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Operation Meastral - Operacija Maestral

Erstellt von chimpovic, 03.03.2012, 20:48 Uhr · 246 Antworten · 12.561 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Komandant Mark

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    Zitat Zitat von Climber Beitrag anzeigen
    Die HV war nicht dazu da im Ausland anderen zu zeigen wo der Hammer hängt. Die kroatischen Ziele wurden alle erreicht und eine humanitäre Katastrophe für die serbische Bevölkerung in Banja Luka war nicht vertretbar.
    Deine Meinung .

    Ich sehe das anders .

  2. #22
    Avatar von Climber

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    Zitat Zitat von Komandant Mark Beitrag anzeigen
    Deine Meinung .

    Ich sehe das anders .
    Es ist die Meinung die sich durchgesetzt hat und Kroatien hat dieser gerne beigestimmt, da es nicht mehr unser Krieg war.

    Das es paar Kriegstreiber und Internetrambos gibt, die es anders sehen, interessiert da kaum.

  3. #23

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    Tudjman und Izetbegovic waren ja schon im Siegestaumel.
    Die Amis (NATO) haben aber gedroht die kroatische und bosniakische Armee zu bombardieren falls der Angriff nicht gestoppt wird.

    Im Grunde ging es nur darum die bosnischen Serben zum Einlenken zu bewegen weil sie den letzten Friedensvorschlag (Contact Group plan) vor der Oluja abgelehnt haben der wie Dayton eine 49 zu 51 Lösung beinhaltete.

    In Pale hatte Milosevic für den Friedensvertrag geworben, um den innenpolitischen Druck der Sanktionen gegen Serbien aufzuheben, und ist gescheitert. Clinton wollte aus dem Balkan Konflikt politischen Nutzen ziehen, weil die nächsten US-Wahlen anstanden.

    Auf der Basis gab es eine Übereinkunft das Problem militärisch zu lösen.
    Es ging also von Anfang an um eine 51 zu 49 Lösung.
    Wäre Bankja Luka gefallen, dann hätte sich Serbien auf alle Fälle eingeschaltet weil Milosevic dann nichts anderes übrig geblieben wäre.
    Die serbischen Politiker haben den Amis klargemacht das diese Entscheidung nicht mehr in den Händen einer politischen Führung wäre.

    Clinton hätte es einen langen Konflikt und ne Menge Fragen beschert aber genau das, konnte er für die Wahlen nicht brauchen.

  4. #24

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    Zitat Zitat von Climber Beitrag anzeigen
    Kroatien hätte nicht an dieser Operation teilnehmen sollen nur wegen einer Absprache und fremden Interessen.
    Die Absprache sah vor, dass sich die HV in BiH, mit Billigung der zu diesem Zeitpunkt int. anerkannten Regierung, auf dem BH-Staatsgebiet bewegen konnte. Drvar und Grahovo waren wichtige Voraussetzungen für die Oluja und Maestral somit eng damit verknüpft.

    Zitat Zitat von Climber Beitrag anzeigen
    Man hätte einen friedlichen Prozess fördern sollen, so sind wir immer noch Schuld an der beschissenen Lage und ethnisch getrennten Gebieten in BiH.
    Die Förderung eines solchen Prozesses mit Tudjman an der Spitze des kroatischen Staates war unmöglich. Wie soll jemand einen friedlichen Prozess zur Abschaffung ethnischer Gebiete fördern, wenn er selber -tief beseelt von solchen Gedanken- faktisch half solche Gebiete in BiH zu schaffen ?

  5. #25
    Avatar von kollegah

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    Zitat Zitat von Komandant Mark Beitrag anzeigen
    Tudjman hätte in die Banja Luka einmarschieren sollen ,um es mal zu zeigen ,wo der Hammer hängt ,so bleibt das alles etwas betrübt.

    Hätte sich Kroatien nach dem Abkommen mit Alija in Split,nicht eingemischt ,wäre Bihac Enklave im Grunde vernichtet .

    Kroatien hatte sehr grossen Respekt vorm Nato,sodass der Franjo einfach keine Eier hatte ,dem etwas gegen zu setzen.

    Schade ,Banja Luka hätten sie einnehmen sollen.
    Hättest gerne Ujo

  6. #26
    Avatar von kollegah

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    Zitat Zitat von chimpovic Beitrag anzeigen
    Militäroperation Maestral




