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Rassismus in Griechenland.:-(

Erstellt von leylak, 02.05.2012, 21:10 Uhr · 1.628 Antworten · 62.883 Aufrufe

  1. #1431
    Avatar von Achillis TH

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    Zitat Zitat von Albokings24 Beitrag anzeigen
    Jawohlllllll ... XD ist eine Rechte Partei, rechte Parteien sind in vielen Fällen gegen die Einwaderer sind aber selber die die mal eingewandert sind.

    z.B. Hitler hatte was gegen die Juden und war zu 25% selber Jude. Ferschtanden ??
    Aha erzähl weiter .

  2. #1432
    Avatar von FloKrass

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    Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmte Flaggen des Christos Pappas



    Mit diesem wirrwarr an Flaggen - von NS-Flagge, albanische kommunistische Flagge, Spanische Diktatur - scheint er wohl am besten die Parteilinie verstanden zu haben :lol!:

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    In meinem Antwort zu dir habe ich AK gar nicht erwähnt, und wollte ich auch nicht hinaus. Über diese Partei habe ich in meinem Antwort zu Ilir O geschrieben (ich habe sie nicht zu XA, sondern zu LAOS verglichen), und mehr kann ich auch nicht sagen, weil ich nichts weiß.
    Die AK ist eine nationalistische Partei. Dazu weiter unten.

    Als ich meine Eindrücke in Albanien erwähnt habe, war das im Bezug zum westeuropäischen Einfluss. Mein Gefühl da war, dass das Land nach westlichem Vorbild sich entwickelt. Ich will nichts darüber sagen, ob das positiv oder negativ ist, aber wahrscheinlich bedeutet das, dass es auch in Albanien früher oder später eine Neonazi-Szene entsteht, wenn es sie nicht schon heute gibt.
    Es ist in der Tat so, dass sich Albanien nach west-euopäischem Muster entwickelt, nur wieso Albanien im Gegensatz zu bspw Griechenland für solche Parteien nicht empfänlich ist, kann ich dir sagen. Nämlich weil Albanien das west-europäische Entwicklungsmuster viel später als Griechenland eingeschlagen hat. Und zwar erst nach dem Sturz des Kommunismus. Davor hatte Albanien wenig mit dem Westen und dessen Ideologion zu tun, überwiegend aus Gründen der Wirtschaft, Religion und Bildung. Albanien hat die NS-Ideologie praktisch verschlafen und ist damit bis auf den zweiten Weltkrieg nicht in Berührung gekommen, hinzu kommt, dass der Kommunismus solche Ideologien verboten und stigmatisiert hat und dies in den Köpfen der Menschen weiter lebt.

    Aus dem gegenteiligen Grund wie Albanien ist Griechenland mit der west-europäischen Kultur in der Neuzeit früher in Kontakt getreten; in Griechenland wurden Schulen früher eröffnet, der Bildungsstand war höher als in Albanien, die Gesellschaft demensprechend empänglicher für solche Ideologien, die Wirtschaft Griechenlands entwickelte sich früher und schneller, der Kontakt zu West-Europa und ihren Ideologien war intensiver, dazu hat die Religion und der Bezug zu West-Europa den Kontakt und damit auch zu solchen Ideologien begünstigt.

    Albanien hat die Geschehnisse des letzten Jahrhundert bis auf die letzten zehn Jahre in Europa praktisch verschlaffen und ist mit solchen Ideologien und überhaupt mit der Politik in Europa wenig bis gar nicht in Kontakt getreten, während Griechenland stets in Kontakt mit West-Europa war. Dass in Albanien nationalistische oder gar nazionalsozialistische Parteien keinen Platz haben, hat die letzte Wahl eindeutig bewiesen. Die Nationalisten der AK haben gerade einmal 1% bei der Wahl erreichen können.

