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Nikolic: Ziel Grossserbien

Erstellt von Yutaka, 21.01.2008, 11:07 Uhr · 307 Antworten · 13.078 Aufrufe

  1. #161

    Registriert seit
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    33
    Zitat Zitat von FREEAGLE Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es deiner geistigen Inkompetenz entgangen, aber du hast mich zu erst als Faschist bezeichnet und so wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!

    Und jetzt geh heulen

    Schon merkwürdig wessen Inkompetenz in Frage gestellt wird. Muss mich immerwieder daran gewöhnen, dass man nicht von jedem erwarten kann, dass das gelesene auch verstanden wird.

    Nochmals nur für dich:
    Ich kann dich aufgrund deiner Signatur als Faschisten bezeichnen, falls du die Meinung deiner Signatur aus Sicht des momentanen Kosovo vertrittst.
    Und du mich, aufgrund deiner geistigen Verwirrungen!

  2. #162

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    3.057
    Zitat Zitat von Princip_Grahovo Beitrag anzeigen
    Ach viele Medien in der EU sind einseitig eingestellt gegen Russland wie gegen Serbien, weil Russland momentan in Geld schwimmt und USA sich von innen zerfrisst, deswegen der Neid.
    Jaaaaaaaa klar, neidisch....

    Zitat Zitat von Princip_Grahovo Beitrag anzeigen
    Tschetschenien wurde mehrmals in die Freiheit gelassen aber immer haben Talibanähnliche Islamisten die Oberhand gewonnen.
    Natüüüüüüüüüüüüüüürlich, sie haben ihnen Freiheit gelassen

  3. #163
    Avatar von Vatrena

    Registriert seit
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    10.717
    [h1]Isoliert, ignoriert, vergessen:[/h1]
    [h2]Minderheiten in den serbisch-albanischen Verhandlungen über den Status des Kosovo[/h2]

    Von Jean-Arnault Dérens*

    Während die Verhandlungen in Wien über den endgültigen Status des Kosovo noch in vollem Gange sind, gehen die Minderheiten in der serbisch-albanischen Diskussion völlig vergessen.

    Die Öffentlichkeit interessiert sich wenig für das Schicksal der Roma, der Aschkali, der BosniakInnen, der TürkInnen, der GoranInnen oder der KroatInnen des Kosovo, die zwischen den Blöcken der beiden grossen Nationalitäten stehen. Zusammengenommen repräsentierten die «kleinen Völker» immerhin zehn Prozent der Kosovo-Bevölkerung vor dem Krieg.

    Seit 1999 sind die Roma im Kosovo einer ständigen Bedrohung ausgesetzt. Sie werden von vielen Kosovo-AlbanerInnen beschuldigt, mit den ehemaligen serbischen Machthabern «kollaboriert» zu haben. Sie sind systematisch aus den Städten vertrieben und ihre Häuser geplündert und niedergebrannt worden. Viele Roma flüchteten daraufhin nach Serbien, nach Montenegro oder nach Mazedonien, wo sie heute unter prekären Umständen leben. Andere haben sich in den serbischen Enklaven niedergelassen.

    In Vucitrn, einer Gemeinde zwischen Pristina und Mitrovica gelegen, wurde im Juni 1999 ein ganzes Wohnviertel der Roma zerstört. Für ein Vorzeigeprogramm für die Rückkehr von Flüchtlingen konnten Anfang 2004 etwa hundert Roma zurückkehren und erhielten die Erlaubnis, einige der Häuser wieder aufzubauen. Doch während der Pogrome im Kosovo am 17. und 18. März 2004 wurde das Viertel von extremistischen AlbanerInnen erneut zerstört und niedergebrannt. Die Roma konnten in einem Lager der französischen Armee Zuflucht nehmen. Diese hatte die Roma Ende 2005 aber wieder ausquartiert mit der Erklärung, dass die einzige Lösung deren Rückkehr in ihre Heimatstadt sei (siehe WOZ Nr. 45/05).

