BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 13 von 15 ErsteErste ... 39101112131415 LetzteLetzte
Ergebnis 121 bis 130 von 143

Sammelthread Grenzstreit zwischen Kroatien und Slowenien

Erstellt von , 23.09.2004, 18:34 Uhr · 142 Antworten · 7.935 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von Ivo2

    Registriert seit
    13.07.2004
    Beiträge
    19.005

  2. #122
    Avatar von Licki_Sokol

    Registriert seit
    01.02.2007
    Beiträge
    5
    Zitat Zitat von Ivo2
    Zitat Zitat von Grobar
    Ganz echt Ivo.
    Gebt ihnen halt die paar meter Meer.
    Stoert euch doch nich wirklich, oder?
    Mich stört's nicht

    Mich auch nicht.

    Wir haben 2000 km Küste, da kommt es auf die 2,3 km auch nicht
    an.

  3. #123
    Avatar von West_Mostar

    Registriert seit
    07.01.2007
    Beiträge
    925
    ich würde sie nicht geben,weil sie nicht ihnen gehören und das ist ganz klar so festgehalten im gesetz,es geht hier um fischer die vielleicht nicht mehr da fischen könnten wo sie schon ihr ganzes leben lang fischen ist nicht einfach 2.3 km

  4. #124
    Avatar von Grizzly

    Registriert seit
    23.04.2006
    Beiträge
    4.314
    Zitat Zitat von West_Mostar
    ich würde sie nicht geben,weil sie nicht ihnen gehören und das ist ganz klar so festgehalten im gesetz,es geht hier um fischer die vielleicht nicht mehr da fischen könnten wo sie schon ihr ganzes leben lang fischen ist nicht einfach 2.3 km
    Man kann ja den Fischern, die da schon immer gefischt haben,
    bzw. deren Familien dies weiterhin gestatten,
    gesetzt den Fall, dass es da noch was zu fischen gibt,
    nachdem die Ölbohrungen erstmal begonnen haben.

  5. #125
    Grasdackel
    Keine Hilfe für Slowenien

    Belgien hält wenig von einer Solidarität der EU-Staaten im Grenzstreit zwischen Slowenien und Kroatien. Slowenien werde nicht unterstützt, nur weil es EU-Mitglied sei, sagte der belgische Außenminister Karel De Gucht der Zagreber Zeitung "Jutarnji list". De Gucht lobte vielmehr die Haltung Kroatiens: Dieses wolle einen internationalen Schiedsspruch in dem seit Jahren schwelenden Streit um den Verlauf der Grenze zwischen den Nachbarländern. Die EU sieht den Zwist als binationale Angelegenheit.

  6. #126
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Zeljko
    Keine Hilfe für Slowenien

    Belgien hält wenig von einer Solidarität der EU-Staaten im Grenzstreit zwischen Slowenien und Kroatien. Slowenien werde nicht unterstützt, nur weil es EU-Mitglied sei, sagte der belgische Außenminister Karel De Gucht der Zagreber Zeitung "Jutarnji list". De Gucht lobte vielmehr die Haltung Kroatiens: Dieses wolle einen internationalen Schiedsspruch in dem seit Jahren schwelenden Streit um den Verlauf der Grenze zwischen den Nachbarländern. Die EU sieht den Zwist als binationale Angelegenheit.
    Ihr macht das nur weil ihr sie ärgern wollt,die fortgeschrittenen Nachbarn.Wenn sie schon so viel weiter sind als wir in allen Belangen geben wir ihnen wenigstens kein Zugang zu internationalen Gewässern.

  7. #127
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
    30.04.2005
    Beiträge
    14.116
    22.06.07

    Slowenisch-kroatischer Grenzstreit

    Zehntausende deutsche und österreichische Touristen suchen zur Zeit auf der Halbinsel Istrien an der nördlichen Adria wieder Sonne, Meer und gutes Essen. Sie wissen in der Regel nichts vom erbitterten Streit zwischen Slowenien und Kroatien über die Grenzziehung im Norden des Urlauberparadieses.

    "Weißbuch" heizt Grenzstreit an
    Doch in dieser Woche hat Slowenien mit einem "Weißbuch" den Streit um den Grenzverlauf in der Bucht von Piran ganz im Nordwesten Istriens angeheizt. Nicht auszuschließen, dass die Kroaten als Reaktion - wie in den Jahren zuvor - wieder slowenische Fischernetze kappen oder Fremdenführer aus dem Nachbarland mit Einreiseverbot belegen.