    Als ich über den aufsteigenden albanischen Nationalismus (im Gegensatz zum zurückgehenden griechischen) gesprochen habe, das ist eine andere Frage. Diese Meinung gründe ich nicht auf meiner Reise in Albanien.
    Dieser ganze nationalistische Hype findet nur im Internet statt, die Antwort hat diese Partei bei der Wahl zu spüren bekommen. Die AK hat trotz großer Wahlkampagne und großen Versprechen gerade einmal rund 1% erreichen können. Und das trotz der schwierigen wirtschftlichen Lage Albaniens, die ja teilweise gravierender ist als in Griechenland während der Krise. Daraus kann ich schlussfolgern, dass wenn nicht einmal in wirtschaftlichen Krisenzeiten solche Parteien in Albanien über die 1% Hürde kommen, werden sie in wirtschaftlich besseren Zeiten nicht einmal die 0,1% überwinden können.

    Ich glaube auch nicht, dass du als Grieche in Albanien schief angestarrt wurdest oder angeschimpft. Du warst ja dort, du kannst uns gerne näher berichten und uns deine Eindrücke schildern.

  3. #1433

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    Zitat Zitat von FloKrass Beitrag anzeigen

    Es ist in der Tat so, dass sich Albanien nach west-euopäischem Muster entwickelt, nur wieso Albanien im Gegensatz zu bspw Griechenland für solche Parteien nicht empfänlich ist, kann ich dir sagen. Nämlich weil Albanien das west-europäische Entwicklungsmuster viel später als Griechenland eingeschlagen hat. Und zwar erst nach dem Sturz des Kommunismus. Davor hatte Albanien wenig mit dem Westen und dessen Ideologion zu tun, überwiegend aus Gründen der Wirtschaft, Religion und Bildung. Albanien hat die NS-Ideologie praktisch verschlafen und ist damit bis auf den zweiten Weltkrieg nicht in Berührung gekommen, hinzu kommt, dass der Kommunismus solche Ideologien verboten und stigmatisiert hat und dies in den Köpfen der Menschen weiter lebt.

    Aus dem gegenteiligen Grund wie Albanien ist Griechenland mit der west-europäischen Kultur in der Neuzeit früher in Kontakt getreten; in Griechenland wurden Schulen früher eröffnet, der Bildungsstand war höher als in Albanien, die Gesellschaft demensprechend empänglicher für solche Ideologien, die Wirtschaft Griechenlands entwickelte sich früher und schneller, der Kontakt zu West-Europa und ihren Ideologien war intensiver, dazu hat die Religion und der Bezug zu West-Europa den Kontakt und damit auch zu solchen Ideologien begünstigt.

    Albanien hat die Geschehnisse des letzten Jahrhundert bis auf die letzten zehn Jahre in Europa praktisch verschlaffen und ist mit solchen Ideologien und überhaupt mit der Politik in Europa wenig bis gar nicht in Kontakt getreten, während Griechenland stets in Kontakt mit West-Europa war. Dass in Albanien nationalistische oder gar nazionalsozialistische Parteien keinen Platz haben, hat die letzte Wahl eindeutig bewiesen. Die Nationalisten der AK haben gerade einmal 1% bei der Wahl erreichen können.
    Das alles ist wahrscheinlich schon richtig, jedoch der zeitliche Unterschied, der daraus entsteht, heißt im Prinzip nur, dass eine solche Ideologie später kommt. Wie gesagt, gab es in GR bis Ende 80er/Anfang 90er keine Neonazi-Szene, und sie blieb auch bis vor 3-4 Jahren ganz marginal. Man hatte auch gesagt, dass Rassismus zu den Griechen nicht passt.

