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Peticija za novu Jugoslaviju!!!Petition für ein neues Jugoslawien!!!

Erstellt von NovaKula, 02.02.2014, 23:27 Uhr · 175 Antworten · 6.448 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Wenn wir Slobo nennen, dann müssen wir noch sehr viele andere Namen nennen.
    Dazu kommen noch die ganzen anderen Namen, die ausserhalb Yugoslawiens zu finden waren und erwähnenswert sind.
    Die Zeit war wohl eher Reif für die Nationalisten und Faschisten und alle anderen Fanatiker.
    Diejenigen, die für den Frieden auf die Straße gegangen sind, die gab es damals auch und es waren nicht wenige. Man hat sie übersehen.
    Die Politiker und die Wirtschaftsdeligierten aus Deutschland hat man nicht übersehen, mit denen hat man Kaffee getrunken. Und zwar Minas Kava, wenn du verstehst was ich mein.
    In wirtschaftlichen Fragen haben sich dann diese Leute aus dem Westen gerne zu Verfügung gestellt.
    Stark war die EG (EU) allemal , nur noch nicht so stark wie heute und aus diesem Grund fing sie auch an ihre Erweiterung und Expansion voranzutreiben.
    Die wirtschaftliche Lage seitens YU wurde vom Westen immer falsch dargestellt und die Schulden, die YU im Gegensatz zum Westen, also entweder zu Frankreich ,
    Deutschland , England, Italien oder den USA gemacht hat, die waren ein kleiner Pups.
    Du kannst dir gerne die Schuldenbilanz der Ex-YU-Länder heute anschauen und sie über die Jahre zurück vergleichen mit der Schuldenbilanz von YU und dann den Vergleich der Schuldenbilanz der West-Länder aufzählen.
    Wo stehen die Länder heute mit ihren Defiziten und wie hoch sind die Zinsaufschläge, die ihnen von den Finanzmärkten aufgelastet werden?
    Die Regulierungen dh. die Erholungen der Märkte ziehen sich über Jahrzehnte hinweg und werden durch noch mehr Schulden wieder stabilisiert.
    Die Gewinne, die durch den jeweiligen kurzen Aufschwung erzielt werden, fließen nicht von oben nach unten, sondern von unten nach oben. Das heißt, auf Kosten der Arbeiterschaft, der Kleinunternehmer, der Steuerzahler etc.
    Das Finanzsystem beeinträchtigt die Realwirtschaft zusätzlich zum Abschwung und kommende Rezessionen werden wieder mit Schulden bekämpft.
    Staatsverschuldung und Wirtschaftswachstum beißen sich in den Schwanz. Die erzielten Profite werden weder ans Volk verteilt, noch werden sie für einen wirklichen Haushaltsausgleich eingesetzt.
    die Schere klafft immer weiter auseinander. Die Ökonomie, die hier von einigen beschrieben wird ist eher ein Märchen oder ein Wunschdenken.
    In Wirklichkeit ist es eine Ökonomie, in der die meisten Menschen angefangen haben sich um ihre Zukunft zu bangen. Es werden nur wenige als Gewinner aus ihr hervorgehen.
    Für die Mehrheit bleibt es ein Dilemma.
    YU wird es sicher so nicht mehr geben aber die Yugo-Nostalgie ist verständlich.
    Was die EU betrifft. Ich würde nicht mehr von einer Abhängigkeit reden sondern von einer Versklavung.
    Ja ja, die Chancen für die jungen motivierten usw.
    Wenn alles privatisiert wird und alle öffentlichen Einrichtungen geschlossen werden, kann man sich die Frage stellen wo das noch hinführen soll, wenn man irgendwann fürs Pupsen Geld bezahlen muss.

    - - - Aktualisiert - - -


    weiter muss ich anmerken ,dass die betriebe die meisten waren staatliche total aufgebläht sprich nicht wirklich genügend rentabel.....

    beispiel heute sind in serbien über 700000 menschen beim staat angestellt bezw, beziehen lohn vom staat!!!
    serbien hat etwas über 7 mio einwohner was heisst ,dass jeder 10 te beim staat arbeitet!!!!
    das sind verhältnise wie im kommunistischen jugoslawien....

    das ziel damals war einfach den menschen das gefühl zu geben eine arbeit zu haben....
    viele sind gar nicht zur arbeit erschienen ,weil diese nicht gebraucht wurde!!!

    klar wird serbien gezwungen da abstriche zu machen was auch logisch ist....



