Tja, Serbien befindet sich in einer verzwickten Situation. Der Schritt nach vorn ist ein Schritt ins Ungewisse, gerade jetzt, wo die EU durch die Eurokrise selbst in unruhigem Fahrwasser steckt. Mittelfristig wäre eine EU-Mitgliedschaft für Serbien sicher nützlich, wenn nicht sogar notwendig, aber kurzfristig würde es den Menschen einiges abverlangen. Und eine Legislaturperiode wird zu kurz sein, um wirklich meßbare, und vor allem auch für die Normalbürger spürbare, Erfolge zu erringen.

Da ist dann natürlich der Reflex da, sich dem Altvertrauten wieder zuzuwenden, in diesem Fall einem nationalistischen Kurs. Da weiß man, was man hat. Und auch wenn es über kurz oder lang ins Elend führt, bleibt einem doch immer noch der Nationalstolz. Den kann man zwar weder essen, noch verheizen, aber man stirbt mit einem guten Gefühl im Herzen.- Na, wenn das nichts ist...