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Portrait: Kostunica

Erstellt von napoleon, 10.05.2008, 20:03 Uhr · 6 Antworten · 725 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    28.01.2008
    Beiträge
    4.024

    Portrait: Kostunica

    Portrait: Kostunica - Jurist mit zweifelhaftem Ruf

    09. Mai 13:57
    Vojislav Kostunica bei einer Wahlkampfveranstaltung in Belgrad
    Foto: AP
    Vojislav Kostunica bezeichnet sich gern als «Mann des Gesetzes», doch seine Methoden als serbischer Premier waren eher fragwürdig. Im Streit um die Unabhängigkeit des Kosovo kündigte er im März seinen Rücktritt an.

    Der Jurist Vojislav Kostunica bezeichnet sich gern als «Mann des Gesetzes». Doch an der Spitze der serbischen Regierung bediente sich der 63-Jährige seit 2004 regelmäßig zweifelhafter Methoden am Rand des Gesetzesbruchs. Seine Regierungszeit war verbunden mit zwielichtigen Privatisierungen, fragwürdigen Schachzügen zur Durchsetzung der Verfassung und umstrittener Zusammenarbeit mit den Sozialisten des inzwischen gestorbenen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic. Viele der alten Kader gelangten inzwischen wieder in Schlüsselstellungen der Macht.

    Einen politischen Tabubruch beging er im Mai vergangenen Jahres, als er den Führer der oppositionellen ultranationalistischen Radikalen, Tomislav Nikolic, zum Parlamentspräsidenten wählen ließ. Seitdem benutzte er die Drohung mit einer engeren Kooperation mit den Extremisten, deren Programm für ein «Großserbien» er gedanklich nahe steht, um seine Koalitionspartner in der Regierung zu disziplinieren. In den vergangenen Jahren hat seine öffentlich gezeigte Abneigung gegenüber dem Westen zugenommen, dem er unfaire Behandlung und «Erpressung» Serbiens vorwarf.

    Tiefe Feindschaft zur DS


    International bekannt wurde Kostunica, der die Öffentlichkeit scheut und dem selbst Anhänger wenig Charisma bescheinigen, als er im Herbst 2000 als Gegenspieler von Milosevic zu dessen Sturz beitrug. Obwohl er 1989 zu den Gründern der Demokratischen Partei (DS) gehörte, kehrte er ihr schon 1992 den Rücken und rief seine eigene Demokratische Partei Serbiens (DSS) ins Leben. Seitdem prägt eine tiefe Feindschaft zur DS sein politisches Leben. Besonders zerstritten war er mit dem vor fünf Jahren ermordeten serbischen Regierungschef Zoran Djindjic, dem er die Auslieferung von Milosevic an das UN-Kriegsverbrechertribunal übel nahm. Mitarbeiter von Djindjic beschuldigen Kostunica bis heute, zumindest mittelbar in das Attentat verstrickt zu sein.

    Der in eine antikommunistische Belgrader Anwaltsfamilie geborene Kostunica legte 1974 seine Doktorarbeit im Verfassungsrecht vor. Nach Kritik an den Kommunisten, sie missachteten die nationalen Interessen des serbischen Volkes, wurde er von der Universität verbannt. Er arbeite viele Jahre als Wissenschaftler an einem kleinen Institut über Parteienpluralismus. Er ist mit der Anwältin Radmila Radovic verheiratet.

    __________________________________________________ ________

    nicht serbien entscheidet was für serbien "gut" ist,sondern er entscheidet das.
    egal wen serbien wählt,der wird immer an der macht bleiben.
    traurig.

  2. #2

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.391
    http://www.trepca.net/foto/personali...osovo_1998.jpg

    er war 1998 in Nord-kosovo, zum vertreiben usw....
    dieser mann ist PM von Serbien!

  3. #3
    Avatar von brigada 172

    Registriert seit
    13.02.2008
    Beiträge
    1.453
    Zitat Zitat von napoleon Beitrag anzeigen
    Portrait: Kostunica - Jurist mit zweifelhaftem Ruf

    09. Mai 13:57
    Vojislav Kostunica bei einer Wahlkampfveranstaltung in Belgrad
    Foto: AP
    Vojislav Kostunica bezeichnet sich gern als «Mann des Gesetzes», doch seine Methoden als serbischer Premier waren eher fragwürdig. Im Streit um die Unabhängigkeit des Kosovo kündigte er im März seinen Rücktritt an.