    Die Verhältnisse sind in Westeuropa und in den USA doch heute tausendmal schlimmer. Nur werden sie mit Goldlack überpinselt.

    achso, mein Alter. .....ich bin alt genug
    du bist doch mazedonier,
    selbst der damalige präsident mazedonien`s musste zugeben das slobo ausser rand & band war mit seinen vorstellungen...
    gibt auch eine gute doku dazu !!! zusammenbruch yu oder so ähnlich....

    nachdem slobo durch die enthebung der autonomie-rechte kosova`s seine macht gezeigt hatte waren slo /kro unter diesen umständen nicht mehr bereit bei diesem yu mitzumachen...

    wo sind die menschen friedlich auf die strasse gegangen damals???
    die einzigen die auf die strasse gegangen sind waren die albaner 1988/89 um für mehr selbstbestummung zu demonstrieren notabene unter yu-fahne....

    slobo hat aber dann begonnen demos über in serbien & montenegro zu veranstalten...

    er wollte gar solche demos auch in slowenien welche gegen die albaner gerichtet waren veranstalten diese wurden aber nicht geduldet.

    du versuchts dir dinge aus den fingern zu saugen wo nicht viel ist....
    deutschland war damals noch nicht so stark wie heute in wirtschftlicher & politischer hinsicht....
    die waren vorallem mit der widervereinigung beschäftigt.

    ich habe dir fakten gebracht gerade in bezug mit vucic was du aber in keinem zusammenhang erwähnst.....

    auch in bezug mit den staatsangestellten unterstellst du vorallem deutschland dinge ohne irgendwelche fakten & quellen zu liefern....

    ich werde nicht das gefühl los das ein serbischer mazedonier bist...

    auch fehlt dir die allgemeine bildung zum damaligen yu....

  2. #122

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    Ich bin kein serbischer Mazedonier, ich bin einfach nur Mazedonier.
    Und ja, Slobo und alle anderen Nationalisten und Fanatiker sind auf allen Seiten durchgedreht. Ist ja kein Geheimnis.
    die Enthebung der Autonomie-Rechte war falsch und ein riesen Fehler.

    Es gab Friedensdemos in großen Städten Jugoslawiens. Ich habe die Bilder noch vor Augen. Der Nationalismus hatte nicht alle Yugos erfasst. Nicht alle ließen sich verblenden und anstacheln.

    Was die Nationalisten, Faschisten und andere Fanatiker betrifft, so weiß ich welch großen schaden sie angerichtet haben und wie viel Leid sie über die Menschen gebracht haben.

    Ich versuche mir nichts aus den Fingern zu saugen, ich habe dir die Dinge auf meine Weise rübergebracht wie sie sind und ich habe dabei auch den Punkt getroffen.
    Und ob Deutschland damals schon stark war und genau aus diesem Grund steht Deutschland heute wieder als Besatzer da und Merkel ist ihr Führer.
    Vucic ist nicht relevant.
    Was für Fakten hast du gebracht?
    Was unterstelle ich Deutschland? und was für Fakten und Quellen meinst du sollte ich erwähnen. Sorry, ich brauche keine Fakten und Quellen zu erwähnen, da ich nicht in irgedwelche Details gegangen bin
    und ich mich nicht auf Fakten und Quellen stützen muss, wenn ich die Zusammenhänge anschneide.
    Da ich dir genug Türen geöffnet habe und meine sicht der Dinge geschildert habe, kannst du ja noch auf meine Worte im ersten Post eingehen oder lass es.
    Mir aber vorzuwerfen, ich sei nicht auf deine Worte eingegangen, sagt mir, das du meine nicht verstanden hast.
    Dafür, das du mir so arrogant geantwortet hast, musst du aber noch deine Hausaufgaben machen, denn deine Sicht der dinge ist zu einfach, du redest wie ein Sportökonom.
    Du könntest auch der Senator von USA sein, John McCain. Wie die Pommes von McCain.
    Für Wirtschaftsanalysen und Geschichte und deren Zusammenhänge musst du nochmal deine Hausaufgaben machen.

    Und glaub mir, ich hab ne gute Bildung. Ich muss auch kein BWL etc. studieren, um nicht auf so ein neoliberales Geseiche hereinzufallen, welches heutzutage so propagiert wird.