    Grenzziehung wird zur Ansichtssache
    Die Kernfrage einer der letzten Grenzstreitigkeiten in Europa lautet: Wo verläuft in der winzigen Bucht des slowenischen Städtchens Piran die Grenze zwischen den beiden Nachbarn? Die Kroaten ziehen den Strich in ihren Karten genau in der Mitte, die Slowenen beanspruchen die gesamte Bucht. Zagreb hat zunächst die besseren Karten, weil in der Mitte der Piranbucht auch in Zeiten des auseinander gebrochenen Vielvölkerstaates Jugoslawien die Grenze verlief. Doch damals spielte sie eben keine Rolle, weil Kroatien und Slowenien Teil dieses gemeinsamen Staates waren.

    Für Slowenien geht es um Zugang zum Meer
    "Wir besitzen nur 46 Kilometer Felsküste gegenüber mehr als 1200 Küstenkilometern und weit über 1000 Inseln in Kroatien", empört sich der slowenische Fremdenführer Zlatko. "Und doch wollen die uns hier die paar Kilometer streitig machen", schüttelt er den Kopf. Für Slowenien geht es beim Anspruch auf die ganze Bucht um den Zugang zum offenen internationalen Meer, der bei einem Grenzverlauf in der Buchtmitte versperrt wäre.

    Piran seit Jahrhunderten Zentrum der Region
    Das slowenische Piran sei Jahrhunderte lang der Mittelpunkt der gesamten Region gewesen, argumentiert die slowenische Regierung in ihrem neuen Weißbuch. Die Katasterbücher auch für die kroatische Seite der Bucht bewahrten die Behörden traditionell in Piran auf. Und schließlich zeige ja der Name Bucht von Piran, wo der Mittelpunkt dieser Region liege.

    Umbenennung durch Kroaten
    Doch die Kroaten halten dagegen und haben die Bucht inzwischen nach der auf der ihrer Seite liegenden Halbinsel in "Bucht von Savudrija" umbenannt. Ihnen geht es im Prinzip um die "Verteidigung der heiligen kroatischen Heimaterde". Sie fürchten, nach Zugeständnissen gegenüber Slowenien auch in Grenzfragen gegenüber Bosnien-Herzegowina und Montenegro nachgeben zu müssen. Zagreb schlägt daher einen Schiedsspruch des Internationalen Gerichtshofes für Seerechtsfragen in Hamburg vor.

    "EU soll Kroatien den Weg verbauen"
    Schon gibt es Stimmen im neuen EU-Mitgliedsland Slowenien, dem EU-Kandidaten den Weg nach Brüssel zu verbauen, sollte der nicht im Grenzstreit nachgeben. Die Lage hat sich hochgeschaukelt. Das mit 4,4 Millionen Einwohnern doppelt so große Kroatien kann nur schwer verwinden, dass das "Balkan-Musterland" Slowenien schon in die EU und NATO aufgenommen wurde. Manche Slowenen beschweren sich, die kroatischen Brüder behandelten sie von hochnäsig oben herab. Es gebe beim Nachbarn auch extreme nationalistische Stimmen, die die Slowenen als "alpine Kroaten" betrachteten.

    ORF

  8. #128
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
    30.04.2005
    Beiträge
    14.116
    7. Juli 2007

    Vorwurf der Behinderung

    Kroatien hat Slowenien vorgeworfen, die EU-Beitrittsverhandlungen in den Kapiteln Justiz, Sicherheit und Freiheit sowie Fischerei zu behindern. Die Aktionen Sloweniens seien nicht "im Geiste europäischer Politik" und würden die Fortschritte Kroatiens "behindern", heißt es in einer Aussendung des kroatischen Außenministeriums.

    Slowenien blockiere mit bilateralen Fragen
    Laibach sollte den Verhandlungsprozess nicht mit bilateralen Fragen blockieren, es stehe mit seinen Forderungen bezüglich der beiden Kapitel allein in der EU da, betonte das Zagreber Außenamt. Nach Informationen aus Brüssel weigert sich Laibach schon seit mehreren Monaten, die Zustimmung zur Eröffnung der Kapitel 13 und 24 zu erteilen, mit der Begründung, Zagreb habe seine diesbezüglichen rechtlichen Verpflichtungen gegenüber der EU nicht erfüllt.