    Die gesellschaftliche Stigmatisierung des Nazismus war in GR vielleicht sogar größer. Der Kampf gegen die Achsenmächten ist ein ganz zentraler Teil der modernen griechischen nationalen Identität: der zweitwichtigste Nationalfeiertag (nach dem Unabhängigkeitstag) ist der Eintritt Griechenlands in den 2. Weltkrieg. Und spätestens seit den 70ern war die Jugend viel von linken Ideologien geprägt. Ist auch nicht zufällig, dass während in anderen Ländern mit der derzeitigen Krise einen Rechtsruck gab, ist es in GR eher zu einem Linksruck gekommen (was von den internationalen Medien weniger beachtet wird). Außerdem, besteht die griechische Bevölkerung zu einem großen Teil aus assimilierten Arvaniten, Vlachen, Slawophonen, Türkophonen, Zigeunern etc. Was die Idee von einem griechischen Rassismus fast lächerlich macht. Auch nicht zu vergessen, dass XA eher anti-christlich ist (sie versucht das jetzt zu verschleiern), was mit den Einstellungen gerade ihrer potentiellen Wähler in großem Kontrast kommt.

    Trotzdem ist es zum Erfolg der XA in den letzten Wahlen gekommen. Das ist nicht einfach eine Folge der Wirtschaftskrise, aber von verschiedenen Faktoren und Zufällen, die z.T. mit der Krise zusammenhängen:

    1. Ganz wichtig, die unkontrollierte Massen-Zuwanderung, was z.B. das Bild von Athen in wenigen Jahren dramatisch verändert hat, und soziale Probleme mit sich brachte. Das hat mit der Zuwanderung nach Deutschland nicht viel zu tun. Wer dafür schuldig ist eine große Diskussion, aber auf jeden Fall, macht die Leute für fremdenfeindliche Propaganda sehr empfänglich. Meiner Meinung nach, würde das in ähnlichen Zuständen auch in Albanien passieren.

    2. Wegen der Bürgerkrieg-Teilung kann ein großer Teil der Bevölkerung keine linken Parteien wählen. Man wollte aber schon das politische System wegen seines totalen Versagens bestrafen. Rechtsgesinnte Wähler könnten LAOS wählen, die hat sich aber in der Regierung beteiligt. Die Unabhängige Griechen schienen nicht so anti-systemisch, wegen der ND-Vergangenheit. Ihnen blieb XA als einzige Option, die, auch wegen der strengen Verurteilung aus allen anderen Kräften, als wirklich anti-systemisch wirkte.

    3. Die XA macht auch soziale Arbeit. Sie wurde schon zu Hezbollah in Libanon verglichen: sie kommt da, wo der Staat weg geht. Sie bietet den Leuten das, was der Staat ihnen nicht mehr bieten kann: Sicherheit, Solidarität, sogar Nahrung und Arbeit. Zu vielen Leuten sind Ideologien nicht wichtig und sie verstehen auch nicht viel davon. Sie sehen nur, wer ihnen hilft, wenn kein Anderer das tut.

    Dieser ganze nationalistische Hype findet nur im Internet statt, die Antwort hat diese Partei bei der Wahl zu spüren bekommen. Die AK hat trotz großer Wahlkampagne und großen Versprechen gerade einmal rund 1% erreichen können. Und das trotz der schwierigen wirtschftlichen Lage Albaniens, die ja teilweise gravierender ist als in Griechenland während der Krise. Daraus kann ich schlussfolgern, dass wenn nicht einmal in wirtschaftlichen Krisenzeiten solche Parteien in Albanien über die 1% Hürde kommen, werden sie in wirtschaftlich besseren Zeiten nicht einmal die 0,1% überwinden können.
    Es gab auch früher Wirtschaftskrisen in GR, bei denen es trotzdem zu keinem Aufstieg von Rechtsradikalen gekommen ist. Bestes Beispiel ist die Zeit 1987-1993. Politische Instabilität schon, starker Nationalismus ja (vorwiegend mit der Makedonien-Frage verbunden, nicht aber in Wahlen mit nationalistischen Parteien ausgedrückt), aber Nazis nicht. Deswegen würde ich auch für Albanien in der Zukunft gar nicht sicher sein. Es ist ein Zusammenspiel von vielen Faktoren. Weder die Verspätung (die gab es schließlich auch in GR, im Vergleich zu West-Europa) noch die Stigmatisierung (auch in GR, wenn aus etwas anderen Gründen) können nachhaltig davor schützen.

