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Parlamentswahl in Albanien: Opposition liegt vorn

Erstellt von Feuerengel, 04.07.2005, 16:32 Uhr · 7 Antworten · 603 Aufrufe

  1. #1
    Feuerengel

    Parlamentswahl in Albanien: Opposition liegt vorn

    Parlamentswahl in Albanien: Opposition liegt vorn


    Tirana (dpa) - Bei der Parlamentswahl in Albanien liegt die oppositionelle Demokratische Partei des früheren Präsidenten Sali Berisha nach inoffiziellen Angaben in Führung. Die Auszählung geht wegen des «komplizierten» Wahlgesetzes nur schleppend voran, hieß es aus der Wahlkommission in der Hauptstadt Tirana.

    Kandidaten der Demokraten führten in Tirana und anderen größeren Städten, hieß es. Wahlbeteiligung habe bei 57 Prozent gelegen. Zunächst hatten die regierenden Sozialisten behauptet, von den 100 Direktmandaten bis zu 71 erobert zu haben. Mit ersten verlässlichen Ergebnissen wurde erst in den Abendstunden gerechnet. Der Urnengang verlief am Sonntag, abgesehen von der Schießerei in einem Wahllokal in der Hauptstadt, bei der ein Beobachter getötet wurde, weitgehend friedlich. Das albanische Helsinki-Komitee bewertete die Wahl als frei und korrekt.

    Die knapp 2,9 Millionen Stimmberechtigten hatten am Sonntag über insgesamt 140 Parlamentssitze zu entscheiden. Die Abstimmung gilt als Test für die demokratische Reife Albaniens, das sich der EU und der NATO annähern will. Sowohl Regierungschef Fatos Nano, als auch dessen Herausforder Berisha bezeichneten noch in der Nacht die Wahl als demokratisch und frei und entsprechend den EU-Standards





    [align=center]Ministerpräsident Fatos Nano bei der Stimmabgabe in Tirana

    www.yahoo.de

  2. #2
    zu geil. anfang hieß es ja dass gut 15000 geburtsurkunden gestohlen wurden

    der ZIB berichtete davon, dass es "kleinere" unregelmäßigkeiten bei den wahlen gab

  3. #3
    Feuerengel
    Zitat Zitat von YUGO55
    zu geil. anfang hieß es ja dass gut 15000 geburtsurkunden gestohlen wurden

    der ZIB berichtete davon, dass es "kleinere" unregelmäßigkeiten bei den wahlen gab
    Tja, was soll's???

  4. #4
    Test für die demokratische Reife Albaniens, das sich der EU und der NATO annähern will
    das solls wenn du mal was verstehen würdest, was in albanien vor sich geht

  5. #5
    Avatar von lupo-de-mare

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    Re: Parlamentswahl in Albanien: Opposition liegt vorn

    Zitat Zitat von Gjergj
    Zunächst hatten die regierenden Sozialisten behauptet, von den 100 Direktmandaten bis zu 71 erobert zu haben

    www.yahoo.de
    Fatosi empfing ja auch 1997/1998 besoffen ausländische Diplomaten. Der war damals schon um 10:00 Uhr zu!

    Und jetzt war er halt wieder mal besoffen, wenn er Siege erfindet.

  6. #6
    Avatar von lupo-de-mare

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    OSZE kritisiert Wahl in Albanien
    Fehlende Wählerlisten und geschlossene Wahllokale

    Bei den Parlamentswahlen in Albanien zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Nach Auszählung von etwa 20 Prozent der Stimmen liegt die oppositionelle Demokratische Partei leicht vorn. Aber auch die regierenden Sozialisten feierten bereits ihren Sieg. Die Hoffnung der Bevölkerung, dass eine geordnete Wahl Albanien näher an die EU bringt, erhielt allerdings einen Rückschlag. Der Wahlverlauf hätte "nur teilweise internationalen Standards" entsprochen, erklärte die OSZE.

