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Patriotismus von Migranten

Erstellt von RheinMoselSaar, 29.02.2012, 17:45 Uhr · 112 Antworten · 5.848 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Wenn ich in Deutschland patriotistisch wäre, würde es ungefähr 10 Sek. dauern, bis mir ein "echter Deutscher" über den Weg läuft und mich der Lächerlichkeit preisgibt und zurechtweist. Diese Blöße werde ich mir nicht geben lassen. Ganz einfach.
    Das könnte durchaus passieren, und die "ehemaligen" Landsleute würden einen genau so abweisen

  2. #72

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    Zitat Zitat von WhiteJim Beitrag anzeigen
    Verstehe nicht warum dich das so nervt, dass viele obwohl hier geboren und deutsche Staatsbürgerschaft haben keinen Patriotismus für D empfinden. Erstmal kann man sich fragen, ob Patriotismus wirklich soo erstrebenswert ist, und zum anderen gibt es auch viele "richtige" Deutsche, die auch wenig oder garnicht patriotisch sind
    Naja wenn ich die Staatsbürgerschaft eines Landes besitze sollte ich mich schon irgendwie damit identifizieren, ob man das gleich Patriotismus nennt oder so, ist dabei eigentlich egal.

    Es geht vielmehr darum diesem Land nicht feindlich gesinnt zu sein und dessen Kultur zu verachten und so weiter, das gilt jetzt generell für jeden der hier lebt ob Biodeutscher oder Deutscher mit Migrationshintergrund.

    Ich nehme als Beispiel politisch extrem linksdenkende Menschen, frage mal französische, englische und deutsche Linke zum Thema Patriotismus und ob sie stolz auf ihr land wären.

    Die englischen wie auch franzöischen Linken würden klar ja sagen und entsetzt sein wie man auf die Idee kommt ihnen so eine absurde Frage zu stellen, die deutschen Linken würden klar mit nein antworten.

    Das Hauptproblem in Deutschland ist eben, es gibt keine Willkommenskultur und keinen Patriotismus nach Vorbild der klassischen englischsprachigen Einwanderungsländer Kanada, USA, Australien, wodurch es auch kein Zusammengehörigkeitsgefühlt gibt, zwischen den Biodeutschen sowieso und dadurch zwischen den Biodeutschen und Deutschen mit Migrationshintergrund erst Recht nicht.

  3. #73
    Avatar von Ciciripi

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    Viele übertreiben einfach maßlos , das es schon peinlich ist .

  4. #74
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Charlie Brown Beitrag anzeigen
    Das Hauptproblem in Deutschland ist eben, es gibt keine Willkommenskultur und keinen Patriotismus nach Vorbild der klassischen englischsprachigen Einwanderungsländer Kanada, USA, Australien, wodurch es auch kein Zusammengehörigkeitsgefühlt gibt, zwischen den Biodeutschen sowieso und dadurch zwischen den Biodeutschen und Deutschen mit Migrationshintergrund erst Recht.
    Wenn ich mal von den Ex-Jugos in D und A ausgehe, da gab es einen großen Unterschied zu den Migranten in USA und Australien, die wussten, dass sie für immer auswandern, jedoch die meisten die ich kenne wollten eigentlich nach paar Jahren Arbeit und Geld verdienen wieder nach YU zurück, so hat sich die Frage jahrzehnte lang nicht gestellt, Deutschland als "echte Heimat" anzunehmen

  5. #75
    Kejo
    Zitat Zitat von Muhaxher Beitrag anzeigen
    Viele übertreiben einfach maßlos , das es schon peinlich ist .
    Und ausgerechnet Du sagst dies. Aha.

  6. #76
    Kejo
    Zitat Zitat von Charlie Brown Beitrag anzeigen
    Naja wenn ich die Staatsbürgerschaft eines Landes besitze sollte ich mich schon irgendwie damit identifizieren, ob man das gleich Patriotismus nennt oder so, ist dabei eigentlich egal.

    Es geht vielmehr darum diesem Land nicht feindlich gesinnt zu sein und dessen Kultur zu verachten und so weiter, das gilt jetzt generell für jeden der hier lebt.

    Ich nehme als Beispiel politisch extrem linksdenkende Menschen, frage mal französische, englische und deutsche Linke zum Thema Patriotismus und ob sie stolz auf ihr land wären.

