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Rebellion gegen die UNMIK

Erstellt von lupo-de-mare, 21.05.2007, 14:29 Uhr · 10 Antworten · 668 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von lupo-de-mare

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.988

    Rebellion gegen die UNMIK

    Die BND-IEP Studie 2007 schlägt im übrigen vor. das man vor allem nur noch mit Surroi und Kurti in Zukunft zusammen arbeitet und die kriminellen Einkünfte der anderen Partei Führer publik macht und zugleich jeden Kontakt mit den anderen Schein Parteien im Kosovo abbricht. Ebenso jeden Kontakt mit Krimihenllen, welche sich jetzt Politiker nennen beendet und die gesamte UN und Aufbau Mannschaft im Kosovo entlässt und mit vollkommen neuen Leuten, nämlich echtes Experten und Praktikern neu anfängt.

    Die UN Leute, vor allem die Deutschen wie Rückers, werden praktisch als Berichts Fälscher dokumentiert, und als Entscheidungs schwache Technokraten und Idealisten bezeichnet.

    Kurz gesagt als Idioten, die zui 80% die Kunden ausmachen in den Kinder Bordells und damit höchst bezahlte Idioten mit Deutschen Partei Buch sind.

    Hier einige Auszüge!

    http://balkanforum.org/thread.php?threadid=622




    Rebellion gegen die UNMIK: Zum Charakter der LPV in Kosova
    Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schrieb vor einiger Zeit über die "Generation Kurti" in Kosova. Darunter verstand sie das wachsende Ansehen des 32-jährigen ehemaligen Studentenführers Albin Kurti und der "Bewegung für Selbstbestimmung" (LPV) unter der Jugend Kosovas. In der Tat, Albin Kurti sowie die LPV dominieren die jugendpolitische Szene Kosovas. Scharf wendet sich die LPV gegen die Negierung des Selbstbestimmungsrechtes...

    Von Max Brym

    Die LPV lehnt den serbischen Staat genauso ab, wie den "Kolonialismus der UNMIK". Sie fordert für Kosova das freie Recht auf Selbstbestimmung in allen nationalen, politischen, sozialen und kulturellen Fragen. Ihre Parolen gegen die sogenannten Verhandlungen und den Ahtisaari Plan sind im ganzen Land an jeder zweiten Hausecke zu sehen. Nach Meinung der LPV kann und darf nur die Bevölkerung über ihre staatliche und soziale Zukunft selbst entscheiden. Die LPV fordert statt den Verhandlungen über Kosovas Schicksal ein Referendum der Bevölkerung. Die Gespräche über "die Köpfe der Bevölkerung hinweg" lehnt sie entschieden ab.

    Die LPV wird von der UNMIK und der führenden politischen Kaste Kosovas zunehmend als Bedrohung empfunden. Anders ist die Gewalteskalation anläßlich der LPV Demonstration am 10. Februar in Prishtina, bei der zwei Menschen von der UNMIK- Polizei getötet und über achtzig schwer verletzt wurden nicht erklärbar. Am Abend des blutigen Samstags wurde Albin Kurti festgenommen. Vom 10. Februar bis zum 10. Mai befand sich Albin Kurti in Untersuchungshaft, seine Richterin ist eine deutsche Frau mit dem weit verbreiteten Namen Schmidt. Kurti befand sich aus rein politischen Gründen in Haft, bis jetzt ist von der Anklage nur zu vernehmen: "Dass er die internationale Sicherheit gefährden würde". Dieses Konstrukt setzt Albin Kurti mit Bin Laden gleich, gegen den formaljuristisch dieselbe Anklage erhoben wird.

