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Sammelthread EU-Beitrittsverhandlungen Mazedoniens

Erstellt von Albanesi, 05.02.2005, 12:35 Uhr · 162 Antworten · 4.298 Aufrufe

  1. #1

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    Sammelthread EU-Beitrittsverhandlungen Mazedoniens

    Im Vorfeld der Beitrittsverhandlungen mit der EU hat die mazedonische Regierung einen Fragenkatalog aus Brüssel beantwortet. Die Europa-Beauftragte Sekerinska hofft auf eine Beschleunigung des Aufnahmeprozesses.




    DW-RADIO/Mazedonisch: Die Antworten auf den EU-Fragenkatalog umfassen 14.000 Seiten. Die Lage in Mazedonien wird darin erstmals detailliert und systematisch dargelegt. Welchen Eindruck haben Sie erhalten?

    Radmila Sekerinska: Ich glaube, unser Eindruck hat sich bestätigt, allerdings ist das Ergebnis konzentrierter und in zahlreiche Einzelteile aufgeschlüsselt. Selbstverständlich werden auch die Probleme Mazedoniens in unseren Antworten aufgeführt. Ich hoffe jedoch, dass der Gesamteindruck auch die in den vergangenen 15 Jahren erzielten Erfolge wiedergibt, die sich auf die Erfüllung der Kopenhagener Kriterien für den EU-Beitritt beziehen. Die Antworten auf den EU-Katalog sind einerseits eine gute Diagnose des Ist-Zustands und können uns dabei helfen, die momentane Lage in Mazedonien zu analysieren. Andererseits ist es eine große Verpflichtung, die Mazedonien eingeht, weil darin angekündigt wird, was wir in Zukunft zu tun gedenken. Dies wird als übernommenes Versprechen und Pflicht gegenüber der EU interpretiert.



    Wann erwarten Sie eine Antwort der Europäischen Kommission und verfügen Sie schon über Informationen, wie diese ausfallen wird?



    In Anbetracht dessen, wie wir in Mazedonien Krisen überwunden haben, wie wir uns auf den EU-Fragenkatalog vorbereitet und in den vergangenen vier Monaten konzentriert daran gearbeitet und es geschafft haben, ihn praktisch vorzeitig auszufüllen, meine ich, dass die positiven Nachrichten aus Mazedonien EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn zu der Erklärung veranlasst haben, dass die Kommission im September oder Oktober ihre Meinung äußern und dem EU-Rat vorlegen wird. Der Rat wird bis Jahresende die Meinung der Kommission erörtert haben. Und dies geschieht entgegen allen Erwartungen. Das heißt, das Tempo ist beschleunigt, was kein Zufall ist. Ich meine, das ist eine politische Botschaft. Und ich glaube, sowohl die Bürger Mazedoniens als auch der Staat können zufrieden sein und diese Chance nutzen.



    Welche Unterstützung der EU erwarten Sie bei der Umsetzung der bereits begonnenen Reformprozesse?


    Dieses Jahr erhalten wir bereits vereinbarte Unterstützungen, das heißt wir sind in CARDS-Programme aufgenommen. Bedeutend wird für Mazedonien allerdings ab 2006, dass wir mit einem Erhalt des EU-Kandidatenstatus einen anderen Weg einschlagen. Als Kandidat können wir so genannte Vorbeitrittsfonds nutzen, die erstens höher sind als die derzeitigen und zweiten strukturell genau den Reformen entsprechen, die Mazedonien umsetzen muss, bevor es EU-Mitglied wird.



    Verfügt denn Mazedonien über die erforderlichen Kapazitäten, um die Reformen umzusetzen und die Hilfsleistungen zu nutzen?



    Im Augenblick nicht. Auch wenn Mazedonien jetzt plötzlich Hilfsleistungen aus dem CARDS-Programm erhielte, könnte es das Geld nicht verwalten. Denn Sie können nicht in einem Jahr die Voraussetzungen dafür schaffen, 40 Millionen Euro in transparenten Verfahren auszugeben. Die dafür zuständigen Institutionen werden nicht geschaffen, sondern aufgebaut.



    Erwarten Sie, dass Griechenland beim EU-Integrationsprozess Probleme bereitet?


    Ich gehe davon aus, dass die EU-Mitgliedstaaten, darunter auch Griechenland, rationale Entscheidungen fällen werden. Rational will sagen, dass Griechenland vielleicht das größte Interesse als EU-Mitglied an einer politischen Stabilität und einem wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Fortschritt Mazedoniens hat. Es ist viel besser für Griechenland an seiner Grenze einen stabilen und prosperierenden Staat zu haben, in dem griechische Firmen bereits seit längerem investieren und dies auch künftig tun werden. Rational gesprochen, stellt Mazedonien als EU-Kandidat nur Pluspunkte für Griechenland und seine Interessen dar.



