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Neuer Tito, neues Jugoslawien

Erstellt von BackToYU, 06.12.2011, 02:19 Uhr · 443 Antworten · 14.368 Aufrufe

  1. #171
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
    08.06.2009
    Beiträge
    64.188
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Was für Nachteile bre! YU war stabil! Es wurde destabilisiert. Dabei haben politische Kräfte von Innen wie von Aussen mitgewirkt!
    Hast du meinen Text den ich gepostet habe gelesen, von diesem Ökonom?
    Zu deinem Text: Wer einen ausgewanderten Russen braucht der ihm YU erklären will, dem ist eh nicht mehr zu helfen, aber man biegt es sich zurecht wie es einem am besten in den Kram passt.

    Welche Nachteile? Du hast recht, es gab keine....zumindest nicht in deiner Fantasiewelt, den von woanders kennst du definitiv kein YU.


    Hier mal ein paar Bilder

    555.jpg
    Onkel und Tante zu Besuch, im Hintergund der Stall. Man kam aus Deutschland, mit dem Benz, der jedes mal Steinschäden hatte. Wieso? Weil ein großer Teil der Straßen schlichtweg nicht asphaltiert war. Schotter aufgeschüttet, Schrittempo Pflicht. Für die Traktoren, sofern man sich den einen leisten konnte, war es ja kein Problem.
    Die Freude war übrigens groß wenn man sich wiedersah, Telefone gab es eines pro Dorf wenn man Glück hatte.
    Heute gibt es alles was es in der normalen Welt auch gibt, vernünftige Straßen, Kanalisationen, Telefon, Internet, Sat und IP-TV etc.


    648.jpg
    Das Haus was mein alter Herr sich gekauft hat obwohl er in D gearbeitet hat. Im Vordergrund der damals fette BMW. Das allerdings schon in einer Stadt, kein Dorf mehr. Dennoch weder Telefon, noch Kanalisation, stattdessen Plumsklo, wie zu der Zeit auch überall auf Tankstellen und Raststätten sowie vielen Restaurants.

    Heute stehen da Autos die weit mehr kosten als das Haus damals, zudem mehrere Häuser mit mindestens 400m² Wohnfläche, selbiges Haus auch noch mal am Meer. Alle Straßen natürlich gepflastert, inklusive Toiletten, Gästetoiletten, Internet, Sat TV und allem was dazu gehört

    387.jpg

    Wir als Kinder in YU. Im Vordergrund die Schotterstraße und die Kanäle welche eine Kanalisation fast ersetzten. Standard waren Plumsklos wo die Kacke eben solange in ein Loch fiel bis sie entfernt wurde. Im besten Fall angrenzend an den Stall, denn dann konnte man Djubre und Menschenkacke gleichzeitig auf die Anhänger packen um die Felder zu düngen.
    Dazu ein Moskvich meines Onkels, der Direktor von Jasinje war, also fettes Geld verdient hat, trotzdem hat er auch Schotterstraßen vor der Tür gehabt und ebenso ein Plumsklo



    Aber du hast recht, das braucht kein Mensch. Viel nötiger ist doch jemand der den Menschen die Arbeit hatten einen Großteil der Kohle abnimmt für die Aufrüstung der Armee. Jener Armee, die dann mit den Waffen welche unsere Leute zum Großteil bezahlt haben, diese Leute beschoss und ermordete.
    Noch schöner ist es wenn man die Kohle welches die Republik erwirtschaftete, dank Tourismus und Landwirtschaft etc. waren das ja ein wenig, direkt nach Beograd abführen durfte. Einen Almosenteil durfte man sicher behalten. Dafür hat Kackfresse Tito jedes mal ein weiteres Denkmal bekommen.

    Und zum Ende hin wo die Inflation bei über 1000 % lag und weiter wuchs, wo man für ein Kilo Brot einen Korb Dinara mitnehmen musste, ach was waren das für Zeiten. Wer würde so ein YU nicht zurück wollen?

