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Rechtsradikaler ist neuer Parlamentspräsident in Serbien.

Erstellt von Grasdackel, 08.05.2007, 19:40 Uhr · 44 Antworten · 1.697 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von skenderbegi

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    Idee

    12.05.2007 10:23
    Serbisches Parlament entscheidet über Regierung


    Foto: APA
    Das serbische Parlament wird über die neue Regierung bei einer für Samstagabend einberufenen Sitzung entscheiden. Die Parteien des demokratischen Blocks - die Demokratische Partei (DS), die Demokratische Partei Serbiens (DSS) und G17-plus - hatten sich in der Nacht auf Freitag auf die Bildung einer Regierungskoalition geeinigt, nachdem am vergangenen Wochenende die Gespräche gescheitert waren.
    Das neue Kabinett von Vojislav Kostunica soll 25 Mitglieder umfassen, die strittigen Posten im Bereich der Sicherheitsdienste und des Militärs werden von den zwei führenden Parteien des demokratischen Blocks, der DS und der DSS, besetzt. Die Parteien hatten sich schon bei früheren Gesprächen über ihre Prioritäten - Eingliederung Serbiens in die EU, Zusammenarbeit mit dem Haager UNO-Kriegsverbrechertribunal, Wahrung des Kosovo in den Staatsgrenzen Serbiens und wirtschaftliche Entwicklung - geeinigt.
    Das Parlament soll vor Beginn der Regierungsdebatte auch den am Dienstag gewählten Parlamentspräsidenten, den amtierenden Chef der Serbischen Radikalen Partei, Nikolic, des Amtes entheben. Die Parteien der neuen Regierungskoalition haben in der vergangenen Nacht dem Parlament einen entsprechenden Antrag zugestellt. Nikolic wurde ins Amt mit Unterstützung der Partei Kostunicas gewählt.
    Die neue Regierung muss bis Dienstag Mitternacht bestätigt werden, andernfalls müssen Neuwahlen angesetzt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass die Ultranationalisten mit ihren Debatten versuchen werden, die Parlamentsdebatte in die Länge zu ziehen bzw. die Beschlussfassung zu verzögern, um somit Neuwahlen notwendig zu machen.
    Quelle: APA

  2. #32
    Avatar von skenderbegi

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    Idee

    hier noch das dazu...

    12.05.2007

    Günter Nooke, Beaufragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe (Bild: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag)
    Nooke: Serbien muss Kriegsverbrecher ausliefern



    Moderation: Oliver Thoma

    Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke, hat die Einigung der pro-westlichen Parteien Serbiens auf eine neue Regierung begrüßt. Es sei aber ein "Riesenproblem", dass Serbien weiter nicht ausreichend mit dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag kooperiere, erklärte der CDU-Politiker.



    Oliver Thoma: Günter Nooke von der CDU ist Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung. Er hat sich immer wieder für mehr Druck gegenüber Serbien ausgesprochen und hat deshalb auch schon die Kanzlerin kritisiert. Guten Morgen, Herr Nooke.

    Günter Nooke: Ja, schönen guten Morgen, Herr Thoma.

    Thoma: Was halten Sie denn jetzt von der neuen demokratischen Entwicklung und der neuen Regierung?

    Nooke: Na, ich glaube, dass es erst mal auf jeden Fall zu begrüßen ist, dass es zu einer Regierungsbildung kam. Es gab ja durch die Wahl des radikalen Präsidenten des Parlaments einige Irritationen, und ich glaube, dass es schon insgesamt sehr positiv ist, dass wir jetzt jemand haben in Serbien, der ansprechbar ist für uns und wo wir wissen, worum es geht.

    Thoma: Sind die Serben da selber vernünftig geworden, oder glauben Sie schon, dass da Druck ausgeübt worden ist international, möglicherweise auch von Angela Merkel?

