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Soll die RS raus aus Bosnien?

Erstellt von Samoti, 04.02.2007, 12:36 Uhr · 215 Antworten · 14.778 Aufrufe

  1. #211
    Pejan
    Zitat Zitat von antibiotika Beitrag anzeigen
    das heißt das jetztige Bosnien ist "Großbosnien"? sehr interessante äußerung
    Nein, als Albaner steh ich natürlich zu einem Bosnien für Bosniaken und für ein vereintes Bosnien.

    Aber eigentlich: ja.

  2. #212
    Avatar von antibiotika

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    2.508
    interesantno kako si to povedal

  3. #213

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    1.489
    Ja

  4. #214
    Avatar von Kampfposter

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    Mit solchen Sprüchen wollen die RS Befürworter nur ihre Position in BiH festigen.

    Extremziele fordern um das Minimalziel erst gar nicht ins Gespräch zu bringen,
    sprich die Auflösung der RS und Federacija und eine gütliche und unbelastete neue Ordnung mit der alle 3 Völker leben können.


  5. #215

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    Zitat Zitat von Kampfposter Beitrag anzeigen
    Mit solchen Sprüchen wollen die RS Befürworter nur ihre Position in BiH festigen.

    Extremziele fordern um das Minimalziel erst gar nicht ins Gespräch zu bringen,
    sprich die Auflösung der RS und Federacija und eine gütliche und unbelastete neue Ordnung mit der alle 3 Völker leben können.

    Um dieses Ziel erreichen zu können, müssten sich die jeweiligen Volksgruppen, insbesondere die Serben, von der Instrumentalisierung ihrer "Schutzmacht" lösen. Im Moment spielt Russland da sein ganz eigenes Spiel und ermuntert Sezessionsbewegungen geradezu. Das liegt nicht zwingend daran, dass man die Serben halt so gerne mag, sondern weil man die EU und die USA in Probleme verwickeln möchte. Außenpolitische Grossmachtsprofilierung, seit je her für Russland kennzeichnend, spielt da auch eine Rolle.

    Und auch Serbien hat sich nicht vom Gedanken gelöst, doch noch ein Stück vom bosnischen Kuchen zu bekommen. Der Versuch ein kleines Grossserbien zu bekommen ist durchaus präsent, wird halt nur nicht mit Waffengewalt vorgetragen.

    Das einzige was sich nun geändert hat ist die Taktik der bosnischen Serben. Letztere, die Dayton ohnehin nur unterschrieben haben weil sie es mussten und nicht weil sie es wollten, haben die Taktik der Totalverweigerung unter der SDS aufgegeben und höhlen den Staat so gut es geht von innen heraus. Jede noch so sinnvolle Kompetenzübertragung wird politisiert, als unitaristisches Vorhaben gebrandmarkt und am Ende zeigt man auf die Bosniaken die an allem Schuld sind. Das ist natürlich praktisch, wie eh und je: Die Serben als ach so kompromissbereite Wegbereiter, dort die Bosniaken die einem den gar ausmachen wollen. Seine Jünger überzeugt Dodik uneingeschränkt. Sarajevo ist das Feindbild, die Moslems wollen allen den Pimann beschnibbeln u.s.w. Am Ende wird es sogar noch den ein oder anderen Spinner geben der behaupten wird, das die Serben in der RS BiH wollten, das Scheitern aber ausschließlich an den Bosniaken lag...

