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Neuwahlen in Serbien am 21 Januar,wen wählt ihr?

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 30.10.2006, 18:00 Uhr · 683 Antworten · 20.231 Aufrufe

  1. #411

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    Zitat Zitat von skenderbegi
    Zitat Zitat von mi_srbi
    Zitat Zitat von Ravnokotarski-Vuk
    Zitat Zitat von mi_srbi
    Zitat Zitat von skenderbegi
    finde ich super das die radikalen führen.....

    weiter so jungs und mädels..... :wink:

    das wird eine spannende wahl nicht vergessen es geht nicht um kosova sondern um serbien.....


    hier ein kleiner hilfe-beitrag:


    http://www.tagesspiegel.de/kultur/ar...07/3021563.asp
    Nein die Demokraten führen mit 18:14 Stimmen wie du sehen kannst.
    Eigentlich sollte die KPR-Stimme auch zu nicht-demokratisch, oder seit wann sind Kommunisten demokratisch? hehe
    Ok dann eben 17:14. Denke das die SRS keine Chance hat zu regieren.
    ist es nicht so das die minister von g17 auch nicht mehr dabei sind bezw. ihre rücktritte im nov. oder dez.06 geben haben?????
    Labus ja,er wurde aber von Dinkic ersetzt. Am Ende werden sich die Demokraten e zusammen tun und mehr Stimmen als Radikale haben und so können die radikale nur von Regierung träumen.

  2. #412

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    "Romantische Mythen über die eigene Größe"

    Dragoljub Micunivic, politischer Vater der Demokratischen Partei von Präsident Tadic, im STANDARD- Interview

    STANDARD: Sind die Wahlen eine Wende für Serbien?

    Micunovic : Als solche könnten sie sich erweisen, denn die Bürger haben die Wahl zwischen politischen Kräften, die nach Europa streben, und Parteien, die anti-europäisch sind. Niemand hat aber die Kraft, alleine zu regieren.

    STANDARD: Eine Wunschkoalition der EU wäre zwischen der „Demokratischen Partei“ (DS) und der „Demokratischen Partei Serbiens“ (DSS). Wie wahrscheinlich ist das?

    Micunovic: Es wäre logisch und rational, dass die DS und DSS als führende Parteien des demokratischen Blocks die Regierung bilden und Serbien in die EU führen. Obwohl wir darauf bestanden haben, wollte sich die DSS jedoch nicht darauf verpflichten, keine Koalition mit der „Serbischen Radikalen Partei“ (SRS) einzugehen. Im Klartext bedeutet das, dass sich die DSS nicht davor ekelt, ein Bündnis mit Kräften einzugehen, die das Land zu Grunde gerichtet haben und sie dadurch auch zu rehabilitieren. Wir haben die DSS auch vor einer Koalition mit der völlig inakzeptablen Partei „Einheitliches Serbien“ gewarnt, wurden aber scharf abgewiesen, gefälligst keine Bedingungen zu stellen.

    STANDARD: Wo liegen die Unterschiede zwischen DS und DSS?

    Micunovic: Als eine Mitte-links-Partei kommt die DS der europäischen Sozialdemokratie immer näher. Die DSS hingegen lehnt sich stark an das serbisch-orthodoxe Christentum an, als religiöses und kulturelles Postament. Da werden romantische, nationale Mythen über die eigene Größe gepflegt. Diese Glorifizierung der eigenen Vergangenheit gestattet keinerlei kritischen Rückblick und ist die Grundlage für den Widerstand gegen eine schnellere europäische und euroatlantische Integration. Das nationale wird dem menschlichen Wesen vorgezogen, was eine Einschränkung des humanistischen Weltbildes und moderner, zivilisatorischer Ideen ist. Auch das Territorium wird an sich verherrlicht. Wenn ich von dem Traum eines großen Staatswesens (der EU) mit einer halben Milliarde Bürger spreche, ist das für sie so schrecklich, als würde damit das schöne, kleine Serbien umgebracht.