    Von Eberhard Nembach, ARD-Hörfunkstudio Wien, z.Zt. Durres

    Sali Berisha (Foto: EPA) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Der ehemalige Präsident Sali Berisha gibt seine Stimme ab]
    Es könnte ein Wechsel in Albanien bevorstehen. Die bisherigen Auszählungsergebnisse deuten auf einen Sieg der oppositionellen Demokratischen Partei hin. Deren Chef, Oppositionsführer Sali Berisha, kündigte bereits an, mit den Parteien aus seinem Mitte-Rechts-Bündnis eine Regierungskoalition bilden zu wollen. "Ich bin überzeugt, dass dies das Beste für Albanien und die Albaner ist", sagte Berisha am Mittag. Er werde endlich seinen Widersacher, den sozialistischen Ministerpräsidenten Fatos Nano ablösen, dem er Korruption vorwirft. Zuvor müssen aber erst die endgültigen Auszählungsergebnisse abgewartet werden, um zu klären, ob es wirklich für eine Regierungsmehrheit reicht.
    Demokratische Reifeprüfung

    Die Auszählung geht nur langsam voran, die Wahlkommission bemüht sich um Genauigkeit und Transparenz. Die Wahl gilt schließlich als demokratische Reifeprüfung. Diese Prüfung ist, wenn überhaupt, dann nur mit Ach und Krach bestanden, so könnte man das Urteil der OSZE-Wahlbeobachter zusammenfassen, das der Chef der Beobachter-Mission, der Däne Jörgen Grunnert, in Tirana vorstellte.

    Die Wahlen in Albanien haben den internationalen demokratischen Standards "zum Teil entsprochen", es habe einen "beschränkten" Fortschritt im Vergleich zu früheren Wahlen gegeben. Einige Wahllokale hätten nicht pünktlich öffnen können, Wählerlisten seien nicht vorhanden oder unvollständig gewesen, es gebe kein einheitliches System der Identifikation der Wähler, Wahllokale waren überfüllt. Das alles deute auf eine "gewisse Desorganisation" :!: hin, so der OSZE-Vertreter. :!:

    http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...4_REF3,00.html

  7. #7
    Avatar von lupo-de-mare

    Registriert seit
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    Erste Amtliche Bestätigung, das Salih Berisha im neuen Parlament die Mehrheit hat.

    PD-Salih Berisha hat 45% der Stimmen erhalten und 56 Direkt Mandate
    SP-Fatos Nano hat 30% der Stimmen erhalten und 53 Direkt Mandate
    LSI-Drogen Boss Ilir Meta und die Skrapar Bande: 8% der Stimmen und 1 Direkt Mandat

    Damit dürfte die PD die absolute Mehrheit im Albanischen Parlament erreicht haben.

    Albanian Opposition Leads in Parliamentary Vote

    05/07/2005

    Early results show the opposition Democratic Party leading in Albania's parliamentary elections. International observers said the vote complied partially with international standards, but was marred by incidents of violence and organisational shortcomings.

    By Erlis Selimaj for Southeast European Times in Tirana -- 05/07/05

    Albanian election workers count votes on Monday (4 July) in Tirana. [AFP]

    Albania's main opposition party, headed by the country's former president, has taken the lead in parliamentary elections, but foreign monitors criticised Sunday's (3 July) vote as falling short of international standards.

    With about seven per cent of the ballot boxes opened as of early Tuesday, Sali Berisha's Democratic Party (DP) was ahead, with 45 per cent to the ruling Socialist Party's (SP) 30 per cent, according to the Central Election Commission (CEC). Ilir Meta's Socialist Movement for Integration Party was trailing in third place, with 8 per cent. Results from an exit poll -- the first ever in Albania -- also showed Berisha's DP leading.

    Both DP and SP claimed victory Sunday night. "I believe it is a wide victory," Berisha told supporters. "I am not saying these are the final results, but we will follow case by case and ballot by ballot."

    SP Secretary General Gramoz Ruchi in turn claimed his party would take "60 to 70 per cent of the votes".

    Also Sunday, incumbent Prime Minister Fatos Nano appraised the voting process as a "victory for Albania".

    "The real winners of these elections are the democracy and Albania. I am happy that Albania, with the high turnout and the plebiscitary vote of Albanians, opened the last door for association and integration into the EU and NATO," Nano told journalists and supporters at SP headquarters.

    International monitors, however, said the elections complied only partially with democratic norms.

    "The election day was generally peaceful but a few violent incidents, one fatal, cast a shadow over the process," the OSCE said in a report, referring to the shooting death of an election official. On Monday, two men were killed during post-election celebrations.