    Gleichermassen betreiben die UN seit gut einem Jahr die schrittweise Räumung eines ausgedehnten Lagers in Plemenica, das in einer serbischen Enklave in der Nähe von Pristina liegt. Doch statt sich dem Abenteuer einer Rückkehr in ihre ursprüngliche Heimat in den albanischen Zonen auszusetzen, ziehen es die Roma vor, sich mit ihren eigenen Mitteln in anderen serbischen Enklaven niederzulassen. Als Folge davon erhalten sie keinerlei humanitäre Hilfe mehr und müssen mit Bettelei, Diebstahl und Prostitution überleben.

    In der serbischen Enklave Preoce, einige Kilometer von Pristina entfernt, sagt Atlan Gidzic, Verantwortlicher einer Vereinigung der Roma, dass sein Volk ohne zu zögern aus dem Kosovo flüchten würde, wenn es zu einer Unabhängigkeit kommen sollte. «Wir haben nichts gegen die Albaner, aber in ihren Augen sind wir der Feind, nur weil wir in den serbischen Enklaven leben.» Nach den Ausschreitungen im März 2004 haben sie jede Hoffnung auf eine Normalisierung der Beziehungen zwischen den Ethnien aufgegeben. Ausserdem hätten viele Kosovo-SerbInnen seit 1999 ihr Land an AlbanerInnen verkauft und würden beim ersten Anzeichen einer Unabhängigkeitserklärung das Land verlassen.

    Die «ÄgypterInnen» bilden ihrerseits eine eigene «Minderheit innerhalb der Minderheit» und nehmen im Vergleich mit der Gemeinschaft der Roma eine spezielle Position ein. Anlässlich der jugoslawischen Volkszählung von 1991 tauchte diese Gruppe das erste Mal in einer Statistik auf. Die zirka 10 000 «ÄgypterInnen» führen ihren Namen auf den abschätzigen Begriff der «Zigeuner» zurück (in den Lokalsprachen «Egipcani, Edjupci, Kipti oder Faraoni» genannt), ein Begriff, der normalerweise den Roma zugeordnet wird, von dem sie sich jedoch kategorisch abgrenzen. Die «ÄgypterInnen» des Kosovo fühlen sich der albanischen Kultur nahe und sprechen eine eigene Sprache.

    Viele kleine Gemeinschaften gefallen sich in ihrer unbequemen Position und haben die Gewohnheit, bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu sagen: «Wir sind in einer Sandwichposition zwischen zwei Völkern, und wie man weiss, wird ein Sandwich aufgegessen.» Eine neue, eigene ethnische Gruppe zu schaffen, wie jene der «ÄgypterInnen», war eine Möglichkeit, sich abzugrenzen. Doch obwohl sich die «ÄgypterInnen» als sozial besser integriert verstanden als die Roma, wurden auch sie nach 1999 systematisch aus dem Kosovo vertrieben. In den Flüchtlingslagern von Montenegro und Serbien bestehen sie jedoch weiterhin auf ihrer eigenständigen Identität. In einer Zeit der Entstehung eines mono-ethnischen Kosovo gibt es aber keinen Platz mehr für «Skurrilitäten» wie ein balkanisch-ägyptisches Volk.

    Die Situation anderer «vergessener» Minoritäten im Kosovo ist nicht weniger dramatisch. Nach einer Volkszählung im Jahr 1981 wurden in der Gemeinde von Vitina 3722 KroatInnen gezählt. Diese Gemeinschaft ist heute auf 55 Menschen zusammengeschrumpft. Die kroatische Bevölkerung lebt in kleinen Dörfern im Vorgebirge der Skopska Crna Gora an der Grenze zu Mazedonien. Die Häuser im Dorf Letnica wurden geplündert und niedergebrannt, und nur noch wenige Menschen leben in diesem Geisterdorf. Es gibt keine Strasse nach Sasare, und um dorthin zu gelangen, muss man den Wegspuren im Schnee folgen. Vor fünfzehn Jahren lebten 350 kroatische Familien in den Steinhäusern. Heute sind es noch sechs Paare. Der alte Mato Matic erzählt von ihrem Unglück und dem stetigen Exodus der Gemeinde: «Serbische Milizen haben uns 1991 angegriffen, und viele der Einwohner sind daraufhin geflüchtet.» 1999 intervenierte das Militärbündnis Nato. Viele hätten gehofft, dass damit alles besser würde. «Doch die USA haben uns vergessen. Niemand ist gekommen, um uns zu schützen, und seit sieben Jahren sind wir nun das Freiwild von Plünderern.» Im Herbst 1999 organisierten die Kosovo-Streitkräfte (Kfor) einen Transport von über 300 KroatInnen der Region um Letnica nach Kroatien, wo sie in verlassenen ehemaligen serbischen Dörfern der Krajina untergebracht wurden. Auch eine Art, eine «ethnische Homogenität» des Kosovo und von Kroatien herzustellen.