    STANDARD: Wo würde die DS bei Koalitionsverhandlungen mit der DSS Grenzen ziehen?

    Micunovic: Die Zusammenarbeit mit dem Kriegsverbrecher-Tribunal und der EU sind unsere Bedingungen. Eine Rehabilitierung der Miloševic-Sozialisten und der SRS würden wir nicht akzeptieren.

    STANDARD: Was bedeutet es, wenn Präsident Tadic sagt, er würde eine Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennen?

    Micunovic: Das heißt, dass er während seines Mandats keine diplomatischen Beziehungen mit dem Kosovo aufnehmen würde.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2728806

  3. #413

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    "Besser Slivovic daheim, als Whisky mit Ausländern"
    Vojislav Koštunica versprach vor den Parlamentswahlen am Sonntag in der Zastava-Stadt Kragujevac neue Autos und Arbeitsplätze

    Kommenden Sonntag finden in Serbien Parlamentswahlen statt. Premierminister Vojislav Koštunica versprach in der Zastava-Stadt Kragujevac neue Autos und Arbeitsplätze. Andrej Ivanji begleitete ihn auf seiner Wahlkampftour.

    Düster und herabgekommen sieht Kragujevac aus. Die einst blühende Industriestadt im Herzen Serbiens wird heute „Tal des Hungers“ genannt. Die Stadt lebte von den Autowerken „Zastava“, in denen auch Waffen hergestellt werden. Die Kriege, das Wirtschaftsembargo, der Übergang zur Marktwirtschaft haben das Unternehmen aber ruiniert. Während der Nato-Luftangriffe wurde ein Teil der Fabrik zerstört. Fast 20.000 Menschen wurden entlassen, jede zweite Familie lebt an der Armutsgrenze. Arbeiter wurden zu Lumpenproletariern.

    Hoch lebe Serbien

    Das einstige Markenzeichen von Kragujevac, der eckige Kleinwagen „Yugo“, ist technisch überholt und nicht konkurrenzfähig. Wegen den riesigen Schulden war kein Auslandpartner an „Zastava“ interessiert. Aus Angst vor sozialen Unruhen wagte bisher aber keine serbische Regierung, die bankrotte Fabrik zu schließen.

    Bunte Wahlplakate versprechen nun in Kragujevac ein besseres Leben. Unter dem Motto „Hoch lebe Serbien“ kommt die Wahlkampagne der von der „Demokratischen Partei Serbiens“ (DSS) angeführten Koalition von Volksparteien in die Stadt. DSS-Funktionär und Wirtschaftsminister Predrag Bubalo stellt feierlich in der Autofabrik einen neuen Deal mit dem italienischen Fiat und moderne Fließbänder vor: die Karosserie für den „Punto“ soll in Kragujevac hergestellt werden. Die Regierung musste zuvor die Schulden von 460 Millionen Dollar für die künstlich am Leben erhaltene „Zastava“ übernehmen und 45 Millionen Euro an Fiat zahlen.

    Die Kundgebung der völkischen Allianz findet in der Sporthalle „Jezero“ statt. Hand in Hand mit dem national-konservativen Premier, Vojilsav Koštunica, marschiert der serbische Minister für Investitionen, Velimir Ilic, ein. Der Held aus der Provinzstadt Èaèak ist Vorsitzender der Partei „Neues Serbien“ (NS). Ilic ist ein Machotyp, der serbische Volkslieder mag, vor laufenden Kameras flucht und Schnaps trinkt.

    „Besser Slivovic mit serbischen Bauern als Whisky mit ausländischen Spionen“, sagt der Minister dem amüsierten Plebs. Er rühmt sich damit, in den vergangenen drei Jahren etliche Straßen gebaut und Serbien „asphaltiert“ zu haben. Mehrmals hat der impulsive Minister Journalisten, die unangenehme Fragen stellen, gedroht und physisch angegriffen. Mit Koštunica verbinden ihn nationale Ideen und die Verehrung der serbisch-orthodoxen Kirche.