    Ich glaube auch nicht, dass du als Grieche in Albanien schief angestarrt wurdest oder angeschimpft.
    Ganz zum Gegenteil, ich hatte das Gefühl, man hat uns oft gerade als Griechen freundlich begegnet (was mich etwas überrascht hat). Dass es eine Tradition in Gastfreundschaft gibt, kann man schon sehen.

    Das mit dem aufsteigenden Nationalismus kann man aber sowieso nicht immer in einer kurzen Reise spüren. Es ist auch nicht so, dass er immer durch Erstarkung von nationalistischen Parteien ausgedrückt wird (wie schon gesagt, war das auch in GR früher nicht so passiert). Und auch rassistische Ideologien können leider sich sehr schnell ausbreiten.

  4. #1434
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von FloKrass Beitrag anzeigen
    Großalbanien steht nicht für Nationalsozialimus und rechtes Gedankengut du verlorene Seele. Die AK ist eine demokratische Partei des rechten Flügels und hat mit nationalsozialistischem und rassistischem Gedankengut, wie es die XA ist, nichts am Hut. Und jetzt verpiss dich und versuch hier nicht die AK mit der XA zu vergleichen, um die verdreckte XA und die Probleme in Griechenland zu rechtfertigen.
    Ne großalbanien steht für den Weltfrieden du Vogel. Gerade du must reden gehst in jeden Theart und veurteilst alle großreich ideen der nachbarn aber verteitigst Großalbanien welches in den Köpfen von sehr vieler Albaner existiert. Natürlich jede großreich idee der nachbarn ist sturer Nationalismus und falsch aber wen es um GroßAlbanski geht ist das wieder was anderes ne?? Geh mal erst mal deine eigenen Probleme in deinem Kopf nach bevor du über die Griechische Geselschaft reden willst. Du kleiner Vogel nutzt die XA doch nur aus die nur durch eine Wirtschafskriese und das leid der Menschen zum ersten mal ihrer geschichte über 1% gekommen ist (auf 6,7%) um irgend eine Nazi-keule über die Griechische Geselschaft zu schwingen.

    Geh und verpiss dich doch selbst von so einem verblendeten Vogel wie dir lass ich mir gar nichts sagen, geh und mach wieder Thearts auf wo du uns sagst das die Serben in 500 jahren aussterben werden, und dann willst du von Nationalismus und rechts reden bist warscheinlich kein deut besser, Chauvinismus auf höchstem Niveau bei dir.

  5. #1435
    Avatar von Achillis TH

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    Zitat Zitat von Palaiologos XI Beitrag anzeigen
    Ne großalbanien steht für den Weltfrieden du Vogel. Gerade du must reden gehst in jeden Theart und veurteilst alle großreich ideen der nachbarn aber verteitigst Großalbanien welches in den Köpfen von sehr vieler Albaner existiert. Natürlich jede großreich idee der nachbarn ist sturer Nationalismus und falsch aber wen es um GroßAlbanski geht ist das wieder was anderes ne?? Geh mal erst mal deine eigenen Probleme in deinem Kopf nach bevor du über die Griechische Geselschaft reden willst. Du kleiner Vogel nutzt die XA doch nur aus die nur durch eine Wirtschafskriese und das leid der Menschen zum ersten mal ihrer geschichte über 1% gekommen ist (auf 6,7%) um irgend eine Nazi-keule über die Griechische Geselschaft zu schwingen.