    Innerhalb weniger Tage wurden die Truppen der Republika Srpska unter dem Oberbefehl von Radovan Karadžić und Ratko Mladić, die zu diesem Zeitpunkt 70% Bosnien-Herzegowinas besetzt hielten, von bosnischen und kroatischen Einheiten auf eine Fläche von 47% zurückgedrängt. NATO-Luftstreitkräfte flogen im Vorfeld im Rahmen der Operation Deliberate Force Einsätze gegen einige serbische Stellungen.
    Die erste Phase der Operation (Mistral 1) begann am 8. September. Im Laufe der nächsten Tage wurden die Verteidigungslinien der Serben durchbrochen. Zu diesem Zeitpunkt verfügten die Truppen der Republika Srpska noch über sieben leichte Infanterie Brigaden, eine motorisierte Brigade und zwei Panzer-Bataillone.
    Die Stadt Šipovo wurde schnell erobert und die 7. Gardebrigade der kroatischen Armee erobert den strategisch wichtigen Bergpass bei Mliništa. Mit der Eroberung von Jajce endete nach 5 Tagen die erste Phase der Operation.
    Am 14. September begann die zweite Phase der Operation (Mistral 2) mit der Eroberung von Drvar. In den Folgetagen gingen die kroatischen Streitkräfte weiter gegen Südosten vor. Bei Ende der Operation am 30. September standen die Kroaten vor Mrkonjić Grad, wenige Kilometer von Banja Luka, der bosnisch-serbischen Hauptstadt.
    Gleichzeitig mit dem Angriff der Kroaten ging das Bosnische 5. Korps von Bihać in Richtung Banja Luka vor. Zunächst wurden die Städte Krupa, Bosanski Petrovac und Ključ bis der Angriff bei Prijedor gestoppt wurde. Zwar waren die bosnischen Aktivitäten nicht Teil der Operation Maestral, dennoch gingen die kroatischen und bosnischen Einheiten koordiniert vor.
    Diese Militäroperation wurde schließlich auf Drängen der NATO gestoppt. Während die Kroatischen Streitkräfte nur noch kleinere Operationen im Oktober durchführten, gingen die Streitkräfte der Bosnier in der Operation Sana weiter gegen die Serben vor.


    Folge:
    Aufgrund der Befreiung von etwas mehr als der Hälfte von Bosnien und Herzegowina, willigte die serbische Vertretung in den Vertrag von Dayton ein und der Bosnienkrieg wurde beendet


    Vorher:



    Nacher:



    Relativ bedeutend, diese Operation, da durch sie überhaupt der Frieden erst möglich wurde.
    Hätten die Serben dem Abkommen nicht zugestimmt wären die Bosniaken und die Kroaten bis nach Banja Luka vorgedrungen.


    Quellen:
    Militäroperation Maestral




    Will mit diesem Thread nicht andeuten, dass ich stolz darauf bin, ich wollte mit ihm eine Diskussion starten, da diese Offensive eine der wichtigsten (unter anderem auch koridor etc) im Bosnienkrieg war.

    Also ich denke eher.. Hätte es kein abkommen gehabt.. Gebe es kaum Bosniaken mehr im Land.. BiH wäre in serbischer führung oder mit den kroaten aufgeteilt.. Was aber gott sei dank nicht der fall war.

  7. #27
    Avatar von Climber

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    Zitat Zitat von LordVader Beitrag anzeigen



    Die Förderung eines solchen Prozesses mit Tudjman an der Spitze des kroatischen Staates war unmöglich. Wie soll jemand einen friedlichen Prozess zur Abschaffung ethnischer Gebiete fördern, wenn er selber -tief beseelt von solchen Gedanken- faktisch half solche Gebiete in BiH zu schaffen ?
    Ich glaube garnicht mehr das Tudjman in BiH beseelt war solche Gebiete zu schaffen. Warum hat er bei den Dayton Verhandlungen nicht die eroberten BiH Gebiete behalten und die Hercegowina eingefordert ? Der hat ja alles locker flockig fallen lassen was die HV usw. in BiH gehalten haben.

    Und das es friedlich geht haben wir später in Slavonien gesehn.

  8. #28
    Gast829627
    Zitat Zitat von Ratko Beitrag anzeigen
    Tudjman und Izetbegovic waren ja schon im Siegestaumel.
    Die Amis (NATO) haben aber gedroht die kroatische und bosniakische Armee zu bombardieren falls der Angriff nicht gestoppt wird.

    Im Grunde ging es nur darum die bosnischen Serben zum Einlenken zu bewegen weil sie den letzten Friedensvorschlag (Contact Group plan) vor der Oluja abgelehnt haben der wie Dayton eine 49 zu 51 Lösung beinhaltete.

    In Pale hatte Milosevic für den Friedensvertrag geworben, um den innenpolitischen Druck der Sanktionen gegen Serbien aufzuheben, und ist gescheitert. Clinton wollte aus dem Balkan Konflikt politischen Nutzen ziehen, weil die nächsten US-Wahlen anstanden.

    Auf der Basis gab es eine Übereinkunft das Problem militärisch zu lösen.
    Es ging also von Anfang an um eine 51 zu 49 Lösung.
    Wäre Bankja Luka gefallen, dann hätte sich Serbien auf alle Fälle eingeschaltet weil Milosevic dann nichts anderes übrig geblieben wäre.
    Die serbischen Politiker haben den Amis klargemacht das diese Entscheidung nicht mehr in den Händen einer politischen Führung wäre.

