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Prozess gegen General Gotovina

Erstellt von Grasdackel, 10.03.2008, 18:07 Uhr · 2.427 Antworten · 114.999 Aufrufe

  1. #2371
    Avatar von Grobar

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    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    Hier mal ein Soldatüber Gotovina und Knin:

    "Gotovina war moralischer"
    "Ich hatte so viele Freunde hier vor zwanzig Jahren", erzählt Paško (Name von der Red. geändert). "Wenn ich heute durch die Straßen gehe, sehe ich niemanden, zu dem ich ‚Hallo' sagen kann." Paško lehnt an der Mauer der Festung, die über der Stadt thront. Er erinnert sich an all die Mädchen, mit denen er in seiner Jugend hier heroben war. "Ich wollte nie Soldat werden", sagt er. Als der Krieg kam, fand er sich in einer Uniform wieder. "Das Schlimmste ist, dass ich noch immer Soldat bin", meint der Mann, der gerade von einem Afghanistan-Einsatz bei der Isaf zurückgekehrt ist. Paško überlegt, ob er nun mit 38 Jahren in Pension gehen soll. Möglich wäre das.

    Er hat im Kroatien-Krieg "viel Bullshit" gesehen und versteht nicht, weshalb Gotovina verurteilt wurde und kein Soldat. "Gotovina war viel moralischer als ich, er hat immer erklärt, weshalb er was tut." Er, Paško, habe aber keinen Hass gegen Serben, obwohl er gegen sie gekämpft hat. "Hass ist wie Liebe, beide vergehen von selbst", sagt er. Dann wirft Paško sein Fernrohr über die Festungsmauer.
    Cooler Artikel aus dem du das hast:
    "Superman" Ante und die verlorene Stadt

    18. April 2011, 20:30



    • Ein junger Mann hält bei einer Zeremonie zum Jahrestag der "Operation Sturm" in Knin ein Foto seines Vaters, der während des Kriegesgetötet wurde. In der kroatischen Stadt versteht kaum einer das Urteil des Haager Tribunals gegen Ex-General Ante Gotovina.


    In Knin gilt der verurteilte Kriegsverbrecher Ante Gotovina als Held, weil er die Stadt nach vier Jahren wieder unter kroatische Kontrolle brachte

    Von den Verbrechen an der serbischen Bevölkerung will man nichts wissen.
    *****
    "Er ist nicht nur wie Superman, er ist wie Superman und Batman in einem", sagt Ante S. über seinen Namensvetter Ante Gotovina, den ehemaligen kroatischen General, der vergangene Woche vom Haager Kriegsverbrechertribunal zu 24 Jahren Haft verurteilt wurde. In Knin ist der große Ante nicht nur beim kleinen Ante der größte Held. In dem Kiosk vor den Cafés auf dem Hauptplatz gibt es Zeitungen, auf denen Rosenkranz betende Kroatinnen zu sehen sind, die das Urteil beweinen.
    "Superman" Ante und die verlorene Stadt - Kroatien - derStandard.at

  2. #2372
    Avatar von Cobra

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    Zitat Zitat von lozic Beitrag anzeigen
    Ich glaube eher das Du mich nicht verstehst oder verstehen willst.

    Die Soldaten hätten nach dem Krieg zur Verantwortung gezogen werden sollen. Wenn man die Soldaten verurteilt hätte, dann wäre sicherlich nicht der Befehlshaber nun zu Verantwortung gezogen worden.
    Das ist doch wieder eine andere Geschichte, hätte man, hat man zumTeil, aber Mord verjährt nicht!

  3. #2373
    Avatar von lozic

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    35
    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    Das ist doch wieder eine andere Geschichte, hätte man, hat man zumTeil, aber Mord verjährt nicht!
    Genau daran liegt es doch. Er musste als "Sündenbock" herhalten, weil die wahren Verantwortlichen nicht zur Verantwortung gezogen worden sind. So wie ich es verstanden habe, wurde ihm auch diese Passivität bei der Ahndung vorgeworfen.

  4. #2374
    kenozoik



  5. #2375
    Avatar von Cobra

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    Zitat von Secondos
    schlussendlich ein lustiges völkchen oder eben trauriges, das sich nur aufgrund einer mörderischen geschichte brüsten kann!
    Du bist dann mal draussen da eh nix ausser Provakation kommt

  6. #2376
    Avatar von BRZO

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    Als die Amis die Atombombe auf Hiroshima geworfen hatten,MILLIONEN Zivilisten umgebracht haben wurde keiner Verturteilt. Menschen leiden heute noch.

    UND NUN HAT EIN MANN SEIN VOLK VERTEIDIGT UND WIRD DESHALB ZU 24 JAHREN KNAST VERURTEILT, KLAR AUCH MIT ZIVILEN OPFERN ABER ER HAT ACHT GEGEBEN.

    Verkehrte Welt. Scheiß Westen!!!

  7. #2377

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    Interesant sind auch die Ansichten von Peter W. Galbraith, er war ab 1993 erster US Amerikanischer Botschafter in Kroatien der auch die Oluja sozusagen Live erlebt hat.

    Zagreb -- Bivši američki ambasador u Hrvatskoj Piter Galbrajt izjavio da je tadašnji hrvatski predsednik Franjo Tuđman dopustio da se 1995. dogodi zločin u ''Oluji''.