    Die Situation der GoranInnen, slawische MuslimInnen aus dem südlichen Berggebiet von Sar Planina, ist kaum besser. Das Volk der GoranInnen ist spezialisiert auf die Herstellung von Backwaren und von «Boza», einem Erfrischungsgetränk aus fermentierter Gerste, das auf dem Balkan während der heissen Sommermonate sehr beliebt ist. Viele GoranInnen besitzen heute noch Bäckereien in Belgrad oder in Skopje, viele sind aber auch nach Westeuropa, vor allem nach Deutschland ausgewandert. Im Frühling 1999 wurden auch viele GoranInnen und BosniakInnen zu Opfern von Ausschreitungen. Das Schicksal der GoranInnen variierte von Stadt zu Stadt. In der einen verfolgt und vertrieben, konnten sie in anderen ihre Aktivitäten ungestört fortsetzen. In allen Fällen aber mussten die Menschen verschiedene Strategien für ihr Überleben entwickeln und sich auf taktische Bündnisse mit den Machthabern einlassen, die sich der jeweils aktuellen politischen Lage anpassten. Der Preis der «kleinen Völker» für ihr Überleben.

    Auch die Ausbildungssituation der Minderheiten ist schlecht. Viele GoranInnen und BosniakInnen werden nach dem albanischen Schulsystem unterrichtet, in einer Sprache, die sie oft nur schlecht verstehen. Oder entsprechend dem serbischen System in den Enklaven. In diesem Fall werden die Minderheiten noch stärker von der dominanten albanischen Gesellschaft isoliert. Der Bevölkerungsanteil der AlbanerInnen im Kosovo liegt heute bei 88 Prozent, derjenige der SerbInnen bei 7 Prozent.

    Im November 2005 haben die GoranInnen und BosniakInnen des Kosovo eine offizielle Vertretung ihrer Völker bei den Verhandlungen um die Zukunft des Gebietes verlangt. Bis heute haben sie noch keine Antwort auf ihren Antrag erhalten.

    Noch im Februar 1999, während der Gespräche in Rambouillet, umfasste die Delegation aus Belgrad auch RepräsentantInnen der Roma, der BosniakInnen, der TürkInnen, der GoranInnen und anderer kleiner Völker. Im Zuge dieser Gespräche wurde Belgrad beschuldigt, diese Völker zu manipulieren. Sieben Jahre später wurden sie schlicht und einfach bei den serbisch-albanischen Verhandlungen vergessen.


    [h3]Die Unmik [/h3]
    Am 10. Juni 1999 verabschiedete der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Resolution 1244. Sie bildet die rechtliche Grundlage für die zwischenzeitliche Verwaltungsmission der UN im Kosovo (Unmik) und dem Mandat der multinationalen Kosovo-Streitkräfte (Kfor) unter der Leitung der Nato. Die Aufgaben der Unmik beinhalten unter anderen «die Koordination für den Aufbau einer Infrastruktur und das Ausüben der Grundfunktionen einer zivilen Verwaltung». Durch die Zusammenarbeit mit den politischen VertreterInnen des Kosovo soll die Unmik zudem die Verhandlungen um den zukünftigen politischen Status fördern und überwachen.