    Geh und verpiss dich doch selbst von so einem verblendeten Vogel wie dir lass ich mir gar nichts sagen, geh und mach wieder Thearts auf wo du uns sagst das die Serben in 500 jahren aussterben werden, und dann willst du von Nationalismus und rechts reden bist warscheinlich kein deut besser, Chauvinismus auf höchstem Niveau bei dir.
    Pesta re

    - - - Aktualisiert - - -

    Die drei Größten Hetzer wenn mal was Negatives über Griechenland kommt Zoranowski Tuf tuf und Flokrasi

  6. #1436
    Avatar von Mitro94

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    Zitat Zitat von Palaiologos XI Beitrag anzeigen
    Ne großalbanien steht für den Weltfrieden du Vogel. Gerade du must reden gehst in jeden Theart und veurteilst alle großreich ideen der nachbarn aber verteitigst Großalbanien welches in den Köpfen von sehr vieler Albaner existiert. Natürlich jede großreich idee der nachbarn ist sturer Nationalismus und falsch aber wen es um GroßAlbanski geht ist das wieder was anderes ne?? Geh mal erst mal deine eigenen Probleme in deinem Kopf nach bevor du über die Griechische Geselschaft reden willst. Du kleiner Vogel nutzt die XA doch nur aus die nur durch eine Wirtschafskriese und das leid der Menschen zum ersten mal ihrer geschichte über 1% gekommen ist (auf 6,7%) um irgend eine Nazi-keule über die Griechische Geselschaft zu schwingen.

    Geh und verpiss dich doch selbst von so einem verblendeten Vogel wie dir lass ich mir gar nichts sagen, geh und mach wieder Thearts auf wo du uns sagst das die Serben in 500 jahren aussterben werden, und dann willst du von Nationalismus und rechts reden bist warscheinlich kein deut besser, Chauvinismus auf höchstem Niveau bei dir.
    Musste das sein?

    Musstest du ihn so derart beleidigen?

    Kannst du deine Meinungsverschiedenheit nicht anders ausdrücken, außer auf diese Weise? Auf deine Rechtschreibung möchte ich gar nicht eingehen...

  7. #1437
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von Mitro94 Beitrag anzeigen
    Musste das sein?

    Musstest du ihn so derart beleidigen?

    Kannst du deine Meinungsverschiedenheit nicht anders ausdrücken, außer auf diese Weise? Auf deine Rechtschreibung möchte ich gar nicht eingehen...
    Wo hab ich ihn den beleidigt er hat mich verlorene Seele genannt ich hab ihn Vogel genannt er hat zu mir gesagt ich soll mich verpissen ich hab zu ihm gesagt er soll sich selbst verpissen??

  8. #1438

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    Hannah Arendts politische Philosophie

    Der Nationalismus findet seinen Ausdruck im Nationalstaat, der auf der Einheit von Volk, Territorium und Staat beruht. Das Volk ist dabei eine Menge von Menschen, die Sprache und Kultur, Kunst und Literatur gemeinsam haben. Die Wurzel des Wortes Nation liegt im lateinischen Wort nasci, geboren werden und der Perfekt-Form davon natus/a/um esse, geboren sein. Der Nationalstaat soll also die Erweiterung einer Gemeinschaft der von einer Mutter geborenen Kinder sein. Das Geborensein von einer Mutter ist zweifellos ein natürliches Band zwischen Menschen (sofern die Kategorie des Natürlichen überhaupt sinnvoll auf zwischenmenschliche Beziehungen angewendet werden kann) und so soll auch der Nationalstaat eine gleichsam "natürliche" Verfassung darstellen.1 Unglücklicherweise ist aber die Einheit von Volk (also Sprache), Territorium und Staat2 immer eine Illusion gewesen, und das sogar im Falle Frankreichs, das Arendt die Nation par excellence nennt. In jedem Staat werden unterschiedliche Dialekte oder sogar ganz verschiedene Sprachen gesprochen, jeder Staat birgt in sich Minderheiten fremder Nationen und jede Nation hat eigene Minderheiten in fremden Staaten. Arendt zeigt, daß diese Widersprüche in der Praxis nicht zu lösen sind und erklärt deshalb die nationalstaatliche Verfassung für gescheitert. Die einzig denkbare Lösung des Minderheitenproblems besteht in Assimilation oder physischer Vernichtung. Und obwohl die Vernunft in dieser Lage gebietet, Abstriche am Konzept des Nationalstaates zu machen, ist es leider eine historische Tatsache, daß der andere Weg, der der Vernichtung, erprobt worden ist.

