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Ramush Haradinaj

Erstellt von napoleon, 05.03.2008, 19:49 Uhr · 288 Antworten · 19.995 Aufrufe

  1. #131
    Avatar von delije1984

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    Zitat Zitat von brigada 172 Beitrag anzeigen
    wenn er frei kommt dan schik ich dir ne post karte von kosovo
    und er kommt frei weil er unschuldig ist
    hay fast gutes deutsch bf bringt dir doch was...du fangen an zu lernen

  2. #132
    Avatar von brigada 172

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    Zitat Zitat von delije1984 Beitrag anzeigen
    hay fast gutes deutsch bf bringt dir doch was...du fangen an zu lernen
    deine mutter ist meine lehrerin

  3. #133
    Avatar von delije1984

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    Zitat Zitat von brigada 172 Beitrag anzeigen
    deine mutter ist meine lehrerin
    scheint ja ne gute lehrerin zusein

  4. #134
    Avatar von brigada 172

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    Zitat Zitat von delije1984 Beitrag anzeigen
    scheint ja ne gute lehrerin zusein
    des must du wissen

  5. #135
    Avatar von delije1984

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    ja denk ich mal...wenn sie so einen hoffnungslosen fall wenigstens so ein grundwissen vermitteln kann...heist das schon viel

  6. #136
    Avatar von brigada 172

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    Zitat Zitat von delije1984 Beitrag anzeigen
    ja denk ich mal...wenn sie so einen hoffnungslosen fall wenigstens so ein grundwissen vermitteln kann...heist das schon viel
    ganz serbien muss in den hag

  7. #137
    Avatar von brigada 172

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    Zitat Zitat von napoleon Beitrag anzeigen
    der thread ist ramush haradinaj gewidmet der unschuldig vor der anklagebank sitzt.


    Ramush Haradinaj (* 3. Juli 1968 in Glodanje / Gllogjan bei Peć, Serbien) war vom 3. Dezember 2004 bis 8. März 2005 Premierminister des Kosovo.

    Jugend [Bearbeiten]

    Ramush Haradinaj wuchs auf dem Land als Sohn eines Bauern auf. Nach der Grundschule besuchte er weiterführende Schulen in Dečani und Ðakovica / Gjakovë und lernte dort auch Serbokroatisch. Nach dem Abschluss des Gymnasiums 1987 diente er 1988 als Freiwilliger in der Jugoslawischen Volksarmee in den Standorten Pirot und Dimitrovgrad (Südostserbien). Dort brachte er es innerhalb von drei Monaten zum Unteroffizier und Spezialisten für chemische Kampfstoffe.

    Schweizer Exil [Bearbeiten]

    Nach dem Wehrdienst ging Haradinaj ins schweizerische Luzern, wo ein Onkel ein Bauunternehmen betrieb. In den folgenden neun Schweizer Jahren führte er ein Vagabundenleben, arbeitete in verschiedenen Jobs, unter anderem als Sicherheitskraft bei Sportveranstaltungen oder Popkonzerten, Bodybuilder oder Türsteher einer Disco.
    Bei einem Besuch des Kosovo im März 1991 wurde er wegen seiner Teilnahme an Protestaktionen von der serbischen Polizei vorübergehend festgenommen und verhört. Nach der Freilassung kehrte er in die Schweiz zurück, wo ihm politisches Asyl gewährt wurde.

    Mitgliedschaft in der UÇK [Bearbeiten]

    In der Schweiz schloss Ramush Haradinaj sich der kosovo-albanischen Gruppe LPK an, einer Organisation, die mit bewaffneten Mitteln für die Unabhängigkeit des Kosovo kämpfen wollte. Die LPK gilt als eine Vorläuferorganisation der späteren UÇK. Seine Heimat besuchte er in dieser Zeit mehrfach illegal, er reiste von Albanien über Bergpfade ein. Als im März 1997 in Albanien die Armeebestände geplündert wurden und Millionen Waffen auf dem freien Markt waren, flog er nach Albanien und begann systematisch Waffen für die zukünftige UÇK aufzukaufen.
    Im Sommer 1997 kehrte er in seinen Geburtsort Glodanje/Gllogjan zurück und baute von dort aus die regionale Gruppe der UÇK auf. Im März 1998 überlebte seine Gruppe einen mit Panzern und Hubschraubern geführten Angriff der serbischen Streitkräfte auf Glodanje/Gllogjan. Zwei Brüder Haradinajs starben im Guerillakerieg mit den Serben. Haradinaj werden gute Beziehungen zu US-Offiziellen nachgesagt, mit denen er während des Kosovo-Krieges militärisch und nachrichtendienstlich zusammengearbeitet haben soll.