    Offene Fragen bei Fischerei und Staatsgrenze
    Der slowenische Außenminister Dimitrij Rupel gemeint, dass sein Land die Verhandlungen Kroatiens mit der EU genau verfolge, da einige Kapitel und Probleme "noch offen" seien. Im Fischereikapitel geht es um die von Slowenien geforderte Umsetzung des bilateralen Grenzabkommens, das slowenischen Fischern die Nutzung kroatischer Gewässer ermöglichen soll. Beim anderen Kapitel, das unter anderem Bestimmungen zur Schengen-Grenze enthält, fordert Laibach ein offizielles Eingeständnis Zagrebs, dass die Staatsgrenze noch nicht offiziell festgelegt ist. Slowenien und Kroatien sind neben diesen Verstimmungen seit einiger Zeit in einen Grenzstreit verwickelt, bei dem es um Ansprüche in der Bucht von Piran geht.

    ORF

  9. #129
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
    30.04.2005
    Beiträge
    14.116
    25.07.07

    Französischer Berater für Grenzstreit

    In den seit eineinhalb Jahrzehnten ungelösten Grenzstreit zwischen Slowenien und Kroatien ist Bewegung geraten. Jetzt soll der führende französische Rechtsexperte Robert Badinter zu Hilfe kommen. Laut slowenischen Medienberichten soll Ljubljana der kroatischen Führung Badinter als Vermittler vorgeschlagen haben. Der 79-jährige ehemalige Justizminister ist derzeit sozialistischer Senator.

    Slowenien wollte bilaterale Lösung
    Slowenien hat sich bisher beharrlich gegen den schon vor Monaten von Kroatien unterbreiteten Vorschlag eines internationalen Schiedsspruch in der Frage geweigert. Ljubljana stellte sich auf den Standpunkt, dass eine Lösung auf bilateraler Ebene möglich sei, zumal die beiden Regierungen schon im Jahr 2001 ein Grenzverlaufsabkommen geschlossen hatten. Die damalige sozialdemokratische kroatische Regierung bekam jedoch angesichts von massiver Oppositionskritik kalte Füße und nahm kurzerhand von dem schon paraphierten Abkommen wieder Abstand.

    Zankapfel ist Adriabucht von Piran
    Wichtigster Zankapfel ist der Grenzverlauf in der Adriabucht von Piran. Slowenien will Kroatien unter Verweis auf die Praxis im früheren Jugoslawien nur einen kleinen Teil der Bucht zugestehen und pocht auf einen Zugang zu internationalen Gewässern. Zagreb fordert dagegen eine Teilung der Bucht entlang der Mittellinie. Umstritten ist auch die Staatszugehörigkeit von drei Weilern südlich des Grenzflusses Dragonja, der in die Bucht mündet. Diese Orte gehörten bis zum Zerfall Jugoslawiens zu Slowenien, Kroatien hat sie jedoch nach dem Jahr 1991 unter Missachtung einer zwischenstaatlichen Übereinkunft, wonach bis zur endgültigen Klärung des Grenzverlaufs keine einseitigen Fakten geschaffen werden sollen, kurzerhand "eingemeindet". Ljubljana wirft Zagreb in diesem Zusammenhang vor, Grundbücher gefälscht zu haben.

    Slowenien wollte nicht bestätigen
    Die slowenische Regierung wollte zunächst nicht bestätigen, dass man Zagreb eine Vermittlung Badinters vorgeschlagen habe, der in seiner Funktion als Vorsitzender des Schiedsgerichts der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) tätig werden sollte. Außenminister Dimitrij Rupel sagte einem Bericht der Ljubljanerr Tageszeitung "Dnevnik" zufolge lediglich, dass die Regierung ein Dokument über die Lösung der Grenzfrage angenommen habe, das aber "streng vertraulich" sei.

    Badinter kennt Grenzstreit
    Der frühere Präsident des französischen Verfassungsrats und Justizminister Badinter, der in seinem Land unter der Präsidentschaft von Francois Mitterrand die Abschaffung der Todesstrafe herbeiführte, ist mit dem slowenisch-kroatischen Grenzstreit gut vertraut. Er hatte nämlich im Jahr 1991 eine Kommission geleitet, die die Loslösung Sloweniens und Kroatiens von Jugoslawien völkerrechtlich "absegnete" und dabei auch entschied, dass bis zu einer endgültigen Lösung der Grenzfrage der Stand vom Tag der Unabhängigkeitserklärung Sloweniens und Kroatiens zu gelten habe.