  2. #172

    Registriert seit
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    2.273
    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Mosnik, ich weiss nicht wieso immer wieder das Begräbnis von Tito als "einzigartig" eingestuft wird. Waren die Staatsbegräbnisse (wenn man sich damit rühmt) von Charles de Geulle, Winston Churchill oder J.F. Kennedy weniger spektakulär?

    na mir ging es um das kollektive trauern....ok wie siehst du das ehemalige jugoslawien,,war alles schlecht ,gab es grosse represallien?
    hab jugoslawien nur aus der kindheit in erinnerung ,das was ich jetzt schreibe aus erzählungen von bekannten %familie und überwiegend ist es positiv...vor allen mit BIH und dere industralisierung der 70er...

  3. #173
    Avatar von Josip Frank

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    9.007
    Zitat Zitat von mosnik Beitrag anzeigen
    na mir ging es um das kollektive trauern....ok wie siehst du das ehemalige jugoslawien,,war alles schlecht ,gab es grosse represallien?
    hab jugoslawien nur aus der kindheit in erinnerung ,das was ich jetzt schreibe aus erzählungen von bekannten %familie und überwiegend ist es positiv...vor allen mit BIH und dere industralisierung der 70er...

    Jo....in 30 Jahren erzählen sie ,dass 2014 toll war.

    es war nicht alles schlecht,das stimmt, denn Wohlstand ist meist mit Unzufriedenheit verbunden,aber wenn Yu nur halbwegs das gewesen wäre, was einige hier incl. Der Schnattergans uns vorgaukeln wollen,dann gäbe es dieses Konstrukt noch.

    Ps. tito und seine Millionen Franken will ich nicht extra ausführen

  4. #174
    Avatar von Vukovarac

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    11.949
    ...kanalisation, toiletten, telefon...westliche propagandasachen....wer braucht schon sowas...

  5. #175
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Ich vermisse eigentlich nur den damaligen qualitativ starken Sport aus Jugoslawien.

  6. #176

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    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    Zu deinem Text: Wer einen ausgewanderten Russen braucht der ihm YU erklären will, dem ist eh nicht mehr zu helfen, aber man biegt es sich zurecht wie es einem am besten in den Kram passt.

    Welche Nachteile? Du hast recht, es gab keine....zumindest nicht in deiner Fantasiewelt, den von woanders kennst du definitiv kein YU.


    Hier mal ein paar Bilder

    555.jpg
    Onkel und Tante zu Besuch, im Hintergund der Stall. Man kam aus Deutschland, mit dem Benz, der jedes mal Steinschäden hatte. Wieso? Weil ein großer Teil der Straßen schlichtweg nicht asphaltiert war. Schotter aufgeschüttet, Schrittempo Pflicht. Für die Traktoren, sofern man sich den einen leisten konnte, war es ja kein Problem.
    Die Freude war übrigens groß wenn man sich wiedersah, Telefone gab es eines pro Dorf wenn man Glück hatte.
    Heute gibt es alles was es in der normalen Welt auch gibt, vernünftige Straßen, Kanalisationen, Telefon, Internet, Sat und IP-TV etc.


    648.jpg
    Das Haus was mein alter Herr sich gekauft hat obwohl er in D gearbeitet hat. Im Vordergrund der damals fette BMW. Das allerdings schon in einer Stadt, kein Dorf mehr. Dennoch weder Telefon, noch Kanalisation, stattdessen Plumsklo, wie zu der Zeit auch überall auf Tankstellen und Raststätten sowie vielen Restaurants.

