-Unterstützung von Chiang gegen die Kommunisten gar nicht oder nur beiläufig erwähnt. Die USA hatte erst dann mit der uneingeschränkten Anti-Kommunistische/Anti-Chinesische Propaganda angefangen, als sie sich im Korea-Krieg gegenüberstanden (ca. ab 1950; gegen die Sowjets hingegen schon ab 1945 oder noch früher). Diese US-Propaganda dauert teilweise bis heute noch an (die Europäer und andere US-Verbündeten haben das natürlich wieder mal einfach so und kritiklos übernommen, wie auch die zahlreichen Versuche, China & Sowjetunion/Russland zu spalten, immer unter dem Deckmantel der Demokratie/Menschenrechte, ein absolutes ekelhaftes/chauvinistisches Verhalten, wenn diese schlecht erzogenen Simpleminds/Maulhelden wenigstens innovative/konstruktive Lösungsansätze parallel zur ihrer Nörgerlei präsentieren würden, aber nein...).

    Langer Rede kurzer Sinn: Der Aufstieg der USA zur führenden Weltmacht hatte durchaus seine Berechtigung und ging auch Hand in Hand mit China (bzw. Chinas Aufstieg). Doch in letzter Zeit (nach Ende der Sowjetunion), als die USA nun quasi konkurrenzlos geworden sind und die einzige Weltmacht wurde, gibt es fast niemand mehr, der seine Macht einschränken könnte. Das führt dazu, dass sie nun grössenwahnsinnig geworden sind, die wollen nicht nur ihre bisherige Stellung/Einfluss/Hegemonie (in Europa, Naher Osten etc.) halten sondern wollen auch noch die anderen Gebiete mit ihrem Werte-System & simplen-oberflächlichen Kultur "überschwemmen", was früher oder später heftig ins Auge gehen kann, weil die Weltbevölkerung langsam aus ihrem Tiefschlaf aufwacht und von ihrer kleinen, geschlossenen (Medien-)Welt in die grosse, wirkliche Welt voranschreitet.


    Zitat Zitat von JazzMaTazz Beitrag anzeigen
    Die Nato würde in einem Kriegsfall, nicht so gut Zusammenhalten wie die Konfliktpartei.
    Die vermeintliche Stärke der NATO, die grosse Mitgliederanzahl, ist eben auch ihre grösste Schwäche: Viele Köche verderben den Brei und erzeugen grosses Konfliktpotenzial, das von ihren Gegner, wenn sie richtig handeln, ausgenutzt werden können. Zumal viele der NATO nur aus berechnenden Kalkül beigetreten sind (als Rückenstärker, um besser mit dem Finger auf andere zeigen zu können).Die NATO wirkt gegen Aussen zwar vermeintlich mächtig/furchteinflössend, ist aber analog zur Titanic, doch nicht "unsinkbar": Ein kleines Loch/eine kleine Schwäche (z.B. vom NATO-Kopf USA) genügt, um das gesamte Konstrukt zum Einsturz zu bringen (siehe z.B. auch den starken, aber brüchigen Warschauer-Pakt von damals).

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