    Politische Karriere im Nachkriegs-Kosovo [Bearbeiten]

    Nach dem Krieg war er zunächst stellvertretender Kommandeur des Kosovo-Schutzkorps (alb: Trupat Mbrojtese te Kosoves /TMK) einer als Auffangorganisation für ehemalige UÇK-Mitglieder von der UN gegründeten Nationalgarde des Kosovo. Seine politische Karriere begann er in der Partei PDK des ehemaligen UCK-Führers Hashim Thaci. Diese verließ er im März 2000, im April 2000 trat er von seinem Posten als Kommandeur des TMK zurück. Am 29. April gründete er die AAK ((Aleanca për Ardhmërinë e Kosovës/Allianz für die Zukunft des Kosovo) als Bündnis von fünf nationalistischen Parteien. Im Juni 2002 wurde aus dem Bündnis eine reguläre Partei, deren Vorsitzender er noch immer ist. In dieser Zeit absolvierte Haradinaj ein Studium der Jurisprudenz an der Universität Prishtina.
    Die AAK wurde in der Folgezeit drittstärkste Partei der Kosovo-Albaner - hinter der von Ibrahim Rugova gegründeten LDK und Hashim Thacis PDK, einer anderen Nachfolgepartei der UÇK.
    Nach den Wahlen im Jahr 2004 bildete die AAK eine Koalition mit dem Wahlsieger LDK, und Haradinaj wurde am 3. Dezember 2004 mit Zweidrittelmehrheit zum Premierminister gewählt. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel zufolge, ging es bei der Koalition zwischen beiden Parteien auch um die Befriedung zwischen den rivalisierenden beiden LDK und AAK: In der Region Decani, Klina and Pec sei es von Kriegsende bis zur Regierungsbildung zwischen LDK und AAK zu über siebzig Morden gekommen, die Mehrzahl der Opfer seien Mitglieder von AAK oder LDK gewesen.
    Im Amt setzte er umstrittene Projekte, wie eine begrenzte Autonomie für ein mehrheitlich von Serben bewohntes Gebiet in der Nähe von Priština durch. Nachdem die Anklage vor dem UN-Gericht für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien bekannt wurde, trat er am 8. März 2005 zurück.
    Sein Nachfolger im Amt des kosovarischen Premierministers wurde Bajram Kosumi.

    Anklage wegen Kriegsverbrechen [Bearbeiten]

    Im März 2005 erhob der Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) Anklage gegen Haradinaj. Er soll vor und während des Kosovo-Krieges schwere Verbrechen an Zivilisten begangen, befohlen oder geduldet haben.
    Haradinaj stellte sich dem Gericht und plädierte auf "nicht schuldig". Er wurde in Untersuchungshaft genommen, aber nach drei Monaten bis zum Prozessbeginn wieder entlassen. Er kehrte in den Kosovo zurück, wo ihm das UN-Tribunal sogar gestattete, sich wieder politisch zu betätigen. Haradinaj musste sich allerdings, so die Auflage des Gerichts, seine Aktivitäten von der UN-Verwaltung im Kosovo genehmigen lassen. Ende Februar 2007 kehrte Haradinaj ins Den Haager Gefängnis zurück. Am 5. März begann der Prozess gegen Haradinaj vor dem Tribunal.
    Die Anklage gegen Haradinaj und seine Mitangeklagten, die früheren UÇK-Kommandeure Idriz Balaj und Lahi Brahimaj umfasst 37 Punkte, darunter Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verstöße gegen das Kriegsrecht. Es geht dabei um Gewalttaten, die zwischen dem 1. März und dem 31. September 1998 begangen wurden. Den Angeklagten wird vorgeworfen, an einer verbrecherischen Organisation beteiligt gewesen zu sein. Deren Ziel sei es gewesen, die Region Dukagjin im Westen Kosovos unter ihre Kontrolle zu bringen. Als Mittel habe ihnen dabei gedient die "ungesetzliche Vertreibung und Misshandlung von Serben" und die Misshandlung von anderen Zivilisten, die sie verdächtigten, mit den serbischen Ordnungskräften zusammen zu arbeiten oder nicht die UÇK zu unterstützen. Zu den in der Anklage aufgeführten Straftaten, an denen Haradinaj beteiligt gewesen sein soll, gehören unter anderem gewaltsame Verschleppung von Zivilisten, Entführung, Freiheitsberaubung, Folter, Mord und Vergewaltigung. [1]
    Bei der Eröffnung des Verfahrens wies die Chefanklägerin Carla del Ponte auf die Probleme der Ankläger hin. Die Einschüchterung von Zeugen sei ein großes Problem bei den Ermittlungen gewesen. Haradinajs Verteidiger Ben Emmerson erklärte, die Anklagepunkte seien nicht hinreichend fundiert; die Teilnahme an einer verbrecherischen Organisation sei der Versuch, Haradinaj für verantwortlich zu machen "für die Verbrechen aller bewaffneten Albaner im West-Kosovo".[2]