    Bereits am 11. Mai wurde Kurti erneut festgenommen weil er sich nicht unter strengsten Hausarrest stellen wollte. Im Fall Kurti geht es darum, jegliche Opposition auszuschalten, die für Kosova lediglich das Selbstbestimmungsrecht einklagt, was in diversen UN-Resolutionen verankert ist. Mittlerweile hat eine von der UNMIK eingesetzte Untersuchungskommision festgestellt, dass ein rumänisches Polizeibatallion die Schuld am Tod der 2 jungen Menschen in Prishtina trägt. Die Polizeitruppe schoß laut UNMIK Untersuchungsbericht mit 11 Jahre alten Plastikgeschossen auf die zurückweichende Menschenmenge. Diese UNMIK Feststellung wird allerdings keine Konsequenzen haben, denn die beschuldigten rumänischen Polizisten konnten unbehindert Kosova verlassen. In Rumänien wurden sie für ihren Einsatz in Kosova geehrt und ausgezeichnet. Der Kommandeur des Polizeieinsatzes, der irische Staatsbürger Curtis, hat ebenfalls unmittelbar nach dem blutigen Samstag Kosova verlassen. Eine Befragung des Herren Curtis oder gar die Bestrafung des Iren Curtis steht nicht auf der Agenda. Auch weicht die UNMIK unter dem deutschen Leiter Joachim Rücker bis heute der Frage aus, wer eigentlich den Befehl zum Einsatz der international geächteten Plastikkugelgeschosse auf friedliche und zurückweichende Demonstranten in Prishtina am 10. Februar gegeben hat.

    Ziele und Methoden der LPV

    Das zentrale Büro der LPV im Zentrum Prishtinas ist jeden Tag in voller Aktion. Ab 9 Uhr am Morgen arbeiten junge Menschen in diversen Arbeitsgruppen und zweimal die Woche ist politische Vollversammlung für die Aktivisten. Als leicht angegrauter Deutscher ist man zunächst verblüfft über den Betrieb, den die jungen Leute veranstalten. Am Montag und Dienstag wird die Zeitung der LPV gefaltet und in den Straßen Prishtinas verteilt. Natürlich haben die Jugendlichen ihre festen Verteilplätze. Andere schnüren Zeitungspakete und schaffen sie an die Bußlinien um die Zeitungen auch in den letzten Winkel Kosovas zu schaffen. Im Hinterhof des Zentrums wird gehämmert und gebastelt, dort werden Attrappen für die nächste Straßenaktion hergestellt. Selbstverständlich sind viele der Aktivisten auch nachts unterwegs, bewaffnet mit Schablone und Farbe damit Häuserwände die entsprechenden politischen Parolen erhalten. Wer mit den Jugendlichen spricht wird kein rassistisches Wort gegen Roma oder serbische Menschen hören. Für sie ist der serbische Staat mit seinem Anspruch auf Kosova und die UNMIK als "neuer Kolonialherr" der Gegner.

    Die UNMIK Herrschaft wird auch mit den sozialen Grausamkeiten in Kosova in Verbindung gebracht. Die Jugendlichen wissen viele Beispiele zu erzählen wie die UNMIK die örtlichen "Kollaborateure" in ihrem korrupten Streben nach Reichtum unter der Parole Marktwirtschaft deckt. Nach der neuesten Studie der Weltbank leben 15% der Bevölkerung in Kosova in "extremer Armut". Darunter versteht die Weltbank ein Einkommen von unter einem Dollar pro Tag. Weitere 36% müssen von weniger als zwei Dollar am Tag ihr Leben fristen. Anspruch auf soziale Unterstützung hat nur derjenige, der keinen Esel und keinen Verwandten im westlichen Ausland hat. Die "Sozialunterstützung" beträgt maximal 50 Euro im Monat. Die Rentner beziehen eine Einheitsrente von 40 Euro im Monat. Das ist zum Sterben zuviel und zum Leben zuwenig. Die medizinische Versorgung wird immer mehr eingeschränkt und privatisiert. Auf Rezept gibt es fast keine Medikamente mehr. Wer allerdings genügend Knete in der Tasche hat bekommt jedes Medikament in den Apotheken. Die Ausstattung der öffentlichen Krankenhäuser verschlechtert sich. Dafür wird eine Privatklinik neben der anderen gegründet. Kosova ist auch ein Experimentierfeld des Neoliberalismus. Besonders betroffen von der Arbeitslosigkeit ist die Jugend, insbesondere die weibliche. Kosova hat eine enorme Anzahl junger Menschen, von den 2,2 Millionen Einwohnern sind 50% unter 25 Jahre alt. Die Unzufriedenheit ist hier besonders weitverbreitet. Nicht umsonst wird in bestimmten westlichen Medien von einer Explosionsgefahr in Kosova geschrieben.