    Heute stehen da Autos die weit mehr kosten als das Haus damals, zudem mehrere Häuser mit mindestens 400m² Wohnfläche, selbiges Haus auch noch mal am Meer. Alle Straßen natürlich gepflastert, inklusive Toiletten, Gästetoiletten, Internet, Sat TV und allem was dazu gehört

    387.jpg

    Wir als Kinder in YU. Im Vordergrund die Schotterstraße und die Kanäle welche eine Kanalisation fast ersetzten. Standard waren Plumsklos wo die Kacke eben solange in ein Loch fiel bis sie entfernt wurde. Im besten Fall angrenzend an den Stall, denn dann konnte man Djubre und Menschenkacke gleichzeitig auf die Anhänger packen um die Felder zu düngen.
    Dazu ein Moskvich meines Onkels, der Direktor von Jasinje war, also fettes Geld verdient hat, trotzdem hat er auch Schotterstraßen vor der Tür gehabt und ebenso ein Plumsklo



    Aber du hast recht, das braucht kein Mensch. Viel nötiger ist doch jemand der den Menschen die Arbeit hatten einen Großteil der Kohle abnimmt für die Aufrüstung der Armee. Jener Armee, die dann mit den Waffen welche unsere Leute zum Großteil bezahlt haben, diese Leute beschoss und ermordete.
    Noch schöner ist es wenn man die Kohle welches die Republik erwirtschaftete, dank Tourismus und Landwirtschaft etc. waren das ja ein wenig, direkt nach Beograd abführen durfte. Einen Almosenteil durfte man sicher behalten. Dafür hat Kackfresse Tito jedes mal ein weiteres Denkmal bekommen.

    Und zum Ende hin wo die Inflation bei über 1000 % lag und weiter wuchs, wo man für ein Kilo Brot einen Korb Dinara mitnehmen musste, ach was waren das für Zeiten. Wer würde so ein YU nicht zurück wollen?

    klasse beitrag von cobra ! tolle bilder und die antwort die er auf diese ganzen YU-fetischisten hat ist einfach brilliant.... mein paps hat mir erzählt das damals die meisten auch immer im dorf zusammen kamen um über einen einzigen schwarz-weiß fernseher muhammad ali zu bewundern bei seinen kämpfen etc.

    sowas kann ich mir hier in westeuropa aufgewachsen garnicht vorstellen, vor allem weil zu der zeit sämtliche haushalte einen solchen fernseher besaßen (ob klein oder groß spielt keine rolle) ......

  7. #177
    Avatar von Cobra

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    Zitat Zitat von Vukovarac Beitrag anzeigen
    ...kanalisation, toiletten, telefon...westliche propagandasachen....wer braucht schon sowas...
    Zweifelsohne war YU nicht nur schlecht, es gab auch gute Dinge, die Waage schlägt allerdings auf der negativseite deutlich aus.

    Weitere Stichworte waren da z.B. Pendrek. Während du heute von der Polizei im Großen und Ganzen den Gesetzen nach behandelt wirst, war der Pendrek damals Gesetz Nr.1. Wehe du kanntest den Milicajac nicht und hast auch nur falsch geguckt....und gib ihm.

    Ich hatte in der Schule mal eine Kreuzkette um die ein Geschenk von meiner Tante aus D war. Der Lehrer riss mir das Teil vom Hals und sagte er wolle diesen Dreck nie wieder in seinem Klassenraum sehen.

    Mein Opa hat an einem Feiertag mal nicht geschafft die YU Flagge rauszuhängen, was er sonst immer tat. Am nächsten Morgen war die Milicija zum Kaffetrinken da und wollte wissen ob alles in Ordnung ist, oder ob es was gibt was die wissen sollten.

    Ein Diplomübersetzer der heute hier lebt wurde zu Titos Zeiten festgenommen. 5 Jahre lang misshandelt, geqält, maltretiert, ist heute ein gebrochener Mann. Wieso? Man hat ihn des Staatsveraats verdächtigt. Wieso? Keinerlei Angabe von Gründen, keine Beweise kein nichts. Bis zum Zerfalls YU´s durfte er nach seiner Flucht nicht zurück. Er fand YU auch besonders toll.