    Organisierte Kriminalität und Skandale [Bearbeiten]

    Der Name Haradinaj wird sehr oft genannt, wenn es um die Verflechtung von organisierter Kriminalität und Politik geht. Die Schweizer Wochenzeitung Weltwoche (Nummer 43, 2005) zitiert aus einer Analyse des Bundesnachrichtendienstes BND zur organisierten Kriminalität im Kosovo vom 22. Februar 2005. Darin heißt es über Haradinaj:
    Die KFOR, so die Weltwoche weiter, bezeichne diese Gruppe in einem Geheimbericht vom 10. März 2004 als "the most powerful criminal organization" (deutsch.: die mächtigste kriminelle Organisation) der Region und schreibe, Haradinaj habe auch die Verteilung humanitärer Hilfsgüter kontrolliert und als Machtinstrument missbraucht.
    Einem Bericht der Berliner Zeitung zufolge, die sich ebenfalls auf eine Analyse des BND bezieht, kontrolliert der von Haradinaj geführte Familienclan eine der drei Interessenszonen der Organisierten Kriminalität im Kosovo. In seiner Eigenschaft als regionaler Zonenkommandeur sei Haradinaj selbst "insbesondere in den Zigarettenschmuggel, den Treibstoffhandel und die Schutzgelderpressung involviert gewesen". Sein Clan sei am Drogenschmuggel nach Europa beteiligt und wickele seine kriminellen Geschäfte auch über Scheinfirmen im westlichen Ausland ab. Einer als geheim eingestuften Analyse der KFOR zufolge sei er auch am Schmuggel von Waffen und gestohlenen Autos und an Menschenhandel mit Prostituierten beteiligt. Zusammen mit seinem Bruder kontrolliere er die Verteilung von Hilfsgütern im Kosovo.[3]
    Bei diesen Berichten handelt es sich lediglich um nachrichtendienstliche Erkenntnisse. Gerichtsverwertbare Erkenntnisse der UNO-Polizei wurden bisher nicht bekannt; es wurden auch keine Straf- oder Ermittlungsverfahren gegen Haradinaj eingeleitet.
    In jedem Fall sind Haradinaj und sein familiäres Umfeld schon öfter einschlägig aufgefallen. Im Frühjahr 2000 lieferte sich Ramush Haradinaj einen Faustkampf mit russischen Soldaten an einem KFOR-Kontrollpunkt. Einem Bericht des der deutschen Tageszeitung Tagesspiegel zufolge hatten die Soldaten ein Schweizer Sturmgewehr in Haradinajs Kofferraum entdeckt.
    Am 7. Juli 2000 fuhr er mit einigen Anhängern zum Anwesen einer rivalisierenden kosovo-albanischen Familie. Es kam zu einer Schießerei, Handgranaten wurden geworfen. Über die Ursache des Streits gibt es verschiedene Angaben. Einer vom Londoner Institute for War and Peace Reporting verbreiteten Version zufolge wollte der gegnerische Clan von den Haradinajs wissen, wo die Leichen ihrer vermissten Angehörigen seien; dies habe Ramush Haradinaj in Rage versetzt.
    Einem vertraulichen Bericht vom 29. Dezember 2003 des UN-Nachrichtendienstes Central Intelligence Unit (CIU) zufolge ging es um Drogengeschäfte. Haradinaj habe das Haus überfallen, weil der Clan offenbar ein Konkurrent gewesen sei. Laut CIU habe er der Familie 60 Kilogramm Kokain stehlen wollen, die sie angeblich im Haus versteckt hielt. So berichtet die bereits zitierte Schweizer Zeitung Weltwoche.
    Haradinaj soll ebenso mit seiner Organisation in Deutschland lebende Kosovo-Albaner dazu gezwungen haben ihr Geld für die UCK zu spenden, dabei waren ihm hauptsächlich mehrere Mitglieder aus dem Kelmendi Clan sowie eine Gruppe um den Geldeintreiber der LPK Ismet Badallaj behilflich. Aus einem Bericht des BND geht hervor das die Gruppierung um Ismet Badallaj der hauptsächlich in Baden-Württemberg agierte einen Betrag von Geschätzten 5 Millionen DM für die UCK sammelte.
    Bei der Schießerei wurde Haradinaj jedenfalls verwundet und musste fliehen. Ein Hubschrauber flog ihn in ein Camp der Amerikaner; von dort wurde er ins US-Militärkrankenhaus in Landstuhl zur weiteren Behandlung gebracht. In der Folge wurden US-Offizielle beschuldigt, sich in die UN-Untersuchung des Vorfalls eingemischt zu haben.