    Der zweite Koalitionspartner von Koštunica ist der Bürgermeister von Jagodina und Führer der Partei „Einheitliches Serbien“, Dragan Markovic genannt „Palma“. Sein privater TV-Sender „Palma“ zeigte jahrelang harte Pornofilme. Der Showman glorifiziert Koštunica, weil er Volkslieder singt und das „Volk liebt und versteht“. Markovic ist ehemaliger Mitläufer und Partner des erschossenen Kriminellen und berüchtigten Kommandanten der Freischärler, Zeljko Raznatovic Arkan, dem Kriegsverbrechen in Kroatien und Bosnien nachgesagt werden. Palma könnte sich als die größte Hürde bei künftigen Koalitionsverhandlungen der DSS mit bürgerlichen Parteien erweisen.

    Bin einer von euch

    Bescheiden und stets verlegen wirkend schreitet Koštunica endlich auf die Bühne. Ich bin einer von euch, sagt er mit jeder Geste. Die Masse jubelt frenetisch. Koštunica preist das Völkische, die Tradition. Er werde nicht zulassen, dass die serbische Identität wegen Anpassungen an europäische Werte ihren Glanz einbüßt. In der Arbeiterstadt Kragujevac erwähnt Koštunica mit keinem Wort die mangelnde Zusammenarbeit mit dem UN-Tribunal für Kriegsverbrechen oder die ins Stocken geratenen Gespräche über die EU-Integration Serbiens. Hier geht es um neue Autos, die gebaut werden sollen. Er verspricht Arbeitsplätze und einen höheren Lebensstandard. Die von Koštunica angeführten Volksparteien setzen alle auf nationale Ideologie und soziale Parolen. Wir wollen nach Europa, ist ihre Botschaft, aber nicht um jeden Preis. Serbien werde seine europäische Zukunft nicht mit dem Verlust des Kosovo bezahlen, verspricht Koštunica noch feierlich. Denn ohne Kosovo gebe es auch kein Serbien.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2728802


    Kostunica ist ja selber Sumadinac,mal gucken ob er sein versprechen hält.

  4. #414
    Avatar von Schiptar

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    Das hat mir grad ein serbischer Kumpel aus Belgrad zum Thema orthodoxes Neuhjahr & Parlamentswahlen geschrieben:

    And for the Orthodox New Year it was "hard-to-imagine" concert of nationalistic mix with Ceca (wife of dead Arkan) and Riblja Corba in the main roles in front of the ex-Federal Parliament.There were about half a milion people attending it, and everything was organised by politicians from Vojislav Kostunica election team.He himself was there, even singing with Ceca! what can I say any more...than to vote for the Democratic party of president Tadic on 21th January!

  5. #415
    Avatar von TigerS

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    http://www.tagblatt.ch/index.php?art...sortcode=tb-hi

    «Ohne politische Lösung wird es hart

  6. #416
    Avatar von skenderbegi

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    Europa
    http://www.wienerzeitung.at/DesktopD...wzo&cob=265873
    --------------------------------------------------------------------------------

    Serbien vor einer Richtungswahl
    Nationalisten und Anhänger des pro-europäischen Kurses buhlen am Sonntag um die Mehrheit im Parlament

    EU-Schreck und Radikalenchef: Nikolic. Foto: reu


    Präsident Tadic will Serbien nach Europa führen. Wohin die Reise letztlich geht, entscheidet sich am Sonntag. Foto: reu

    Von WZ-Korrespondent Christian Wehrschütz


    Kosovo-Frage steht im Zentrum des Wahlkampfes.
    Ultrapatrioten hoffen wieder auf Platz eins.