    * Aus: WOZ-Wochenzeitung (Zürich), 20. April 2006


    Minderheiten im Kosovo, 23.04.2006 (Friedensratschlag)


    Du scheinst wohl net zu kapieren das es hier nicht um die serbische Minderheit geht, sondern um die restlichen Minderheiten auf dem Kosovo!

    Ist das so schwer zu verstehen?

    Schön leugnen!

  4. #164

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    21.05.2006
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    Zitat Zitat von FREEAGLE Beitrag anzeigen
    Diese serbische Opfernummer ist einfach zum heulen, ihr leidet unter Realitätsentfremdung, eure eigenen Verbrechen wollt ihr nicht sehen, aber die Verbrechen, die man euch angetan habt, schreit ihr laut in die Welt hinaus, damit ja auch alle wissen, dass ihr die armen Opfer dieser Kriege wart Das Problem ist nur, dass die Welt weiss, was in Srebrenica abgelaufen ist und die Welt weiss auch, was ihr für Verbrechen in Kosova verübt habt, da könnt ihr euch noch weiter als arme Opfer verkaufen...

    ----------------

    Vom gewaltlosen Widerstand zu Bombenanschlägen

    Die Lage im Kosovo nahm immer mehr Züge eines Apartheidsystems an. Auch die internationale Staatengemeinschaft wurde jetzt auf die katastrophalen Zustände im Kosovo aufmerksam. Die EU beließ es jedoch bei grundsätzlichen Forderungen nach Einhaltung der Menschenrechte und Demokratie. Die Unzufriedenheit vieler Kosovo-Albaner mit ihrer auf Gewaltlosigkeit bestehenden politischen Führung wurde immer größer. Einige Akteure waren inzwischen zur Anwendung von Gewalt übergegangen.

    Im Februar 1996 bekannte sich die Untergrundorganisation "Kosovo-Befreiungsarmee" (UCK) erstmals zu Bombenanschlägen auf serbische Einrichtungen und setzte damit den Anfangspunkt des bewaffneten Widerstands. Nach weiteren Anschlägen der UCK drehte sich die Spirale von Gewalt und Gegengewalt immer schneller, bald herrschten kriegsähnliche Zustände. Bei zwei Aktionen der serbischen Sonderpolizei gegen Zentren der UCK in der Drenica-Region im Februar und März 1998 kamen 87 Kosovo-Albaner ums Leben – nebst bewaffneten Männern auch eine große Zahl Frauen, Kinder und Alte.

    Die internationale Gemeinschaft wird auf das Kosovo aufmerksam

    Nach den Ereignissen von Drenica, die weltweite Empörung auslösten, nahm auch der Druck auf die internationale Gemeinschaft zu. Die sogenannte Kontaktgruppe (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Russland, USA) forderte den sofortigen Abzug der serbischen Sonderpolizei aus dem Kosovo und verhängte ein Waffenembargo gegen Belgrad. Damit erreichte die UCK mit Gewalt in wenigen Monaten, was friedlicher Protest und ziviler Ungehorsam in mehreren Jahren nicht hatten bewirken können – die Aufmerksamkeit der Welt.

    Im September 1998 verlangte nun auch der UN-Sicherheitsrat in seiner Resolution 1199 die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten, nachdem im Laufe des Jahres bei Offensiven der jugoslawischen Armee und der serbischen Sonderpolizei etwa 1.500 Kosovo-Albaner getötet und über 300.000 vertrieben worden waren. Doch erst nach einem Ultimatum der Nato verließen die serbischen Einsatzkräfte Ende Oktober das Kosovo, ein Großteil der vertriebenen Albaner kehrte zurück. Gleichzeitig kamen unbewaffnete Beobachter der OSZE in die Krisenprovinz, um den Waffenstillstand zu überwachen. Aber schon im Dezember eskalierte die Gewalt erneut.