    Nooke: Es gab auf jeden Fall ein großes Interesse auf der deutschen Seite, dass es zu dieser Regierungsbildung kommt, und welcher Druck und welche freundlichen Gespräche dann am Ende ausschlaggebend gewesen sind, das kann ich als Menschenrechtsbeauftragter, da ich da nicht an diesen Gesprächen beteiligt war, nicht wirklich sagen. Aber ich denke, solche Beispiele zeigen, dass ja von Seiten zum Beispiel der Europäischen Union, wo eben Deutschland die Präsidentschaft hat, aber auch eben die Politik des Außenministeriums in Berlin oder eben auch des Kanzleramts, dass die eben doch Wirkung zeigt und dass sicher auch Staaten wie Deutschland und andere europäische Staaten ihr Interesse immer wieder äußern, dass es doch zu einer langfristigen Stabilisierung des Balkans kommt. Und dazu zählen eben insbesondere auch der Kosovo in Serbien.

    Thoma: Sie haben aber auch gerade in der letzten Zeit die Kanzlerin persönlich oder die Bundesregierung kritisiert, dass Sie das Thema Menschenrechte in Serbien zu wenig anspricht, warum?

    Nooke: Ich habe mich etwas geärgert, dass wir in der Erklärung, die die Präsidentschaft im Europarat gegeben hat, nicht wenigstens gefordert haben, dass die Kriegsverbrecher, die in Serbien noch sind, Mladic zum Beispiel, dass die nicht ausgeliefert werden und dass wir das nicht mal uns trauen zu sagen. Man muss doch sehen, dass wenn Serbien im Europarat den Vorsitz übernimmt und man darüber gar kein Wort verliert, dann ist das ja das beste Beispiel, dass es offensichtlich für uns keine Rolle spielt. Und das fand ich nicht so gut. Das war jetzt nicht die Entscheidung des Kanzleramtes, sondern das ist hier diskutiert worden, sicher auch im Kontext der Kosovo-Frage. Aber ich glaube, wenn man den Europarat - und viele verstehen ja gar nicht, was das eigentlich ist, diese Gemeinschaft von 47 Staaten jetzt -, wenn man den stärken will, dann muss man natürlich sagen, dann muss man ihn in seinen elementaren drei Säulen stärken, und die sind Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Demokratie. Und gerade wenn es um solche existenziellen Dinge wie Menschenrechte geht, dann kann man nicht jemand den Vorsitz geben und kein Wort darüber verlieren, wo er selber die Menschenrechte mit Füßen tritt und sich auch an der Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen im eigenen Lande überhaupt nicht beteiligt, sondern eben diese Verweigerung, die Leute an das Kriegsverbrechertribunal für Jugoslawien auszuliefern an einen Strafgerichtshof, das ist natürlich ein Riesenproblem.

    Thoma: Haben Sie denn das Gefühl, dass die serbische Regierung jetzt mehr kooperieren will mit dem internationalen Kriegsverbrechertribunal?

    Nooke: Das wird auch nur geschehen, wenn hier der Druck erhöht und wenn klar ist, dass es imageschädigend ist. Wenn Serbien zum Beispiel solch einer honorigen Institution wie dem Europarat jetzt für ein halbes Jahr lang als Präsidentschaft vorsitzt, dann muss natürlich auch klar sein, dass sie selber mit gutem Beispiel vorangehen müssen. Man kann diese Einrichtung Europarat nicht stärken, wenn man gleichzeitig akzeptiert, dass die die Menschenrechte verletzen, die internationale Konvention, aber eben auch schon gefällte Urteile, der Auslieferungsantrag zum Beispiel, nicht erfüllt wird.

    Thoma: Wie kann denn dieser Druck aussehen, der da ausgeübt werden muss auf Serbien?

