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Russlands rechte Freunde

Erstellt von Machiavelli, 04.02.2016, 23:02 Uhr · 106 Antworten · 6.942 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    14.06.2005
    Beiträge
    2.144

    Russlands rechte Freunde

    Pegida, Front National, Ungarns Premier Orbán: Russland unterhält enge Kontakte zu Europas Rechten. Eine wichtige Rolle in dem Netzwerk spielt ein Oligarch, der das Zarentum wieder einführen will.

    Bei Europas Rechtsextremen wird ein Symbol immer populärer: die russische Fahne. Sie flattert über den Köpfen von Anhängern der italienischen Lega Nord, bei Pegida in Dresden und wird von Neonazis im sächsischen Heidenau - in leicht abgeänderter Form - getragen.


    Denn Russland hat ein enges Netz zu rechten Bewegungen in Europa gesponnen. Auf dem Parteitag von Marine Le Pens Front National war ein Abgesandter aus Moskau Ehrengast: Andrej Isajew, Führungskader der Kreml-Partei "Einiges Russland" und Vize-Sprecher der russischen Staatsduma. Er peitschte das Publikum mit scharfen Attacken gegen Europas vermeintliches US-Besatzungsregime auf. "Wie Washington belieben", das sei das Motto von Politikern wie Angela Merkel und François Hollande.Matteo Salvini, Frontmann der Lega Nord, posiert gern in T-Shirts mit dem Konterfei von Russlands Präsident Wladimir Putin. Er war allein im vergangenen Jahr vier Mal in Moskau, zuletzt im Dezember - zu "politischen Konsultationen", wie es bei "Einiges Russland" hieß. Die Liste von Russlands rechten Freunden ist lang, bei der deutschen AfD gehört zumindest Parteivize Alexander Gauland auch dazu.

    "Russland baut eine Struktur ähnlich dem Konzept der Kommunistischen Internationalen auf", heißt es in einem Bericht des tschechischen Geheimdienstes BIS. Zu Sowjetzeiten unterhielt Moskau über die Komintern Kontakte zum kommunistischen Ausland, um Einfluss im Westen auszuüben und Zuträger für den Geheimdienst zu gewinnen. Anders als damals ist Moskaus neue Front aber nicht links, sondern stramm rechts.

    Russische Blogger haben das Netzwerk in Anlehnung an den kommunistischen Bund "Schwarze Internationale" getauft. "Die Struktur basiert ideologisch auf dem expansionistischen Neo-Eurasismus von Alexander Dugin", heißt es in dem Bericht des tschechischen BIS.
    Der Moskauer Universitätsprofessor Dugin träumt von einer weltweiten "konservativen Revolution". Er ist Berater des russischen Parlamentspräsidenten und oft im Fernsehen. Dugins Bücher über "Grundlagen der Geopolitik" gehören zur Pflichtlektüre von Offizieren des russischen Generalstabs.

    Auch ein Deutscher gehört zum Netzwerk

    Aus von Oppositionellen gehackten Mails geht hervor, wen Dugin und seine Leute für geeignete Partner in Europa halten. Die Rede ist vom Aufbau eines "Eliten-Clubs und/oder einer Gruppe, die Einfluss auf Informationen nehmen kann". Namentlich genannt wird - unter vielen anderen - der polnische Rechtsextremist Mateusz Piskorski, Ungarns Premierminister Viktor Orbán und Vertreter der Jobbik-Partei, aber auch der Deutsche Manuel Ochsenreiter. Ochsenreiter hat für die rechtsextreme "Deutsche Militärzeitschrift" geschrieben und ist seit zwei Jahren bei Kreml-Medien ein gern zitierter Stichwortgeber von Kreml-Propaganda. Das Boulevardportal "Lifenews" stellt ihn der russischen Leserschaft als "deutschen Politologen" vor. Während der Pseudo-Wahlen in der Ostukraine firmierte Ochsenreiter beim Auslandssender Russia Today als "deutscher Wahlbeobachter".
    Neben Dugin gibt es in Moskau eine zweite Schlüsselfigur: Konstantin Malofejew, ein erzkonservativer Oligarch. In einem Mail-Wechsel bittet der Gründer der Webseite "Russia Insider" um eine Finanzspritze von dem Oligarchen. Das englischsprachige Portal ist bei Putin-Fans im Westen beliebt und beteuert stets, allein von Leserspenden zu leben.

