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Nikolic: Ziel Grossserbien

Erstellt von Yutaka, 21.01.2008, 11:07 Uhr · 307 Antworten · 13.089 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von skenderbegi

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    Porträt

    Grimmig, gütig und scharf rechts

    VON NORBERT MAPPES-NIEDIEK


    Auf den Plakaten schaut er kaum weniger grimmig drein als in Wirklichkeit. Und das ist nicht das Einzige, was - trotz der vier Prozentpunkte Vorsprung im ersten Wahlgang - gegen den Sieg des Tomislav Nikolic spricht. Er war sein Leben lang die Nummer zwei. Und er gilt in Belgrad, wo bisher alle serbischen Wahlen entschieden wurden, als eine Art Provinztrottel. Für seinen Erfolg spricht: Der Vize-Chef der Radikalen Partei verfügt über das seltene Talent, aus Handicaps Vorteile zu machen.

    Landesweit bekannt wurde der unauffällige Bautechniker als der Mann schräg hinter Vojislav Seselj, dem polternden und clownesken Extrem-Nationalisten der Ära Milosevic. Seselj sei der "größte Intellektuelle, der mir je begegnet ist", pries Nikolic seinen Herrn. Das gebildete Belgrad musste kräftig lachen über den Studienabbrecher aus dem "Waldland" im tiefen Inneren Serbiens. Als man herausfand, dass der düstere Nikolic in seiner Heimatstadt Kragujevac einmal Friedhofsdirektor gewesen war, hieß er nur noch "der Totengräber".




    Als Seselj sich dann vor fünf Jahren dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag stellte, hielt jedermann die Radikalen für erledigt. Aber das Gegenteil wurde wahr: Sie wurden stärkste Kraft im Land. Nikolic nutzte die Platzhalterrolle, sich vor den Wählern als bescheiden und nur der Sache ergeben zu präsentieren. Vor allem unter Rentnern und Arbeitern, Dörflern und Kleinstädtern gilt Nikolic als der gutmütige Hausvater, der notfalls auch sehr streng werden kann. Seine Ehrlichkeit, die in der wehrlosen und schwach ausgebildeten Provinzbevölkerung besonders geschätzt wird, ist nicht mal gespielt.

    Dabei ist "Toma", wie seine Freunde ihn nennen, durchaus ein scharfer Rechter. Nach zwölf Dienstjahren bei den Stadtwerken gründete der bis dahin unpolitische Beamte eine Partei und schloss sich mit ihr der aggressiv nationalistischen "Tschetnik-Bewegung" Seseljs an. Den Vorwurf, er sei 1991 als Freischärler in Kroatien am Mord an Zivilisten beteiligt gewesen, hat Nikolic zwar stets bestritten, aber nicht wirksam entkräftet. Wenn er Gegner beschimpft, verrutscht die Maske des gütigen Patriarchen: Präsident Boris Tadic nannte er einen "Ustascha"-Faschisten, Ex-Außenminister Vuk Draskovic "ein Stück Scheiße", und den Mord an einem Journalisten hieß er ausdrücklich gut.

    In der Milosevic-Ära war Nikolic zweimal Vize-Regierungschef, musste aber auch für ein paar Monate ins Gefängnis. Seit dem Umsturz von 2000 kam er der Macht recht nahe. Bei der vorigen Präsidentenkür unterlag er in der Stichwahl Boris Tadic, 2007 war er ein paar Tage lang Parlamentspräsident. Am 3. Februar nun, kurz vor seinem 56. Geburtstag, kann er es schaffen. Und wenn nicht: Das Warten hat er gelernt.