    Nooke: Ich finde, das Erste ist eben, dass man selbst die Dinge öffentlich anspricht, und wenn es hinter verschlossenen Türen nicht zu Ergebnissen führt, diesen Staaten sagt, das ist nicht die Basis, das ist nicht die Wertegemeinschaft, die wir im Europarat gemeinsam vertreten wollen. Es ist ja gerade die Chance, mit dem Europarat eine Gemeinschaft europäischer Staaten zu haben, die über die enge Zusammenarbeit im Rahmen der Europäischen Union hinausgeht, weil dort eben auch noch viele Staaten aus Mittelost- und Osteuropa dabei sind, die eben noch nicht EU-Mitglied sind und die gerade auch im Rahmen des Europarates ja sich einüben, herangeführt werden können auch an eine vielleicht spätere Mitgliedschaft in der EU, aber vor allem eben an die Standards, die wir für uns als Wertegemeinschaft für wichtig erachten. Die Europäische Menschenrechtskonvention, vor allem auch die Sich-Unterordnung unter den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, das sind ja wichtige, ja auch gerade im Menschenrechtsbereich wichtige Instrumente, die in Europa eigentlich auch funktionieren. Und das heißt, da wo man sich nicht dran hält und ein Mitgliedstaat sogar noch die Präsidentschaft haben will, dann muss man wenigstens sagen, dass das nicht in Ordnung ist.

    Thoma: Ist es nicht noch viel wichtiger als Druck, dass man diesen Ländern und auch gerade Serbien die Chancen aufzeigt, die die europäische Annäherung haben kann, so wie das auf der Balkankonferenz ja gestern in Zagreb auch passiert ist?

    Nooke: Das ist sicher ein gutes Beispiel, dass eben wieder versucht wird, welche Wege man gehen kann. Ich will einfach nur für mich - weil ich mich in die ganz großen politischen Themen des Balkans gar nicht einmischen will -, ich will einfach nur sagen, wenn wir beim Europarat Menschenrechte stärken wollen, dann ist eben das, was offensichtlich Menschenrechtsverletzungen sind, wo man sich weigert, mit den Menschenrechtsmechanismen im Europarat oder in Europa zu kooperieren, dann ist das das Hauptproblem. Dass es keine einfachen Lösungen auf dem Balkan gibt und dass die Kosovo-Frage sehr schwierig ist und dass natürlich auch die Souveränität von Staaten und das, was sie selbst in ihrem Bereich organisieren wollen, geachtet werden muss, das ist die eine Seite, und das verstehe ich. Aber wer als souveräner Staat sich dann nicht wenigstens an das hält, was er freiwillig im internationalen Bereich an Konventionen und Verträgen unterschrieben hat und worauf man sich selbst verpflichtet hat, einhält, dem muss man dann auch sagen, so geht's nicht.

    Thoma: Sie haben das Beispiel Kosovo angesprochen jetzt gerade mit der neuen Resolution im Weltsicherheitsrat und dem Plan des Sondervermittlers Ahtisaari aus Finnland, der nun sagt, man soll das Land, also Kosovo, langsam in die Unabhängigkeit führen. Wird sich gerade an dieser Frage jetzt auch zeigen, wie kooperativ die Serben sind?

    Nooke: Ja, auf jeden Fall wird es weitere Gespräche geben müssen, und ich will hier nicht der Politik der Bundesregierung in diesem schwierigen Feld als Menschenrechtsbeauftragter Vorschriften machen. Ich glaube nur, dass es darum geht - und das ist in der Menschenrechtspolitik immer das Entscheidende -, dass man einerseits die Souveränität und ja auch Integrität der Staaten achtet, weil wir sonst überhaupt keinen Ansprechpartner haben für Menschenrechtsverletzungen, andererseits aber eben auch deutlich machen, dass wir von diesen Staaten erwarten, dass sie im Inneren das umsetzen, was sie nach außen an Verträgen und Konventionen unterschreiben.

    Thoma: Wie können wir das denn kontrollieren, müssen wir das auch kontrollieren direkt im Land?