    Belgrad. Wahlkämpfe werden auch in Serbien immer professioneller und amerikanischer. Ihren Beitrag dazu leisten Berater vor allem aus den USA, die alle vier großen politischen Kräfte engagiert haben. So sind in Serbien Wahlkampfmanager im Einsatz, die in Israel dem Ex-Premier Benjamin Netanjahu zum Sieg verholfen, oder in den USA den glücklosen Bewerber um die Präsidentschaft, John Kerry, beraten haben.
    Mit welchem Aufwand die Kampagne geführt wird, zeigt der Umstand, dass die kleine Wirtschaftspartei G17-Plus etwa 1,5 Millionen Telefonkontakte mit Wählern über ihren Stab gehabt haben soll. Diese Telefonaktion allein soll 500.000 Euro gekostet haben, wobei dadurch praktisch jeder vierte Wahlberechtigte erreicht wurde. Hinzu kommen Großkundgebungen, bei denen nichts dem Zufall überlassen wird, weil die Anhänger mit Autobussen aus dem ganzen Land heran gekarrt werden. Eine derartige Kundgebung kostet bis zu 40.000 Euro. Für TV-Spots und gekaufte Sendezeiten geben die führenden Parteien jeweils etwa eine Million Euro aus, schätzen Experten.

    Dieses Geld kommt natürlich auch von anonymen Spendern, die ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen verfolgen; praktische Unterstützung leisten auch die USA, die sich ihr Interesse an dem Sieg des so genannten demokratischen Blocks offensichtlich auch etwas kosten lassen.

    Von diesem ausländischen Geldregen ausgeschlossen sind die serbischen Ultranationalisten, die Serbische Radikale Partei (SRS). Doch sie erhält als größte Parlamentspartei allein pro Monat etwa 130.000 Euro an staatlicher Parteienförderung und muss daher nicht darben.

    Die Radikalen sind auch das klarstes Beispiel für die Amerikanisierung des Wahlkampfes. Bei ihrer Kundgebung in Novi Sad regnete es zum Schluss Luftballone auf die tausenden Teilnehmer herab. Doch auch inhaltlich sind Töne zu vernehmen, die das extremistische Image korrigieren sollen. So warb Spitzenkandidat Tomislav Nikolic wenigstens verbal nicht nur um das Vertrauen der Serben, sondern auch um das der "Ungarn, Rumänen, Slowaken, Albaner, Roma und Bosnjaken und aller anderen, die ebenfalls ein schweres Leben haben und von derselben Mühsal geplagt werden, die eine korrupte und unfähige Regierung verursacht."

    Radikale werben mit
    sozialer Unzufriedenheit
    Die Radikalen sind bestrebt, sich als soziale Protestpartei zu präsentieren. Diesen Versuch erschwerte zu Beginn des Wahlkampf ihr in Den Haag sitzender Vorsitzender Vojislav Seselj mit seinem Hungerstreik und seinem politischen Testament, dessen großserbischer Inhalt nur durch Krieg zu erreichen ist, den selbst Anhänger der Radikalen nicht mehr wollen. Nikolic setzte vielmehr auf Themen wie Chancengleichheit, höhere Pensionen, mehr Geld für Bauern, Familien und Frauen, den Kampf gegen Korruption und Arbeitslosigkeit. Diese Kernthemen sind auch bei allen anderen Parteien präsent. Doch abgesehen von unterschiedlichen Konzepten kritisiert die Opposition die Versäumnisse, während die Regierung auf ihre Erfolge verweist.

    Insgesamt werben 20 Parteien um die 6,7 Millionen Wähler. Sechs davon vertreten nationale Minderheiten. Für letztere gilt zwar nicht die Fünf-Prozent-Regelung, notwendig ist aber – abhängig von der Wahlbeteiligung – eine bestimmte Anzahl von Stimmen, um Fixmandate zu erringen. Bis zu zehn der insgesamt 250 Sitze dürften auf diese Parteien entfallen. Ein Grund für die geringe Ausbeute ist, dass etwa die Ungarn mit zwei Listen antreten und die albanischen Parteien gespalten sind. Trotzdem ist die Kandidatur der Albaner aus Südserbien bemerkenswert, denn sie treten zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder zu Parlamentswahlen an. Doch das Potential der Minderheiten wäre mit 500.000 Stimmen weit größer.