    Grimmig, gütig und scharf rechts




  2. #92
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen


    Porträt

    Grimmig, gütig und scharf rechts

    VON NORBERT MAPPES-NIEDIEK


    Auf den Plakaten schaut er kaum weniger grimmig drein als in Wirklichkeit. Und das ist nicht das Einzige, was - trotz der vier Prozentpunkte Vorsprung im ersten Wahlgang - gegen den Sieg des Tomislav Nikolic spricht. Er war sein Leben lang die Nummer zwei. Und er gilt in Belgrad, wo bisher alle serbischen Wahlen entschieden wurden, als eine Art Provinztrottel. Für seinen Erfolg spricht: Der Vize-Chef der Radikalen Partei verfügt über das seltene Talent, aus Handicaps Vorteile zu machen.

    Landesweit bekannt wurde der unauffällige Bautechniker als der Mann schräg hinter Vojislav Seselj, dem polternden und clownesken Extrem-Nationalisten der Ära Milosevic. Seselj sei der "größte Intellektuelle, der mir je begegnet ist", pries Nikolic seinen Herrn. Das gebildete Belgrad musste kräftig lachen über den Studienabbrecher aus dem "Waldland" im tiefen Inneren Serbiens. Als man herausfand, dass der düstere Nikolic in seiner Heimatstadt Kragujevac einmal Friedhofsdirektor gewesen war, hieß er nur noch "der Totengräber".




    Als Seselj sich dann vor fünf Jahren dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag stellte, hielt jedermann die Radikalen für erledigt. Aber das Gegenteil wurde wahr: Sie wurden stärkste Kraft im Land. Nikolic nutzte die Platzhalterrolle, sich vor den Wählern als bescheiden und nur der Sache ergeben zu präsentieren. Vor allem unter Rentnern und Arbeitern, Dörflern und Kleinstädtern gilt Nikolic als der gutmütige Hausvater, der notfalls auch sehr streng werden kann. Seine Ehrlichkeit, die in der wehrlosen und schwach ausgebildeten Provinzbevölkerung besonders geschätzt wird, ist nicht mal gespielt.

    Dabei ist "Toma", wie seine Freunde ihn nennen, durchaus ein scharfer Rechter. Nach zwölf Dienstjahren bei den Stadtwerken gründete der bis dahin unpolitische Beamte eine Partei und schloss sich mit ihr der aggressiv nationalistischen "Tschetnik-Bewegung" Seseljs an. Den Vorwurf, er sei 1991 als Freischärler in Kroatien am Mord an Zivilisten beteiligt gewesen, hat Nikolic zwar stets bestritten, aber nicht wirksam entkräftet. Wenn er Gegner beschimpft, verrutscht die Maske des gütigen Patriarchen: Präsident Boris Tadic nannte er einen "Ustascha"-Faschisten, Ex-Außenminister Vuk Draskovic "ein Stück Scheiße", und den Mord an einem Journalisten hieß er ausdrücklich gut.

    In der Milosevic-Ära war Nikolic zweimal Vize-Regierungschef, musste aber auch für ein paar Monate ins Gefängnis. Seit dem Umsturz von 2000 kam er der Macht recht nahe. Bei der vorigen Präsidentenkür unterlag er in der Stichwahl Boris Tadic, 2007 war er ein paar Tage lang Parlamentspräsident. Am 3. Februar nun, kurz vor seinem 56. Geburtstag, kann er es schaffen. Und wenn nicht: Das Warten hat er gelernt.
    Grimmig, gütig und scharf rechts


    hier das video gegen tadic;


  3. #93

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    201
    serbien wird sich nicht trauen einen weiteren krieg anzuzetteln,
    vielleicht gegen sie tschtschennen?
    in europa ist nur die hülle serbiens anwesend,die seele ist,beschädigt und nach RS gewandert.