    Nooke: Kontrollieren muss man auch. Es gibt gerade auch beim Europarat umfassende Monitoring-Verfahren. Und mit dem Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg haben wir das beste Instrumentarium, Menschenrechtsverletzungen zu ahnden. Jeder kann sich beschweren, jeder Kosovo-Albaner kann Individualklagen beim Menschenrechtsgerichtshof einreichen und gegen Menschenrechtsverletzungen protestieren und bekommt Recht. Der Staat wird verklagt, muss zahlen, muss seine Gesetze ändern. Das trifft in Deutschland genauso zu wie im Kosovo oder zum Beispiel in der Ukraine. Und ich glaube, dass dieses Instrumentarium sehr wichtig ist. Wie man politisch den Balkan ordnet, das ist eine Frage, die nicht unmittelbar mit Menschenrecht zu tun hat. Ich glaube auch, wir müssen fairerweise sagen, dass auch antieuropäische Parteien natürlich gewählt werden dürfen. Zu den Menschenrechten gehört auch die Parteienbildung, Versammlungsfreiheit, da können auch Meinungen geäußert werden, die uns nicht passen. Aber das Entscheidende ist, dass man sich da, wo Menschenrechtsverletzungen passiert sind - und was im ehemaligen Jugoslawien geschehen ist, das war ein Genozid, so lautet die Anklage zum Beispiel gegen Mladic -, das sind natürlich schon schwere Menschenrechtsverbrechen, und da kann man nicht einfach heute als demokratische Regierung sagen, wir haben damit nichts zu tun, wir schützen unsere eigenen Leute. Da wird also die neue Regierung jetzt in Serbien noch zeigen müssen, ob sie wirklich gewillt ist, hier sich den europäischen Standards anzupassen und die auch selber umzusetzen.

    Thoma: Sagt Günter Nooke von der CDU, der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung. Vielen Dank, Herr Nooke, für das Gespräch.
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/i...ew_dlf/624606/

    jetzt muss man sich vor augen führen das es einige gibt im forum die meinen ,weil serbien den vorsitz des europarats innehaben gegen die entwicklung des status in kosova vorgehen zu können statt sich auf die zusammenarbeit mit der eu zu konzentrieeren oder die kriegsverbrecher auszuliefern...

  3. #33
    Avatar von skenderbegi

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    Samstag 12. Mai 2007, Ausland


    Kehrtwende in Richtung Europa
    Massiver westlicher Druck hat Serbiens Premier Kostunica doch noch zum Umdenken bewegt: Fast vier Monate nach den Wahlen einigten sich die demokratischen Parteien auf eine Koalition.



    VON RudolF Gruber

    Wien/Belgrad Mit der Unterstützung für Tomislav Nikolic, den Chef der extrem nationalistischen Radikalenpartei SRS, bei dessen Wahl zum neuen Parlamentspräsidenten schien der amtierende Premier Vojislav Kostunica lieber ein Bündnis mit den alten Regimeparteien als mit demokratischen Partnern eingehen zu wollen. Zwei Tage später ist wieder alles anders: Belgrader Medien berichten, dass sich Kostunica und der prowestliche Präsident Boris Tadic bei einem Gipfeltreffen doch noch auf ein Bündnis geeinigt haben. Tadics Demokratische Partei (DS) soll zwar die Koalition anführen, doch soll Kostunica weiterhin Regierungschef bleiben, obwohl dessen nationalkonservative DSS bei den Wahlen im Januar nur drittstärkste Partei war.

    Mit von der Partie ist auch die wirtschaftsliberale Partei G17-plus. Tadic soll auch die Wahl Nikolics akzeptiert haben. Eine Bestätigung beider Parteien lag bis gestern Abend nicht vor.