    Nato-Luftschläge, 10.000 Tote und Massenvertreibungen

    Im März 1999 scheiterten die von der Kontaktgruppe anberaumten Friedensverhandlungen zwischen Kosovo-Albanern und Serben im französischen Rambouillet. Nach Ablauf eines letzten Ultimatums an Milosevic begann die Nato am 24. März 1999 – ohne UN-Mandat – mit Luftangriffen auf Ziele in der Bundesrepublik Jugoslawien. Während der 78 Tage dauernden Militärintervention wurden nach britischen Angaben rund 10.000 Kosovo-Albaner von Einheiten der jugoslawischen Armee, der serbischen Sonderpolizei und von paramilitärischen Gruppen getötet. Weit über eine Millionen Kosovo-Albaner flohen oder wurden vertrieben, mehr als 800.000 von ihnen in die Nachbarländer Albanien, Mazedonien und Montenegro. Zehntausende Häuser und zahlreiche Moscheen wurden zerstört oder beschädigt. Doch auch der UCK werden schwere Kriegsverbrechen zur Last gelegt. Direkt durch die Nato-Luftangriffe auf die Bundesrepublik Jugoslawien wurden nach Angaben von internationalen Menschenrechtsorganisationen zwischen 400 und 600 Zivilpersonen getötet.

    euro|topics - Kosovo - ein Überblick über die Geschichte

    The Big Lie About Kosovo

    http://www.poe.com/?page_id=92


    Menschen flüchteten vor Nato-Bomben

  5. #165

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    Zitat Zitat von Vatrena Beitrag anzeigen

    Du scheinst wohl net zu kapieren das es hier nicht um die serbische Minderheit geht, sondern um die restlichen Minderheiten auf dem Kosovo!

    Ist das so schwer zu verstehen?

    Schön leugnen!
    Ich leugne es nicht, wie schon gesagt, viele Serben flüchteten nach dem Krieg aus Angst vor Rache der Albaner, die ihrerseits von den Serben vertrieben und ermordet wurden!

    Nur stört es mich, diese ständige Opfernummer... Die Welt weiss, wer der Aggressor war, nämlich Serbien...

    -------------------

    Kosovo: Krieg, Vertreibung, MassakerEin Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker von August 1998 (Zusammenfassung)
    Im Kosovo führt das Milosevic-Regime zum vierten Mal seit 1990 Krieg gegen ein nicht-serbisches Volk des ehemaligen Jugoslawien. Bis 1989 war der zu mehr als 90 Prozent von Albanern bewohnte Kosovo ein autonomes Gebiet innerhalb des damaligen Jugoslawien und den sechs Republiken politisch gleichgestellt. Sofort nach seiner Machtübernahme hob Milosevic diesen Autonomiestatus jedoch auf. Kosovo wurde einer rigiden Serbisierungspolitik unterworfen. Jahrelang leisteten die Kosovo-Albaner dagegen gewaltfrei Widerstand und hofften auf Hilfe von außen, um ihre Selbstbestimmung wiederzuerlangen.
    Doch nach der Dayton-Konferenz erkannten die Staaten der Bosnien-Kontaktgruppe (bis auf die USA) die neue "Bundesrepublik Jugoslawien" an, ohne die Interessen der Albaner zu berücksichtigen. So schufen sie die völkerrechtlichen Fakten, die ihnen heute angeblich ein Eingreifen in die "inneren Angelegenheiten" Serbiens, d. h. in den Krieg des Milosevic-Regimes gegen die zwei Millionen Kosovo-Albaner, unmöglich machen.

    KRIEGSVORBEREITUNGEN

    Der Krieg gegen die Kosovo-Albaner ist von langer Hand vorbereitet worden. Erste Hinweise gab es schon Ende 1997. Am 11. Februar 1998 wiesen Oppositionelle der ungarischen Minderheit aus der Vojodina auf einer Pressekonferenz in Novi Sad darauf hin, daß sie "unumstößliche Beweise" dafür hätten, daß die Armee für einen Krieg im Kosovo mobilisiert werde. Am 5. März 1998, kurz nach Ausbruch der Kämpfe, protestierte UNHCR-Sprecher Mons Nyberg gegen die völkerrechtswidrige Rekrutierung serbischer Flüchtlinge aus Kroatien für den Armeedienst im Kosovo. Im Juni 1998 bestätigten Angehörige der ungarischen Minderheit aus der Vojvodina gegenüber der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), daß mehr als 300 ungarische Soldaten gegen ihren Willen im Kosovo im Einsatz wären.
    Die serbische Truppenstärke wird auf bis zu 50.000 Mann geschätzt, die Kosten des Krieges betragen täglich schätzungsweise zwei Millionen US-Dollar. Auch Beutegut aus dem Bosnien-Krieg kommt zum Einsatz, so etwa im Sommer 1995 widerrechtlich erbeutete Panzerfahrzeuge der in Srebrenica stationierten holländischen UNPROFOR.