    On je, međutim, u razgovoru za Dnevnik 3 Hrvatske radio televizije ponovio svoju tezu da u "Oluji" nije počinjeno etničko čišćenje, prenela je agencija Hina.

    Galbrajt je ocenio da je presuda u Hagu imala malo drukčije značanje i da su se oslanjali na sastanke, osobito na onaj održan na Brionima da bi ustvrdili da je bila namera isterati srpsko stanovništvo.

    On je ponovio da u "Oluji" nije bilo reči o etničkom čišćenju Srba iz Krajine: "Po mom mišljenju ovde nije bila reč o etničkom čišćenju, jer u takvim slučajevima vojska proteruje stanovništvo s neke teritorije. U ovom je slučaju to stanovništvo pobeglo, možda su zato imali opravdani razlog, ali svakako su teritoriju napustili pre dolaska hrvatskih vojnih snaga."

    Quelle

  8. #2378

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    Zitat Zitat von lozic Beitrag anzeigen
    Genau daran liegt es doch. Er musste als "Sündenbock" herhalten, weil die wahren Verantwortlichen nicht zur Verantwortung gezogen worden sind. So wie ich es verstanden habe, wurde ihm auch diese Passivität bei der Ahndung vorgeworfen.
    ja und darum geht es.

    er ist kein kriegsverbrecher daher er keine verbrechen begangen hat.

    allein das jemand als sündenbock herhalten muss nur weil er versucht hat zu helfen ist ungerecht.

  9. #2379
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Darijo Beitrag anzeigen
    ja und darum geht es.

    er ist kein kriegsverbrecher daher er keine verbrechen begangen hat.

    allein das jemand als sündenbock herhalten muss nur weil er versucht hat zu helfen ist ungerecht.
    Darf ich mal fragen, ob du das Urteil gelesen hast? V.a. vollständig.

    Wenn ich doch noch mal etwas sagen darf und was wahrscheinlich auch der Grund ist, warum ich hier eifrig seit Freitag diskutiere und mir ordentlich "Freunde" gemacht habe.

    Ich tu mich schwer damit, wenn man den Eindruck bekommen muss, dass sich seit Tagen fast "die Köpfe" eingeschlagen wird, obwohl ich sicher bin, dass es in der Zeit nur die wenigsten geschafft haben werden, das Urteil vollständig durchzulesen.
    Denn zufrieden schienen manche wohl nur, würde er absolut frei gesprochen werden. Es gibt jedoch keine unantastbaren, die nicht vor Gericht gestellt werden könnten. Das Urteil hat über 1300 Seiten. Und bei allem was man sicher auch anders sehen kann und ein zweiter Prozess auch vielleicht und wahrscheinlich anders sehen und bewerten wird. Aber was ich bislang so gelesen habe, gibt es genug einleuchtende Punkte, nach denen es durchaus nachvollziehbar scheint, dass er nicht gänzlich frei jeglicher Schuld ist.

    Mich wundern da auch die Medien und ja, auch die Regierung, die gleich am ersten Tag sich in dem Tenor dazu geäußert haben, wenn ich es richtig mitbekommen habe, wie er auch hier zu finden ist. Ein politischer Schauprozess. Das stößt schon auf, denn an den ICTY kommen zwar sicher nicht unfehlbare Juristen, aber sicher auch nicht einfach mal jedermann. Sondern Menschen, die wahrscheinlich eine gewisse gute Reputation durch ihre vorherige Tätigkeit erworben haben. Und man dann auch manchmal so denkt, dies so abzukanzeln ist natürlich leicher, als sich mal konkret mit den Anklagepunkten und einer möglichen Schuld auseinander zu setzen. Auch Sündenbock, Anprangerung der Oluja als Kriegsverbrechen, Anprangerung des kroatischen Volkes. Ob man es mir glaubt oder nicht, aber da wäre ich auch empört, wenn sich im Urteil selbst tatsächlich entsprechende Punkte dafür finden ließen. Habe ich zumindest (noch) nicht.

    Seit Tagen, und da fass ich mir an die eigene Nase, werden aufeinanderprallende Sichtweisen für und gegen einen Schuldspruch ausgetauscht mit recht allgemeinem Hintergrund, wenn ich es mal so formulieren darf. Bisher hat noch niemand oder kaum jemand jedoch mal die Diskussion an einzelnen Punkten des Urteils fest gemacht. Aber vielleicht wäre genau das besser und auch notwendiger, um die Diskussion wirklich voran zu bringen.

  10. #2380

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    Lilith, die kroatische Regierung wie auch dem grossteil der Bevölkerung geht es momentan weit weniger um die Person Gotovina und seine 24 Jahre als um die Urteilsbegründung aus der man interpretieren könnte das die "Oluja" als solche verurteilt wurde.

    Wenn du schon seit Freitag hier mitliest dann kann dir das eigetlich nicht entgangen sein.

    Das du einerseits sachlich und rhetorisch nicht unbeholfen bist aber auf der anderen Seite nur auf "dümmste" Beiträge eingehst die jemand mit "Diskutierbedarf" überlesen würde stellt sich mir die berechtigte Frage was genau deine Intention hier ist, was möchtest du besprechen, erreichen?
    Bei grobar und einigen anderen ist es offensichtlich, dich kann ich diesbezüglich nicht einschätzen.

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