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Nervenkrieg in Kosovo

Erstellt von Yutaka, 16.02.2008, 10:07 Uhr · 3 Antworten · 358 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Yutaka

    Registriert seit
    13.01.2006
    Beiträge
    4.998

    Nervenkrieg in Kosovo

    Nervenkrieg in Kosovo

    Nervenkrieg in Kosovo: Während die Albaner die Unabhängigkeit an diesem Wochenende erwarten, leben viele Serben in Angst. Einige drohen mit Widerstand.


    Angekündigt war eine Pressekonferenz, die in die Geschichtsbücher eingehen sollte. Entsprechend gross ist an diesem sonnigen Freitag der Andrang der Weltpresse in einem Saal des Grandhotels in Pristina. Aggressive Kameraleute bringen sich in Stellung, einige Vertreter der Weltpresse sitzen auf dem schmutzigen Teppichboden, die Fernsehsender BBC und CNN übertragen live. Die Handys sind ausgeschaltet, die Show kann beginnen.

    Zuvor hatten Regierungsberater bekannt gegeben, dass der Premier Kosovos, Hashim Thaci, den genauen Zeitpunkt der Unabhängigkeitserklärung mitteilen werde. Als mögliches Datum wird seit Tagen morgen Sonntag genannt

    Thaci greift zu den üblichen Floskeln. Er werde sich um die Minderheiten kümmern, ihre Sorgen ernst nehmen und Chancengleichheit garantieren, sagt der Politiker. Als ein serbischer Lokaljournalist protestiert, er verstehe nichts, weil eine Übersetzung in seiner Muttersprache fehle, verziehen sich Thacis Gesichtszüge zu einem abstossenden Grinsen.

    Sein Auftritt gerät zur Farce, nach einer Viertelstunde ist er zu Ende, der Regierungschef verschwindet. Das Wort «Unabhängigkeit» erwähnt er nicht. Die Ungewissheit geht also weiter. Zurück bleiben die professionellen Nebelverkäufer, die in den Kaffeehäusern Pristinas über das Datum der Unabhängigkeit spekulieren können.

    Ein internationaler Beobachter versucht, den Nebel zu lichten. Noch seien die wichtigsten westlichen Staaten nicht einig über die Modalitäten der Anerkennung eines unabhängigen Kosovo, sagt er. Die Gründe liegen auf der Hand: Eine saubere rechtliche Basis für die Loslösung der Provinz von Serbien fehlt, weil der Uno-Sicherheitsrat von Russland blockiert ist. Dennoch will die EU eine Mission nach Kosovo entsenden, um die Unabhängigkeit zu überwachen.

    [h5] Am Tropf von Belgrad[/h5]

    «Wir können die Weltpolitik leider nicht beeinflussen. Wenn Elefanten streiten, leidet das Gras», sagt Boban Vignjevic, ein Vertreter der Serben in der Kleinstadt Lipjan. Er ist ein freundlicher Gastgeber, der die Besucher schon in den frühen Morgenstunden mit Schnaps bewirtet. In der Gemeinde Lipjan leben nur noch etwa 9000 Serben, die meisten sind seit dem Ende des Krieges im Sommer 1999 nach Serbien geflüchtet aus Angst vor Gewalttaten albanischer Extremisten.

    Sie kommen nur dann zurück, wenn sie ihre Häuser und Felder an Albaner verkaufen. Die zurückgebliebenen Serben hängen am Tropf der Regierung in Belgrad, sie zahlt Lehrer, Ärzte und Beamte. Wer mit den albanisch dominierten Behörden zusammenarbeite, werde schnell als Verräter abgestempelt, sagt Vignjevic.

    Daran wird sich in absehbarer Zeit kaum etwas ändern, weil die serbische Regierung die geplante EU-Mission als «illegal» bezeichnet, die man ignorieren sollte. Regierungschef Vojislav Kostunica hat die EU-Beamten bereits als Räuber beschimpft, die Serbien ein Stück Land entreissen wollten. Serbien werde Kosovo verteidigen und wie 1389 und 1804 vereint sein. Im Jahr 1389 fand auf dem Amselfeld eine Schlacht zwischen den Osmanen und den Serben statt, 1804 begann der erste serbische Aufstand gegen die Türken.

    Während in Belgrad die Rhetorik schärfer wird, explodierte am Donnerstagabend in der zwischen Serben und Albanern geteilten Stadt Mitrovica im Norden der Provinz ein Sprengsatz. In unmittelbarer Nähe arbeitet ein Team, das die EU-Mission vorbereitet. Sollte die Unabhängigkeit an diesem Sonntag erklärt werden, haben die Serben im Norden der Provinz Proteste angekündigt. Die düsteren Vorzeichen lassen erahnen, mit welchen Schwierigkeiten die EU in Zukunft in Kosovo konfrontiert sein wird.

    «Wir leben in Angst», sagt Boban Vignjevic in seiner warmen Stube in Lipjan. Seine Heimat möchte er aber nicht verlassen. «Ich habe in Belgrad nichts verloren.» Vignjevics Söhne sind längst in der serbischen Hauptstadt, wo sie zur Schule gehen. Die Armut, mangelnde Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt und die Angst vor einer ungewissen Zukunft zwingen viele Serben zur Flucht.

    Dennoch hofft der Familienvater, dass seine zwei Kinder eines Tages nach Lipjan zurückkehren. Wenn Boban Vignjevic an diesen vermutlich fernen Tag denkt und ihn dann die Sehnsucht überwältigt, streicht er liebevoll über die Porträts seiner Söhne, die in einer Vitrine zwischen Ikonen der serbisch-orthodoxen Kirche stehen.

  2. #2
    Avatar von rapnationcrew

    Registriert seit
    09.02.2008
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    457
    Zitat Zitat von T1TT0L4R0CC4 Beitrag anzeigen
    Nervenkrieg in Kosovo
    Die Deligierten haben Antidepresiva beim 5Sterne Essen bekommen die, der Koch hat sicherheitshalber die ganze Packung in die Haupspeise gemischt.

    Voll zugedrönt mit Drogen und Beruhigungsmitteln wird dann hinter verschlossen Türen über eine Sache entschieden, wo sie voll Verandlungsuntauglich sind.

    Hoffentlich hat keiner der Betoffenen Allergien, weil das kann man dann das Antidepressiva noch schneller nachweisen kann.

    Ich bekomm jetzt schon Pusteln wenn ich daran denke wie die Demokratie des Friedens mit Füßen getreten wird.

  3. #3
    Avatar von albaner

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    3.862
    rapnationcrew das juckt uns albanern garnicht was du affe schreibst. man merkt wie verzweifelt du bist. schreib ruhig weiter, ist lustig mit anzusehen wie fertig du wegen kosovo schon bist. morgen wird gefeiert. morgen wirst du bestimmt noch mehr scheis.se schreiben, aber egal, wir werden die unabhängigkeit feiern und dich höchstens auslachen.

  4. #4
    Avatar von tweety

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