    Frankfurter Schule, Marx, Chavez und Fanon

    Besonders spannend ist der Bildungshunger und die Lektüre der Aktivisten. Selten wurde ich in meinem Leben soviel über Marx, Chavez, Fanon oder die Theoretiker der Frankfurter Schule gefragt wie in Prishtina von den Aktivisten der LPV. Dabei gibt es unterschiedliche Vorlieben und Meinungen. Offen wird einem erklärt, dass sich in der LPV auch "rechts gesinnte Leute" befänden. Auf den erschrockenen Einwand um welche Rechte es sich den handle, wird einem grinsend geantwortet, dass sind Freunde, die sich nicht für die obengenannten Theoretiker und Politiker besonders interessieren zudem gibt es auch religöse Menschen innerhalb der LPV.

    Die LPV ist eine plurale linksdemokratische Organisation auf der Basis bürgerlich-demokratischer Forderungen wie dem Selbstbestimmungsrecht. Offen wird von einer "Revolution" gegen den Kolonialismus gesprochen. Die LPV die kein sozialistisches Programm hat und sich nicht als Partei versteht, steht allerdings vor der Notwendigkeit, wie es ein Aktivist in einem Gespräch ausdrückte, ein : "Sozialpolitisches Sofortprogramm zu entwickeln".

    Die LPV ist gegen den Ahtisaari-Plan

    Der Vorschlag des finnischen UN- Sondergesannten Ahtisaari zur Zukunft Kosovas wird von der LPV abgelehnt. Die Ablehnung des Vorschlages erfolgt keineswegs aus nationalistischen Gründen. Visar Yimeri wies in einem Gespräch darauf hin, "dass das kommende EU-Protektorat das Land teilt und die Menschen einander auf ethnischer Basis gegenüberstellt.". Grundsätzlich wendet sich die LPV gegen die Ethnifizierung der Politik und tritt für ein selbstbestimmtes freies Leben der Menschen in einem vereintem Kosova ein. Dabei sollen alle Bürger die gleichen Rechte und Pflichten unabhängig von ihrer Nationalität haben. Ein Argument gegen den Plan ist auch, dass überwachte Unabhängigkeit nur die Unabhängigkeit des Überwachers (hoher Kommisar mit NATO-Soldaten) sichert.

    .....................

    http://www.hagalil.com/01/de/Europa.php?itemid=859

  2. #2
    hahar

    was ist den das für ein forum!?!?

  3. #3
    Avatar von albaner

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    3.862
    wie wäre es mal mit einer kurzfassung ?

  4. #4
    Gast829627
    lupo ist wieder da

  5. #5
    Avatar von skenderbegi

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    11.090
    Zitat Zitat von Legija Beitrag anzeigen
    lupo ist wieder da

    schön für euch was....

    endlich endlich könnt euch gegenseitig die eier streicheln ....