    Familie

    Im Dezember 2002 wurde Haradinajs Bruder Daut von einem UN-Gericht im Kosovo zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wegen seiner Beteiligung an Entführung und Ermordung von vier Kosovo-Albanern, die der FARK angehörten - einer mit der UÇK rivalisierenden bewaffneten Formation der Kosovo-Albaner. Zu diesem Zeitpunkt hatte Daut Haradinaj einen hohen Posten im Kosovo-Schutzkorps TMK inne. Ein weiterer Bruder Haradinajs wurde im April 2005 im Kosovo ermordet, nach Angaben der UN-Sicherheitskräfte handelte es sich um eine Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Clans. Haradinaj selber ist verheiratet und hat aus zwei Ehen insgesamt drei Kinder. Er spricht fließend Englisch, Französisch und Deutsch und ist studierter Diplom-Jurist.










    man wird sehen das er unschuldig ist und dieser wikipedia beitrag muss dann geändert werden.
    er ist ein richtiger man und stellt sich dem gericht,weil er nichts zu befürchten hat.



    nicht wie andere helden ala karacic und mladic.



    unser RAMBO













    das bild ist geil

    du kommst bald frei RAMUSCH

  8. #138
    Avatar von Dragan Mance

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    Vojislav Šešelj

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    Vojislav Šešelj (kyr. Војислав Шешељ; * 11. Oktober 1954, Sarajevo, Jugoslawien, heute Bosnien und Herzegowina) ist ein serbischer nationalistischer Politiker. Er ist Parteigründer und Vorsitzender der Serbischen Radikalen Partei. Wegen seiner angeblichen Rolle als Freischärlerführer und Kriegsverbrecher in den Jugoslawienkriegen befindet er sich seit 2003 in Untersuchungshaft in Den Haag, wo er sich vor dem Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien verantworten muss. Der Prozess begann am 27. November 2006. Vojislav Šešelj tritt für ein Großserbien ein. Den politischen Standpunkt seiner Anhänger beschrieb er im Mai 1997 mit den Worten: "Wir sind keine Faschisten. Wir sind nur Chauvinisten, die Kroaten hassen."




    Akademische Ausbildung

    Vojislav Šešelj trat mit 17 Jahren dem Bund der Kommunisten Jugoslawiens bei. An der Universität Belgrad legte er 1979 seine Dissertation „Das politische Wesen des Militarismus und Faschismus“ vor, und promovierte als jüngster Student in ganz Jugoslawien zum Doktor der Rechtswissenschaft. Von 1981 bis 1984 arbeitete er als Assistent an der Fakultät für Politikwissenschaft der Universität Sarajevo.

