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Die neuen «Führer» Europas

Erstellt von Silver, 10.06.2009, 20:50 Uhr · 29 Antworten · 1.561 Aufrufe

  1. #1

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    Daumen runter Die neuen «Führer» Europas

    Die neuen «Führer» Europas

    Rechtsextreme, Populisten und EU-Skeptiker sind nach der Europawahl auf dem Vormarsch. Sie profitieren nicht zuletzt von charismatischen Führerfiguren.

    Die anti-islamische Freiheitspartei (PVV) des Filmemachers Geert Wilders wird vier der 25 niederländischen Abgeordneten stellen und ist damit im EU-Parlament die zweitstärkste Kraft nach den regierenden Christdemokraten (5 Sitze). Wilders PVV trat zum ersten Mal bei einer Europawahl an.
    Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) verdoppelte ihren Stimmenanteil gegenüber der letzten Europawahl auf rund 13 Prozent und verfügt im EU-Parlament künftig über zwei Sitze. Überrundet wurde die FPÖ allerdings von dem Europaskeptiker Hans-Peter Martin, dessen Liste 18 Prozent der Stimmen und drei Mandate erhielt.
    In Ungarn kam die fremdenfeindliche Jobbik-Partei, die im Wahlkampf vor allem mit einer Kampagne gegen «Zigeuner» warb, aus dem Stand auf 15 Prozent der Stimmen. Im neuen EU-Parlament wird sie drei der 22 ungarischen Abgeordneten stellen. Auch die rechtsgerichtete Partei für ein Gross-Rumänien (PRM) wird erstmals im EU-Parlament vertreten sein, ihr stehen zwei der insgesamt 33 rumänischen Mandate zu.
    Erfolge in Grossbritannien
    Einzug ins EU-Parlament hält auch die British National Party (BNP), die nur Weisse als Parteimitglieder akzeptiert. Obwohl sie ihren Stimmenanteil nur leicht von 5 auf 6,2 Prozent steigern konnte, wird die BNP im EU-Parlament künftig mit zwei Abgeordneten vertreten sein. Sie konnte der skandalgeschüttelten Labour Party des britischen Premierministers Gordon Brown mehrere Wahlkreise im armen Nordengland abjagen. BNP-Chef Nick Griffin sprach von einem Sieg für «eingeborene» Briten.
    Die rechtsgerichtete Dänische Volkspartei verdoppelte ihren Stimmenanteil bei der Wahl am Sonntag auf 15 Prozent und wird künftig mit zwei statt mit einem Abgeordneten ins EU-Parlament einziehen. Die rechtspopulistische Lega Nord aus Italien verfügt in der neuen Legislaturperiode über neun statt vier Sitze. Sowohl die Dänische Volkspartei als auch die Lega Nord sind an den Regierungen in ihren Ländern beteiligt.
    Mit der gewaltigen Steigerung von 0,5 auf 9,8 Prozent zieht die rechtspopulistische und ausländerfeindliche Partei «Wahre Finnen» um den charismatischen Chef Timo Soini in das EU-Parlament ein. Auch eine schwedische Protestpartei schaffte es ins EU-Parlament. Die Piratenpartei ist allerdings nicht rechtsextrem, sondern tritt gegen Software-Patente und für den kostenlosen Austausch von Dateien im Internet ein.
    Libertas gescheitert
    Einbussen mussten die Rechtsextremen in Belgien, Bulgarien und Frankreich hinnehmen. Die belgische Partei Vlaams Belang verlor gegenüber der letzten Europawahl rund drei Prozent der Stimmen, die bulgarische Ataka zwei Prozent und der französische Front National fast vier Prozent. Die nationalistische Bewegung für Frankreich (MdF), die dieses Mal im Verbund mit der EU-skeptischen Partei Libertas antrat, büsste gegenüber der letzten Wahl ebenfalls an Stimmen ein.
    Libertas-Gründer Declan Ganley, der europaweit mindestens 100 Sitze anstrebte, erhielt in seiner Heimat Irland nach vorläufigen Ergebnissen kein einziges Mandat. Die tschechischen EU-Skeptiker verloren nach mehreren Spaltungen sogar ihre bisherigen zwei Sitze im EU-Parlament. Die erzkonservative und nationalistische Liga Polnischer Familien (LPR) trat nicht mehr an, die Kandidatur einzelner LPR-Mitglieder auf der Libertas-Liste blieb erfolglos.


    Geert Wilders: Der niederländische Rechtspopulist hat auf Anhieb 17 Prozent der Wählerstimmen geholt. Er fährt einen strammen Anti-EU-Kurs, sein Hauptthema aber ist der Kampf gegen den Islam.

    Heinz-Christian Strache: Der smarte Chef der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) zog mit dem Slogan «Abendland in Christenhand» in den Wahlkampf, er warnte zudem vor einem EU-Beitritt Israels.

    Krisztina Morvai: Die Spitzenkandidatin der Partei Jobbik (die Besseren) holte mit dem Motto «Ungarn gehört den Ungarn» drei Sitze im EU-Parlament. Die rechtsextreme Partei hetzt gegen Juden, Schwule und Roma.

