Rumänien löst umstrittenen Geheimdienst des Justizministeriums auf
Aber noch sechs weitere aktiv

Bukarest - Die rumänische Regierung hat am Donnerstag den seit langem wegen angeblich illegaler Praktiken umstrittenen Geheimdienst des Justizministeriums aufgelöst. EU-Vertreter hatten zuvor wiederholt die Auflösung dieses Dienstes verlangt, hieß es in den Medien. Rumänien hat demnach nur noch sechs Geheimdienste: den Inlandsgeheimdienst SRI, den Auslandsgeheimdienst SIE, die Nachrichtendienste der Armee und des Innenministeriums sowie den Personenschutzdienst SPP und den Dienst zum Abhören von Telefonen STS.

Der Geheimdienst des Justizministeriums DGPA war offiziell für Recherchen zu Korruption im Justizsystem zuständig und beschäftigte ziviles und militärisches Personal. Er wurde von Medien und Menschenrechtsorganisationen im Land kritisiert, weil er auch in gewöhnlichen Kriminalsachen ermittelte und dabei illegalen Methoden angewandt haben soll. Zudem soll er einzelnen Politikern geheime Informationen zugespielt haben.

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