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Rechtspopulisten entdecken Israel als Verbündeten

Erstellt von Ratko, 31.07.2011, 17:18 Uhr · 76 Antworten · 3.844 Aufrufe

  1. #71

    Registriert seit
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    Schwester Guido und Mullah Mölli im "Anti-Semi-Finale" Als ich vor einigen Wochen von der "taz", wo ich von den 80er Jahren Kulturedakteur gearbeitet hatte, zur morgendlichen Blattkritik eingeladen war und einen meines Erachtens zu israel-freundlichen Aufmacher mit dem Hinweis kritiserte, dass die aggressive Landnahme-Politik Scharons mich an die Groß-Deutschland-Attitüde Hitlers erinnert, erntete ich Kopfschütteln und Proteste. Zwischen Antizionismus und Antisemitismus unterscheidet auch bei der"taz" offenbar kaum noch jemand, beschwerte ich mich hinterher bei einem alten Kollegen, der aber nur meinte: "Ach Bröckers, was mußt du auch immer so übertreiben und Scharon mit Hitler vergleichen, Himmler hätte es doch auch getan..."
    Nun bin ich gottseidank kein Grünen-Politiker und muß wegen dieser "übertriebenen" Bemerkung jetzt nicht zu Schwesterwelle und Möllemann ins Boot wechseln. Auch den Schuh des unvermeidlichen Broder, den "modernen Antisemitismus" ,muß ich mir nicht anziehen. Heute so wenig wie vor zwanzig Jahren, als wir nach dem (von Scharon verantworteten) Massaker von Sabra und Chatila auf der Kulturseite der "taz" eine flammende Anklage des französischen Dramatikers und Palästinakenners Jean Genet abdruckten - und Broder einritt und die Kulturredaktion des "linken Antisemitismus" bezichtigte. Seine kurz darauf großspurig verkündete Drohung, aus dem allseits antisemitischen Deutschland nunmehr auszuwandern, machte er dann nur sehr kurzfristig wahr, kam zurück und wurde von den Zeilenhonoraren für die immergleiche Platte rundlich. Aber keineswegs gemütlich : als die erste Folge meiner WTC-Serie am 13.9. in der "taz" erschien, hatte die Chefredaktion umgehend einen tobenden Broder am Apparat: es sei ein Skandal, ein "krankes Hirn" wie mich schreiben zu lassen. Er bescheinigte mir, auf einer Stufe mit den Holocaust-Leugnern und Propagandisten der "Protokolle der Weisen von Zion" zu stehen. (Mit dem später in der "taz" von seinem ehemaligen Verleger Klaus Bittermann veröffentlichten Vorschlag, man möge Broder doch bitte "als Stinkmorchel über Afghanistan abwerfen" hatte ich allerdings nichts zu tun.)
    Zwar mag ein Autor, der thematisch vom Shoa-Business lebt, durchaus als Fachmann für Antisemitismus gelten, doch was die Hintergründe der aktuellen Debatte betrifft, halten wir uns doch lieber an den Originalton aus erster Hand - einem hohen Offizier unter Ariel Scharon - dem verantwortlichen General des Libanon-Feldzugs 1982 und des "war on terror" in den palästinensischen Gebieten 2002. Als der Schriftsteller Amos Oz ihn nach dem Sabra-Chatila-Massaker im Dezember 1982 befragte, hatte dieser nichts dagegen, als "Nazi" bezeichnet zu werden:
    "Nennen Sie mich wie Sie wollen. Nennen sie mich ein Monster oder einen Mörder(..) Nennen Sie Israel wie sie wollen, nennen Sie es es einen Judeo-Nazi-Staat wie es Leibowitz tut. Warum nicht? Besser in einem Judeo-Nazi-Staat leben als ein toter Heiliger sein. Es ist mir egal ob ich wie Ghadaffi bin. Ich brauche keine Bewunderung von Nicht-Juden. Ich brauche ihre Liebe nicht. Und von Juden wie Ihnen geliebt zu werden auch nicht."
    (Interview in der israelischen Tageszeitung Davar, 17.12.1982)
    http://www.counterpunch.org/pipermai...er/013054.html