  4. #94

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    Zitat Zitat von Princip_Grahovo Beitrag anzeigen
    Paukenschlag in Serbien
    Klarer Sieg für NATO-Gegner Nikolic in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl
    Von Jürgen Elsässer
    Die serbischen Präsidentschaftswahlen am Sonntag waren in jeder Hinsicht spektakulär: Noch nie seit dem Sturz des sozialistischen Staatsführers Slobodan Milosevic im Oktober 2000 gingen mehr Menschen an die Urnen. Die knapp 61 Prozent sind aber nicht nur Rekord in Serbien, sondern vermutlich im gesamten Südost- und Osteuropa nach dem Systemwechsel. Vor allem stellen sie die 43 Prozent der Kosovo-Albaner bei den dortigen Parlamentswahlen im November in den Schatten. Dies zeigt, daß die Serben sich darüber bewußt sind, jetzt nicht nur eine Entscheidung über Köpfe, sondern über die gesamte außenpolitische Orientierung des Landes zu fällen.

    Der derzeitige Amtsinhaber Boris Tadic von der Demokratischen Partei (DS) will den Kurs auf die Mitgliedschaft in Europäischer Union und NATO auch dann fortsetzen, wenn diese beiden Bündnisorganisationen das Kosovo, wie angekündigt, in Kürze von Serbien abspalten. Sein Herausforderer Tomislav Nikolic von der Radikalen Partei (SRS) will in diesem Fall die euroatlantische Annäherung stoppen und das Land stärker an Rußland anlehnen. Er spricht offen über den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit allen Staaten, die die Sezessionsrepublik Kosova anerkennen.

    Auf Tadic entfielen am Sonntag 35,4 Prozent der Stimmen, auf Nikolic 39,4 Prozent. Beide Kandidaten treffen im Stichentscheid am 3. Februar wieder aufeinander. Auf den ersten Blick ähnelt die Konstellation der letzten Präsidentschaftswahl vom Juni 2004, als Nikolic mit einem Vorsprung von damals knapp drei Punkten in die zweite Runde ging und dann doch mit 45 zu 55 Prozent gegen Tadic unterlag. Doch damals hatte Nikolic im ersten Urnengang lediglich 30,1 Prozent geholt, diesmal sind es fast zehn Prozent mehr. Und damals konnte Tadic davon profitieren, daß die anderen prowestlichen Kandidaten ihre Wähler dazu aufriefen, im Playoff für ihn zu stimmen – sie hatten zusammengenommen in der ersten Runde 33 Prozent der Stimmen bekommen. Auf die Leihstimmen von ausgeschiedenen Bewerbern kann Tadic zwar auch dieses Mal wieder zählen – aber ihr Potential ist wesentlich geringer. Denn auf die beiden anderen prowestlichen Kandidaten, Velimir Ilic von der Regierungspartei Neues Serbien (NS) und Cedomir Jovanovic von der yuppie-konservativen Liberal-Demokratischen Partei (LDP), entfielen lediglich 7,6 beziehungsweise 5,6 Prozent.

    Umgekehrt darf Nikolic auf Schützenhilfe von der Sozialistischen Partei hoffen. Deren Kandidat Milutin Mrkonjic schöpfte mit glatt sechs Prozent das übliche linke Wählerreservoir voll aus – vor vier Jahren hatte der farblose Ivica Dacic nur 3,6 Punkte erreicht. Doch die ersten Stellungnahmen aus dem Vorstand der einstigen Milosevic-Partei klingen seltsam: Anstatt für den 3. Februar zur Wahl Nikolics aufzurufen, heißt es kryptisch, man werde weder »die unterstützen, die uns in der Vergangenheit zerstören, noch jene, die uns in der Vergangenheit auf verschiedene Weise die Wähler stehlen wollten«. Das eine zielt gegen die Demokraten von Tadic, das andere gegen die Radikalen von Nikolic. Wollen die Sozialisten etwa zur Wahlenthaltung aufrufen? Ihr Gründer Milosevic würde sich im Grabe umdrehen.