    Drohende Isolation abgewendet

    Für Kostunicas Schwenk gibt es mehrere Gründe. SRS-Chef Nikolic hatte eine Einladung Kostunicas, an einer Koalition teilzunehmen, abgelehnt. Am kommenden Dienstag wäre die verfassungsmässige Frist für die Regierungsbildung ausgelaufen, es drohten Neuwahlen, bei denen lediglich die Radikalen, ohnehin schon stärkste Partei, hätten profitieren können. Die SRS bleibt lieber in Opposition, um die bevorstehende Abtrennung der Albanerprovinz Kosovo nicht mitverantworten zu müssen.
    Zudem gab es aussenpolitischen Druck, nicht zuletzt von der deutschen Bundeskanzlerin und amtierenden EU-Ratsvorsitzenden Angela Merkel: Die seit einem Jahr suspendierten Annäherungsgespräche sollten nicht wieder aufgenommen und ein Abkommen über eine Visa-Erleichterung für serbische Bürger nicht unterzeichnet werden. Gerüchteweise drohte Brüssel auch mit drastischen Kürzungen von finanziellen Hilfen, sollte in Belgrad eine antieuropäische Regierung an die Macht kommen. Serbien stand erneut vor einer internationalen Isolierung. Unter diesen Umständen fanden die politischen Rivalen Kostunica und Tadic doch noch einen Kompromiss über den wichtigsten Streitpunkt, der bislang eine Koalitionsvereinbarung blockierte - die politische Macht über die Sicherheitskräfte. Demnach soll Präsident Tadic Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrats werden, muss aber die Kontrolle über Armee, Polizei und Geheimdienste mit Kostunica teilen. Dessen Partei DSS stellt weiterhin den Innenminister.

    Uneinigkeit in Kernfragen

    Damit enthält die neue Koalition bereits den Keim des Zerfalls, noch ehe sie nächste Woche im Parlament bestätigt ist: Sowohl in der Frage einer möglichen Unabhängigkeit Kosovos als auch der Auslieferung des wegen Kriegsverbrechen angeklagten bosnisch-serbischen Ex-Generals Ratko Mladic ist im Sicherheitsrat keine Einigung in Sicht. Eine Abstimmung über diese Schicksalsfragen im Belgrader Parlament könnte die Koalition gleich wieder zerreissen.
    Unterdessen wirkt sich die politische Krise immer stärker auf die Wirtschaft aus. Allein die Wahl des Nationalisten Nikolic zum Parlamentspräsidenten liess die Kurse an der Belgrader Börse um mehr als fünf Prozent fallen, und die Notenbank musste den schwächelnden Dinar stützen. Wirtschaftsvertreter fürchten um die ausländischen Investionen, die Serbien seit rund einem Jahr zu einem anhaltenden Wachstum verhelfen.

  4. #34
    Avatar von skenderbegi

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    Extremistischer serbischer Parlamentschef Nikolic tritt zurückBelgrad (dpa) - Nur fünf Tage nach seiner Wahl zum serbischen Parlamentspräsidenten ist der extrem nationalistische Politiker Tomislav Nikolic zurückgetreten.Der umstrittene Führer der ultranationalistischen Radikalen (SRS) kam damit einer Ablösung durch das Parlament zuvor, wie sie die parlamentarische Mehrheit des so genannten demokratischen Blocks im Belgrader Abgeordnetenhaus verlangt hatte. In seiner Abschiedsrede sagte Nikolic, dass er niemals eine solche Abstimmung zulassen würde und deshalb von sich aus zurücktrete.Seit Samstag hatte die Belgrader Volksvertretung über die Ablösung Nikolics debattiert. Der so genannte demokratische Block aus der DS von Staatschef Boris Tadic, der DSS des amtierenden Ministerpräsidenten Vojislav Kostunica und der G17 Plus des früheren Finanzministers Mladjan Dinkic hatte sich erst am vergangenen Freitag, dreieinhalb Monate nach den Parlamentswahlen, auf die Bildung einer Koalitionsregierung geeinigt. Dabei machten DS und G17 Plus die Ablösung Nikolics zur Bedingung für ein Regierungsbündnis. Die in der Verfassung verankerte Frist für die Abstimmung über eine neue Regierung läuft an diesem Dienstag ab.Bevor im Parlament über das neue Kabinett, mit dessen Bildung erneut Ministerpräsident Kostunica beauftragt ist, abgestimmt werden kann, muss ein weiteres Gesetz zur Regierungsbildung das Plenum passieren. Die Sitzung dafür ist für Montag angesetzt. Die Europäische Union hatte am Samstag die sich abzeichnende Regierungsbildung begrüßt.In seiner Abschiedsrede warf Nikolic den demokratischen Parteien vor, auf Druck der USA und der EU die abtrünnige südserbische Krisenprovinz Kosovo «verkaufen» zu wollen. Er sprach sich erneut für ein Bündnis mit Russland aus.