    Lang lebe Tito!

    druže tito mi ti se kunemo ...

    Ach so, was die allgemeine Bildung zu YU betrifft. Ich hab die besten Quellen!

  3. #123

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    Lubenica und Mazedonier voll der Jugoheini der Wassermelonenkopf.

  4. #124

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    Zitat Zitat von hrhrhrvat Beitrag anzeigen
    Lubenica und Mazedonier voll der Jugoheini der Wassermelonenkopf.
    [smilie=kiss of lov:

  5. #125

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    Ein voller Erfolg, schon ganze 5 Unterschriften

  6. #126
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    [smilie=kiss of lov:
    nun ich sehe es hat keinen sinn mit dir weiter zu machen....
    die demonstrationen von welchen du sprichst waren von slobo organisiert....
    damit hat er die regional-parlamente in vojvodina & kosova gestürzt.
    und seine macht weiter ausgebaut.
    wer diese tatsachen leugnet oder die realitäten nicht einsieht dem kann ich auch nicht helfen..
    es sind keine slowenen oder kroaten oder bosnier demonstrieren gegangen!!!!

    hier noch was zu kosova`s energie-motor;

    Seine Industrie ist weitestgehend auf die Bedürfnisse der übrigen Republik zugeschnitten: Die Energiewirtschaft (Braunkohleförderung für Wärmekraftwerke; Wasserkraft) trug 1980 45 Prozent zum Bruttosozialprodukt des Kosovo bei, aber ¾ der Energie wurden außerhalb des Kosovo verbraucht. An zweiter Stelle steht der Abbau der Blei-, Zink- und Silbervorkommen in dem gigantischen Bergwerk „Trepca", das diese Buntmetalle zu weit unter dem Weltmarkpreis liegenden Preisen in die übrige Republik liefern mußte und dadurch jährlich gigantische Verluste machte. [ Jährlich 300 Millionen Dinar, s. dazu Reuter, op.cit., 68f.] So konnte sich in der Region keine eigenständigen Akkumulations- und Wachstumsprozesse entfalten.


    Nachkriegszeit im Kosovo : Wüste oder Wirtschaftswunder? / Werner Kamppeter. - Teil 2

    so ich denke du solltest heute dir einen youtube abend machen....
    dir die doku anschauen...falls diese noch nicht kennst.
    wenn sie kennst so ist es um so unverständlicher was du für sachen schreibst!!!!

    ttp://www.youtube.com/watch?v=us02ZJEdGMk

    mein letzter beitrag zum ganzen....

  7. #127
    Avatar von Grdelin

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  8. #128

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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    nun ich sehe es hat keinen sinn mit dir weiter zu machen....
    die demonstrationen von welchen du sprichst waren von slobo organisiert....
    damit hat er die regional-parlamente in vojvodina & kosova gestürzt.
    und seine macht weiter ausgebaut.
    wer diese tatsachen leugnet oder die realitäten nicht einsieht dem kann ich auch nicht helfen..
    es sind keine slowenen oder kroaten oder bosnier demonstrieren gegangen!!!!

    hier noch was zu kosova`s energie-motor;

    Seine Industrie ist weitestgehend auf die Bedürfnisse der übrigen Republik zugeschnitten: Die Energiewirtschaft (Braunkohleförderung für Wärmekraftwerke; Wasserkraft) trug 1980 45 Prozent zum Bruttosozialprodukt des Kosovo bei, aber ¾ der Energie wurden außerhalb des Kosovo verbraucht. An zweiter Stelle steht der Abbau der Blei-, Zink- und Silbervorkommen in dem gigantischen Bergwerk „Trepca", das diese Buntmetalle zu weit unter dem Weltmarkpreis liegenden Preisen in die übrige Republik liefern mußte und dadurch jährlich gigantische Verluste machte. [ Jährlich 300 Millionen Dinar, s. dazu Reuter, op.cit., 68f.] So konnte sich in der Region keine eigenständigen Akkumulations- und Wachstumsprozesse entfalten.


    Nachkriegszeit im Kosovo : Wüste oder Wirtschaftswunder? / Werner Kamppeter. - Teil 2

    so ich denke du solltest heute dir einen youtube abend machen....
    dir die doku anschauen...falls diese noch nicht kennst.
    wenn sie kennst so ist es um so unverständlicher was du für sachen schreibst!!!!

    ttp://www.youtube.com/watch?v=us02ZJEdGMk

    mein letzter beitrag zum ganzen....