  6. #6
    Gast829627
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    schön für euch was....

    endlich endlich könnt euch gegenseitig die eier streicheln ....
    dafür müsstest du zuerst von meinen absteigen

  7. #7
    The Rock
    Zitat Zitat von hahar Beitrag anzeigen
    was ist den das für ein forum!?!?
    Scheint ja wirklich viele Leute zu geben, die ihre Freizeit nahezu ausschließlich mit Internet-Foren verbringen.
    Schau mal bitte wer zum Team dieses Forums gehört. ^^



  8. #8
    Avatar von skenderbegi

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    11.090

    Idee

    [quote=lupo-de-mare;426304]Die BND-IEP Studie 2007 schlägt im übrigen vor. das man vor allem nur noch mit Surroi und Kurti in Zukunft zusammen arbeitet und die kriminellen Einkünfte der anderen Partei Führer publik macht und zugleich jeden Kontakt mit den anderen Schein Parteien im Kosovo abbricht. Ebenso jeden Kontakt mit Krimihenllen, welche sich jetzt Politiker nennen beendet und die gesamte UN und Aufbau Mannschaft im Kosovo entlässt und mit vollkommen neuen Leuten, nämlich echtes Experten und Praktikern neu anfängt.

    Die UN Leute, vor allem die Deutschen wie Rückers, werden praktisch als Berichts Fälscher dokumentiert, und als Entscheidungs schwache Technokraten und Idealisten bezeichnet.

    Kurz gesagt als Idioten, die zui 80% die Kunden ausmachen in den Kinder Bordells und damit höchst bezahlte Idioten mit Deutschen Partei Buch sind.

    Hier einige Auszüge!

    http://balkanforum.org/thread.php?threadid=622




    Rebellion gegen die UNMIK: Zum Charakter der LPV in Kosova
    Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schrieb vor einiger Zeit über die "Generation Kurti" in Kosova. Darunter verstand sie das wachsende Ansehen des 32-jährigen ehemaligen Studentenführers Albin Kurti und der "Bewegung für Selbstbestimmung" (LPV) unter der Jugend Kosovas. In der Tat, Albin Kurti sowie die LPV dominieren die jugendpolitische Szene Kosovas. Scharf wendet sich die LPV gegen die Negierung des Selbstbestimmungsrechtes...


    -----------------------------------------------------------------------------------

    na du hetzer ,
    wieder am hetzen und das in einer sprache voller fehler....
    nur so nebenbei......

    es ist natürlich nicht zu verschweigen das auch in kosova gewisse politiker für ihr persönliches wohl staat des volkes arbeiten..... leider

    natürlich darf in einer demokratie auch eine beewegung wie die LPV eine stimme haben......
    im vergleich zu der serbischen SRS drohen diese nicht mit dem krieg¨!!!!

    habe für dich das noch hier....


    "GELDWÄSCHE" IM AUFTRAG DER REGIERUNG
    »Geldwäsche« im Auftrag der Regierung Montag, 19 März 2007

    http://www.r-archiv.de/article2721.html
    __________________

    finanzier des milos-regiem verhaftet International

    Milosevic mit Financier Kertes (Archiv)

    Mihalj Kertes (Archiv)
    17.03.2007 11:13

    Wichtigster Financier des Milosevic-Regimes in Serbien verhaftet
    BELGRAD - Mihalj Kertes, wichtigster Financier des Regimes unter dem früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic, ist verhaftet worden. Das berichtete die Zeitung "Novosti" in Belgrad.

    Dem 60-Jährigen wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, als damaliger Zollchef für die Verschiebung von umgerechnet hunderten Millionen Franken nach Zypern verantwortlich zu sein. Von dort seien grosse Teile des Geldes illegal in private Taschen von Milosevic, an dessen Günstlinge und seine Partei geflossen.

    Die seit sechs Jahren vorbereitete Anklage richtete sich ursprünglich auch gegen Milosevic, der im vergangenen Jahr im UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag einem Herzleiden erlegen war.

    Auch der mitangeklagte frühere Vizeregierungschef Jovan Zebic ist in dieser Woche gestorben. Zahlreiche weitere Spitzenpolitiker der Milosevic-Zeit sollen in den Fall verwickelt sein.