    DPA

  5. #35
    Avatar von skenderbegi

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    Daumen runter

    Rücktritt des serbischen Parlamentspräsidenten Nikolic

    Ultranatuionalist war erst vergangene Woche gewählt worden - Nachfolger soll Demokrat Dulic werden

    Belgrad - Nach zweitägiger Debatte ist der serbische Parlamentspräsident und amtierende Chef der ultranationalistischen Serbischen Radikalen Partei (SRS), Tomislav Nikolic, am Sonntagabend zurückgetreten. Mit seinem Schritt kam er einer drohenden Amtsenthebung zuvor. Nikolic, dessen Parteichef Vojislav Seselj sich seit vier Jahren im Gefängnis des UNO-Tribunals für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien befindet, war erst am vergangenen Dienstag mit Stimmen der Demokratischen Partei Serbiens (DSS) des amtierenden Premiers Vojislav Kostunica ins Amt gewählt worden.
    Unterstützer Kostunica
    Kostunica hatte sich zunächst dazu entschlossen, die Wahl Nikolics zu unterstützen, nachdem zuvor die Gespräche über eine Regierungskoalition zwischen führenden Parteien des demokratischen Blocks zunächst noch gescheitert waren. Nach der Wahl Nikolics vermochten sich aber am Freitag die Demokratische Partei (DS) von Präsident Boris Tadic, die DSS und die Expertenpartei G17-plus des früheren Finanzministers Mladjan Dinkic unter starkem internationalem Druck doch auf eine Regierungskoalition zu einigen. Dieser Umstand öffnete die Tür für eine mögliche Amtsenthebung von Nikolic.
    Kolonie der Europäischen Union
    Der ultranationalistische Parlamentspräsident sorgte nur wenige Tage nach seiner Wahl ins Amt mit der Ankündigung für Aufsehen, dass in der Endphase der Status-Suche für den Kosovo, die UNO-verwaltete südserbische Provinz, in Serbien auch ein Ausnahmezustand ausgerufen werden könnte.

    Nikolic warnte Premier Kostunica davor, den bevorstehenden Verlust des Kosovo für Serbien zu akzeptieren. Die Serbische Radikale Partei werde den Verlust des Kosovo nicht ruhig hinnehmen, erklärte Nikolic kurz vor seinem Rücktritt. "Serbien steht eine schwere Probe bevor. Die Europäische Union will uns den Kosovo wegnehmen, die Russische Föderation verteidigt uns. Serbien wird vor der Wahl stehen", so Nikolic. Der demokratische Parteienblock würde sich irren, sei er bemüht, eine Regierung zu bilden, um den Verlust des Kosovo zu meistern. Er selbst werde in einem solchen Fall seine Partei im Kampf gegen die Regierung führen. "Dann wird es in Serbien nie mehr Frieden geben. Kommt es dazu, wird von Serbien nichts übrig bleiben", drohte Nikolic.

    Zum Amtsnachfolger von Nikolic wurde vom demokratischen Block der Chef der Demokratischen Partei in Subotica (Vojvodina), Oliver Dulic, vorgeschlagen. Die Wahl des 33-jährigen Arztes, einer der einstigen Leiter der Studentenbewegung "Otpor", die im Herbst 2000 entscheidend zum Sturz des Regimes von Milosevic beitrug, soll aber erst nach der Regierungsdebatte erfolgen.
    Das Parlament soll in der Fortsetzung seiner Sitzung spätestens bis Dienstag Mitternacht zuerst das neue Kabinett von Kostunica bestätigen. Andernfalls wären Neuwahlen fällig. Der bisherige Verlauf der Parlamentssitzung deutet daraufhin, dass die Ultranationalisten vorhaben, eine rechtzeitige Bestätigung der Regierung womöglich zu verhindern. (APA)

    was will uns herr nikolic nur sagen mit seinem wortlaut ; dann wird in serbien nie mehr frieden geben.kommt es dazu ,wird nichts von serbien nichts übrig bleiben.

    mal rational gesehen kann man nikolics drohung so betrachten werde das er auch jedem serbischen bürger droht würde dieser nicht für kosova kämpfen........!!!