    Danke, ich werde mir die Doku gerne anschauen.

  9. #129

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    Die Doku kenne ich , ich hab aber noch mal reingeschaut. Diese Doku erzählt leider nicht die Wahrheit!

    Ein Resüme, welches ich teile und somit auch die Lüge über die angeblich schlechte Wirtschaft YU und das nicht funktionieren des föderalistischen Vielvölkerstaates entlarve und als westliche Propaganda bezeichne!

    "Während die Mächtigen der Nato und der Europäischen Union viel von einer transnationalen Vereinigung der Welt im Rahmen der Globalisierung fabulieren, haben sie die transnationale Vereinigung, die es in Südosteuropa in Gestalt Jugoslawiens gab, zerstört."


    - - - Aktualisiert - - -

    "Die Krauts waren die Brandstifter, die Yankees löschten mit Benzin."

  10. #130
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Die Doku kenne ich , ich hab aber noch mal reingeschaut. Diese Doku erzählt leider nicht die Wahrheit!

    Ein Resüme, welches ich teile und somit auch die Lüge über die angeblich schlechte Wirtschaft YU und das nicht funktionieren des föderalistischen Vielvölkerstaates entlarve und als westliche Propaganda bezeichne!

    "Während die Mächtigen der Nato und der Europäischen Union viel von einer transnationalen Vereinigung der Welt im Rahmen der Globalisierung fabulieren, haben sie die transnationale Vereinigung, die es in Südosteuropa in Gestalt Jugoslawiens gab, zerstört."


    - - - Aktualisiert - - -
    du solltest lernen wenn schon fremde texte von wie heisse.de oder scharf links oder andere pseudo linke & kommunistische seiten verwendest diese auch anzugeben...

    genau in diesem film lügen alle beteiligte personen!!!

    junge dir ist nicht mehr zu helfen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Die Doku kenne ich , ich hab aber noch mal reingeschaut. Diese Doku erzählt leider nicht die Wahrheit!

    Ein Resüme, welches ich teile und somit auch die Lüge über die angeblich schlechte Wirtschaft YU und das nicht funktionieren des föderalistischen Vielvölkerstaates entlarve und als westliche Propaganda bezeichne!


    - - - Aktualisiert - - -

    "Die Krauts waren die Brandstifter, die Yankees löschten mit Benzin."
    Die Argumentation Weißenbachers, welche er auf fast 500 Seiten voluminös ausbreitet, kann sich auf einige aussagekräftige Daten stützen. So zeigt der Autor, wie im Laufe der 1970er Jahre der Schuldenstand Jugoslawiens im Ausland von etwas über zwei Milliarden US-Dollar (1970) auf über 18 Milliarden US-Dollar (1980) rapide anwuchs. In den 1980er Jahren lag Jugoslawien damit nach einer Einstufung der Weltbank nach Brasilien, Mexiko, Argentinien, Nigeria, den Philippinen und Venezuela an siebter Stelle der Gruppe der „Highly Indebted Countries“. Den Höchststand der Verschuldung erreichte die SFRJ 1987 mit 22,471 Mrd. US-Dollar.