    22.01.2008: Paukenschlag in Serbien (Tageszeitung junge Welt)
    Autor: Jürgen Elsässer

    Auch dem wird bald sein Lachen vergehen, wenn Kosova unabhängig wird, wird der vor Frust nichts mehr schreiben können ^^

  5. #95
    Avatar von Cigo

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    hier,extra für prinz pasulj,befehl 323,vatrena und die übrigen sturköpfe,die immernoch behaupten,nikolic sei gegen ein groß serbien


    auf die klare frage des moderators,ob er noch"immer den großen traum von groß-serbien träume" antwortet nikolic mit einem klaren "da"

    so,jetzt dürft ihr mir gerne zeigen,wo er sich davon distanziert hat.

  6. #96

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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    Landesweit bekannt wurde der unauffällige Bautechniker als der Mann schräg hinter Vojislav Seselj, dem polternden und clownesken Extrem-Nationalisten der Ära Milosevic. Seselj sei der "größte Intellektuelle, der mir je begegnet ist", pries Nikolic seinen Herrn. Das gebildete Belgrad musste kräftig lachen über den Studienabbrecher aus dem "Waldland" im tiefen Inneren Serbiens. Als man herausfand, dass der düstere Nikolic in seiner Heimatstadt Kragujevac einmal Friedhofsdirektor gewesen war, hieß er nur noch "der Totengräber".
    Hahaha, nicht nur die aus den Belgrad mussten lachen, ich auch ^^

    Also die serbische Politszene ist manchmal schon amüsant, wenn sie nicht gleich mit Krieg drohen ^^


    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    Wenn er Gegner beschimpft, verrutscht die Maske des gütigen Patriarchen: Präsident Boris Tadic nannte er einen "Ustascha"-Faschisten, Ex-Außenminister Vuk Draskovic "ein Stück Scheiße", und den Mord an einem Journalisten hieß er ausdrücklich gut.
    Das kann ja heiter werden


  7. #97

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    Zitat Zitat von Cigo Beitrag anzeigen
    hier,extra für prinz pasulj,befehl 323,vatrena und die übrigen sturköpfe,die immernoch behaupten,nikolic sei gegen ein groß serbien


    auf die klare frage des moderators,ob er noch"immer den großen traum von groß-serbien träume" antwortet nikolic mit einem klaren "da"

    so,jetzt dürft ihr mir gerne zeigen,wo er sich davon distanziert hat.
    Na toll uralt das ist glaub von 2005 und er hat mittlerweile das Aufgegeben. Wie war es mit deiner HDZ - die haben auch das jahrelang Projekt Grosskraotien angestrebt (einverleibung "herceg Bosna") aber haben es später aus Unfähigketi aufgegeben.
    Ausserdem distanziert sich Nikica von Seselj, hat sich irgendjemand von deiner HDZ von Tudjman distanziert - der laut den Haag Kopf einer Verbrecherorganisation ist?

  8. #98
    Avatar von Cigo

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    Zitat Zitat von Princip_Grahovo Beitrag anzeigen
    Na toll uralt das ist glaub von 2005 und er hat mittlerweile das Aufgegeben. Wie war es mit deiner HDZ - die haben auch das jahrelang Projekt Grosskraotien angestrebt (einverleibung "herceg Bosna") aber haben es später aus Unfähigketi aufgegeben.
    Ausserdem distanziert sich Nikica von Seselj, hat sich irgendjemand von deiner HDZ von Tudjman distanziert - der laut den Haag Kopf einer Verbrecherorganisation ist?
    bla bla bla

    wenn er sich distanziert hat,wird es ja ein leichtes für dich sein mir zu beweisen oder hat es sein pressesprecher vor ausländische journalisten gesagt,um ihn positiver darzustellen?

  9. #99

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    Blätter mal eine Seite zurück...
    Nikolic: Ziel Grossserbien

    Und was kannste ganz oben lesen?

  10. #100

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    Wie gesagt, er hat's aufgegeben und distanziert sich von Selelj.
    Dein Hetze ist veraltet.
    Aktuell ist: Niemand aus der HDZ distanziert sich vom Verbrecherkopf Tudjman


    Pfui!

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