    Erster derartiger Fall für OSZE-Schiedsgericht
    Aus Kroatien gab es bisher noch keine offizielle Reaktion auf den angeblichen slowenischen Vorstoß. Zagreb favorisierte bisher den Hamburger Seegerichtshof (auf dem ein Kroate als Richter tätig ist, Anm.) als Schiedsstelle. Allerdings bestätigte der Pressesprecher des kroatischen Außenministeriums, dass auch das von Badinter geführte Schiedsgericht der OSZE als Vermittlungsinstanz in Frage kommt. Dies bestätigte auch OSZE-Sprecher Martin Nesirky. Man habe zwar noch keine offizielle Anfrage erhalten, doch sei das Schiedsgericht im Grenzstreit zuständig, obwohl es sich um den ersten Fall dieser Art handeln würde, sagte Nesirky.

    Quelle: ORF

  10. #130
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
    30.04.2005
    Beiträge
    14.116
    31.07.07

    Initiative zur Streitlösung mit Zagreb

    Sloweniens Ministerpräsident Janez Janša hat bei einer Pressekonferenz bestätigt, dass die slowenische Regierung ein Dokument mit Lösungsvorschlägen für alle offenen Fragen an Kroatien übermittelt hat.
    Der Inhalt des Dokuments bleibt geheim, bis beide Regierungen dazu eine Stellungnahme abgeben haben, hat sich Janša wortkarg gezeigt.

    Grenzstreit seit 15 Jahren
    Der formelle Vorstoß Sloweniens ist das Ergebnis von intensiven Gesprächen, die nun seit fast einem Jahr geführt werden. Janša betonte im Rahmen der Pressekonferenz, dass es sich um eine "ganzheitliche" Initiative handle, die sich mit allen offenen Fragen befassen würde.
    Neben dem sich seit eineinhalb Jahrzehnt hinausziehenden Grenzstreit, bei dem es vor allem über den Grenzverlauf in der Adriabucht von Piran geht, dürfte sich das Dokument auch mit der Frage um den gemeinsame Besitz des Atomkraftwerkes Krsko, beschäftigen.
    Das Dokument soll sich außerdem mit der Frage nach der Rückerstattung von Einlagen kroatischer Kunden bei der slowenischen Bank "Ljubljanska Banka", befassen.

    Französischer Rechtsexperte soll vermitteln
    Wie Janša betonte, habe sich in zahlreichen bilateralen Gesprächen gezeigt "welche Wege für eine Lösung noch zur Verfügung stehen".
    Medienberichten zufolge soll Slowenien, das sich bisher beharrlich gegen einen internationalen Schiedsspruch in der Grenzfrage geweigert hat, nun den führenden französischen Rechtsexperten und ehemaligen Justizminister Robert Badinter als Vermittler vorgeschlagen haben.
    Eine offizielle Bestätigung gibt es auch von Seiten des Ministerpräsidenten bis jetzt noch nicht. Janša merkte aber an, dass nicht alles was in den Medien stehe auch stimmen würde.

    Janša zeigt sich optimistisch
    Während der kroatischen Parlamentswahlen im Herbst, dem slowenischen EU-Ratsvorsitz in der ersten Jahreshälfte 2008 und den slowenischen Parlamentswahlen im Herbst 2008 würde die Zeit Lösungen zu finden knapp werden, so Janša.
    "Im August oder September dürfte es klar sei, ob ein Schritt nach vorne gemacht werden kann", meinte Jansa. Trotz des ungewissen Ausgangs der Initiative, zeigte sich Janša optimistisch, dass der Vorschlag "realistisch" sei.
    Eine hundertprozentige Unterstützung für die Kompromisslösungen erwarte der slowenischer Regierungschef weder in Slowenien noch in Kroatien. Er erhoffe sich aber eine "große mehrheitliche Unterstützung", denn "ohne die sei keine Lösung möglich," fügte er hinzu.

    ORF

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 121
    Letzter Beitrag: 03.07.2017, 12:33
  2. Antworten: 38
    Letzter Beitrag: 02.02.2011, 11:40
  3. Antworten: 67
    Letzter Beitrag: 07.07.2009, 18:25
  4. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 27.03.2008, 13:46
  5. Antworten: 27
    Letzter Beitrag: 22.03.2008, 12:46