    Weißenbacher analysiert den Ausbruch der Schuldenkrise im Kontext der Durchsetzung einer angebotsorientierten „neoliberalen“ Wirtschaftspolitik, mit der die Administration des US-Präsidenten Ronald Reagan die in den 1970er Jahren zunehmend angegriffene hegemoniale Stellung der USA auf den Weltmärkten behaupten wollte. Als konkrete Folge der Hochzinspolitik setzten sich in den 1980er Jahren weltweit Geldströme zur Finanzierung des Haushaltsdefizits in den USA in Gang. Für das verschuldete Jugoslawien bedeutete dies Erstaunliches: Stimmen Weißenbachers Daten, wurde das Land durch seinen Schuldendienst ab 1982 nämlich zum Nettokapitalexporteur: „Von 1982 bis 1991 transferierte Jugoslawien mit Ausnahme der Jahre 1982-83 jedes Jahr mehr als zwei Milliarden US-Dollar netto ins Ausland, die Spitzen waren 3,391 Milliarden US-Dollar (1987), 3,464 Milliarden US-Dollar (1990) und 3,295 Milliarden US-Dollar (1991). Das Statistische Bundesamt in Beograd berichtet, dass von 1981 an mehr Finanzmittel zur Rückzahlung von internationalen Krediten aufgewandt werden mussten, als neue zur Verfügung standen“ (S. 151).Der Kapitalabfluss wurde mit einer schmerzhaften Therapie ermöglicht. Ab 1979 wurden bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges 1991 eine Reihe von scharfen Sparprogrammen und wirtschaftlichen Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt. Entworfen wurden die Konsolidierungspläne dabei von Experten des IWF und der Weltbank. Wie Weißenbacher kritisiert, folgten diese dabei einer als allgemein verbindlich proklamierten neoliberalen Marktwirtschaftsideologie ohne Rücksicht auf die spezifische Situation Jugoslawiens zu nehmen, das seit Titos Bruch mit Stalin 1948 auf dem fragilen Terrain zwischen den Machtblöcken in Ost und West balancierte. Tatsächlich lesen sich die von Weißenbacher genannten Stichwörter der an Umschuldungsmöglichkeiten gebundenen IWF-Programme wie Einträge aus dem Lexikon der Austeritätspolitik: Anpassung der Wechselkursraten, Stärkung der Marktmechanismen, Liberalisierung des Außenhandels, Liberalisierung der Kreditmärkte, restriktive monetäre und fiskalische Politik, Kürzungen des Budgetdefizits, Einschränkung des öffentlichen und privaten Konsums (S. 154f.).Innenpolitisch brisant wurde diese Politik vor allem aus drei Gründen: So stellte erstens die von der Regierung Branko Mikulić (1986-1988) unter dem Druck der Finanzkrise eingeleitete immer offenere Abkehr vom Sozialismus das ideologische Selbstverständnis des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens (BdKJ) und der Verfassung in Frage. Zweitens forderte eine in Folge der Austeritätspolitik schnell wachsende Arbeitslosigkeit und Verarmung eine Welle sozialer Proteste heraus. Laut Weißenbacher haben in den Jahren 1987 und 1988 insgesamt über eine halbe Million Beschäftigte an über 2.600 Streiks in Industriebetrieben teilgenommen (S. 210). Drittens verschärfte gleichzeitig diese Politik die Verteilungskämpfe zwischen den sechs Republiken und zwei autonomen Regionen der Föderation. Nach der Verfassung von 1974 verfügten diese über weitgehende wirtschaftspolitische Kompetenzen, die sie nun in einem für die gesamt-jugoslawische Volkswirtschaft destruktiven Konkurrenzwettkampf um die knapper werdenden Ressourcen einsetzten.Interessant ist dabei ein Aspekt, auf den Weißenbacher besonderes Augenmerk legt. Entgegen einer innerhalb und außerhalb der Nachfolgerepubliken Jugoslawiens häufig anzutreffenden Auffassung, der Staat sei „vom Westen zerschlagen worden“, setzten nach Darstellung des Autors die internationalen Finanzinstitutionen – und auch die Politik der USA und der EG – zumindest bis 1990 klar auf eine Stärkung der zentralen Bundesinstitutionen in Belgrad, weil nur diese potentiell in der Lage gewesen wären, das Finanzsystem der Föderation zu sanieren und die Austeritätspolitik effektiv durchzusetzen. Dieser Versuch gipfelte in der westlichen Unterstützung der letzten funktionsfähigen gesamtjugoslawischen Bundesregierung unter Ministerpräsident Ante Marković, der im März 1989 mit einem Programm der marktwirtschaftlichen Schocktherapie antrat. Die Politik der ausdrücklich auf den Staatserhalt zielenden Marković-Regierung stieß dabei aber trotz der Popularität des Ministerpräsidenten auf Blockade und Widerstand in den Republiken, vor allem im wohlhabenden Slowenien und Kroatien. Laut Weißenbacher verfolgten diese nämlich längst eine nationalistische Exit-Strategie aus dem jugoslawischen Wirtschaftschaos und strebten – ab Frühjahr 1991 vor allem von Deutschland und Österreich unterstützt – als selbständige Republiken in die EG. Das Fazit des Autors lautet deshalb: „Der IWF hatte auf die Stärkung des jugoslawischen Staates gesetzt, trug aber zu dessen Desintegration bei“ (S. 398).

    http://www.oei.fu-berlin.de/geschich...zension31.html

    dein tito hat einen haufen scheisse hinterlassen....

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