    "Dieser sogenannte Liberalismus"

    Malofejew, 39, ist Chef des Moskauer Investmentfonds "Marshall-Capital". Er bezeichnet sich selbst als "orthodoxen Monarchisten". In Interviews fordert er, Russland zum "Rechtsnachfolger des russischen Imperiums" zu erklären, nebst Wiedereinführung des Zarentums. Der Oligarch spielte auch eine Rolle bei der Krim-Annexion. Wenige Wochen vor der Operation landete Malofejew in Sewastopol. Der Geschäftsmann berichtet, den Vorschlag des russlandtreuen Krim-Premiers Sergej Axionow habe er dem Kreml unterbreitet. Ein PR-Berater Malofejews war zwischenzeitlich auch "Regierungschef" in Donzek.
    Malofejew gründete 2015 in Moskau einen neuen rechten Fernsehsender namens Zargrad TV. Für das Projekt holte sich der Russe Hilfe vom Amerikaner Jack Hanick. Dieser war früher bei Fox News, dem rechten US-Sender.

    Aus seinen Zielen in der EU macht der Russe keinen Hehl. Es sei Moskaus Mission, Europa vom "Totalitarismus" zu befreien, von "diesem sogenannten Liberalismus, Toleranz, Freiheit".


    Zu den Geschäftspartnern des Russen gehört der belgische Investor Pierre Louvrier, ein Bewunderer des russischen Freischärlers Igor Girkin. Der sei ein "moderner Held", schrieb Louvrier unter ein gemeinsames Erinnerungsfoto mit Girkin.

    Auch in Österreich ist Malofejew gut vernetzt. Im Juli 2014 luden er und der Ideologe Dugin dort Gleichgesinnte ins noble Palais Liechtenstein ein. Stargast des Abends war ein Mann, der neben Le Pen als großer Hoffnungsträger von Europas Rechtspopulisten gilt: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

    Quelle

    Die Strategie (Kommunistische Internationale) scheint damals wie heute die gleiche zu sein. Sehen wir mal von der Tatsache ab, dass Linke und Rechte den Russen nun gleichermaßen zujubeln...

  2. #2

    Registriert seit
    16.08.2015
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    687
    dürftiges geschreibe

  3. #3
    Avatar von Buntovnik

    Registriert seit
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    Beiträge
    2.826
    Falls du mit "Linke" Sowjetnostalgiker, Ü60er Ex-K-Gruppen Rentner und andere Randgruppen innerhalb der europäischen Linken meinst, dann stimm ich dir zu.

    Zitat Zitat von Poet Beitrag anzeigen
    dürftiges geschreibe
    Mimimi..

  4. #4
    Avatar von Indiana Jones

    Registriert seit
    03.04.2015
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    4.078
    Zitat Zitat von Machiavelli Beitrag anzeigen
    Pegida, Front National, Ungarns Premier Orbán: Russland unterhält enge Kontakte zu Europas Rechten. Eine wichtige Rolle in dem Netzwerk spielt ein Oligarch, der das Zarentum wieder einführen will.

    Bei Europas Rechtsextremen wird ein Symbol immer populärer: die russische Fahne. Sie flattert über den Köpfen von Anhängern der italienischen Lega Nord, bei Pegida in Dresden und wird von Neonazis im sächsischen Heidenau - in leicht abgeänderter Form - getragen.