    Tatsachenbericht gibt es wie Sand am Meer, aber sich ein melacholisches Bild zusammenschustern und alles andere ausblenden ist für den einen oder anderen nun mal einfacher

  8. #178
    Avatar von Vukovarac

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    ...wozu fernseher?...zu guten alten zeiten trafen sich am abend kroaten, serben, bosniaken, sandzaklije (egal wo!) in der dorfmitte und man tanzte kolo...

  9. #179

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    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Du bist schon heftig beschränkt

    Die Serben in BiH waren schon immer Serben, genau so wie die Albaner im Kosovo schon immer Albaner waren und Kroaten in BiH schon immer Kroaten. Das beste wäre, wenn du das Maul hältst, jedes mal wenn du was schreibst kommt eh nur Dreck bei raus
    du mongo kosovo gehörte ja auch immer zu den albanern, das gebiet habt ihr irgendwann so genannt nachdem ihr es mal EROBERT habt, das macht aus albanern dort dennoch nix anderes.... aber beschränkte faschos wie du , die tote albaner leugnen oder in einer fantasiewelt leben in der für einen serben 40 nicht-serben sterben müssen hab ich nicht viel übrig picka

  10. #180
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von mosnik Beitrag anzeigen
    na mir ging es um das kollektive trauern....ok wie siehst du das ehemalige jugoslawien,,war alles schlecht ,gab es grosse represallien?
    hab jugoslawien nur aus der kindheit in erinnerung ,das was ich jetzt schreibe aus erzählungen von bekannten %familie und überwiegend ist es positiv...vor allen mit BIH und dere industralisierung der 70er...
    Sve zavisi iz koje porodice potices. Ako si imao cetnicku i ustasku proslost, tesko si i mogao dobiti obicnu struju, a o drugim stvarima da i nepricam. Barem je tako bilo u mom' kraju.

    Evo ti iz mog licnog iskustva, zasto Juga nije mogla dugo funkcionisati (bez da ulazimo u raspravu oko nacionalizma).

    Dobijem tada posao u nekoj manje vise poznatoj gradjevinskoj firmi na odredjeno vrijeme. Radno vrijeme od 6-13. U radnoj grupi jedan radnik dobije zadatak da lozi vatru i odrzava je na zivotu do dnevnog odmora ,dok recimo neki drugi radnik mora pribaviti hranu koja ide na tu vatricu. U 9:00 poslovodja mi samo pokaze na sat i sve prestaje funkcinirati slijedecih sat do sat i pol. Nakon mjesec dana mi je da izvines "dopizdilo" i pogodim sa sefom da mi svakog jutra da listu obaveza. Na kraju sam obicno do 11 sati uspjevao obaviti sve dnevne obaveze i pa-pa, odoh ja.

    Drugo, radnici dodju na posao, otkucaju karticu i zatim bjez kroz zicu. Obavljaju ljudi privatne poslove ali to ih ne prijeci da se vrate na topli obrok, fino popapaju svoje pa ponovo kroz zicu van da bi se vratili netom prije zavrsetka radnog vrijemena i uredno otkucali karticu. Svima poznata cinjenica, ali niko ni rijeci o tom problemu.

    Naravno, u pravom kapitalizmu su to nezamislive situacije. E da je umjesto tog usranog samoupravljanja bilo nesto poput dionicarstva gdje ce se na kraju godine isplacivati dividende ili ce se u slijedecu godinu ic' sa penalima na plate, sami radnici bi vrlo brzo korigirali sva ta sranja i dali si malo vise truda u proizvodnji. Ovako je ono "nase" postalo "nicije" iz cega se samo budala nece namiriti.

    Politika je utopijom socijalne sigurnosti (uvijek tako argumentiraju kada se prica o Jugi) pothranjivala nerad i nemoral, a sve samo zato (nisu ni oni bili slijepi i gluvi) da bi se odrzala na vlast.

    PS: Cobra, hvala za upis. Uvijek vrijedi procitati od ljudi, koji su stvarno zivjeli za vrijeme SFRJ-a.

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