    KRIEGSVERLAUF
    Die Kampfhandlungen begannen am 28. Februar 1998 mit den Massakern in der Drenica-Region und dehnten sich rasch aus. Ab Mitte Juni kam der Krieg in den Zentralkosovo, Mitte Juli verschärften sich die Kämpfe in der Region Mitrovica und Prizren, am 14. Juli wurde im Süden in der Region Opoje an der Grenze zu Mazedonien serbischer Truppenaufmarsch beobachtet. Am 19. Juli feuerten die serbischen Truppen offenbar mehrere Granaten auch auf das Territorium des Nachbarstaates Albanien ab. Am 25. Juli starteten die serbischen Truppen schließlich eine Großoffensive im Zentralkosovo. Bei den Angriffen wird offenbar gezielt gegen Zivilisten vorgegangen. Zwei von der "Kosova-Befreiungsarmee" UCK an die OSZE überstellte Deserteure aus der jugoslawischen Armee bestätigten, entsprechende Befehle erhalten zu haben.

    FLÜCHTLINGE
    Die Flüchtlingszahlen steigen stetig. Seit Anfang März und bis Anfang Juli waren nach Schätzungen der GfbV 160.000 Menschen auf der Flucht. Albanische Hilfsorganisationen gingen am 16. Juli bereits von 200.000 Flüchtlingen aus. Am 29. Juli schätzte die kosovarische Hilfsorganisation "Mutter Theresa" in Malisheva die Zahl der Binnenflüchtlinge auf 263.000. Das wären mehr als zehn Prozent der Bevölkerung des Kosovo. Internationale Organisationen warnen vor einer humanitären Tragödie. Bereits im Juni 1998 mahnte der Leiter des schweizerischen Katastrophenhilfekorps SKH, Charles Raedersdorf, dringend Vorbereitungen für den Wintereinbruch an, der für Mitte Oktober zu erwarten sei.

    SYSTEMATIK DER ANGRIFFE
    Die Angriffe folgen einer Systematik, die an jene aus dem Bosnien-Krieg erinnert. Sie beginnen häufig mit Überraschungsangriffen im Morgengrauen, die teils mit schweren Waffen wie Boden-Boden-Raketen und raketengetriebenen Granaten geführt werden. Dann werden Scharfschützen postiert, die der Zivilbevölkerung die Bewegungsfreiheit nehmen. Viele Zivilisten verbergen sich deshalb tagsüber im Wald und kehren nachts in ihre Häuser zurück, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Schließlich ziehen schwer bewaffnete Truppen auf, die tagsüber alle Straßenverbindungen blockieren. Unter ihrem Schutz kommen Spezialeinheiten in dunklen Uniformen mit Macheten und "Skorpion"-Gewehren tschechischer Produktion in die jeweilige Ortschaft. Diese Truppen sollen Massaker begangen haben. Nach Tagen oder Wochen des Terrors werden die Bombardierungen wieder gesteigert und auch in der Nacht fortgesetzt, bis die Bevölkerung den Ort verläßt. Es folgen Plünderungen im großen Stil. Die Häuser werden niedergebrannt. Das Vieh bleibt unversorgt oder wird getötet.
    Nach einer Statistik der GfbV wurden zwischen Anfang März und Ende Juli 1998 mehr als 250 albanische Dörfer von den serbischen Truppen angegriffen, mit schwerer Artillerie bombardiert und ganz oder teilweise zerstört. Laut der US-amerikanischen Menschenrechtsorganisation Physicians for Human Rights wurden Frauen festgenommen und vergewaltigt. Einige der Frauen seien anschließend "verschwunden". Nach Schätzungen der GfbV kamen bis Ende Juli mindestens 1.000 Zivilisten ums Leben.