    Šešeljs Inhaftierungen

    Šešelj wendete sich Anfang der 1980er von der herrschenden kommunistischen Ideologie ab und unterhielt vermehrt Beziehungen zu nationalistisch gesinnten Intellektuellen in Belgrad. Er wurde folglich von der Universität entlassen und von der jugoslawischen Geheimpolizei UDBA beschattet. Am 9. Juli 1984 wurde Šešelj wegen „anarcho-liberalistischer und nationalistischer Standpunkte“ des Verbrechens der „konterrevolutionären Gefährdung der Gesellschaftsordnung“ für schuldig befunden und zu acht Jahren Haft verurteilt.
    Seine Haftstrafe wurde vom Obersten Gerichtshof Jugoslawiens zunächst auf sechs, dann auf vier und schließlich auf zwei Jahre gesenkt. Zahlreiche Intellektuelle aus allen Teilen Jugoslawiens, unter anderem auch einige künftige politische Gegner Šešeljs, setzten sich für seine Freilassung ein, während er einen Hungerstreik begann. Er verbrachte insgesamt 22 Monate im Gefängnis von Zenica, davon mehr als ein halbes Jahr in Einzelhaft.
    Šešelj wurde am 2. Oktober 1990 erneut zu einer kurzen Haftstrafe verurteilt, weil er versucht hatte, Titos Mausoleum, das „Haus der Blumen“ (kuća cveća), abreißen zu lassen, und weil er Freiwillige für die Verteidigung der damals nicht anerkannten Republika Srpska anwarb. Nach seiner Freilassung wurde er am 23. Oktober 1990 erneut verhaftet und zu weiteren 45 Tagen Haft verurteilt. Noch im Gefängnis kandidierte er zum ersten Mal für das Amt des Präsidenten Serbiens und erreichte mit knapp 97.000 Stimmen den vierten Platz hinter Slobodan Milošević, Vuk Drašković und Dr. Ivan Đurić.