    Das in dieser Atmosphäre ethnischer Hass zunimmt und von manchen sogar als schlimmer empfunden wird als 1992, nimmt Dodik bewusst in Kauf. Aber auch die Bosniaken machen den Fehler hier falsch zu reagieren und Dodik eben damit Futter zu liefern, was er für seinen Hass- und Verachtungsfeldzug gegen die Bosniaken braucht. Ich sehne den Tag herbei an dem ein fähiger bosniakischer Politiker sind endlich einmal aufrafft und sagt: "Die Republika Srpska ist eine politische Realität, nun lasst uns mit diesen Realitäten erst einmal für einen prosperierenden Staat sorgen in dem es allen gut geht". Da es so einen aber nicht gibt, kann Dodik auf die Reflex-Deppen setzen wie es ihm passt. Auch ist das grösste Problem der Bosniaken die Loslösung von Vorstellungen einer Republik und eines Bürgerstaates. Wobei man hier sagen muss das diese Forderung nicht darauf basiert die eigene Dominanz auszuleben (Wie von vielen unterstellt wird), sondern vielmehr kennzeichnet es die nachvollziehbare Sehnsucht nach einem normalen Staat, wo nicht jede Pflegestelle nach einem nationalen Schlüssel einer 20 Jahre alten Volkszählung besetzt werden muss.

    Die Kroaten haben natürlich das größte Problem, da sie *von beiden Seiten* instrumentalisiert werden, in beiden Fällen eher zu ihrem Nachteil. In der RS ist der Repräsentant der Kroaten ein Quasi-Kroate der Milosevic Fan ist, auf dem Niveau des Staates ist Komsic definitiv kein kroatischer Vertreter. Das alles liegt aber nicht zuletzt auch daran, das die Kroaten hier -wie die Serben- einer Sezession eher zugeneigt sind, als einer funktionierenden Föderation. Lieber eine West-Hercegovina in dem man das Kommando führt, als eine funktionierende Föderation. Zwischen Bosniaken und Kroaten gibt es hierzu sogar fast so etwas wie ein stillschweigendes Abkommen, was man in den vergangenen Jahren beobachten konnte.

    Grundsätzlich gibt es nur zwei Varianten:

    Variante 1:
    Eine völlige Restrukturierung Bosniens im Rahmen von Kantonen die historische und ethnische Grundsätze gleichermaßen berücksichtigen. Kompetenzübertragung an den Zentralstaat so wenig, aber so effektiv wie möglich, orientierend an z.B. den Anforderungen der EU. Ich persönlich finde das Deutsche Föderalismusprinzip da gar nicht mal so schlecht, das Kroaten, Serben und Bosniaken ihre Rechte in den Kantonen sichert, gleichzeitig aber die "Minderheiten" in diesen Kantonen nicht entrechtet, oder den Kanton selbst faktisch zu einem Staat macht, so wie es im Lissabon Agreement faktisch hinauslief.

    Von den Serben wird dies rundweg abgelehnt, weil man lieber Staat im Staate sein will.

    Variante 2
    Der Staat wird geteilt und es erfolgt eine nun endgültige humane Umsiedelung. Die Bosniaken verdrücken sich alle aus der RS und laufen nicht Gefahr bei Überschreitung eines gewissen Prozentsatzes wieder dahingerafft zu werden (Karadzics Vorstellungen waren hier ähnlich wie die von Tudjman). Die Bosniaken wiederum bräuchten nicht zu befürchten das die Serben in ihrem Dorf in der Föderation einen SAO-Staat proklamieren. Was mit den Kroaten passiert dürfte den Serben so ziemlich Scheissegal sein, sofern nur die RS Heim ins Reich kommt. Dann wird eine 10m Mauer hochgezogen und der Rest ist aus Sicht der RS das "Tamni Vilajet".

    Genau genommen hat die politische Führung der RS, damals wie heute, für genau solche Ziele gekämpft. Was in Kroatien nicht klappte, passt in BiH also kräht keine Sau in Serbien mehr danach die Serben zurück in die Lika zu bringen, wohl aber ist die RS Tagesordnungspunkt in der politischen Agenda der überwiegend nationalistischen Parteien.

    So..kann sich jetzt gerne jeder aussuchen wie es ihm passt.

  6. #216
    Avatar von BIG-Eagle

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    Sanxhak ist albanisches Gebiet.

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