    Clinton hätte es einen langen Konflikt und ne Menge Fragen beschert aber genau das, konnte er für die Wahlen nicht brauchen.


    normalerweise bin ich ja ein begeisterter leser deiner postings nur hier hast du n griff im klo gelandet .......net die nato hat die bosnijaken und kroaten gestoppt sondern die vrs und das mit banja luka haben wr schon einige mal durchgekaut im forum....banja luka wäre nie gefallen das ist lächerliche propaganda.......die oluja wurde an der una gestoppt und dort wo sie rüber kamen hat man sie wieder verjagt.....sie haben nur gewütet und zivilisten erschossen als aber die gegenwehr sich formiert hat kamen sie keinen meter weiter......prvi i drugi krajiski korpus su branili banja luku dagegen hatten die net die geringste chance ....ausserdem wurden unsere stellungen massiv von der nato gebombt während der angriffe und net einfach nur ne angebliche lächerliche drohung.....sie haben 20 prozent der rep srpksa erhalten weil´s verkauft wurde.........genau wie die krajina.....

  9. #29

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    Zitat Zitat von Climber Beitrag anzeigen
    Ich glaube garnicht mehr das Tudjman in BiH beseelt war solche Gebiete zu schaffen. Warum hat er bei den Dayton Verhandlungen nicht die eroberten BiH Gebiete behalten und die Hercegowina eingefordert ? Der hat ja alles locker flockig fallen lassen was die HV usw. in BiH gehalten haben.
    Tudjman war nicht nur beseelt, sondern besessen von dem Gedanken sich Teile der HZHB einzuverleiben, hoffend darauf das BiH kapituliert und sich die IG mit einem Zerfall BiH´s arrangieren wird. Am besten Du schaust Dir mal die Anklageschriften des ICTY an, die auf genau dieser Grundlage basieren.

    Tudjman konnte die Hercegovina bei den Dayton-Verhandlungen nicht einfordern, weil die Teilung der Staaten nicht zur Disposition stand. Deine Annahme ist absurd.

    Ansonsten ist zum Kriegsverlauf folgendes zu sagen: Die Serben hielten die rechte Una Seite zwischen Bosanski Novi und kurz vor Grmusa. In der einsetzenden Offensive überschritten die Bosniaken die Una an mehreren Stellen. Es wurde Bosanska Krupa eingenommen, dann Bosanska Otoka und faktisch wurden die Serben bis kurz vor Bosanski Novi (Höhe Überflieger, kurz vor der Einfahrt in die Stadt) verdrängt. Dort gingen die Bosniaken davon aus, dass die HV schon in Bosanski Novi und bei Kostajnica die Una überschritten hat, was mitnichten der Fall war. Erst hier setze die einzig wirklich effektive Gegenwehr der Serben ein, die für die HV massive Verluste bei Kostajnica mit sich brachte.

    Im Rahmen der serbischen Gegenoffensive brachten die Serben Teile der Rechten Una-Seite wieder in ihre Gewalt. Die Ortschaft Otoka fiel wieder teilweise an die Serben, die Bosniaken festigten die Linien bei Krupa in Höhe des Dorfes Haschani. Das ganze spielte sich in 2 Tagen ab. Tag 1 kamen die Bosniaken über die beschädigte Brücker auf die rechte Una Seite bei Otoka und wollten sich ihre Häuser ansehen, am Tag 2 war dies nicht mehr möglich.

    Was Banja Luka angeht: Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Bosniaken mit Dudakovic bei der Ortschaft Ostra Luka in Richtung Prijedor. Ein weiterer Vorstoss nach Prijedor war militärisch unsinnig, weil man die eroberten Gebiete hier nicht halten konnte, Banja Luka wäre dann immer noch viel zu weit weg und der Gegner war auf breiter Front dabei, die rechte Una Hälfte inkl. Krupa wieder in Besitz zu nehmen. Die Kroaten hatten ihren Vorsmarsch gestoppt und die Serben hatten wieder volle Kontrolle über Bosanski Novi und Kostajnica. Demnach ist das aufbauschen dieser Ami-Nummer auch eine nachträgliche Legendenbildung und hängt wohl mit einer verirrten Bombe nahe Otoka zusammen (Bratica Brdo nahe der Frontline in Höhe Busevic), die man als Warnschuss interpretierte. Bestenfalls war es von beidem etwas: Nämlich die Drohung der Amerikaner die Luftangriffe einzustellen, während parallel die Serben in einer Gegenoffensive waren.

    Ernsthaft bedroht war Banja Luka m.E. zu keinem Zeitpunkt.

    Ein Jahr später, 1996, vereinbarten Serben und Moslems einen Gebietstausch. Das Dorf Haschani fiel an die Serben (Ohnehin serbisch), die Ortschaft Otoka kam unter Kontrolle der Bosniaken. Auf der linken Una- Seite blieb das einst rein serbische Dorf Ivanjska in der Föderation und dieser Abschnitt bis zur kroatischen Grenze föderal. . Die Serben verloren praktisch bis Blatna die komplette rechte Una-Seite, gründeten die Gemeinde "Krupa na Uni", obgleich diese mit der Una nichts zu tun hat...

  10. #30

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