    Denn Russland hat ein enges Netz zu rechten Bewegungen in Europa gesponnen. Auf dem Parteitag von Marine Le Pens Front National war ein Abgesandter aus Moskau Ehrengast: Andrej Isajew, Führungskader der Kreml-Partei "Einiges Russland" und Vize-Sprecher der russischen Staatsduma. Er peitschte das Publikum mit scharfen Attacken gegen Europas vermeintliches US-Besatzungsregime auf. "Wie Washington belieben", das sei das Motto von Politikern wie Angela Merkel und François Hollande.Matteo Salvini, Frontmann der Lega Nord, posiert gern in T-Shirts mit dem Konterfei von Russlands Präsident Wladimir Putin. Er war allein im vergangenen Jahr vier Mal in Moskau, zuletzt im Dezember - zu "politischen Konsultationen", wie es bei "Einiges Russland" hieß. Die Liste von Russlands rechten Freunden ist lang, bei der deutschen AfD gehört zumindest Parteivize Alexander Gauland auch dazu.

    "Russland baut eine Struktur ähnlich dem Konzept der Kommunistischen Internationalen auf", heißt es in einem Bericht des tschechischen Geheimdienstes BIS. Zu Sowjetzeiten unterhielt Moskau über die Komintern Kontakte zum kommunistischen Ausland, um Einfluss im Westen auszuüben und Zuträger für den Geheimdienst zu gewinnen. Anders als damals ist Moskaus neue Front aber nicht links, sondern stramm rechts.

    Russische Blogger haben das Netzwerk in Anlehnung an den kommunistischen Bund "Schwarze Internationale" getauft. "Die Struktur basiert ideologisch auf dem expansionistischen Neo-Eurasismus von Alexander Dugin", heißt es in dem Bericht des tschechischen BIS.
    Der Moskauer Universitätsprofessor Dugin träumt von einer weltweiten "konservativen Revolution". Er ist Berater des russischen Parlamentspräsidenten und oft im Fernsehen. Dugins Bücher über "Grundlagen der Geopolitik" gehören zur Pflichtlektüre von Offizieren des russischen Generalstabs.

    Auch ein Deutscher gehört zum Netzwerk

    Aus von Oppositionellen gehackten Mails geht hervor, wen Dugin und seine Leute für geeignete Partner in Europa halten. Die Rede ist vom Aufbau eines "Eliten-Clubs und/oder einer Gruppe, die Einfluss auf Informationen nehmen kann". Namentlich genannt wird - unter vielen anderen - der polnische Rechtsextremist Mateusz Piskorski, Ungarns Premierminister Viktor Orbán und Vertreter der Jobbik-Partei, aber auch der Deutsche Manuel Ochsenreiter. Ochsenreiter hat für die rechtsextreme "Deutsche Militärzeitschrift" geschrieben und ist seit zwei Jahren bei Kreml-Medien ein gern zitierter Stichwortgeber von Kreml-Propaganda. Das Boulevardportal "Lifenews" stellt ihn der russischen Leserschaft als "deutschen Politologen" vor. Während der Pseudo-Wahlen in der Ostukraine firmierte Ochsenreiter beim Auslandssender Russia Today als "deutscher Wahlbeobachter".
    Neben Dugin gibt es in Moskau eine zweite Schlüsselfigur: Konstantin Malofejew, ein erzkonservativer Oligarch. In einem Mail-Wechsel bittet der Gründer der Webseite "Russia Insider" um eine Finanzspritze von dem Oligarchen. Das englischsprachige Portal ist bei Putin-Fans im Westen beliebt und beteuert stets, allein von Leserspenden zu leben.

    "Dieser sogenannte Liberalismus"

    Malofejew, 39, ist Chef des Moskauer Investmentfonds "Marshall-Capital". Er bezeichnet sich selbst als "orthodoxen Monarchisten". In Interviews fordert er, Russland zum "Rechtsnachfolger des russischen Imperiums" zu erklären, nebst Wiedereinführung des Zarentums. Der Oligarch spielte auch eine Rolle bei der Krim-Annexion. Wenige Wochen vor der Operation landete Malofejew in Sewastopol. Der Geschäftsmann berichtet, den Vorschlag des russlandtreuen Krim-Premiers Sergej Axionow habe er dem Kreml unterbreitet. Ein PR-Berater Malofejews war zwischenzeitlich auch "Regierungschef" in Donzek.
    Malofejew gründete 2015 in Moskau einen neuen rechten Fernsehsender namens Zargrad TV. Für das Projekt holte sich der Russe Hilfe vom Amerikaner Jack Hanick. Dieser war früher bei Fox News, dem rechten US-Sender.

