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Patriotismus von Migranten

Erstellt von RheinMoselSaar, 29.02.2012, 17:45 Uhr · 112 Antworten · 5.864 Aufrufe

  1. #41
    Sumi
    Zitat Zitat von biscanka_lejla Beitrag anzeigen
    habe ich gesagt bzw geschrieben, dass ich mein Gesicht bemale.??
    Ich wollte doch nur wissen wie man bei deinem Aussehen sehen kann, dass du stolze Bosnierin bist

  2. #42
    Avatar von BlackJack

    Registriert seit
    11.10.2009
    Beiträge
    65.484
    Zitat Zitat von Sumi Beitrag anzeigen
    Ich wollte doch nur wissen wie man bei deinem Aussehen sehen kann, dass du stolze Bosnierin bist


    ich glaube sie meint nicht das Gesicht sondern
    obs kleidungsstücke mit bosnischer aufschrift sind, oder schmuck mit religiösen zeichen (ich bin moslem) oder gar das cover meines handys..

  3. #43
    Avatar von Zurich

    Registriert seit
    05.02.2007
    Beiträge
    18.089
    Die Diaspora-Balkaner sind in der Regel (im Schnitt) viel viel Patriotischer, als die Balkaner auf dem Balkan, die zum teil auch den Krieg haut nah miterlebten.

    - Und trotz all dem sind unsere Diaspora-Rambos in patriotischer und nationalistischer Hinsicht ihnen weit vorraus, auch wenn die meisten hier im Ausland (Diaspora) geboren wurden oder die Heimat-Sprache nicht perfekt beherrschen.

    Ich selber, als Kriegsflüchtling, der viel schlimmes gesehen hat, verspüre kaum was vom Patriotismus. Mein Volk ist mir zwar nicht egal, aber das Serbentum an sich, ist mir eigentlich völlig schnuppe.

  4. #44
    Avatar von Ilan

    Registriert seit
    25.06.2009
    Beiträge
    10.225
    Patriotismus, Nationalismus etc. habe ich nie richtig verspürt. Ich komme auch nicht klar mit so Leuten, die immer ihre Herkunft in jeder Situation erwähnen müssen. Da muss ich auch immer sagen, dass ich solche Komplexe zum Glück nicht habe. Einem Aussenstehenden im Ausland sage ich dass ich Schweizer bin. Ich bin zwar dort nicht geboren, aber aufgewachsen und zur Schule. Ich spreche Deutsch auch besser als Albanisch. Und sobald er etwas näher fragt, erläutere ich ihm schon meine albanische Herkunft.

    Man hat mir schon alles vorgeworfen... Verrat, Assimilation (solche, die Integration gleich als solches sehen), ich würde meine Herkunft leugnen und was auch immer. Klar, ich komme auch nicht mit Nationalisten klar, aber im Gegensatz zu denen lasse ich sie in Ruhe.

    Klar, es gibt so Situationen wo ich Interesse für meine Herkunft habe. Aber nicht nur meine Herkunft, sondern auch für andere Völker/Länder. Insbesondere Israel und das jüdische Volk, wie ihr alle im Forum sicher gemerkt habt.

    Aber merkwürdigerweise würde ich bei Heirat eine Albanerin vorziehen. Die Erfahrung in meinem Liebesleben hat mich geprägt, manchmal kam ich einfach nicht klar damit.

  5. #45
    Sumi
    Zitat Zitat von WhiteJim Beitrag anzeigen


    ich glaube sie meint nicht das Gesicht sondern
    Ich weiß, aber pssst

  6. #46
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
    25.10.2009
    Beiträge
    3.739
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Das sind die leute, die bosnischer/kroatischer/serbischer sein wollen als die Bosnier/Kroaten/Serben unten, wohl weil sie das Gefühl haben, sie müssten ihre Abwesenheit kulturell irgendwie kompensieren. Totaler Opfahstyle, ich komm mit solchen null klar und die auch nich mit mir. Sind meist total beschränkte und ignorante Leute mit dem Horizont eines Radiergummis.
    Ein schwieriges Thema mit Begriffen, die in einander übergehen.