    According to the OSCE report, authorities failed to introduce a uniform system of addresses and personal identification documents, throwing doubt on voter lists. Bickering between political parties had hampered other preparations, it said.

    The vote was monitored by about 500 international observers from the OSCE, the Council of Europe, the European Parliament and the European Network of Election Monitoring Organisations (ENEMO). About 4,000 local monitors also took part.

    "The election process was held in the proper way. The observer's comments of this organisation are positive, although irregularities have occurred," ENEMO said in a press release.

    US Congressman Eliot Engel, who observed the voting process, told reporters that the election represented "democracy in action. For this I commend the Albanian people."

    In Brussels, EU foreign policy chief Javier Solana called for an investigation into reports of irregularities, though he said he welcomed the high voter turnout and "generally peaceful manner" of the vote.

    Some 2.8 million Albanians were eligible to vote, choosing among 22 political parties and coalitions running for the 140-seat parliament, 100 elected directly and 40 from party lists. Turnout was 56 per cent, according to the CEC.

    http://www.setimes.com/cocoon/setime...&rate=5#rating

  8. #8
    Avatar von lupo-de-mare

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    Wahlbeobachter
    OSZE kritisiert Parlamentswahl in Albanien

    04. Juli 2005 Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), des Europarates und des Europäischen Parlaments haben den Verlauf der Parlamentswahlen in Albanien kritisiert. Der Urnengang habe nur teilweise den internationalen Standards für demokratische Wahlen entsprochen, heißt es in einem am Montag nachmittag veröffentlichten Bericht der OSZE-Wahlbeobachter.

    Zwar habe die Zentrale Wahlkommission ihre Aufgabe professionell erledigt, doch mangele es bei anderen staatlichen und lokalen Behörden sowie den großen politischen Parteien am politischen Willen, die Regeln einzuhalten.
    .................................

    Fast ein Fünftel der Adressen falsch

    Die Auszählung verzögerte sich, weil sie nicht in den Wahllokalen selbst vorgenommen wurde, sondern in 100 zentralen Zählstellen, die eingerichtet wurden, um Mauscheleien zu erschweren. Polizei und Wahlbeobachter begleiteten den Transport der Urnen von den einzelnen Wahllokalen bis zu diesen Zählstellen, was in einigen gebirgigen Gegenden mehrere Stunden dauerte.

    Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen blieben jedoch einige Lücken für Betrugsversuche offen, die besonders den beiden großen Parteien des Landes zugute gekommen sein dürften. So hat das Ministerium für Lokalverwaltung und Dezentralisierung Wahllisten mit knapp 2,9 Millionen Namen vorgelegt, von denen sich allerdings fast ein Fünftel nicht zuordnen ließ, weil die betreffenden Personen nicht an den angegeben Adressen wohnten.

    Familienälteste wählen für die ganze Sippe

    Zweifel riefen auch Berichte über die massenhafte Ausstellung von Geburtsurkunden hervor, mit denen sich die Wahlberechtigten bei der Stimmabgabe ausweisen können. Solche Urkunden sind leicht zu erhalten und können sogar von Verwandten beantragt werden. Berishas PD beschuldigte die Regierungspartei, Wählerlisten zu manipulieren. Die Machthaber wiesen dies zurück und behaupteten ihrerseits, daß es zu solchen Unregelmäßigkeiten in den Städten komme, die seit den Kommunalwahlen vom Herbst 2003 von der Opposition regiert werden.

    Berichtet wurde von Fällen, in denen Familienälteste die Stimmen für ihre ganze Sippe abgaben. Dieses Phänomen aus den ländlichen Gebieten Albaniens, das auch in den benachbarten albanischen Gebieten Mazedoniens und im Kosovo verbreitet ist, ist Wahlbeobachtern schon aus früheren Jahren vertraut. Allerdings führt es schwerlich zu einer ernsthaften Verzerrung des Wahlergebnisses, weil diese Praxis von Anhängern aller Parteien gepflegt wird.

    Text: tens., F.A.Z., 05.07.2005, Nr. 153 / Seite 1 und 2; AP
    Bildmaterial: dpa/dpaweb

    http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A...~Scontent.html

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