    Auf dem Balkan waren wir zu lange vom Schlimmsten abhängig. Zu lange haben sich schlechte Beispiele, schlechte Staaten und schlechte Ereignisse auf den Rest ausgewirkt. Unseres Erachtens ist es der richtige Augenblick, dass gute Beispiele gefördert werden und diese sich auf die Nachbarn auswirken. Eine positive Antwort auf den EU-Beitrittsantrag Mazedoniens wäre also auch eine gute Nachricht sowohl für Belgrad als auch für Pristina und Tirana. Es wäre ferner ein Anreiz für demokratisch- und reform-orientierte Kräfte bei allen unseren Nachbarn.



    Das Interview führte Nevena Angelovska

    DW-RADIO/Mazedonisch, 2.2.2005, Fokus Ost-Südost

    Skopje macht Tempo Richtung EU | Fokus Ost-Südost | Deutsche Welle | 03.02.2005

  2. #2
    Avatar von lupo-de-mare

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    Wenn, dann kommt Mazedonien nur zusammen mit Serbien in die EU.

    Und wegen Albanien, wird man erst die nächsten Wahlen Ende Mai oder im Juni abwarten müssen.

  3. #3
    Avatar von Kumanovac

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    Ich bin der meinung das die Albaner unseren EU Beitritt bremsen aber das tuhen sie ja in Serbien auch.Ich bin auch der Meinung das wir zusammen mit Serbien/Montenegro in die EU kommen.

  4. #4
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von Kumanovac
    Ich bin der meinung das die Albaner unseren EU Beitritt bremsen aber das tuhen sie ja in Serbien auch.Ich bin auch der Meinung das wir zusammen mit Serbien/Montenegro in die EU kommen.
    Vollkommen richtig!

  5. #5

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    Zitat Zitat von lupo-de-mare
    Serbien in die EU.

    Und wegen Albanien, wird man erst die nächsten Wahlen Ende Mai oder im Juni abwarten müssen.
    Die Wahlen in albanien kommen , bis dahin können die Serben nur von einen Eu-Beitritt träumen solange Sie ihre Kriegverbrecher an den Haager Tribunal nicht auszusenden !

    PS.Makedonien und Albanien hat in der Zwischenzeit Serbien überholt.

    Wegen Handelsembargo und dann wäre noch die Bombardierung Serbien!

  6. #6
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Albanesi
    Zitat Zitat von lupo-de-mare
    Serbien in die EU.

    Und wegen Albanien, wird man erst die nächsten Wahlen Ende Mai oder im Juni abwarten müssen.
    Die Wahlen in albanien kommen , bis dahin können die Serben nur von einen Eu-Beitritt träumen solange Sie ihre Kriegverbrecher an den Haager Tribunal nicht auszusenden !

    PS.Makedonien und Albanien hat in der Zwischenzeit Serbien überholt.

    Wegen Handelsembargo und dann wäre noch die Bombardierung Serbien!
    Ja ihr habt uns überholt,sobald Schweine fliegen können. :P

  7. #7

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    9.182
    Das hat Montgomery Burns auch mal gesagt. ^^

  8. #8
    Mare-Car
    Zitat Zitat von Albanesi
    Zitat Zitat von lupo-de-mare
    Serbien in die EU.

    Und wegen Albanien, wird man erst die nächsten Wahlen Ende Mai oder im Juni abwarten müssen.
    Die Wahlen in albanien kommen , bis dahin können die Serben nur von einen Eu-Beitritt träumen solange Sie ihre Kriegverbrecher an den Haager Tribunal nicht auszusenden !

    PS.Makedonien und Albanien hat in der Zwischenzeit Serbien überholt.

    Wegen Handelsembargo und dann wäre noch die Bombardierung Serbien!
    MUHHAHAHAHAHAHAH
    Besser wäre es, die Sache mal anders zu formulieren!
    Selbst mit Embargo und Bombardierung, konntet Ihr uns nicht überholen!

  9. #9

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    9.182
    Das versuche ich den KRoaten immer wieder zu erklären. 8 Jahre Embargo und Bombardierung und trotzdem stehen wir noch.

  10. #10
    Avatar von pravoslavac

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    1.791
    Zitat Zitat von Serbian_Prophet
    Das versuche ich den KRoaten immer wieder zu erklären. 8 Jahre Embargo und Bombardierung und trotzdem stehen wir noch.
    nicht nur den kroaten versuchen das zu erklären, so etwas muss man mal europa erklären, was die menschen in serbien da überlebt haben! ja zivim u austriji, zemo siguran sam, ako svabe, ma makar 4 godine samo embargo i sankcije imaju, nece preziveti njih pola, sto posto! a o bombardovanju necu da pricam, tu onda niko nebi preziveo :?

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