    Aus seinen Zielen in der EU macht der Russe keinen Hehl. Es sei Moskaus Mission, Europa vom "Totalitarismus" zu befreien, von "diesem sogenannten Liberalismus, Toleranz, Freiheit".


    Zu den Geschäftspartnern des Russen gehört der belgische Investor Pierre Louvrier, ein Bewunderer des russischen Freischärlers Igor Girkin. Der sei ein "moderner Held", schrieb Louvrier unter ein gemeinsames Erinnerungsfoto mit Girkin.

    Auch in Österreich ist Malofejew gut vernetzt. Im Juli 2014 luden er und der Ideologe Dugin dort Gleichgesinnte ins noble Palais Liechtenstein ein. Stargast des Abends war ein Mann, der neben Le Pen als großer Hoffnungsträger von Europas Rechtspopulisten gilt: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

    Quelle

    Die Strategie (Kommunistische Internationale) scheint damals wie heute die gleiche zu sein. Sehen wir mal von der Tatsache ab, dass Linke und Rechte den Russen nun gleichermaßen zujubeln...
    Ich finds gut, dass das dreckige Nazi-Pack von der Russischen Regierung unterstützt wird, so wissen wir anderen Bürger, wo sie im Falle hingehören. Wenn es ihnen dort so gefällt, können sie sofort abreisen, dieses elende, dumme, ungebildete, hirnlose braune Pack. Es ist wirklich gut, dass Russland so offen Gesicht zeigt und Offiziele Regierungsmitglieder in solchen Veranstaltungen zeigt. Wir anständigen Euopäer wissen das schon lange. Die Russen wollen uns Europäern schaden, indem sie das hirnlose, brUne Pack dazu anstiften, ich muss schon sagen, das ist wirklich nicht schlecht aber auf der anderen Seite ist es wieder "Russlandtypisch" sprich- völlig unüberlegtes, nicht fertiggedachtes Planen, wie wir es schom viele Male erlebt haben. Die Russen schaden sich schlussendlich auch selbst, wenn die weiterhin mit diesem Nazi-Pack kooperieren, wird es in ihrem eigenen Land noch viel schlimmer kommen. Schade eigentlich, Russland hätte als Noch-Weltmacht, vieles anders machen können, wie die anderen Weltmächte dieser Erde, nur sie haben sich ebenfalls entschlossen, den bösen Weg zu gehen.

  5. #5
    Avatar von Lilith

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    19.299
    Guten Morgen und Danke für die Aufklärung.

  6. #6
    Avatar von Indiana Jones

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    4.078
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Guten Morgen und Danke für die Aufklärung.
    Guten Morgen und wie immer von dir, wenns um dieses Thema geht, machst du absolut keine Kritik.

  7. #7
    Avatar von Grdelin

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Guten Morgen und Danke für die Aufklärung.
    Sei doch nicht so zickig.

  8. #8
    Avatar von Jezersko

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    2.915
    Zitat Zitat von Poet Beitrag anzeigen
    dürftiges geschreibe
    Hast Du mehr zu bieten?

  9. #9
    Avatar von Lilith

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    19.299
    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Hast Du mehr zu bieten?
    Ich schon, aber wozu?

  10. #10
    Avatar von Cobra

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    64.191
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Guten Morgen und Danke für die Aufklärung.
    Wie man so leicht ausrechenbar sein kann, ist schon kurios...
    Entweder zickst du rum oder gehst auf die Barrikaden. ...versuch doch mal was neues

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