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„Niemand kann in Frieden leben, wenn er nicht frei ist“(Ma.X

Erstellt von Feuerengel, 31.12.2005, 00:51 Uhr · 3 Antworten · 766 Aufrufe

  1. #1
    Feuerengel

    „Niemand kann in Frieden leben, wenn er nicht frei ist“(Ma.X

    „Niemand kann in Frieden leben, wenn er nicht frei ist“ (Malcolm X)
    Nr.16 der LPV Zeitung „ Selbstbestimmung“ erschienen


    Die „Bewegung für Selbstbestimmung“ LPV ist in Kosova ein politisch ernstzunehmender Faktor geworden. Ein Blick in die Nummer 16 der Zeitung „Vetevendosje“ vom 27.12.05 genügt um zu dieser Diagnose zu gelangen. Wir veröffentlichen für unsere Leser einige Auszüge aus der Publikation der LPV.



    Selbstverständnis der LPV

    Im Impressum der Zeitschrift steht: „ Die Bewegung für Selbstbestimmung ist eine Vereinigung von Menschen die jede Unterdrückung ablehnt. Das Ziel der LPV ist die Realisierung der Selbstbestimmung für das Volk in Kosova. Die LPV engagiert sich für die radikale Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Die LPV tritt für die Respektierung der Menschenrechte ein. Dazu gehören civile und grundlegende soziale Rechte für alle, sowie die Ablehnung jeglicher Diskriminierung“ Auf der Homepage der LPV findet sich ein längerer Artikel zum Selbstverständnis in englischer Sprache, unter www.vetevendosje.org


    Artikel in der aktuellen Nummer „ Unser Recht auf Selbstbestimmung“


    Auf der Titelseite ist ein Artikel zu finden der sich mit der kolonialen Vergangenheit Kosovas befasst. Der Leitartikel erinnert an die militärische Okkupation Kosovas durch serbische Truppen im Jahr 1912. Dabei werden die damaligen brutalen Massaker erwähnt. Im Friedensvertrag von Versailles, im Jahr 1919 wurde die serbische Okkupation Kosovas durch die imperialen Mächte legitimiert. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die historische Konferenz von Bujan zum Jahresende 1943, neuerlich durch den serbischen Chauvinismus ignoriert. In Bujan beschloßen die antifaschistischen Kämpfer Kosova den Zusammenschluß mit Albanien zu ermöglichen, nachdem der Faschismus besiegt ist. Der Artikel spannt den Bogen zu den Verbrechen der serbischen Faschisten zwischen 1998 und 1999. In dem Artikel ist zu lesen: „ Der serbische Staat und seine Organe haben in dieser Zeit über 12.000 Albaner getötet. Darunter meist Frauen, Kinder und ältere Menschen. Damals wurden über 20.000 Frauen und Mädchen gewaltsam mißhandelt, fast eine Million Albaner wurden vertrieben und 120.000 Häuser angezündet“. Nach dem Artikel gibt es keinen Grund mit dem serbischen Staat über die Zukunft Kosovas zu verhandeln, „es gilt nur die freie Selbstbestimmung“. Die Parolen der LPV „ Keine Verhandlungen-Selbstbestimmung“ sind im ganzen Land verbreitet. In jeder Zeitungsnummer werden historische und linke demokratische Persönlichkeiten zitiert. Die NR. 16 der Zeitung &#x201E Selbstbestimmung schmückt das oben erwähnte Zitat von Malcolm X.


    „Kolonialmacht UNMIK“

    Im Editorial der Zeitung befasst sich Glauk Konjufca mit dem „ Kolonialismus der UNMIK“. Konjufca unterstellt der UNMIK: „ Seit die UNMIK in Kosova ist hat sie das Ziel systematisch den Willen des Volkes nach Selbstbestimmung zu unterdrücken. Das UNMIK-Regime ist antidemokratisch und autoritär“ Der Autor befasst sich mit der Tatsache, dass sich die UNMIK in Kosova alle Kompetenzen aneignete einschließlich der Gestaltung der Ökonomie und fragt nach den Ergebnissen dieser Arbeit. Konjufca stellt der UNMIK in jeder Hinsicht ein negatives Zeugnis aus. Er spricht bezogen auf die UNMIK von einem „neuen Kolonialismus der in Kosova herrscht“. Danach bescheinigt Konjufca der UNMIK moderner und mit den Tricks von „Machiavelli“ zu herrschen, als der vorhergegangene „primitive Kolonialismus unter Milosevic“. Ohne Kampf gegen die UNMIK könne es nach Konjufca „keine Freiheit in Kosova geben“.