    Gründung der Serbischen Radikalen Partei

    Nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis 1986 zog Šešelj nach Belgrad, wo er sich dem Bund der Schriftsteller Serbiens anschloss und sich als freier Autor und Publizist durchschlug. Er schloss Freundschaft mit Vuk Drašković, der Taufpate seines Sohnes wurde. 1989 unternahm Šešelj eine Reise in die USA und nach Australien, wo er vor der serbischen Diaspora Vorträge hielt und Spenden sammelte. Im Mai 1990 kam es jedoch wegen unterschiedlicher politischer Anschauungen und auch wegen Fragen der Aufteilung der finanziellen Zuwendungen der Diaspora zum Bruch zwischen Šešelj und Drašković.
    Nach seiner Rückkehr aus den USA gründete Šešelj am 23. Januar 1990 die Serbische Libertäre Bewegung (Srpski Slobodarski Pokret) und ging eine Union mit Draškovićs Serbischer Erneuerungsbewegung (Srpski Pokret Obnove) ein. Nach dem Bruch mit Drašković gründete Šešelj die Serbische Tschetnik-Bewegung (Srpski Četnički Pokret), deren Registrierung jedoch mit der Begründung abgelehnt wurde, dass der Name der Partei die öffentliche Moral beleidige.
    Der im kalifornischen Exil lebende ehemalige Tschetnik-Führer Momčilo Đujić ernannte Šešelj am 600. Jahrestag der Schlacht auf dem Amselfeld, den 28. Juni 1989, zum neuen Tschetnik-Woiwoden. Er entzog ihm den Titel aber 1998 anlässlich der Bildung der Koalitionsregierung zwischen Šešeljs Radikalen und Miloševićs Sozialistischer Partei.
    Am 23. Februar 1991 gründete Šešelj in Kragujevac die Serbische Radikale Partei, ihr gehörten Mitglieder der nicht registrierten Tschetnik-Bewegung und Abgeordnete der Radikalen Volkspartei an. Im Juni 1991 wurde Šešelj zum Abgeordneten des serbischen Parlaments gewählt.
    Während der gesamten 1990er vertrat Šešelj einen deutlich rechtsradikalen Kurs und propagierte die Schaffung eines so genannten „Großserbien“, das im Westen durch die Linie Karlobag-Karlovac-Virovitica begrenzt sein sollte. Šešelj warb Freiwillige für die Jugoslawische Volksarmee und seine eigene Truppe, die von manchen „Šešeljevci“ („Šešelianer“) und „Tschetniks“ genannt wurden. Er besuchte zahlreiche Kriegsgebiete, so die Plitvicer Seen, Vukovar und die Herzegowina, wo er Reden hielt.
    Šešelj drohte, das slowenische Kernkraftwerk Krško, die Hauptstadt Kroatiens Zagreb, den Vatikan, Wien und andere europäische Hauptstädte bombardieren zu lassen. Er wolle Bosniaken „mit rostigen Löffeln schlachten“, drohte untreuen Albanern mit der Vertreibung aus dem Kosovo und Milošević mit der Verhaftung.
    Šešeljs politische Bestrebungen hatten ein Misstrauensvotum des serbischen Parlaments gegen den Präsidenten Milan Panić zur Folge. Kurz darauf wurde auf Šešeljs Betreiben auch dem ersten Präsidenten der aus Serbien und Montenegro bestehenden Bundesrepublik Jugoslawien, dem Schriftsteller Dobrica Ćosić, das Misstrauen ausgesprochen. Ćosić war ein langjähriger Freund Šešeljs gewesen, er setzte sich 1984 für Šešeljs Freilassung aus dem Gefängnis ein und unterstützte ihn auch finanziell. Nicht zuletzt übernahm Šešelj von Ćosić einen Großteil seiner nationalistischen Anschauung.
    Anfang der 1990er vertrat Šešelj den Monarchismus und setzte sich für die Rückkehr einer gewissen spanischen Familie Dolgorukov auf den serbischen Thron ein. Später vertrat Šešelj jedoch republikanische Positionen.
    Šešelj gilt als schneller Denker und außergewöhnlicher Redner, den eine Aura der Unbesiegbarkeit zu umgeben scheint. Er gilt als aggressiv und nervenstark, passt seinen Standpunkt flexibel dem Kontext der Diskussion an, fällt den anderen ins Wort, vertauscht gegensätzliche Standpunkte und greift ungehemmt zu Beleidigungen. Šešelj nahm an mehreren Schlägereien gegen den Sicherheitsdienst des serbischen Parlaments teil. Während einer Parlamentssitzung im September 1994 beschimpfte und bespuckte er den Parlamentspräsidenten, Dr. Božović, weil dieser die Radikalen als „Primitive“ bezeichnet hatte.
    Nach einem heißen Fernsehduell fügte ein Leibwächter Šešeljs dem Rechtsanwalt Nikola Barović schwere körperliche Verletzungen zu und gab später an, Barović sei „auf einer Bananenschale ausgerutscht“.