    (An der zitierten Quelle, und an vielen anderen Stellen im Internet, wird der Gesprächspartner dieses Interview als Ariel Sharon bezeichnet. Auch ich hatte das in der ersten Fassung dieses Texts übernommen. Tatsächlich nennt Amos Oz in diesem Interview aber nicht den vollen Namen seines Interviewpartners, er hatte ihm, wie den anderen Militärs und Generälen, die er interviewte, Anonymität zugesichert. Die obige (und die unten zitierte) Aussage wird einem "C." zugeschrieben. Von ihm wird nur gesagt, dass er ein Militär "mit einer gewissen Vergangenheit" sei. Viele Interpreten haben diese Aussagen dennoch auf Sharon bezogen - und so wurden sie unter seinem Namen im Internet verbreitet. Der Geist und der Hintergrund schien auch intimen Kennern des Nahen Ostens perfekt auf den amtierenden Präsidenten zu passen - auch Holger Jensen, ehemaliger "Newsweek"-Korrespondent, der aus dem "Scharon"-Interview im April in einem Kommentar für die "Rocky Mountain News" zitiert hatte. Nachdem jüdische Kreise dagegen protestierten, fragte Jensen bei Amos Oz persönlich nach, der die Identität des "C." nicht enthüllte, aber klar machte, dass es sich bei ihm nicht um Ariel Scharon handelt. Jensen verfaßte daraufhin ein "Mea Culpa" - und quittierte kurz darauf seinen Job als Redakteur "im beiderseitigen Einvernehmen".
    Auch ich bekenne meine Schuld, falsch bzw. unüberprüft zitiert zu haben - und befinde mich damit in guter Gesellschaft mit noch einigen anderen israelischen und internationalen Jornalisten, wie mir Holger Jensen auf meine Anfrage zu diesem Fall bestätigte.
    Dennoch scheint mir der Geist, das ideologische Umfeld, die Philosophie des gegenwärtigen israelischen Präsidenten von den Aussagen seines ehemaligen Kombattanten gut getroffen. )
    Der aus der Psychologie bekannte Mechanismus der "Identifikation mit dem Aggressor" scheint mir hier sehr deutlich zu werden: Menschen, die in ihrer Kindheit Gewalt erfahren, werden selbst gewalttätig; Völker und Staaten offenbar auch. Insofern wäre der Staat Israel, geboren aus der Not vor dem gewalttäigen "Übervater" Hitler, aufgewachsen in einer feindlich-aggressiven Umgebung, psychohistorisch jetzt zu so etwas wie einem gewalttätigen Hooligan herangewachsen, der einfach nicht anders kann als aggressiv zu sein. Fragt sich, wie man Scharon und seine Armeen überzeugen kann, dass sie auch anders als mit den von ihrem grausamen "Vater" unbewußt übernommenen Nazi-Methoden überleben können. Selbstmordbomber scheinen dazu nicht die geeignete Methode - das wird sie nur provozieren, noch bessere "Nazis" zu werden.
    Was den Antisemitismus betrifft, wird in diesem Interview mit sehr offenen Worten klargemacht, wie sehr den Hardlinern in Israel strategisch daran gelegen ist, die Judenfeindlichkeit durch gewalttätige Landnahmen und Massaker international zu provozieren:
    "Ich will Ihnen sagen was die wichtigste Sache, die süßeste Frucht des Kriegs im Libanon ist: Es ist, dass sie jetzt nicht nur Israel hassen. Dank uns hassen sie jetzt auch all diese Feinschmecker-Juden in Paris, London, New York, Franfurt und Montreal in allen ihren Löchern. Und sie hassen auch all diese netten Juden, die sagen, sie sind anders als wir, nicht diese israelischen Gangster, sondern andere Juden, sauber und ordentlich (..). Bald werden ihre Paläste beschmiert sein mit dem Slogan: Juden, geht nach Palästina! Und wissen Sie was? Sie werden nach Palästina kommen weil sie keine andere Wahl haben. All dies ist ein Bonus den wir aus dem Krieg ziehen. Und war er das nicht wert ? Bald werden wir bessere Zeiten sehen. Die Juden werden kommen, die Israelis aufhören zu emigrieren und die, die schon ausgewandert sind, werden zurückkehren."
    Die besseren Zeiten kamen bekanntlich nicht - Scharon wurde zwischenzeitlich Bevölkerungsminister und versuchte Israel mit russischen Aussiedlern zu füllen; und produziert jetzt als Präsident und Kriegsherr mit neuen Landnahmen und Gemetzeln wieder weltweite Kritik = "modernen Antisemtismus".
    Nach dieser konspirativen Logik wären Neonazis und andere Rassisten, die Synagogen beschmieren und antisemitische Parolen verbreiten,die besten Erfüllungsgehilfen, um Scharons Raum ohne Volk zu besiedeln. Die zweitbesten Helfer wären jene, die sich an Gespensterdebatten wie der derzeitigen beteiligen - mit Schwester Guido und Mullah Mölli im Schaukampf, dem öligen Friedmann als Ringrichter, und Broder, dem Heribert Faßbender des Anti-Semi-Finales, mit dem amtlichen Kommentar. Wäre es nicht die PR-geile Nullpartei FPD, die mit dieser Nummer unter den 800.000 molsemischen Wahlberechtigten hausieren geht, ginge es um eine ernsthafte Debatte über Rolle und Funktion des Antisemitismus, dann müßte diese perverse Logik der israelischen Siedlungspolitik im Mittelpunkt stehen. Gerade in Deutschland, das aufgrund seiner mörderischen Geschichte eine ganz besondere Verantwortung für die Sicherheit Israels hat. "Ich möchte nicht in einem Land leben, wo der Antisemitismus mit einem Champagnerglas in der Hand Einzug nimmt in die politischen Salons." , bekundete die Grünen-Chefin Claudia Roth, die Möllemann wegen Volksverhetzung letzte Woche angezeigt hat. Auch dies eher ein wahltaktisches Manöver. Denn eben dieser Salon-Antisemtismus ist letztlich "die süßeste Frucht", die Scharon mit seine Bulldozer-Politik auf internationaler Ebene einzufahren hofft. Insofern paßt auch die absurde Übertreibung des Zentralratsvorsitzenden Paul Spiegel in der "Welt", Möllemanns Äußerungen seien "die größte Beleidigung seit dem Holocaust" - je übler man die Judenfeinde im Ausland ausmalt, desto besser für Israels aktuelle Siedlungspolitik.
    Zurück zum Ausgangspunkt des Streits - der Äußerung des Grünen Karsli, dass Israel "Nazi-Methoden" anwende - mußte man wahrlich kein Antisemit sein, um bei den Fernsehbildern von palästinensischen Gefangenen mit Augenbinden und auf die Haut geschriebenen Nummern zu dieser Assoziation zu kommen. Doch ebenso ist Scharons Disposition nachvollziehbar, dass er als Jude eben "Nazi" sein muß, um nicht noch einmal den Nazis zum Opfer zu fallen. Hier steht er, und mit ihm die Mehrheit seines Volkes, und kann nicht anders. "Besser in einem Judeo-Nazi-Staat leben als ein toter Heiliger". Fragt sich, wie die Weltgemeinschaft mit diesem zum halbstarken "Fascho" herangewachsenen Staat umgeht, um einen dritten Weg aus dieser tödlichen Alternative zu eröffnen. Mit aufgeblasenen Spiegelgefechten wie dem derzeitigen FDP-Schaukampf sicher nicht.
    04/06/02 Mathias Bröckers
    quelle: Mullah Mlli






