Der frühere Albanische Verteidigungs Minister ist ja längst gestorben in 2001. Aber er machte prächtige Geschäfte mit Waffen und wenn sich Leute vom Wehrdienst freikaufen wollten.

Er floh nach Amerika 1997, wo das FBI ihn fragte was er hier wolle. Er machte seinen Koffer auf, und da waren 1 Million $ in bar drinnen. Dann durfte er kurz bleiben.

Und das die UCK den Frauen Diebstahl in Tirana organisierte, wird ebenso aus dem Artikel deutlich. Die UCK hat niemals Albaner geschützt, sondern ist eine reine kriminelle Organisation.

Unter Kriegsgewinnlern

Mafia und UÇK erwarten die Kosovo-Flüchtlinge in Tirana

Michael Schwelien



Tirana
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Boulevard der Märtyrer: Das Hinweisschild, das in den Bürgersteig eingelassen ist, dürfte aus einer anderen Zeit stammen. Es ist höflich gehalten: "Wir bitten Sie, nicht auf den Boden zu spucken." Aus der Zeit der italienischen Besatzung könnte es stammen, als Mussolinis Faschisten diese einzige gerade Straße in der Mitte Tiranas und sämtliche Regierungsgebäude anlegten. Oder aus der Zeit der albanischen Finsternis, als der xenophobe Diktator Enver Hodscha das Land abschottete. Damals war es Normalsterblichen allerdings verboten, das Regierungsviertel zu betreten, so daß die Aufforderung nur höchsten Funktionären galt. Heute wirkt das Schild wie bittere Ironie.

Fliegende Händler bieten im Lager Crackportionen feil



Boulevard der Märtyrer: Aus dem Park, an dem er hinter dem Präsidentenpalast endet, kommen junge Mädchen. Sie gehen Arm in Arm. Strickjacken haben sie an, Wollstrümpfe und geflickte Hosen. Aber nicht alle. Andere, in Jeans, wattierten Regenjacken und Nike-Air-Sportschuhen, könnten genausogut in Berlin oder Paris flanieren. Sie sind, ob arm oder reich, Kosovarinnen, Flüchtlinge. Sie kommen aus dem Lager, das die Regierung im Schwimmbad im Park eingerichtet hat. Die albanischen Männer betrachten sie mit begehrlichen Blicken. Und die langhaarigen Herren mit den schweren Goldkettchen sehen die Flüchtlingsmädchen als neue Ware für ihre Bordelle in Hamburg und Wien an. Die Mafia beherrscht den Boulevard.
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Die UÇK rekrutiert Männer, die sich nicht freikaufen

Das Nevada, ein Haus mit drei Stockwerken für Bar, Restaurant und Club, steht noch. Sein Besitzer hat als Leibwächter in der Regierung von Sali Berisha angefangen, die 1997 in der Woge der Empörung über die Pyramidenpleite aus dem Amt gespült wurde. In jenem Sommer der Anarchie raubten die Aufständischen die Kasernen aus. Erst eine italienische Sonderpolizeieinheit von 8000 Mann konnte wieder so etwas wie Ordnung schaffen. Aber da war der Leibwächter schon beim albanischen Zoll untergekommen, erst als Leiter der Zollstelle am Flughafen, dann an einer Grenzstation zu Griechenland, im Süden also, wo die Menschenhändler und Schlepperbanden operieren. Er konnte binnen eines Jahres die halbe Million Mark aufbringen, die es kostet, am Boulevard ein Restaurant mit Bar und Club zu bauen.

Und es steht neben 100 anderen ein namenloses Café, das die Leute aus dem Norden Albaniens bevorzugen. Der Norden ist das Hoheitsgebiet der Waffenhändler. Im Café fingert ein grauhaariger Mann an einer blondierten Schönheit herum, tätschelt sie voller Eigentümerstolz. Er ist Safet Zhulali. Auch ihn kennt jeder. Er war Verteidigungsminister unter Berisha. In diesem Amt verdiente er so gut, daß er sich während der Unruhen in das sichere Amerika absetzen konnte. Er kam zurück, vielleicht etwas zu früh. Er mußte für sechs Monate ins Gefängnis, Waffenhandel. Jetzt, munkelt man auf dem Boulevard, verkauft er wieder Waffen. An die UÇK - oder an solche, die sich für die Kosovo-Befreiungsarmee ausgeben.

Die Kantsteine des Boulevards sind, sofern sie stehen, ungewöhnlich hoch, 30, 40 Zentimeter. Das ist ein Vorteil. Denn der Boulevard ist die Straße mit der größten Mercedes-Dichte auf der Welt. Gäbe es nicht achsenbrechende Kantsteine, dann würden die Fahrer ihre Luxusschlitten gleich neben den Cafétischen abstellen. Schließlich müssen sie ihr Eigentum schützen, immerhin Mercedes-500-Cabriolets, Wagen der SKlasse, mit Spoilern ausgestattete Mercedes 230 E und Roadster von BMW. Mit ehrlicher Arbeit verdient man höchstens 300 Mark im Monat.
................. Nach Einbruch der Dunkelheit wagt sich niemand, der auch nur einen Funken Verstand hat, auf den Boulevard der Märtyrer.

http://www.zeit.de/archiv/1999/16/199916.albanien_.xml

und vom WDR

Gangster werden Polizisten und Verbündete der Nato: Über die engen Beziehungen der UÇK, aber auch Ibrahim Rugovas, zum internationalen Drogen- und Waffenhandel berichtete Vlado Konstantinovic für das »Kritische Tagebuch« von WDR 3.
Der Beitrag wurde am 5.8.99 gesendet.

http://mitglied.lycos.de/Janjan/UCKi...ffenhandel.htm