Lösung des Kosovo-Problems soll keine weiteren Probleme nach sich ziehen
22:35 | 08/ 11/ 2006



MOSKAU, 08. November (RIA Novosti). Die Festlegung des endgültigen Status der Provinz Kosovo soll den Frieden und die Stabilität in der Region erhalten und keine weiteren Probleme nach sich ziehen.

Diese Ansicht vertrat die kroatische Außenministerin Kolinda Grabar-Kitarovic, die zu einem Besuch in Moskau weilt, am Mittwoch vor Studenten und Dozenten der Diplomatischen Akademie des russischen Außenministeriums. "Wenn es um den Status des Kosovo geht, will sich Kroatien nicht in die inneren Angelegenheiten seiner Nachbarn einmischen."

"Aber Kroatien und andere Länder Südosteuropas haben das Bestreben, zur Lösung des Problems beizutragen. Das Hauptziel unseres Landes ist die Erhaltung der Stabilität in der Region. Wir wollen nicht, dass sich die Verhandlungen über die Lösung dieser Frage festfahren", fuhr die Außenministerin fort.

Grabar-Kitarovic rief auf, keine Lösungen vorwegzunehmen, die bei der Festlegung des endgültigen Status der Provinz Kosovo herbeigeführt werden könnten. Zagreb werde eine beliebige Entscheidung akzeptieren, die Belgrad und Pristina zu dieser Frage träfen.

Parallelen zwischen der Regelung im Kosovo und in anderen Regionen mit eingefrorenen Konflikten wären fehl am Platze. Das bezog die kroatische Außenministerin auf Georgien und Moldawien. "Wenn es um den Status des Kosovo geht, bezeichnet Kroatien dieses Problem als einmalig. Die Prinzipien, die für die Lösung dieses Problems angewendet werden, können nicht auf andere Regionen ausgedehnt werden", sagte Grabar-Kitarovic.