    Während der internationalen Isolierung Jugoslawiens sollen Kuriere das Geld säckeweise als Diplomatenpost nach Zypern geschafft haben. In dieser Zeit sollen auch einige der heute reichsten Männer Serbiens mit zwielichtigen Geschäften den Grundstock für ihren Aufstieg gelegt haben.

    sda



  9. #9
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von hahar Beitrag anzeigen
    was ist den das für ein forum!?!?
    Das sind Ausschnitte aus einer nur für den Dienst Gebrauch zugänglichen KOsovo Studie!

  10. #10
    Avatar von Lepoto

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    1.266
    Zitat Zitat von lupo-de-mare Beitrag anzeigen
    Die BND-IEP Studie 2007 schlägt im übrigen vor. das man vor allem nur noch mit Surroi und Kurti in Zukunft zusammen arbeitet und die kriminellen Einkünfte der anderen Partei Führer publik macht und zugleich jeden Kontakt mit den anderen Schein Parteien im Kosovo abbricht. Ebenso jeden Kontakt mit Krimihenllen, welche sich jetzt Politiker nennen beendet und die gesamte UN und Aufbau Mannschaft im Kosovo entlässt und mit vollkommen neuen Leuten, nämlich echtes Experten und Praktikern neu anfängt.

    Die UN Leute, vor allem die Deutschen wie Rückers, werden praktisch als Berichts Fälscher dokumentiert, und als Entscheidungs schwache Technokraten und Idealisten bezeichnet.

    Kurz gesagt als Idioten, die zui 80% die Kunden ausmachen in den Kinder Bordells und damit höchst bezahlte Idioten mit Deutschen Partei Buch sind.

    Hier einige Auszüge!

    http://balkanforum.org/thread.php?threadid=622




    Rebellion gegen die UNMIK: Zum Charakter der LPV in Kosova
    Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schrieb vor einiger Zeit über die "Generation Kurti" in Kosova. Darunter verstand sie das wachsende Ansehen des 32-jährigen ehemaligen Studentenführers Albin Kurti und der "Bewegung für Selbstbestimmung" (LPV) unter der Jugend Kosovas. In der Tat, Albin Kurti sowie die LPV dominieren die jugendpolitische Szene Kosovas. Scharf wendet sich die LPV gegen die Negierung des Selbstbestimmungsrechtes...

    Von Max Brym

    Die LPV lehnt den serbischen Staat genauso ab, wie den "Kolonialismus der UNMIK". Sie fordert für Kosova das freie Recht auf Selbstbestimmung in allen nationalen, politischen, sozialen und kulturellen Fragen. Ihre Parolen gegen die sogenannten Verhandlungen und den Ahtisaari Plan sind im ganzen Land an jeder zweiten Hausecke zu sehen. Nach Meinung der LPV kann und darf nur die Bevölkerung über ihre staatliche und soziale Zukunft selbst entscheiden. Die LPV fordert statt den Verhandlungen über Kosovas Schicksal ein Referendum der Bevölkerung. Die Gespräche über "die Köpfe der Bevölkerung hinweg" lehnt sie entschieden ab.

    Die LPV wird von der UNMIK und der führenden politischen Kaste Kosovas zunehmend als Bedrohung empfunden. Anders ist die Gewalteskalation anläßlich der LPV Demonstration am 10. Februar in Prishtina, bei der zwei Menschen von der UNMIK- Polizei getötet und über achtzig schwer verletzt wurden nicht erklärbar. Am Abend des blutigen Samstags wurde Albin Kurti festgenommen. Vom 10. Februar bis zum 10. Mai befand sich Albin Kurti in Untersuchungshaft, seine Richterin ist eine deutsche Frau mit dem weit verbreiteten Namen Schmidt. Kurti befand sich aus rein politischen Gründen in Haft, bis jetzt ist von der Anklage nur zu vernehmen: "Dass er die internationale Sicherheit gefährden würde". Dieses Konstrukt setzt Albin Kurti mit Bin Laden gleich, gegen den formaljuristisch dieselbe Anklage erhoben wird.