    Der Jurist Vojislav Kostunica bezeichnet sich gern als «Mann des Gesetzes». Doch an der Spitze der serbischen Regierung bediente sich der 63-Jährige seit 2004 regelmäßig zweifelhafter Methoden am Rand des Gesetzesbruchs. Seine Regierungszeit war verbunden mit zwielichtigen Privatisierungen, fragwürdigen Schachzügen zur Durchsetzung der Verfassung und umstrittener Zusammenarbeit mit den Sozialisten des inzwischen gestorbenen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic. Viele der alten Kader gelangten inzwischen wieder in Schlüsselstellungen der Macht.

    Einen politischen Tabubruch beging er im Mai vergangenen Jahres, als er den Führer der oppositionellen ultranationalistischen Radikalen, Tomislav Nikolic, zum Parlamentspräsidenten wählen ließ. Seitdem benutzte er die Drohung mit einer engeren Kooperation mit den Extremisten, deren Programm für ein «Großserbien» er gedanklich nahe steht, um seine Koalitionspartner in der Regierung zu disziplinieren. In den vergangenen Jahren hat seine öffentlich gezeigte Abneigung gegenüber dem Westen zugenommen, dem er unfaire Behandlung und «Erpressung» Serbiens vorwarf.

    Tiefe Feindschaft zur DS


    International bekannt wurde Kostunica, der die Öffentlichkeit scheut und dem selbst Anhänger wenig Charisma bescheinigen, als er im Herbst 2000 als Gegenspieler von Milosevic zu dessen Sturz beitrug. Obwohl er 1989 zu den Gründern der Demokratischen Partei (DS) gehörte, kehrte er ihr schon 1992 den Rücken und rief seine eigene Demokratische Partei Serbiens (DSS) ins Leben. Seitdem prägt eine tiefe Feindschaft zur DS sein politisches Leben. Besonders zerstritten war er mit dem vor fünf Jahren ermordeten serbischen Regierungschef Zoran Djindjic, dem er die Auslieferung von Milosevic an das UN-Kriegsverbrechertribunal übel nahm. Mitarbeiter von Djindjic beschuldigen Kostunica bis heute, zumindest mittelbar in das Attentat verstrickt zu sein.

    Der in eine antikommunistische Belgrader Anwaltsfamilie geborene Kostunica legte 1974 seine Doktorarbeit im Verfassungsrecht vor. Nach Kritik an den Kommunisten, sie missachteten die nationalen Interessen des serbischen Volkes, wurde er von der Universität verbannt. Er arbeite viele Jahre als Wissenschaftler an einem kleinen Institut über Parteienpluralismus. Er ist mit der Anwältin Radmila Radovic verheiratet.

    __________________________________________________ ________

    nicht serbien entscheidet was für serbien "gut" ist,sondern er entscheidet das.
    egal wen serbien wählt,der wird immer an der macht bleiben.
    traurig.
    der zweite milosoviq

  4. #4

    Registriert seit
    26.03.2007
    Beiträge
    2.795
    Zitat Zitat von Marko Boqari Beitrag anzeigen
    http://www.trepca.net/foto/personali...osovo_1998.jpg

    er war 1998 in Nord-kosovo, zum vertreiben usw....
    dieser mann ist PM von Serbien!

    er hat lediglich die Armee besucht, die subversive Elemente im Kosovo liquidiert hat.

  5. #5
    Avatar von meko

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    15.05.2007
    Beiträge
    10.778
    solche wie der sind werden hoffentlich immer weniger werden

  6. #6
    Avatar von Furyc

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    18.580
    Kostunica kann absolut nicht mit Milosevic verglichen werden. Er hat zwar derzeit eine harte Linie, gilt aber ansonsten als recht gemäßigt und als sehr guter Diplomat. Also bitte, wer sich die letzten 25 Jahre nicht intensiv mit den serbischen Politikern beschäftigt hat kann sich auch nicht wirklich ein Urteil über jeden dieser erlauben. Texte von irgendwelchen Zeitungen kopieren und dann hier posten ist noch lange kein Nachweis über politisches Wissen in Serbien.

  7. #7
    Avatar von Mbreti

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    Beiträge
    1.432
    der neue Milosevic

    kosovo i methoijaaa hahaha

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