    Vaterlandsliebe: Sollte jeder haben. Jeder sollte zu seinen Wurzeln stehen, denn nur, wer weiß, wo er herkommt, kann auch wissen, wo er hingeht. Hier geht es um Achtung vor den Vorfahren und um Bewahrung von Kultur.

    Nationalstolz: Ist ansich ein sinnloser Begriff, stolz kann man eigentlich nur auf etwas sein, das man in irgendeiner Form geleistet hat. Seine Nationalität erhält man durch Geburt, egal wie toll oder scheiße sie ist.

    Nationalismus: Ist eigentlich per se negativ. Mit der Erhebung des eigenen Volkes geht immer die Herabsetzung eines anderen Volkes einher, meist eines benachbarten. Das ist dem Zusammenleben naturgemäß nicht dienlich und in der heutigen, globalisierten Zeit, manövrieren sich Nationalisten nur ins Abseits, vor allem zu ihrem eigenen Nachteil. Bestes Beispiel ist Serbien, das von seinen Nationalisten in diverse Kriege und am Ende weitgehend in die Isolation und in den wirtschaftlichen Niedergang geführt wurde. Und als Sahnehäubchen gab es noch einen De-Facto-Territorialverlust dazu. Genauso gut könnte man auch Deutschland als Beispiel anführen.

    Natürlich ist es in der Diaspora schwierig, ein gesundes National- und Heimatgefühl zu entwickeln. Einerseits ist man im "Gastland" zuhause, sozialisiert und mehr oder weniger integriert. Andererseits gehört man aber irgendwie doch nicht richtig dazu. Um nicht mit leeren Händen dazustehen, stilisiert man die Heimat der Eltern zu seiner eigenen, auch wenn man dort eigentlich nur ein besserer Tourist mit Familienanschluß und Reisepaßinhaber ist. Dabei wird oft übers Ziel hinaus geschossen, vermutlich aus den von Bambi angeführten Gründen.

    Was das Nationalgefühl der Deutschen angeht, das war bislang eine bipolare Angelegenheit. Entweder man schämte sich unterschwellig für die Untaten im III. Reich (auch wenn nicht einmal der eigene Vater diese Zeit miterlebt hat) und wollte jeden Anschein vermeiden, daß man das guthieß. Ein Nationalgefühl fand also praktisch nicht statt. Oder man tendierte zum anderen Extrem und hatte aus der Geschichte nichts gelernt und mutierte zu dem, was man landläufig Neo-Nazi nennt. Dazwischen gab es nicht viel.

    Inzwischen wächst eine neue Generation heran, wo vielleicht nicht einmal mehr der Großvater die Nazizeit erlebt hat und die die Ereignisse nur aus der Schule oder aus Filmen kennt. Eine Generation, die durch die zunehmende Internationalität sieht, wie andere mit ihren Traditionen umgehen und die es nicht mehr einsieht, sich für etwas zu schämen, was "ewig" lange her ist. Und vielleicht normalisiert sich auch im Ausland endlich die Wahrnehmung. Denn das ist ein weiterer Aspekt: Wenn es in Großbritannien, Frankreich oder den USA zu Rassenunruhen kommt, dann ist das keine große Meldung und niederländische oder polnische Rassisten und Nationalisten nimmt kaum jemand ernst. Wird in Deutschland ein Ausländer von Neo-Nazis bedrängt, wittert die Weltpresse ein Comeback der NSDAP.

    Jeder sollte also zu dem stehen, was er ist. Und er sollte auch zu dem Land stehen, in dem er lebt (oder es verlassen). Und er sollte akzeptieren, das andere Menschen mit genau dem gleichen Recht zu ihrem Land stehen. Das schützt vor Konflikten mit sich selbst und mit anderen.