    Corneliu Vadim Tudor: Seine Partei für ein Gross-Rumänien (PRM) zieht erstmals ins EU-Parlament ein. Der ehemalige Hofdichter von Diktator Nicolae Ceausescu vereint kommunistische und nationalistische Ziele.

    Nick Griffin: Die rechtsextreme British National Party (BNP) konnte Labour gleich zwei Sitze abjagen. Ihr Chef las schon mit 13 Jahren Hitlers «Mein Kampf», seine Partei nimmt nur Weisse auf.

    Morten Messerschmidt: Er soll betrunken Nazi-Lieder gesungen haben und ist dennoch populär. Der Erfolg der fremdenfeindlichen Dänischen Volkspartei (DVP) basiert nicht zuletzt auf ihrem Spitzenkandidaten.

    Timo Soini: Er gilt als charismatisch und umgänglich und hat die rechtspopulistische, ausländerfeindliche Partei «Wahre Finnen» zu einem sensationellen Erfolg bei der Europawahl geführt.

    Umberto Bossi: Der Chef der separatistischen Lega Nord ist ein Veteran unter Europas Rechtspopulisten. Dank dem Berlusconi-Skandal konnte er den Stimmenanteil seiner Partei mehr als verdoppeln.

    Quelle= 20 Minuten Online - Die neuen «Führer» Europas - Ausland

  2. #2

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    Ne schöne Zukunft werden wir haben

  3. #3
    Bloody
    In Ungarn ist es schon ziemlich heftig diese ganze Sache ...


    Da hat die Rechtspopulistische Partei sogar ein eigenes Paramillitär ..

  4. #4

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    Zitat Zitat von Bloody-Shqiptar Beitrag anzeigen
    In Ungarn ist es schon ziemlich heftig diese ganze Sache ...


    Da hat die Rechtspopulistische Partei sogar ein eigenes Paramillitär ..

    Jaja...da muss unser Ökörtilos etwas dagegen unternehmen

  5. #5

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    Wieso werden EU-Skeptiker gleich auf eine Stufe mit den Nazis gesetzt?

  6. #6

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    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Wieso werden EU-Skeptiker gleich auf eine Stufe mit den Nazis gesetzt?

    Wenn man Menschen die eine andere Religion oder Herkunft haben, aus dem Land verjagen will und ständig gegen sie hetzt etc...dann ist mann in meinen Augen ein Nazi.

    Mit EU Skeptikern hat das nicht viel zu tun..diese Politischen Leader sind in jeder Hinsicht rechtsextrem, weil sie nationalistische Ideologien verbreiten..

  7. #7

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    Wenn alle Nazis werden, wie endet das dann?

    Ach ja, das hier werde ich mir in Zukunft genauer ansehen

    "Corneliu Vadim Tudor: Seine Partei für ein Gross-Rumänien (PRM) zieht erstmals ins EU-Parlament ein. Der ehemalige Hofdichter von Diktator Nicolae Ceausescu vereint kommunistische und nationalistische Ziele."

    Wenn diese Deppen kein Groß-reich anstreben würden, wäre die Idee gar nicht mal so schlecht

    "Nationalismus bezeichnet eine politische Strömung, die aus einer sittlichen, sprachlichen, kulturellen oder historischen Gemeinschaft von Personen (Völker, Nationen) das Recht auf staatliche Selbstbestimmung (Nationalstaat) ableitet."


    Ich nehme aber stark an, dass "nationalistisch" in diesem Fall auf "Fremdenfeindlich" abgestimmt ist

  8. #8
    Bloody
    Vorgestern war ne ziemlich gute Doku über diese Rechtspopulistischen Parteien und wirklich hart ist es in Ungarn ...


    Also falls ich diese Doku irgendwo finden sollte poste ich sie hier ... War ( Ist ) recht interessant ..

  9. #9

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    Hat für die Türkei eine gute Seite : sie wird nicht EU Mitglied.

    Aber ich hoffe trotzdem das diese Parteien wieder Stimmen verlieren.

  10. #10

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    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Wenn alle Nazis werden, wie endet das dann?

    Ach ja, das hier werde ich mir in Zukunft genauer ansehen

    "Corneliu Vadim Tudor: Seine Partei für ein Gross-Rumänien (PRM) zieht erstmals ins EU-Parlament ein. Der ehemalige Hofdichter von Diktator Nicolae Ceausescu vereint kommunistische und nationalistische Ziele."

    Wenn diese Deppen kein Groß-reich anstreben würden, wäre die Idee gar nicht mal so schlecht

    "Nationalismus bezeichnet eine politische Strömung, die aus einer sittlichen, sprachlichen, kulturellen oder historischen Gemeinschaft von Personen (Völker, Nationen) das Recht auf staatliche Selbstbestimmung (Nationalstaat) ableitet."


    Ich nehme aber stark an, dass "nationalistisch" in diesem Fall auf "Fremdenfeindlich" abgestimmt ist

    Da kannst du tausend Prozentig sicher sein.. Und das lustigste an der ganzen Sache sind die Bulgaren und Rumänen die mit dem anderen Nationalistischen Strom mitschwimmen

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