    Rolle während der Milošević-Regierung

    Šešeljs innenpolitische Aktivitäten waren abwechselnd von der Zusammenarbeit und dem Auseinandergehen mit dem Regime Slobodan Miloševićs geprägt. Während der Regierungszeit Miloševićs war Šešelj zeitweilig serbischer Vizepremier. Seine und Miloševićs Partei bildeten 1998 eine so genannte „Regierung der nationalen Einheit“, die eine einheitliche und geschlossene Politik in Bezug auf den Konflikt im ehemaligen Jugoslawien verfolgte. Milošević nannte Šešelj seinen „Lieblings-Oppositionär“, weil er „keine finanzielle Unterstützung aus dem Ausland bekäme“ und weil er „konsequent seine Meinung äußere“. Während Milošević die Richtung vorgab, spielte Šešelj die Rolle eines Volkstribuns und sprach aus, was Milošević nicht durfte. Während Milošević sich auf die Außenpolitik konzentrierte, dominierte Šešelj die Innenpolitik, indem er Oppositionelle, kritische Medien und Universitätsprofessoren attackierte.
    Es gab aber auch zahlreiche Konflikte zwischen Šešelj und Milošević, die hauptsächlich nach Wahlerfolgen der Serbischen Radikalen Partei aufflammten. Šešelj kritisierte Miloševićs Nachgiebigkeit gegenüber Forderungen der internationalen Gemeinschaft, wie anlässlich des gescheiterten Vance-Owen-Plans 1993 und des darauf folgenden Embargos Serbiens gegen die Republika Srpska. Wegen der Unterzeichnung des Friedensabkommens von Dayton nannte er Milošević den „größten Verräter am serbischen Volk“. In Zeiten des Konflikts veröffentlichte Šešelj propagandistische Werke mit Titeln wie „Das serbische Ehepaar Ceauşescu“, „Uns droht die Slobotomie“, „Der rote Tyrann von Dedinje“, und „Die Hexe aus der Tolstoi-Straße“, in Anspielung auf die politisch einflussreiche Gattin Miloševićs, Mirjana Marković.
    Wegen seiner Haltung und wegen diverser Zwischenfälle im Parlament wurde Šešelj 1994 zum dritten Mal verhaftet und für weitere acht Monate, von September 1994 bis April 1995, eingesperrt. Im selben Jahr veranstaltete er eine Protestkundgebung in Gnjilane und wurde folglich wegen „Gefährdung der öffentlichen Sicherheit“ zu weiteren 60 Tagen Haft verurteilt.
    Auf die Frage, warum er mit Leuten, die ihn einsperrten, eine Regierung bilde, antwortete Šešelj in einem Interview: „Ich war in der Regierung nicht weil ich Milošević liebe, sondern weil ich der Ansicht war und bin, dass es im Interesse des serbischen Volkes und serbischen Staates war“. In einem anderen Interview erklärte er über seine Beziehung zu Milošević: „Sehen Sie, in der Politik darf es keinen Hass geben. Jene, die sich in der Politik von Hass leiten lassen, sind verloren, haben keine Perspektive ... Ich bin ein Mensch, der gegen Hass geimpft ist.“

    Zusammenarbeit mit Führern anderer rechtsextremer Parteien

    Im Oktober 1995 reiste Wladimir Schirinowski nach Belgrad und unterzeichnete ein Kooperationsabkommen mit Šešeljs SRS. 1997 kam Frankreichs Jean-Marie Le Pen zu einem Solidaritätsauftritt nach Belgrad, wo er von Šešelj empfangen wurde. Im selben Jahr unterzeichnete Šešelj für die SRS ein Kooperationsabkommen mit Jan Slota, dem Vorsitzenden der nationalistischen Slowakischen Nationalpartei (SNS).

    Politische Erfolge

    Bei den serbischen Präsidentschaftswahlen 2002 gewann Šešelj ein Drittel der Stimmen. Dabei wurde er öffentlich von Milošević unterstützt, der aus dem Haager Gefängnis eine Wahlempfehlung für Šešelj abgab, obwohl Miloševićs Partei einen Gegenkandidaten aufgestellt hatte.
    Šešeljs „Serbische Radikale Partei“, die offen dafür eintritt, den Staat Serbien im Sinne des großserbischen Konzepts zu vergrößern, wurde bei den serbischen Parlamentswahlen 2004 mit mehr als 27% der Stimmen stärkste Partei, verlieb jedoch in der Opposition.
    Im Jahr 2007 erreichte seine Partei einen Zugewinn und kam auf 28,7% und ca. 1.150.000 Stimmen, etwa 100.000 mehr als 2004, von insgesamt 4.070.000 eingetragenen Wählern.