  7. #47
    Slavo
    Zitat Zitat von biscanka_lejla Beitrag anzeigen
    jaa leute.. wieso sollten menschen, die nicht in ihrem heimatland leben, keinen stolz auf deren heimat haben dürfen.??????????? ich kann nicht sagen, dass alle so sind, oder auch nicht, aber ich kann sagen wie ich darüber denke und wie ich handle..
    ich lebe in österreich, komme aber aus Bosnien und Hercegovina und ich bin sehr stolz auf meine wurzeln, mein heimatland.. meinen stolz sieht man mir an meinem aussehen an oder gar an meinen äußerungen.. obs kleidungsstücke mit bosnischer aufschrift sind, oder schmuck mit religiösen zeichen (ich bin moslem) oder gar das cover meines handys.. ich sehe nicht ein, wieso ich solch ein verhalten unterlassen sollte, schließlich hat jeder das recht auf stolz..
    natürlichwerden sich jetzt einige von euch denken, dass österreicher, die solch ein verhalten aufweisen, sofort als nazis von uns abgestempelt werden.. natürlich; jetzt wieder meine ansicht: ich verstehe nazis, denn niemand sieht gerne ausländer in ihrem land, die ihnen womöglich die arbeit und wohnplätze etc. wegnehmen..

    alles in allem will und werde ich mich nicht ändern, denn ich finde mein verhalten richtig.
    Wieso verspürst du überhaupt einen Stolz auf Bosnien?
    Was macht dich so besonders im Gegenteil zu anderen wenn du sagst du seiest stolz auf deine Wurzeln bzw. allgemein Bosnierin zu sein?
    Irgendwie müsstest/willst du dich damit abgrenzen (wollen).
    Dir ist was von vorhinein auferlegt worden und du hast keine Unternehmungen unternommen um dies zu bezwecken, und zwar um Bosnierin zu werden.
    Determinismus, nennt man das.

  8. #48

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    1.489
    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Die Diaspora-Balkaner sind in der Regel (im Schnitt) viel viel Patriotischer, als die Balkaner auf dem Balkan, die zum teil auch den Krieg haut nah miterlebten.

    - Und trotz all dem sind unsere Diaspora-Rambos in patriotischer und nationalistischer Hinsicht ihnen weit vorraus, auch wenn die meisten hier im Ausland (Diaspora) geboren wurden oder die Heimat-Sprache nicht perfekt beherrschen.

    Ich selber, als Kriegsflüchtling, der viel schlimmes gesehen hat, verspüre kaum was vom Patriotismus. Mein Volk ist mir zwar nicht egal, aber das Serbentum an sich, ist mir eigentlich völlig schnuppe.
    Kriegsflüchtling aus Banja Luka, das ich nicht lache. (ausser du bist aus Kroatien...)

    Erzähl doch keine Lügen. Die Diaspora patriotischer....lol.....

  9. #49
    Avatar von Zurich

    Registriert seit
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    18.089
    Zitat Zitat von Dulee Beitrag anzeigen
    Kriegsflüchtling aus Banja Luka, das ich nicht lache. (ausser du bist aus Kroatien...)

    Erzähl doch keine Lügen. Die Diaspora patriotischer....lol.....
    Also du "Schlaumeier"...

    1.) Ich komme aus dem Südosten der Stadt, wo viele Muslime lebten. Da wurde 91/92 rumgeballert (wir mussten uns mehrmals im dunklen Keller verstecken und zwar zum Teil lange!). Es gibt sogar Häuser mit Einschuss-Löcher.

    2.) Selbst wenn später in der näheren Umgebung nicht gekämpft wurde, war der Krieg, Elend und Angst überall zu spüren.

    3.) Geflüchtet bin ich durchs Kriegsgebiet und ja, es waren während der Reise Detonationen zu hören und zu spüren. Wir mussten uns im Flüchtlings-Bus alle lange Zeit ducken. Ich hab geweint und laut geschrien in den Armen meiner Mutter (die extra aus der Schweiz gekommen war, um mich zu holen (mitten im Krieg!). - Es ist lange her, ich war klein, aber so was vergisst du nie. Zudem habe ich 1992 meinen Onkel verloren, bei dem ich aufgewachsen bin und der mir wie ein Vater war (meine Eltern arbeiteten in der Schweiz seit mitte 80er).

    4.) Hör auf gegen mich in jedem Thread zu hetzen, beleidigen oder Unterstellungen zu machen. Hab dir nie was gemacht und jetzt lass sein. - Ich werd's dir nicht 10 Mal sagen!

  10. #50
    Shan De Lin
    naja eine gewisse heimatliebe wenn man irgendwo im ausland lebt ist normal finde ich. solang man es nicht übertreibt ist daran auch nichts verwerfliches.

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