    MASSAKER UND MASSENERSCHIESSUNGEN
    Seit der Offensive in der Drenica-Region von Anfang März begehen die serbischen Truppen - serbische Spezialpolizei, jugoslawische Armee und paramilitärische "Tschetnik"-Truppen unter Führung der mutmaßlichen Kriegsverbrecher Zeljko Raznjatovic "Arkan" und Vojislav Seselj - schwere Menschenrechtsverletzungen an der albanischen Zivilbevölkerung. Bei Massakern in Qirez/Cirez, Likoshan/Likosan, Prekaz, Glogjan/Glodjan, Zhara, Drenoc, Lubeniq/Ljubenic, Poklek i Ri bei Glogovc/Glogovac, Padesh in den Bergen bei Decan und bei der Erstürmung der Stadt Rahovec/Orahovac wurden ganze Familien hingerichtet, schwangere Frauen, Greise und Kinder getötet, Männer an Strommasten aufgehängt und Handgranaten in Keller mit Flüchtlingen geworfen. Die albanische Menschenrechtsorganisation Council for the Defense of Human Rights and Freedoms (CDHRF), Pristina, die serbische Menschenrechtsorganisation Humanitarian Law Fund (HLF), Belgrad, Human Rights Watch, Amnesty International, Physicians for Human Rights (Ärzte für Menschenrechte) und UN-Ermittler haben aufgrund von Untersuchungen an den Tatorten und aufgrund von Zeugenaussagen erste Dokumentationen vorgelegt. Genaue kriminalistische Untersuchungen stehen jedoch noch aus. Das UN-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag hat am 12. Juni 1998 Ermittlungen wegen Verbrechen im Kosovo aufgenommen.

    LAGER
    Es gibt Hinweise darauf, daß im serbischen Truppenstützpunkt "Munitionsfabrik" in Skenderaj/Srbica Gefangene vorübergehend interniert, gefoltert und möglicherweise exekutiert worden sind. Nach Angaben des griechischen Helsinki-Komitees und von Human Rights Watch nannten Flüchtlinge auch immer wieder die Sekundarschule und das "Dekor"-Gebäude der inzwischen zerstörten Stadt Decan als Internierungslager für albanische Männer. Im Gefängnis von Gjilan/Gnilane wurden albanische Gefangene offenbar so schwer mißhandelt, daß ihre Schmerzensschreie bis auf die Straße zu hören waren.

    VERMISSTE
    Während einerseits von rund 400 Albanern jede Spur fehlt, werden andererseits immer wieder Leichen unter ungeklärten Umständen, auch Unbekannte, aufgefunden oder von der Polizei in Krankenhäuser gebracht. Mit einem dramatischen Appell rief am 8.7.1998 die albanische Menschenrechtsorganisation CDHRF "alle Seiten" dazu auf, die Genfer Konventionen einzuhalten und alle Gefangenen freizulassen. Nach Angaben des Internationalen Roten Kreuzes ist das Schicksal von 130 Serben unaufgeklärt.

    HUMANITÄRE SITUATION
    Die humanitäre Situation ist seit März 1998 im gesamten Kosovo-Gebiet angespannt. Zehntausende Flüchtlinge aus den unmittelbaren Kampfzonen müssen versorgt werden. Die Hilfsgüter internationaler Hilfsorganisationen werden beschlagnahmt oder aufgehalten und dürfen nicht in die Notstandsgebiete passieren. In zwölf Bezirken des Kosovo, vor allem im Westen und Südwesten, ist die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Hilfsgütern seit März ganz oder teilweise blockiert, Strom und Wasser wurden ganz oder zeitweise unterbrochen. Die Bevölkerung in diesen Gebieten wurde Mitte Juni auf 750.000 Menschen geschätzt, darunter sind mehr als 100.000 Flüchtlinge. Während die von der UCK kontrollierten Gebiete von den serbischen Truppen hermetisch abgeriegelt sind, leben die Menschen in den serbisch kontrollierten Gebieten im Ausnahmezustand. Oft überwachen serbische Scharfschützen jede Bewegung, niemand kann das Gebiet frei betreten oder verlassen. Immer wieder werden Hilfstransporte zurückgewiesen und Mitarbeiter albanischer Hilfsorganisationen wegen "Unterstützung des Feindes" verhaftet.
    http://www.bndlg.de/~wplarre/gfbv-03.htm