    Um dieses werben daher die übrigen Parteien. Von ihnen dürften maximal sechs im neuen Parlament vertreten sein. Sie repräsentieren eine politische Dreiteilung Serbiens.

    An einem Ende des Spektrums stehen die politischen Kräfte, die für eine Modernisierung sind; ihr Gegenpol sind jene Kräfte, die für eine Abschottung und eine konservative Politik sind, die sich am 19. Jahrhundert orientiert. In der Mitte steht eine ideologisch unscharfe Gruppierung, die bereits dadurch der Abschottung Serbiens näher steht als der Modernisierung.

    Modernisierer im europäischen Sinne sind die Liberalen, die den Einzug ins Parlament schaffen könnten sowie die Wirtschaftspartei G17-Plus. Die Liberalen, eine Abspaltung der Demokratischen Partei (DS), setzen sich vor allem aus Funktionären zusammen, die sich nach dem Mord an Ministerpräsident Zoran Djindjic mit dessen Nachfolger als Parteivorsitzendem, Boris Tadic, überwarfen. G17-Plus wiederum ist einer der Koalitionspartner von Ministerpräsident Vojislav Kostunica. Stärkste Kraft dieses Lagers ist die DS von Staatspräsident Tadic. Nach Umfragen könnte die DS bei der Wahl zweitstärkste Kraft werden, wobei das gesamte Potential dieses Lagers auf bis zu 40 Prozent geschätzt wird.

    Am anderen Ende des Spektrums stehen die Sozialisten, die nach dem Tod von Slobodan Milosevic kaum Chancen auf den Einzug ins Parlament haben. Zu diesem Lager gehören auch die Radikalen; sie werden die stimmenstärkste Einzelpartei bleiben und könnten mehr als 30 Prozent erzielen.

    Zwischen diesen beiden Polen angesiedelt ist die Demokratische Partei Serbiens (DSS) von Vojislav Kostunica, der drei Jahre lang eine Minderheitsregierung geführt hat. Zur Wahl tritt Kostunica mit einer Vier-Parteien Koalition, gebildet aus national-konservativen Kräften an, der mehr als 20 Prozent zugetraut werden.

    Kosovo-Frage als
    Lackmustest
    Die ideologische Wasserscheide für diese drei Lager bilden die EU und der Kosovo. Die EU-Annäherung liegt seit Mai auf Eis, weil Serbien den mutmaßlichen Kriegsverbrecher Ratko Mladic nicht an das UNO-Tribunal ausgeliefert hat.

    Beim Kosovo geht es darum, wie Serbien auf die mutmaßliche Unabhängigkeit der albanisch dominierten Provinz reagieren soll. Die klarsten Positionen vertreten dabei die Liberalen, G17-Plus und die Radikalen. Europa als einziges Ziel und als Mittel, um alles andere zu erreichen, tritt bei den Liberalen auf; sehr nahe kommt dieser Position auch G17-Plus. Beide vermitteln eine sehr klare Botschaft, dass sie Kosovo als Thema nicht oder höchstens in dem Sinne interessiert, dass diese Last von Serbien genommen wird.

    Auf der anderen Seite des Spektrums stehen die Radikalen; sie sagen klar, "wenn wir zwischen Kosovo und Europa wählen müssen, dann interessiert uns Europa überhaupt nicht".

    DS und DSS sind dagegen in beiden Fragen zum Lavieren gezwungen – allerdings aus unterschiedlichen Gründen. So hat die DS eine außerordentlich pro-europäische Orientierung. Doch ihr Vorsitzender Tadic ist auch Staatspräsident und muss daher zum Kosovo eine Position beziehen, die von Liberalen und G17-Plus abweicht. Bei der DSS ist der Kosovo viel wichtiger. Doch Kostunica kann als Regierungschef die EU nicht völlig vernachlässigen, obwohl er mit seiner kompromisslosen Ablehnung jeder Unabhängigkeit des Kosovo den Radikalen weit näher steht und eine Koalition mit ihnen nicht ausgeschlossen hat.