    Die englischen wie auch franzöischen Linken würden klar ja sagen und entsetzt sein wie man auf die Idee kommt ihnen so eine absurde Frage zu stellen, die deutschen Linken würden klar mit nein antworten.

    Das Hauptproblem in Deutschland ist eben, es gibt keine Willkommenskultur und keinen Patriotismus nach Vorbild der klassischen englischsprachigen Einwanderungsländer Kanada, USA, Australien, wodurch es auch kein Zusammengehörigkeitsgefühlt gibt, zwischen den Biodeutschen sowieso und dadurch zwischen den Biodeutschen und Deutschen mit Migrationshintergrund erst Recht.
    Ich will jetzt wirklich nicht alles Schuld in die Schuhe der deutschen Gesellschaft schieben, das wäre zu einfach, aber wie um Himmels Willen kann es sein, dass Deutsch-Türken und Austro-Türken so dermaßen bildungstechnisch abkacken, während in den angelsächsischen Staaten die türkischen Migranten viel erfolgreicher sind?

    Die türkischstämmigen Australier schaffen häufiger das Abitur als die europäischstämmigen. Wie um Gottes Willen ist das möglich? Auch dorthin sind nur einfache Arbeiter und Bauer ausgewandert. Warum sind sie so extrem erfolgreich, aber die Deutsch-Türken so extrem schlecht? In Australien herrschte einfach eine andere Kultur. Man hat den Türken dort sofort die Staatsbürgerschaft verliehen, sie voll integriert.

    Die australische Seite bestand beim Abkommen über die Anwerbung der Arbeiter darauf, dass das Wort "Gastarbeiter" durch, wenn ich mich recht erinnere, Migranten/Immigranten ersetzt wird. Man wollte keine Gäste hohlen, man wollte neue Bürger einladen.

    Das hat Deutschland verpatzt und den Job übernimmt heute Thilo.

  7. #77

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    Zitat Zitat von Muhaxher Beitrag anzeigen
    Viele übertreiben einfach maßlos , das es schon peinlich ist .
    !!!

    Mein Land ist das allergeilste auf der Welt, so geil, dass ich nicht dort lebe!

  8. #78

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    Zitat Zitat von WhiteJim Beitrag anzeigen
    Wenn ich mal von den Ex-Jugos in D und A ausgehe, da gab es einen großen Unterschied zu den Migranten in USA und Australien, die wussten, dass sie für immer auswandern, jedoch die meisten die ich kenne wollten eigentlich nach paar Jahren Arbeit und Geld verdienen wieder nach YU zurück, so hat sich die Frage jahrzehnte lang nicht gestellt, Deutschland als "echte Heimat" anzunehmen
    Das kommt natürlich dazu die Perspektive die man in dem jeweiligen Land hat kann dazu führen sich mehr oder weniger damit verbunden zu fühlen und dieses Land als Heimat oder zweite Heimat zu sehen, weil die Politik eben in der Bundesrepublik in Bezug auf die ersten und zweiten Generationen von Migranten welche unter dem Begriff "Gastarbeiter" in die Bundesrepublik kamen, immer davon ausgegangen ist, dass deren Aufenthalt nur begrenzt sei, hat sich die Politik in der Hinsicht auch jahrzehnte lang nie wirklich besonders für die Interessen von Migranten interessiert.

    Dadurch wurde auch keine Form von Integrationspolitik wobei ich persönlich auch den Begriff problematisch sehe weil so niemand wirklich weiß was man mit Integration eigentlich meint, sagen wir besser eine Politik gemacht hätte, die ihnen es sehr leicht gemacht hätte, Teil dieser Gesellschaft zu werden als deutsche Staatsbürger, in dem Sinne dass sie die deutsche Staatsbürgerschaft hätten bekommen können und gleichzeitig auch von weiten Teilen der deutschen Bevölkerung als deutsche Staatsbürger akzeptiert worden wären.

  9. #79
    Avatar von Ciciripi

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    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Und ausgerechnet Du sagst dies. Aha.
    Ich bin stolz drauf Albaner zu sein , dennoch übertreibe ich nicht !! Ich weiß ganz genau auf was ich stolz sein kann und auf was nicht .

  10. #80

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    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Ich will jetzt wirklich nicht alles Schuld in die Schuhe der deutschen Gesellschaft schieben, das wäre zu einfach, aber wie um Himmels Willen kann es sein, dass Deutsch-Türken und Austro-Türken so dermaßen bildungstechnisch abkacken, während in den angelsächsischen Staaten die türkischen Migranten viel erfolgreicher sind?