  2. #72

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    Eine Schande, dass sich diese Terroristen als "Gotteskrieger" ausgeben und im Namen Allahs kämpfen
    und die Rechtsextremisten als "Kreuzritter" zur Rettung Europas

    Wenn sie wirklich ihrem Glauben helfen wollen, sollen sie beten und nicht unnötig Blut vergießen

  3. #73

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    Zitat Zitat von Seljuk Beitrag anzeigen
    Eine Schande, dass sich diese Terroristen als "Gotteskrieger" ausgeben und im Namen Allahs kämpfen
    und die Rechtsextremisten als "Kreuzritter" zur Rettung Europas

    Wenn sie wirklich ihrem Glauben helfen wollen, sollen sie beten und nicht unnötig Blut vergießen
    weißt Du was Ideologie bedeutet?

    wasalam

  4. #74
    Ego
    Zitat Zitat von Axha Paqarriz Beitrag anzeigen
    Nein das entschuldigt nicht das andere aber wenn du schon hier ein video postest wie araber erzogen werden dann poste doch auch gleich ein jüdisches. Ich bin pro Gerechtigkeit und das heisst auch pro palestina und ich bin nicht der einzige sogar juden gehen auf die strasse und protestieren für gerechtigkeit.


    Junge, junge. Wie ich es hasse, wenn man sagt, dass "die juden" auf die Straße gehen und protestieren.
    Diese Personen in diesem Video sind ultraorthodoxe-Juden. Mitglieder der Neturei Karta.
    Sie wurden mal eine Zeit lang finanziert von Jassir Arafat.

  5. #75

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    doch die Zitate die von ultraorthodoxe-Juden zitiert/gerufen werden stammen aus welches Buch?

    und das Jude und Muslim wie Brüder zusammen waren, zusammen lebten, das ist auch keine Lüge... (bis eine Regierung kam...!)

  6. #76
    Zar

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    Zitat Zitat von Frieden Beitrag anzeigen
    doch die Zitate die von ultraorthodoxe-Juden zitiert/gerufen werden stammen aus welches Buch?
    Die Zitate die von Osmaa bin Laden gerufen wurden stammen aus welchem buch?

  7. #77

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    Zitat Zitat von Zar Beitrag anzeigen
    Die Zitate die von Osmaa bin Laden gerufen wurden stammen aus welchem buch?

    (abgesehen von der Geschichte zu Muhammad zeiten) zerrissene Versen aus Sure 9 eine Sure von 114 Sure, und als einzige Sure die nicht mit:
    "Im Namen Gottes des Erbarmers des Barmherzigen" (Bismi llahi l-rahmani l-rahim) beginnt!
    (alle andere ja..) hast Du dich gefragt warum das so ist? (wie eine Wunder! )

    und nochmal, der Norweger war auch kein Christ... oder doch? es wäre Ungerecht zu sagen, er war Christ! (kapiere das endlich....) eine Religion wie Christentum, die als zweit Höchste Gebot "Nächstenliebe" befolgen, wird sich für die Tat auch nicht verantworten wollen...(es wäre Ungerecht da den wahren Verantwortlichen zu suchen! ich würde mich schämen so eine Dummheit hier und da zu verkaufen! )

    was ich mit vorherigen Beitrag meinte ist, das manche Zitate aus Thora kommen, die auf "Einigung" (Frieden) hinweisen... vorallem dann wenn die Wissen wer Ismael war nämlich, Bruder von Isaak...! aus den beiden Brüdern stammt eine Religion (nämlich Abrahamische!) die sich (mit der Zeit) im Judentum, Christentum und Islam gespaltet hat!

    Islam="Folge der Lehre Abrahams, der sich jeglicher Irrlehre fernhielt und nicht zu den Götzendienern gehörte, die Gott Gefährten beigesellen. was man ja erkennen kann, das Islam nicht von Muhammad eine neue erfundene Religion ist, sondern im Offenbarte Abrahamische Religion.... falls dich das interessiert, siehe hier: Abrahamische Ökumene (Judentum, Islam, Christentum) so lautet (zb.) Sure 3:84 Bekenntnis was uns Einigt! "Sprich: ""Wir glauben an Allah und an das, was auf uns herabgesandt worden ist, und was herabgesandt worden ist auf Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und die Stämme (Israels), und was gegeben worden ist Moses und Jesus und den Propheten von ihrem Herrn; wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen, und Ihm sind wir ergeben.""" )

    auch die Juden wissen, das Gott mit Abrahams Samen Bund geschlossen hat....und Jesus hat sie nicht verneint, in dem er zu Juden sprach: Ich weiß wohl, daß ihr Abrahams Samen seid; aber ihr sucht mich zu töten, denn meine Rede fängt nicht bei euch. Ich rede, was ich von meinem Vater gesehen habe; so tut ihr, was ihr von eurem Vater gesehen habt. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Spricht Jesus zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so tätet ihr Abrahams Werke. (Johannes 8:37-39) ganz klare Antwort hat der Jesus da geliefert (was man ja im Koran als Bestätigung findet.... in der Realität mit Israelische Regierung + GAZA wurde/wird bestätigt, das sie nicht Abrahams Werke tun! so auch die sogenannte Muslime (alqaida) mit ganze Terror...so auch sogenannte Christen wie Bush, der Öffentlich bestätigte das er gesandter ist um das zu tun was bevorsteht (Krieg).... doch mit Abrahams Werke hat das ganze nichts zu tun! alles Feinde der Abrahamische Religion! )

    nun Morden die sich Im Namen der eigene Ziele(3:7) gegenseitig... !

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