    Bereits am 11. Mai wurde Kurti erneut festgenommen weil er sich nicht unter strengsten Hausarrest stellen wollte. Im Fall Kurti geht es darum, jegliche Opposition auszuschalten, die für Kosova lediglich das Selbstbestimmungsrecht einklagt, was in diversen UN-Resolutionen verankert ist. Mittlerweile hat eine von der UNMIK eingesetzte Untersuchungskommision festgestellt, dass ein rumänisches Polizeibatallion die Schuld am Tod der 2 jungen Menschen in Prishtina trägt. Die Polizeitruppe schoß laut UNMIK Untersuchungsbericht mit 11 Jahre alten Plastikgeschossen auf die zurückweichende Menschenmenge. Diese UNMIK Feststellung wird allerdings keine Konsequenzen haben, denn die beschuldigten rumänischen Polizisten konnten unbehindert Kosova verlassen. In Rumänien wurden sie für ihren Einsatz in Kosova geehrt und ausgezeichnet. Der Kommandeur des Polizeieinsatzes, der irische Staatsbürger Curtis, hat ebenfalls unmittelbar nach dem blutigen Samstag Kosova verlassen. Eine Befragung des Herren Curtis oder gar die Bestrafung des Iren Curtis steht nicht auf der Agenda. Auch weicht die UNMIK unter dem deutschen Leiter Joachim Rücker bis heute der Frage aus, wer eigentlich den Befehl zum Einsatz der international geächteten Plastikkugelgeschosse auf friedliche und zurückweichende Demonstranten in Prishtina am 10. Februar gegeben hat.

    Ziele und Methoden der LPV

    Das zentrale Büro der LPV im Zentrum Prishtinas ist jeden Tag in voller Aktion. Ab 9 Uhr am Morgen arbeiten junge Menschen in diversen Arbeitsgruppen und zweimal die Woche ist politische Vollversammlung für die Aktivisten. Als leicht angegrauter Deutscher ist man zunächst verblüfft über den Betrieb, den die jungen Leute veranstalten. Am Montag und Dienstag wird die Zeitung der LPV gefaltet und in den Straßen Prishtinas verteilt. Natürlich haben die Jugendlichen ihre festen Verteilplätze. Andere schnüren Zeitungspakete und schaffen sie an die Bußlinien um die Zeitungen auch in den letzten Winkel Kosovas zu schaffen. Im Hinterhof des Zentrums wird gehämmert und gebastelt, dort werden Attrappen für die nächste Straßenaktion hergestellt. Selbstverständlich sind viele der Aktivisten auch nachts unterwegs, bewaffnet mit Schablone und Farbe damit Häuserwände die entsprechenden politischen Parolen erhalten. Wer mit den Jugendlichen spricht wird kein rassistisches Wort gegen Roma oder serbische Menschen hören. Für sie ist der serbische Staat mit seinem Anspruch auf Kosova und die UNMIK als "neuer Kolonialherr" der Gegner.

    Die UNMIK Herrschaft wird auch mit den sozialen Grausamkeiten in Kosova in Verbindung gebracht. Die Jugendlichen wissen viele Beispiele zu erzählen wie die UNMIK die örtlichen "Kollaborateure" in ihrem korrupten Streben nach Reichtum unter der Parole Marktwirtschaft deckt. Nach der neuesten Studie der Weltbank leben 15% der Bevölkerung in Kosova in "extremer Armut". Darunter versteht die Weltbank ein Einkommen von unter einem Dollar pro Tag. Weitere 36% müssen von weniger als zwei Dollar am Tag ihr Leben fristen. Anspruch auf soziale Unterstützung hat nur derjenige, der keinen Esel und keinen Verwandten im westlichen Ausland hat. Die "Sozialunterstützung" beträgt maximal 50 Euro im Monat. Die Rentner beziehen eine Einheitsrente von 40 Euro im Monat. Das ist zum Sterben zuviel und zum Leben zuwenig. Die medizinische Versorgung wird immer mehr eingeschränkt und privatisiert. Auf Rezept gibt es fast keine Medikamente mehr. Wer allerdings genügend Knete in der Tasche hat bekommt jedes Medikament in den Apotheken. Die Ausstattung der öffentlichen Krankenhäuser verschlechtert sich. Dafür wird eine Privatklinik neben der anderen gegründet. Kosova ist auch ein Experimentierfeld des Neoliberalismus. Besonders betroffen von der Arbeitslosigkeit ist die Jugend, insbesondere die weibliche. Kosova hat eine enorme Anzahl junger Menschen, von den 2,2 Millionen Einwohnern sind 50% unter 25 Jahre alt. Die Unzufriedenheit ist hier besonders weitverbreitet. Nicht umsonst wird in bestimmten westlichen Medien von einer Explosionsgefahr in Kosova geschrieben.