    über die politischen inhalte der srs macht es auch keinen sinn darüber zu sprechen....

  6. #36

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    tomislav terrorist

  7. #37
    Avatar von Velez

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    seselj du looser

  8. #38
    Avatar von skenderbegi

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    • Dienstag, 15. Mai 2007

    «Ohne Kosovo keinen Frieden»

    Rechtsradikale drohen der designierten proeuropäischen Regierung Serbiens

    Serbien scheint der Rückfall in die Milosevic-Ära vorerst erspart zu bleiben: Heute soll die proeuropäische Koalition vom Parlament bestätigt werden.
    Rudolf Gruber/Wien
    Nur fünf Tage war Tomislav Nikolic, Vizechef der rechtsextremen Radikalenpartei SRS, Parlamentspräsident. Am Wochenende trat er zurück, um seiner Abwahl zuvorzukommen.
    Mit massivem Druck hatten die EU und die USA verhindert, dass der nationalkonservative Premier Kostunica, ein Bündnis mit der SRS einging. Kostunicas Demokratische Partei für Serbien (DSS), einigte sich mit der prowestlichen Demokratischen Partei (DS) Präsident Tadics und der Wirtschaftspartei G17plus doch noch auf eine Koalition.
    Ob die neue Koalition den kommenden Belastungsproben standhält – namentlich der Entscheidung über die Zukunft Kosovos und die Auslieferung des bosnisch-serbischen Ex-Generals Mladic an das Uno-Tribunal in Den Haag – ist allerdings fraglich. Bereits hat SRS-Vizechef Nikolic, nun wieder Oppositionsführer, die Tonart verschärft: Sollte die neue Regierung die Unabhängigkeit Kosovos «friedlich akzeptieren, dann wird es in Serbien keinen Frieden mehr geben». Der Statthalter des in Den Haag inhaftieren SRS-Chefs Seselj hatte zuvor mehrfach zu einem bewaffneten Aufstand aufgerufen.
    Nikolic ist für eine engere Bindung an Russland, «das unser Verbündeter ist und uns verteidigt, während die EU uns Kosovo wegnehmen will». Serbien sei «leider noch keine russische Provinz», doch werde es «niemals eine europäische Kolonie» werden.

    http://www.tagblatt.ch/index.php?art...essortcode=&ms=

    das traurige ist das einige nationalisten sogar im ausland dieses gedanken-gut nikolics teilen???!!!!

    warum antwortet kein serbischer user auf die frage ; was uns nickolic damit sagen will es wird keinen frieden in serbien geben und nichts wird von serbien übrig bleiben?

  9. #39
    vwxyz
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    warum antwortet kein serbischer user auf die frage ; was uns nickolic damit sagen will es wird keinen frieden in serbien geben und nichts wird von serbien übrig bleiben?
    warum versuchst du nicht mal bissel mehr zeit in dein privatleben zu investieren?

    sollte es jemals zu einem unabh. kosovo kommen, dann sind deine forenbeitraege 100% nicht der ausschlaggebende punkte dafuer gewesen...


  10. #40
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von dj-raza Beitrag anzeigen
    warum versuchst du nicht mal bissel mehr zeit in dein privatleben zu investieren?

    sollte es jemals zu einem unabh. kosovo kommen, dann sind deine forenbeitraege 100% nicht der ausschlaggebende punkte dafuer gewesen...


    das kosova unabhängig wird ist so klar wie das amen in der kirche.....

    und warum kosova unabhängig wird habe mehr als nur erläuterungen dazu gegeben....

    danke meine freizeit kommt nicht zu kurz.....


    im übrigen gehts hier um nikolic !!!!

    aber wir kennen das ,dass serbische user stehts ablenken und sich nicht an die jeweiligen themas oder fragen halten sondern sich stehts mit irgendwelchen fadenscheinigen pseudo - bemerkungen auf eine persönliche ebene kommunizieren wollen.....

    tzzzzzz

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