    Die türkischstämmigen Australier schaffen häufiger das Abitur als die europäischstämmigen. Wie um Gottes Willen ist das möglich? Auch dorthin sind nur einfache Arbeiter und Bauer ausgewandert. Warum sind sie so extrem erfolgreich, aber die Deutsch-Türken so extrem schlecht? In Australien herrschte einfach eine andere Kultur. Man hat den Türken dort sofort die Staatsbürgerschaft verliehen, sie voll integriert.

    Die australische Seite bestand beim Abkommen über die Anwerbung der Arbeiter darauf, dass das Wort "Gastarbeiter" durch, wenn ich mich recht erinnere, Migranten/Immigranten ersetzt wird. Man wollte keine Gäste hohlen, man wollte neue Bürger einladen.

    Das hat Deutschland verpatzt und den Job übernimmt heute Thilo.
    Also ich weiß jetzt nicht ob man das bei den türkischen Schülern in Australien oder USA so vergleichen kann, deren Eltern sind meistens hochqualifiziert, zumindest sind die Anforderungskriterien vor allem in Sachen Sprache anders eher strikter um in die jeweiligen Länder einzuwandern anders als hier in Deutschland bzw. waren es lange Zeit in Bezug auf Sprachkenntnisse.

    Und ja es haben die meisten Migranten dort selbst meistens sogar akademische Abschlüsse und können sich schon von daher beispielsweise leisten auf Privatschulen beispielsweise ihre Kinder zu schicken oder eben individuell mit Privatlehrern diese zu fördern, das ist so nicht bei allen aber bei vielen.

    Zudem wie gesagt sind die Parallelgesellschaften anders als hier in Deutschland, das ist komplexer nicht so einfach hier in wenigen Sätzen zu erklären, ich habe das schon erwähnt es gab nie so etwas wie eine Willkommenskultur oder lange Zeit nicht das Bewußtsein bei vielen bzw. sogar den meisten, dass jene Migranten die als sogenannte "Gastarbeiter" bezeichnet wurden für immer in Deutschland leben würden und deren Heimat sozusagen die Bundesrepublik werden würde.

    Dadurch hat man auch eine Politik betrieben, die letztlich dazu geführt hat, dass man es beispielsweise nicht problematisch gesehen hat, dass Menschen mit Migrationspolitik nur in bestimmten Vierteln bzw. Gegenden hauptsächlich gelebt haben bzw. hat ihnen sogar noch dort Wohnungen zugewiesen und ihre Kinder in gemeinsame Klassen mit hauptsächlich anderen Migrantenkindern zugeteilt so gesehen wurden da natürlich auch von den deutschen Behörden zunächst große Fehler gemacht, die in Australien oder den USA vielleicht nicht so sind.

    Hier in Deutschland ist daher in manchen Städten wie Du zugeben musst nur bedingt nötig die deutsche Sprache zu können, in manchen Vierteln kommt man auch mit türkisch gut zu Recht, das ist in den USA nicht so.

    Dann kommen wir auf das Schulsystem die Förderung im Vorschulalter, Kindergarten usw. ist anders als in Deutschland, da kann man sogar schon Fremdsprachen beigebracht bekommen, das gibt es in Deutschland nur bedingt.

    Außerdem hat man versucht Kinder aus verschiedenen sozialen Schichten und Gegenden gleichmäßig auf verschiedene Schulen zu verteilen, wodurch eben es nicht so wie in Deutschland ist, dass auf einer Schule die Mehrheit der Kinder mit Migrationshintergrund ist und mit wenigen deutschen Kindern zumeist noch aus bildungsfernen Schichten zusammen unter sich geblieben ist und man somit weder die Erfahrung gemacht hat mit Menschen aus anderen sozialen Schichten Freundschaften und Verständnis und dadurch auch Unterstützung zu bekommen.

    Und natürlich auch das Schulsystem welches nach der 4.Klasse die Schüler nach Gymnasium, Real- und Hauptschule einteilt, wodurch wiederum man sozusagen selektiert hat, aber trotzdem kann man nicht nur allein diesen oder jenen Grund nennen, das Problem hat viele Gründe und die Aufstiegsmöglichkeiten in den USA scheinen auf den ersten Blick sehr groß, aber es gibt dafür auch keine vergleichbaren Sozialsysteme usw.

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