    Anklage wegen Kriegsverbrechen

    Im Jugoslawien-Krieg soll Šešelj Anführer und Aufwiegler mehrerer serbischer paramilitärischer Einheiten, der „Šešeljevci“ („Šešelianer“), gewesen sein. Diesen Einheiten werden zahlreiche Kriegsverbrechen in Kroatien, Bosnien und Kosovo zur Last gelegt. Der Anklageschrift des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien zufolge soll Šešelj eine kriminelle Vereinigung zwecks Durchführung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit gebildet und für Verstöße gegen Kriegsgesetze oder -bräuche verantwortlich sein. Er sei an Kriegsverbrechen serbischer Paramilitärs in Kroatien und Bosnien führend beteiligt gewesen, habe mit Brandreden den nationalen Hass geschürt und zu Kriegsverbrechen aufgerufen. So soll er im November 1991 während der Schlacht um Vukovar in einer Rede gefordert haben, dass „kein Ustascha die Stadt lebend verlassen“ solle. Im einzelnen wird er beschuldigt, für folgende von den paramilitärischen Verbänden verübte Taten mitverantwortlich zu sein:
    • Morde an zahlreichen Kroaten, Bosniaken, Kosovo-Albanern und anderen Nichtserbischen Zivilisten einschließlich Frauen,Kindern und älteren Personen
    • Das Festhalten, Mord und Folterungen in Internierungslagern in den Orten Vukovar, Bosanski Šamac, Zvornik und zahlreichen weiteren Orten
    • Das Festhalten von Menschen unter inhumanen Bedingungen
    • Zwangsarbeit entlang der Frontlinie, Morde und Folterungen an gefangenen Kroaten, Bosniaken,Kosovo-Albanern und anderen Nichtserben
    • Sexueller Missbrauch, Massenvergewaltigungen von Gefangenen Personen.
    • Diskriminierung von den überwiegend durch Albaner bewohnten Kosovo und Serbien: Verweigerung medizinischer Versorgung, Entlassungen…
    • Plünderungen von Kroaten, Bosniaken, Kosovo-Albanern und anderen nichtserbischen Zivilisten.
    • Deportation tausender Kroaten, Bosniaken, Kosovo-Albanern und anderer nichtserbischer Zivilisten aus Teilen der Vojvodina und Serbien.
    • Zerstörung von Häusern, öffentlichem und Privateigentums. Verwüstung von Kulturgütern, katholischen Kirchengebäuden und Moscheen.
    2003 stellte sich Šešelj dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien, obwohl er ihn wie Slobodan Milošević zu seiner Zeit nicht anerkennt und als illegal bezeichnet. Ebenso bezeichnet er die Vorwürfe der Anklage als haltlos. Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien sei ein völkerrechtswidriges und politisches Tribunal, das eine verfehlte und völkerrechtswidrige Jugoslawien-Politik der EU und der USA legitimieren solle, indem es die alleinige Schuld am jugoslawischen Bürgerkrieg Serbien und seinen politischen Vertretern zuschiebe. Šešelj verteidigt sich in Den Haag selbst. Er lehnt jeden rechtlichen Beistand durch den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien ab und besteht darauf, für die Verteidigung seine eigenen Mitarbeiter beizuziehen. Dies wurde ihm vom Gericht verweigert. Am 10. November 2006 fing Šešelj den Hungerstreik an. Am 8. Dezember 2006 beendete er den Hungerstreik, nachdem das Gericht alle seine Forderungen erfüllt hat. Nach 27 Tagen des Streiks hat das Gericht Šešelj zugestimmt: sich selbst zu verteidigen, alle Dokumente auch in serbisch ihm zur Verfügung zu stellen, die eigenen rechtlichen Berater selbständig zu bestimmen und es seiner Frau zu ermöglichen ihn besuchen zu können. Einer seiner Berater ist Jonathan Levy, bekannt durch die Anklageerhebung 1999 gegen die Vatikan Bank mit dem Vorwurf serbisches Gold und sonstige Vermögenswerte aus der Zeit des 2. Weltkriegs versteckt zu halten, der entgeltfrei für die Rechte von Šešelj eintritt. Nach eigener Aussage bereitet er außerdem eine Klage gegen die NATO vor, deren Hauptanklagepunkt der Einsatz von krebserregenden abgereicherten Uran während des Angriffskrieges auf Jugoslawien 1999 ist.

    Privat

    Vojislav Šešelj ist verheiratet, er und seine Ehefrau Jadranka haben vier Söhne: Nikola, Aleksandar, Mihajlo, Luka


    man wird sehen das er unschuldig ist und dieser wikipedia beitrag muss dann geändert werden.














  9. #139
    Avatar von Dragan Mance

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    DU KOMMSCHT FREI SCHESCHELJ

  10. #140
    Avatar von brigada 172

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    Ramush Haradinaj kommt Frei des ist mal sicher Fatmir Limaj ist auch frei gekommen.

    sheshel würd in der zelle sterben in den hag

    denkst du sirbija ich hab alles da gelesen deinen Beitrag

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