    „Die Bewegung im Jahr 2005“

    Auf Seite 2 ist ein Artikel mit dieser Überschrift zu finden. Im wesentlichen ist er eine Jahresbilanz der LPV in Kosova. Es heißt: „ Mit der Parole-Keine Verhandlungen Selbstbestimmung- die wir groß an den Sitz der UNMIK am 12 Juni in Prishtina malten machten wir uns in der Öffentlichkeit richtig bekannt. Innerhalb kürzester Zeit wurde diese Parole in ganz Kosova, an immer mehr Gebäude und Straßen gesprüht.“ Der Artikel berichtet davon, dass es der LPV gelungen sei, praktisch in jeder Gemeinde Büros der LPV zu eröffnen. Es wird über permanente öffentliche Versammlungen berichtet, auf dehnen besonders der in Kosova sehr populäre Albin Kurti zu den Einwohnern sprach. Besonders intensiv ist die Versammlungstätigkeit der LPV an den Fakultäten Kosovas gewesen. Sehr nervös und mit äußerster Repression reagierte die UNMIK Polizei auf die vielfältigen Aktivitäten der LPV. Insgesamt wurden im Lauf des Jahres mehrere hundert Aktivisten der LPV vorläufig festgenommen, dabei kam es oft zu brutalen Polizeiübergriffen. In Peje ( Pec) wurden nach einer Sprühaktion 5 Mitglieder der LPV zu 150 Tagen Gefängnis verurteilt. Die LPV bezahlt keine Geldstrafen die Mitglieder saßen an verschiedenen Orten die Strafen ab. Dennoch gewinnt die LPV an Stärke, die Zeitung Vetevendosje konnte von einer Monatszeitschrift zu einer Wochenzeitung gemacht werden. Ein eigener Radiosender verbreitet täglich die Argumente der LPV. Niederlassungen der LPV entstanden im laufe des Jahres in Schweden, Norwegen, Dänemark,Deutschland,Schweiz,Frankreich, Großbritannien und in den USA. In dem Artikel wird auch darüber berichtet wie die LPV am 24.Oktober eine Demonstration in New York gegen den Auftritt des serbischen Ministerpräsidenten Kostunica vor der UN durchführte. Dabei wurden Flugblätter mit der Fotografie von Kostunica verteilt, die ihn zeigte wie er im Jahr 1998 serbische Paramilitärs in Kosova mit einer Kalaschnikow in der Hand anfeuerte. Am Ende des langen Artikels werden verstärkte Aktionen gegen das UNMIK-Diktat und für Selbstbestimmung für das Jahr 2006 angekündigt.


    „Zwei neue Minister und Standards“

    Auf Seite 3 der Zeitung befasst sich Shkelzen Gashi mit den sogenannten Standards für Kosova und Visar Ymeri mit den Herrn Rugova und Kosumi sowie mit den „zwei neuen Ministerien“. Shkelzen Gashi untersucht u.a. die sogenannten ökonomischen Standards für Kosova. Er schreibt: „ Das 4 Büro der UNMIK ( geleitet von dem deutschen Diplomaten Rücker) verwaltet nach EU-Richtlinien unsere Ökonomie. Die AKM ( Kosova Treuhandagentur Leiter Joachim Rücker) hat alle gesellschaftlichen Betriebe unter ihrer Kontrolle und geht damit um wie sie will. Widersprüche der Arbeiter gegen bestimmte Maßnahmen werden kalt ignoriert, unser Eigentum wird billig verscheuert.“ Gashi nennt es einen „Witz“ dieses Vorgehen als demokratischen Standard zu apostrophieren. Visar Ymeri beschäftigt sich mit dem Fakt, dass es in Kosova zwei „neue Ministerien für Inneres und Justiz“ geben soll. Ymeri nennt das Palaver um die zwei Ministerien, „Illusionsbühnen“. Nüchtern stellt Ymeri fest: „ Das die beiden Ministerien keinerlei Kompetenzen haben“ so habe „der Innenminister keinerlei Exekutivgewalt über die Polizei“. Alles andere was Minister und Parlamentarier beschließen „hat nur Gesetzeskraft wenn die UNMIK zustimmt“. Ymeri warnt vor dem Propagandatrick der UNMIK und der Herren Rugova und Kosumi. Ymeri meint: „Seit 1999 verspricht uns Herr Rugova für kommendes Jahr die Unabhängigkeit und im Jahr wird auf erweiterte Kompetenzen verwiesen.“ Ymeri kommt zu dem Schluß, „ dass das Volk sich nur selbst helfen könne, gegen jede Art von Fremdbestimmung“

    Genc Mustafa

    www.kosova-aktuell.de

  2. #2
    Mare-Car
    Wayne?

  3. #3
    Feuerengel
    Zitat Zitat von Mare-Car
    Wayne?
    Wayne interessiert's??? :wink:
    Mir!

  4. #4
    Mare-Car
    Zitat Zitat von Gjergj
    Zitat Zitat von Mare-Car
    Wayne?
    Wayne interessiert's??? :wink:
    Mir!
    "Mich." :wink: :idea:



    Ps
    waaayne?



    Ps
    Zum thema

    Selbstbestimmungsrecht der Völker greift im Kosovo nicht, schon lange fakt

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