    ------------------------

    So und nun denkt euch weiter eure Lügengeschichten aus, dass die Serben die armen Opfer waren...

  6. #166

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    Zitat Zitat von Princip_Grahovo Beitrag anzeigen
    The Big Lie About Kosovo

    Column Archive 04.14.99


    Menschen flüchteten vor Nato-Bomben
    http://www.bndlg.de/~wplarre/gfbv-03.htm

    Soviel zur serbischen Propaganda, Der Bericht von der Gesellschaft für bedrohte Völker, Amnesty International und weitere Institutionen und Livezeugin dieses Krieges sehen das anders... Die Verbrechen haben schon vor dem Nato-Eingriff stattgefunden, während des Nato-Eingriffes wurden sie nur noch extremer, was die serbischen Verbrechen doppelt unterstreicht...

  7. #167
    Avatar von Vatrena

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    [quote=FREEAGLE;577408]Ich leugne es nicht, wie schon gesagt, viele Serben flüchteten nach dem Krieg aus Angst vor Rache der Albaner, die ihrerseits von den Serben vertrieben und ermordet wurden!

    Nur stört es mich, diese ständige Opfernummer... Die Welt weiss, wer der Aggressor war, nämlich Serbien...

    -------------------


    Sag mal hast du Tomaten auf den Augen????????????????????????????????????????????? ??????????????????

    Es geht um NICHT-SERBISCHE MINDERHEITEN auf dem Kosovo!


  8. #168

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    Zitat Zitat von Vatrena Beitrag anzeigen
    Sag mal hast du Tomaten auf den Augen????????????????????????????????????????????? ??????????????????

    Es geht um NICHT-SERBISCHE MINDERHEITEN auf dem Kosovo!

    Lies du dir mal erst meinen Bericht von der Gesellschaft für bedrohte Völker durch, danach kannst du ja immer noch weiter die serbischen Verbrechen leugnen, du Gurke!

    http://www.bndlg.de/~wplarre/gfbv-03.htm

  9. #169
    Avatar von Vatrena

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    Zitat Zitat von FREEAGLE Beitrag anzeigen
    Lies du dir mal erst meinen Bericht von der Gesellschaft für bedrohte Völker durch, danach kannst du ja immer noch weiter die serbischen Verbrechen leugnen, du Gurke!

    Kosovo: Krieg, Vertreibung, Massaker - Ein Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker August 1998 (Zusammenfassung)
    Wann du schlauberger habe ich serbische Verbrechen bestritten???

    Sag mal verstehst du eigentlich was ich dir da gepostet habe!?

    Ich glaube du ignorierst es einfach!

  10. #170

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von FREEAGLE Beitrag anzeigen
    http://www.bndlg.de/~wplarre/gfbv-03.htm

    Soviel zur serbischen Propaganda, Der Bericht von der Gesellschaft für bedrohte Völker, Amnesty International und weitere Institutionen und Livezeugin dieses Krieges sehen das anders... Die Verbrechen haben schon vor dem Nato-Eingriff stattgefunden, während des Nato-Eingriffes wurden sie nur noch extremer, was die serbischen Verbrechen doppelt unterstreicht...

    Hahahahahaah Gesellschaft für bedrohte Volker... hahaha Direktorin der Gesellschaft für bedrohte Volker = Fadila Memisevic


    Haha seid wann müssen alle Bosniaken-Propaganda glauben?

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