    Frankfurter Schule, Marx, Chavez und Fanon

    Besonders spannend ist der Bildungshunger und die Lektüre der Aktivisten. Selten wurde ich in meinem Leben soviel über Marx, Chavez, Fanon oder die Theoretiker der Frankfurter Schule gefragt wie in Prishtina von den Aktivisten der LPV. Dabei gibt es unterschiedliche Vorlieben und Meinungen. Offen wird einem erklärt, dass sich in der LPV auch "rechts gesinnte Leute" befänden. Auf den erschrockenen Einwand um welche Rechte es sich den handle, wird einem grinsend geantwortet, dass sind Freunde, die sich nicht für die obengenannten Theoretiker und Politiker besonders interessieren zudem gibt es auch religöse Menschen innerhalb der LPV.

    Die LPV ist eine plurale linksdemokratische Organisation auf der Basis bürgerlich-demokratischer Forderungen wie dem Selbstbestimmungsrecht. Offen wird von einer "Revolution" gegen den Kolonialismus gesprochen. Die LPV die kein sozialistisches Programm hat und sich nicht als Partei versteht, steht allerdings vor der Notwendigkeit, wie es ein Aktivist in einem Gespräch ausdrückte, ein : "Sozialpolitisches Sofortprogramm zu entwickeln".

    Die LPV ist gegen den Ahtisaari-Plan

    Der Vorschlag des finnischen UN- Sondergesannten Ahtisaari zur Zukunft Kosovas wird von der LPV abgelehnt. Die Ablehnung des Vorschlages erfolgt keineswegs aus nationalistischen Gründen. Visar Yimeri wies in einem Gespräch darauf hin, "dass das kommende EU-Protektorat das Land teilt und die Menschen einander auf ethnischer Basis gegenüberstellt.". Grundsätzlich wendet sich die LPV gegen die Ethnifizierung der Politik und tritt für ein selbstbestimmtes freies Leben der Menschen in einem vereintem Kosova ein. Dabei sollen alle Bürger die gleichen Rechte und Pflichten unabhängig von ihrer Nationalität haben. Ein Argument gegen den Plan ist auch, dass überwachte Unabhängigkeit nur die Unabhängigkeit des Überwachers (hoher Kommisar mit NATO-Soldaten) sichert.

    .....................

    http://www.hagalil.com/01/de/Europa.php?itemid=859
    na, da ist er ja wieder...

    das mag ja alles sein.

    nur,
    1. was bedeutet denn der (schon wieder ein neuer) ausdruck "vereintes kosovo"?

    2. mag das ja alles sein. aber der bnd hat sich bereits 1999 auf auf osze berichte gestützt bei der es hiess, dass im kosovo keine humanitäre katastrophe drohe. was ja bekanntlich die D-politker nicht daran gehindert hat das gegenteil zu behaupten und somit den "krieg" als "unausweichlich" darstellten. (und daran halten sie ja heute noch fest, obwohl alles längst erwiesen ist)

    3. ist das nicht mit dem ziel der amis vereinbar....und by the way auch nicht mit dem der deutschen.

    insofern kann man den bericht sozusagen in der pfeiffe rauchen....

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