  9. #1439
    Avatar von Mitro94

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    Zitat Zitat von Palaiologos XI Beitrag anzeigen
    Wo hab ich ihn den beleidigt er hat mich verlorene Seele genannt ich hab ihn Vogel genannt er hat zu mir gesagt ich soll mich verpissen ich hab zu ihm gesagt er soll sich selbst verpissen??
    Das macht dich aber nicht zum besseren Menschen bzw. du schaukelst die Situation nur höher und höher und wie es in dem Forum nunmal so ist, können keine konstruktiven Gespräche zustande kommen. Und das nur, weil man sich auf Provokationen einlässt, obwohl diese völlig sinnfrei sind. Er hat dir seine Meinung erläutert, da kannst du ihn doch auch ohne das ganze gemecker erklären, dass du nicht seiner Meinung bist, oder?

  10. #1440
    Avatar von FloKrass

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Hannah Arendts politische Philosophie


    Der Nationalismus findet seinen Ausdruck im Nationalstaat, der auf der Einheit von Volk, Territorium und Staat beruht. Das Volk ist dabei eine Menge von Menschen, die Sprache und Kultur, Kunst und Literatur gemeinsam haben. Die Wurzel des Wortes Nation liegt im lateinischen Wort nasci, geboren werden und der Perfekt-Form davon natus/a/um esse, geboren sein. Der Nationalstaat soll also die Erweiterung einer Gemeinschaft der von einer Mutter geborenen Kinder sein. Das Geborensein von einer Mutter ist zweifellos ein natürliches Band zwischen Menschen (sofern die Kategorie des Natürlichen überhaupt sinnvoll auf zwischenmenschliche Beziehungen angewendet werden kann) und so soll auch der Nationalstaat eine gleichsam "natürliche" Verfassung darstellen.1 Unglücklicherweise ist aber die Einheit von Volk (also Sprache), Territorium und Staat2 immer eine Illusion gewesen, und das sogar im Falle Frankreichs, das Arendt die Nation par excellence nennt. In jedem Staat werden unterschiedliche Dialekte oder sogar ganz verschiedene Sprachen gesprochen, jeder Staat birgt in sich Minderheiten fremder Nationen und jede Nation hat eigene Minderheiten in fremden Staaten. Arendt zeigt, daß diese Widersprüche in der Praxis nicht zu lösen sind und erklärt deshalb die nationalstaatliche Verfassung für gescheitert. Die einzig denkbare Lösung des Minderheitenproblems besteht in Assimilation oder physischer Vernichtung. Und obwohl die Vernunft in dieser Lage gebietet, Abstriche am Konzept des Nationalstaates zu machen, ist es leider eine historische Tatsache, daß der andere Weg, der der Vernichtung, erprobt worden ist.
    14. Jahrhundert, Kanun des Lek Dukagjini, 2.Buch, 1. Kapitel, § 1 lautet wie folgt:

    [1.] Begriff der Familie
    Die Familie ist eine Gemeinschaft aus Gliedern, die unter
    einem Dache leben; eine Gemeinschaft, deren Zweck die
    Vermehrung der Menschheit durch Heirat ist, die Entwicklung der
    Menschheit nach Körper und Geist.
    Die Familie begreift die Leute des Hauses. Vermehren sie
    sich, so teilen sie sich in Bruderschaften, diese schließen sich zu
    Sippen zusammen, die Sippen zu Stämmen; und alle bilden eine
    große Familie, die man Volk nennt und ein gemeinsames
    Vaterland hat, ein Blut, eine Sprache, einen Brauch.
    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...53371865,d.bGE

    Soll das heißen, dass es damals im 14. Jahrhundert auch Rassismus gegeben hat, obwohl ja die Albaner mit anderen Rassen, ausser der weißen wohl kaum in Berührung gekommen sind?

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