    Dieser Gegensatz zwischen Kostunica und Tadic könnte dazu führen, dass nach der Wahl eine Koalition zwischen den zwei größten so genannten demokratischen Kräften scheitert, und keine stabile Regierung gebildet werden kann. Denn noch während der Verhandlungen wird der UNO-Vermittler Marti Ahtisaari seine Vorschläge zum Status des Kosovo vorlegen. Am wahrscheinlichsten ist eine Art Unabhängigkeit unter Aufsicht von EU und Nato.

    Doch politische Instabilität kann sich Serbien eigentlich nicht leisten. Trotz vieler Reformen liegt die Arbeitslosigkeit bei fast 30 Prozent, sind Investitionen außerhalb der Ballungszentren bisher rar. Außerdem benötigt das Land allein in den kommenden Jahren geschätzte 20 Milliarden US-Dollar zur Modernisierung seiner Infrastruktur.

    Wie weit Serbien zurückliegt, zeigt ein Vergleich mit Slowenien. Es ist vier Mal kleiner, hat aber im Vorjahr drei Mal mehr Exporterlöse erzielt als Serben. Politische Vernunft spricht daher trotz aller Gegensätze für eine Zusammenarbeit zwischen DS und DSS. Doch politische Vernunft ist rar in Serbien. So wird seit Milosevics Sturz vor sechs Jahren am Sonntag schon zum dritten Mal das Parlament neu gewählt, weil keines der drei Kabinette bisher volle vier Jahre durchgehalten hat.



    Dienstag, 16. Jänner 2007

  7. #417

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    100000 Kosovaren(Serben) aus dem Kosovo dürfen ja auch abstimmen da Kosovo ja ein Teil Serbiens ist.

  8. #418
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von mi_srbi
    100000 Kosovaren(Serben) aus dem Kosovo dürfen ja auch abstimmen da Kosovo ja ein Teil Serbiens ist.
    sind denn diese alle stimmberechtigte ?????


    oder ist das mal wieder eine schätzung ?????

  9. #419

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    Zitat Zitat von skenderbegi
    Zitat Zitat von mi_srbi
    100000 Kosovaren(Serben) aus dem Kosovo dürfen ja auch abstimmen da Kosovo ja ein Teil Serbiens ist.
    sind denn diese alle stimmberechtigte ?????


    oder ist das mal wieder eine schätzung ?????
    Klar sind alle Kosovaren Stimmberechtigt da Kosovo ja ein Teil Serbiens ist,natürlich müssen sie 18 oder älter sein. Bei der Verfassung haben sie doch auch schon gewählt.

  10. #420
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von mi_srbi
    Zitat Zitat von skenderbegi
    Zitat Zitat von mi_srbi
    100000 Kosovaren(Serben) aus dem Kosovo dürfen ja auch abstimmen da Kosovo ja ein Teil Serbiens ist.
    sind denn diese alle stimmberechtigte ?????


    oder ist das mal wieder eine schätzung ?????
    Klar sind alle Kosovaren Stimmberechtigt da Kosovo ja ein Teil Serbiens ist,natürlich müssen sie 18 oder älter sein. Bei der Verfassung haben sie doch auch schon gewählt.
    ma du suma ,,

    auch wenn morgen ist und ich mir heute die ganze nacht gegeben habe musst mich aber nicht so billig daher kommen du küchenschabe.....

    wenn 100000 bürger aus kosova serben sind dürfen noch lange nicht alle wählen.....

    also erzähl das deinen koollegaa die du später bei einem serbischen kartenspiel teffen wirst ja.........

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